Warum ist die Finanzagentur eine GmbH?

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5 Antworten

Warum ist die Finanzagentur eine GmbH?

Es gibt keinen besonderen oder gar "geheimnisvollen" Grund dafür. Die eigentliche Ursache liegt in der SPD-Politik unter Gerhard Schröder. 

Der plante damals, ganz gemäß dem Trend der Zeit, Deutschland wie ein Unternehmen zu führen. Er nannte das damals gern "die Deutschland GmbH". 

Und im Zuge dieser kompletten "Verunternehmiserung" (Gibt's das Wort? Wenn nicht reklamiere ich Urheberschutzrechte!) strukturierte man vieles um. Aus dem "Arbeitsamt" wurde eine "Arbeitsagentur", die "Ich-AG", also die "Ich-Aktiengesellschaft", wurde erfunden, etc. pp. 

Dabei war eben auch  die Finanzverwaltung fällig, denn die einhellige Lehre bis heute lautet eben: "Die Privatwirtschaft kann alles besser, billiger & schneller." Also wurde die Behörde entlastet und die Aufgabe einer "privatwirtschaftlich geführten Firma", die aber trotzdem zu 100% dem Bund gehört, gegeben.

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Also nahm man sich die "CVU Applikationssysteme GmbH i.G." her, löste einen Teil des Unternehmens heraus, nannte das "CVU Abwicklungsgesellschaft mbH", löste dann erneut einen Teil heraus, nachdem sich verschiedene Geschäftsführer der GmbH eine goldene Nase verdient hatten, nannte das schließlich "Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH" und machte daraus eine Finanzverwaltung. 

... Schwarzen Humor haben die Spezialdemokraten, das muss man ihnen lassen.

Ist doch völlig logisch! Eine Software-Butze in Gründung wird zu einer Abwicklungsgesellschaft gemacht, die andere Unternehmen abwickelt, und dann mit dieser Expertise zu einer Finanz-Agentur, die die gesamten Finanzen des Bundes kontrolliert. 

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Ich wüsste wirklich gern, was der Steuerzahler allein für dieses Konstrukt der SPD/GRÜNEN hingelegt hat

Vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Webseite (www.arbeitsagentur.de) den deutschen Steuerzahler die stolze Summe von 200.000.000 DM (heute also ca: 100 Millionen Euro) gekostet hat. Kein Scherz! Das war der Preis, den die Bundesrepublik für eine einzige Webseite bezahlt hat. 

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Kommentar von Unsinkable2
24.06.2016, 21:27

Korrektur:

Falsch: 

Er nannte das damals gern "die Deutschland GmbH". 

Richtig:

Er nannte das damals gern "die Deutschland AG". 

Nach Ansicht der SPD sollten alle Bürger sich wie Aktionäre fühlen: Ihnen allen gehören Anteile am "Unternehmen Deutschland". Und wer Anteile hat, der will, dass es dem Unternehmen gut geht...

So die Philosophie, die dahinter steckte...

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Kommentar von PatrickLassan
25.06.2016, 12:09


Eine Software-Butze in Gründung wird zu einer Abwicklungsgesellschaft gemacht, die andere Unternehmen abwickelt, und dann mit dieser Expertisezu einer Finanz-Agentur, die die gesamten Finanzen des Bundes kontrolliert.

1. Es wurde ein bereits existierender Firmenmantel verwendet, ein durchaus übliches Verfahren.

2. Die Finanzagentur kontrolliert nicht die gesamten Finanzen des Bundes, ansonsten gäbe es wohl kaum noch das Bundesfinanzministerium und die Bundesfinanzverwaltung (Zoll).

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Als GmbH tritt dir BRD als normaler Handelspartner auf. Somit ist die Abwicklung unkompliziert und geht schnell. Anders wäre es bei einer Behörde. Viele Länder haben so etwas, darum ist es ehr der Normalzustand. 

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Die Aufgaben wurden ja zuvor von einer Behörde (Bundesschuldenverwaltung) erledigt.

Mal abgesehen davon, das eine Behörde als Mitarbeiter Beamte hat, die dem Beamtenrecht unterliegen und pensionsberechtigt sind, ist eine GmbH einfach beweglicher.

Was die machen ist reine Verwaltung. Im Prinzip nichts anderes als eine Fondsverwaltung.

Warum sollte das eine Behörde sein?

Die sind als GmbH, schneller, beweglicher, billiger. Personalbeschaffung: hire and fire, so wie man Leute braucht.

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Kommentar von Unsinkable2
24.06.2016, 20:52

Mal abgesehen davon, das eine Behörde als Mitarbeiter Beamte hat, die dem Beamtenrecht unterliegen und pensionsberechtigt sind, ist eine GmbH einfach beweglicher.

... und muss sich nicht an Besoldungstabellen halten, wenn sie ihre Geschäftsführer und Gesellschafter vergütet.

Warum sollte das eine Behörde sein?

Bemerkenswert ist es aber schon, wenn eine "CVU Systemhaus Abwicklungsgesellschaft mbH" die gesamten Finanzen des Bundes verwaltet, oder?! 

Die sind als GmbH, schneller, beweglicher, billiger. Personalbeschaffung: hire and fire, so wie man Leute braucht.

... und als solche haftungsbeschränkt.

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Damit jeder Bürger indirekt haften kann für neue Staatsschulden mit 25000€.

So hat man das irgendwie geregelt mit internationales Handelsrecht.

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Kommentar von SchakKlusoh
24.06.2016, 20:01

Du weißt offensichtlich nicht, was GmbH heißt.

Und was soll in diesem Zusammenhang "internationales Handelsrecht" heißen?

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Kommentar von Crack
24.06.2016, 20:30

Und wieder einmal eine unqualifizierte Antwort von @486teraccount.

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Die Finanzagentur ist ein Dienstleister, der kein eigenes Kapital besitzt. Das Unternehmen kümmert sich um die Schulden und Zahlungen und Verwaltung von bestimmten Vermögenswerten. Damit über die Finanzagentur keine Forderungen entstehen können und die Bundesregierung keine Schulden auf sie schreiben kann, ist sie eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung

https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrepublik\_Deutschland\_%E2%80%93\_Finanzagentur\_GmbH


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Kommentar von PatrickLassan
25.06.2016, 12:04

Das ist eine GmbH, sie muss daher zumindest das Mindestkapital haben.

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