Warum behaupten viele Tierärzte, Trockenfutter sei das beste Hundefutter, obwohl das gar nicht stimmt?

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8 Antworten

weil viele Tierärzte damit ihr Geld verdienen und die großen Marken Tierarztpraxen sponsern. Trockenfutter ist leicht zu verfüttern (Tüte auf...)
und eine saubere Sache.

Die Ernährung von Haustieren wird im Studium nur gestreift, es sind also keine Ernährungsspezialisten.

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Kommentar von Everklever
28.06.2016, 19:31

Die Ernährung von Haustieren wird im Studium nur gestreift

War das bei dir so? Wir wurden ausführlich unterwiesen, theoretisch und praktisch.

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Weil viele Tierärzte keinen Plan von Tierernährung haben, sondern sich auf das verlassen müssen, was ihnen Futterreferenten erzählen. Da Futtermittelberater immer von bestimmten Firmen kommen erzählen die such immer den gleichen Müll.

Dazu kommt, das viele Praxen von Royal Canin, Vetconzept, Eukanuba und noch etlichen anderen Futtermittelherstellern gesponsert werden (Praxisaufbau) weshalb die Tierärzte dann auch diese Futtermittel verticken.

Der Verkauf von Futtermitteln, Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln ist das 3 te finanzielle Standbein einer Tierarztpraxis, nach 1. Heilbehandlung und 2. Impfung und Wurmkuren.

Mit Trockenfutter kann ein Hund ernährt werden - und nur das zählt hier. Ob es gesund ist oder nicht, das zählt hier nicht.

Ich kenne aber auch Tierärzte, die sich durchaus auch mit Fütterung auskennen, die raten dann in der Regel von Trockenfutter ab - meiner empfiehlt Barf und Nassfutter und so gut wie kein Trockenfutter. Er selbst verfüttert seien Tieren kein Trockenfutter.

Du wirst aber kaum chancen haben das zu beweisen, da hängt weit mehr dran als nur der TA - die Futtermittelbrache ist Milliarden schwer. Alleine schon daran, das es so viele Sorten und Hersteller gibt lässt sich erahnen, wie groß dieser Markt ist.

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Kommentar von Everklever
28.06.2016, 19:42

Weil viele Tierärzte keinen Plan von Tierernährung haben

Na ja, immerhin ist das Unterrichtsfach und im Staatsexamen ein eigenes Prüfungsfach. Aber stimmt schon, man kann in diesem sehr vielfältigen Beruf nicht in allen Disziplinen Spitzenkraft sein.

Grundsätzlich möchte ich aber sagen, dass ein ausgewogenes Trockenfutter viel besser sein kann als sein Ruf. Meiner bekommt das seit 11 Jahren und hat nie irgendwelche Probleme dadurch gehabt. Und die Zähne + Zahnfleisch sind 1 A.

Und meine letzte Katze (zugegeben: andere Tierart) hat mit Trockenfutter ein Alter von fast 20 Jahren erreicht, ganz ohne Nierenprobleme.

Womit ich natürlich nicht sagen will, dass Einzelfälle normprägend sind.

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Ich schätze das das evtl darin begründet ist, das es bei vielen Trockenfutter mehr Studien, Laboruntersuchungen und Tierversuche gibt, worauf die Mediziner sich dann beziehen können. Es sind ja wissenschaftliche Ergebnisse die da zählen. Und nicht die Maßstäbe eines Kochs, der was leckeres auf den Teller zaubern will, die Welt dieser Wissenschaftler besteht aus Vitaminen, Fetten, Mineralstoffen und sonstige Nährstoffe, die ein überleben garantieren sollen. 

Deswegen fällt es auch schwer glaubwürdige wissenschaftliche Quellen zu nennen die das Gegenteil einwandfrei belegen, das Hunde mit Feuchtfutter oder Barf besser leben. Man findet viele Eigenexperimente von privaten Züchtern, THPs und vielen Haltern, aber eine Studie einer Universität oder ähnliches suche ich zu mindestens seit langen vergeblich (wenn jemand so was gefunden hat, bitte bitte mir ein Link schicken:)). Mir persönlich reichen die persönlichen Erfahrungen von Haltern, ein Tierarzt muss sich aber wenn dann auf Fakten berufen zu denen es auch wissenschaftliche Untersuchungen gab. 

