Frage von OZwergO, 49

Warum haben so viele Menschen eine derartige negative Einstellung zur Arbeit und zum Leben?

Unter meiner Frage "Ist es so schlimm, wie alle tun?"stand in einer Antwort, dass es mittlerweile schon fast zum "guten Ton" gehört sich ständig zu beschweren. Warum?

Es kann doch nicht sein, dass in unserer Zeit viele nur noch jammern, sei es über den Job, Leben, Familie oder sonst was. Es ist mir bewusst, dass nicht immer alles gut läuft. Bei mir läufts mit Sicherheit auch nicht immer perfekt, aber ich mach halt das Beste aus der jeweiligen Situation.

Ich habe vor gut einer Woche zusätzlich mit meiner Ausbildung angefangen. Meine Kollegen sind alle sehr nett, lassen mich aber auch richtig anpacken, aber es gefällt mir dort. Wir verbringen 9 Stunden in der Arbeit, es ist schon auch abwechslungsreich, aber bei manchen Sachen zieht sich die Zeit schon ein wenig, aber rumsitzen tut bei uns niemand und die Zeit vergeht relativ schnell. Ein Azubi im 2.Lehrjahr hatte gestern mit mir Frühschicht, sie kam rein, war total mies gelaunt, als ich fragte was los sei, sagte sie mir: Es ist doch immer das Gleiche. Man steht auf, geht zur Arbeit, geht nach Hause, isst, duscht und geht schlafen. Jeden Tag.

Ich dachte mir, es ist doch gar nicht so schlimm, wir haben nur bis halb 4, dürfen dann nach Hause, wir haben noch den halben Nachmittag und Abend Zeit etwas zu tun (Nach der Arbeit hab ich mich noch mit einer Freundin zum ratschen getroffen) Sie fragte mich obs mir bis jetzt gefällt. Ich antwortet: Ja, tut es. Sie schaute mich verdattert an.

Aber zurück zu meiner Frage, warum sind die Menschen... eigentlich die ganze Welt, so negativ eingestellt?

In den Nachrichten wird meist nur über schlechte Dinge berichtet, in den Schulen werden den Schülern ihre Fehler gezeigt, die Erwachsenen denken nur zurück an die Ferien in der Schulzeit und jammern über die Arbeitszeiten.

Ein paar nette Dinge in den Nachrichten, ein Lob an die Schüler ist ja nicht zu viel verlangt und danach würden viel mehr Menschen lächeln.

Warum muss man viele Menschen erst zeigen wie gut es ihnen geht?

Wieso sehen sie das nicht selbst?

Antwort
von Samika68, 18

Es sind nicht alle Menschen negativ eingestellt und meist wird auch nur in Industriestaaten viel "gejammert" - also dort, wo es den Menschen verhälntismäßig gut geht.

In Entwicklungsländern gibt es Kinder, die mit Blechdosen und Müll spielen - und dabei lächeln und zufrieden sind.

Bei uns wird gejammert, weil man sich selbst Druck macht, um dem Konsumwahnsinn zu entsprechen.

Man rammelt in eine Arbeit, die selten Spaß macht, nur um genug Kohle ranzuschaffen für das nächste neue Auto, den Urlaub sonstwo im Ausland, oder für die Markenklamotten - die ja unbedingt sein müssen.

Ich denke, die meisten haben einfach verlernt, bzw. niemals gelernt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und zu beschränken.

Warum arbeiten viele in Jobs, die keinen Spaß machen? Weil sie dort oft genügend Geld verdienen. Warum braucht man denn "genügend" Geld? Meist für Dinge, die die Welt nicht braucht!

Wenn man sich umsieht, enteckt man Jugendliche mit Smartphones, die mehrere Hundert Euros kosten, Menschen in der Stadt mit einem SUV inkl. Allrad und allen Schikanen, obwohl in manchen Städten niemals mehr als 2 cm Schnee liegen...

Alles unsinnige "Spielsachen"! Wir werden zugemüllt mit Werbung, rund um die Uhr. Ob man TV schaut, im Internet surft oder Radio hört. Uns wird ständig suggeriert, was wir alles benötigen und die meisten denken leider nicht darüber nach, ob es wirklich notwendig ist.

Wer solche Dinge braucht und dafür einem Job nachgeht, der ihn nicht erfüllt, soll ruhig jammern.

Kommentar von OZwergO ,

Das ist es ja, sie jammern, jammern und jammern. Dieses Gejammere zieht die eigene gute Laune ein wenig runter. Wenn ich mit den Kollegen arbeite, die keinen Spaß am Job haben, dann gefällt es mir auch nicht so gut. Wenn ich mit den Kollegen arbeite, bei denen man merkt wie viel Spaß ihnen der Job macht, dann macht es mir auch mehr Spaß die 100te-Standpalette reinzuzwängen.

Von mir aus können sie jammern, aber sie sollen es ausschließlich Zuhause tun, wo es nicht andere Kollegen und neue Azubis (für die, die erste Zeit sowieso hart ist) runter zieht.

Antwort
von Marco350, 11

Viele Menschen sehen nur das negative und schauen auf die Menschen denen es besser geht. Viele sind auch neidisch auf die Leute die unterstützt werden ohne dafür etwas zu tun. Das sind meistens Menschen die für ihre Arbeit nicht viel Geld kriegen oder zwei Jobs brauchen, und deshalb jammern sie. Klar ist das leben ohne Arbeit schöner aber wer Ziele hat braucht auch Arbeit. Die meisten wissen gar nicht wie gut es ihnen geht und wollen immer mehr ohne dafür etwas tun zu müssen. Arbeit kann auch Spaß machen wenn man die richtigen Kollegen und den richtigen Job hat. Schön das dir die Arbeit Spaß macht, meine tut es auch. 

Antwort
von janfred1401, 9

Wahrscheinlich weil viele schon in jungen Jahren viel zu viel erwarten. Anstatt sich Ziele zu setzen und darauf hin arbeiten, wollen die meisten alles und das sofort. Keiner hat Geduld. Viele erwarten zu viel vom Leben und denken alles kommt von allein. Wenn es nicht so klappt, wird gejammert und es werden andere verantwortlich gemacht.

Durch Konsum verschulden sich viele schon als Schüler. Alles wird auf Kredit gekauft und dann immer vom Feinsten. Wenn die Leute dann ihren Kontostand sehen werden die Gesichter lang. Ja, ich glaube, das Hauptproblem sind finanzielle Sorgen - da leidet dann alles drunter. Ob Partnerschaft oder die Motovation zur Arbeit. Das Deutschland aber kein 3.Welt-Land ist sondern bei uns gute Löhne bezahlt werden, Schulbildung fast nirgends so günstig ist wie bei uns. Wir auch als Arbeitende sehr viel Freizeit haben. Das wird alles so hingenommen und die wenigsten wissen es zu schätzen.

Viele halten es auch zu wichtig, was andere von einem denken. Es wird zuviel verglichen. Es herscht Neid und Missgunst. Alles Sachen, die ein relaxtes Leben durch sehr behindern.

Die Leute sollten mal nach ihrem Abi ein halbes Jahr als Volunteer in der dritten Welt arbeiten - und nicht Auslandsjahr nach USA o.ä. Dann würde sich die Einstellung zum Leben auch bei den meisten positiv ändern.

Antwort
von nettiepaquetoj, 22

Weil Sie ein Leben das Sie Leben Sie nicht erfühlt. Es liegt anjedem selbst heraus zu finden was das Beste für sich ist. Wenn man im Leben waswill wird man es auch erreichen, aber die meisten Menschen sind nicht bereit zukämpfen. 

Kämpfen bedeutet Niederschläge zu erleiden, aber aufstehen undweiter kämpfen. Die meisten Menschen können sowas nicht. 

 

Kommentar von Marco350 ,

Du hast recht. Die Menschheit ist sehr bequem geworden. Alle warten auf die Dinge die da kommen aber wer nur wartet bekommt nichts und fängt an zu jammern. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community