Und zu mindestens unsere Tierärztin war mal ehrlich und sagte das sie von Hundeernährung keine Ahnung hat und daher uns gar nix empfehlen will ;) denke das manchmal die private Meinung des Tierarztes im Beruf durchbricht, was aber evtl mit den Berufsstand so nix zu tun hat, andere bewerten das wieder anders und manche halten sich da einfach raus. 

Und mögliche Gründe können sein das das Futter so gut wie steril ist und alle Nährstoffe, wenn auch manchmal künstlich, zugesetzt sind. Könnte man evtl mit der Astronautenkost aus der Apotheke vergleichen. 

Was mich allerdings immer von der Logik etwas wundert ist die etwas hinkende Diagnose das Trockenfutter generell Wasser zieht und zum Nierenschaden führt. Als Schelm behaupte ich mal das dann eingeweichtes Trockenfutter kein Problem mehr wäre....also gemäß dem Fall der Hund frisst auch die Pampe. Da gibt es schon bessere Gründe, wie die Stärke die oftmals in großer Menge darin enthalten ist, Trockenfuttermilben usw. 

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Kommentar von Carla62411
28.06.2016, 17:58

Stimmt. Wenn, dann sollte das Trockenfutter unbedingt in Wasser eingeweicht werden. Dies würde ich meinem Hund niemals zumuten, weil es einfach nur widerlich ist. :-D

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Naja die meisten Tierärzte vertreiben Vetconcept oder Hills oder so, also müssen sie einfach behaupten dass es gut ist. Lese dich in die Materie ein, dann weißt du, dass es nicht ok ist, Hunde so zu füttern

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A) Sie wissen es nicht besser.

B) Chappi sagt das sogar im Fernsehen.

C) Es ist ihnen egal

D) Sie möchten dem Umsatz in ihrer Praxis damit erhöhen

E) Sie werden von Hundefutterherstellern gesponsert

F) Sie mögen es selber

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weil trockenfutter, sofern es von hochwertiger qualität ist, durchaus geeignet ist einen hund gesund zu ernähren. ausserdem gibt es sowohl gebarfte, wie getrockengefutterte kranke hunde. ernährung ist das eine, genetische veranlagung und überzüchtung und auch zu wenig auslastung, das andere was hunde krank macht.

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Kommentar von friesennarr
29.06.2016, 08:32

Ich stimme dir zu, das man Hunde von Trockenfutter ernähren kann, das das gesund sein soll halte ich für nicht falsch.

Ein ausgeglichen und vielfältig gebarfter Hund ist garantiert der gesünder gefütterte Hund.

Krankheiten gibt es überall und immer, das wird die Fütterung nicht auslöschen können, aber man kann viele Krankheiten gar nicht erst entstehen lassen durch ordentliche artgerechte Ernährung.

Niemand bestreitet, das rein rechnerisch ein Trockenfutter von Bedarf her einigermaßen stimmt. (Übrigens kann der Körper sehr lange kompensieren und mit weniger als dem Bedarf auskommen),
aber wie gesagt ist das rein rechnerisch.

Die Textur, der Zustand vom Futter ist m.M.n. genauso wichtig und da sind kleine harte Bröckchen nunmal absolut nicht richtig.

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leider werden futter- und nahrungsproblematik beim studium vernachlaessigt oder von der futtermittelindustrie gesponsert.

an den verakufen beim tierarzt verdiet diesr auch nicht schlecht.. gebarftes hat der nie auf "lager"....

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Kommentar von extrapilot350
28.06.2016, 18:31

Die Antwort ist mir zu polemisch! Es gibt bei Tieren Erkrankungen wo sie auf Trockenfutter dass Mineralarm ist angewiesen sind. Natürlich wird das trocken gefüttert und einen Wassernapf ist sowieso immer vorhanden. Dieses Futter ist Verschreibungspflichtig! Ist nicht teurer als anderes Hundefutter. Also von Verdienst kann da keiner reden.

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Kommentar von Everklever
28.06.2016, 20:33

leider werden futter- und nahrungsproblematik beim studium vernachlaessigt

Wir musste uns damit recht intensiv befassen. War das in deinem Studium nicht so?

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Dann schreibe doch mal den Literaturhinweis in dem geschrieben steht Trockenfutter sei nicht gut für Hunde?

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Kommentar von Everklever
28.06.2016, 19:48

Literaturhinweis in dem geschrieben steht Trockenfutter sei nicht gut für Hunde

Ich kenne solche nur von Interessenvertretern und selbsternannten missionarischen "Experten", aber nicht auf objektiver wissenschaftlicher Grundlage.

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