Frage von iFly737, 44

Ist ein Segelflugschein ein Vorteil um Pilot zu werden?

Hi ^^ Ich wollte mal Fragen ob es ein Vorteil ist, wenn ich einen Segelflugschein habe und alleine fliegen darf.

Vielen dank :)

Expertenantwort
von rudim1950, Community-Experte für Pilot, 44

Hallo, 

der Sinn Deiner Frage erschließt sich mir nicht, denn wenn Du Pilot bist, hast Du eine Lizenz und wenn Du eine Lizenz hast, bist Du doch Pilot. Auch Dein Pseudonym "iFly737" lässt doch schon darauf schließen, dass Du Pilot bist - oder ist da eher der Wunsch der Vater des Gedankens? 

In der Luftfahrt muss man sich immer sachlich und zweifelsfrei äußern, um zeitraubende Nachfragen möglichst zu verhindern. Also ist die Frage in der Überschrift ist schon mal falsch gestellt - oder worin liegt der Sinn? 

Und zur Frage ob es von Vorteil ist, einen Segelflugschein zu haben und alleine fliegen zu dürfen: Nein, ist es nicht, wenn Du im Büro arbeitest oder Regale einräumst. 

Vielleicht kannst Du Dein Problem noch einmal argumentativ überarbeiten und dann atmosphärisch dicht erläutern, danke! 

Kommentar von iFly737 ,

Ich meine wenn ich mich bei Lufthansa bewerbe (oder wo auch immer) Ob es mir Vorteile im Auswahlverfahren gibt oder nicht.

Und ich bin NOCH kein Pilot. Ich besuche aktuell eine 10. Klasse einer Realschule.

Kommentar von rudim1950 ,

Hi, nein, es spielt keine Rolle, wenn ich den Aussagen der Kollegen von der fliegenden Zunft glauben darf, was ich einfach mal tue. 

Und in der Praxis gibt es sehr viel mehr Piloten ohne private Lizenz als mit; die meisten Flieger lassen ihr privates Rating verfallen. Es ist natürlich nicht verboten, z. B. eine Segelfluglizenz zu haben, aber ein Muss ist es nicht. 

Und auch die Einstellungstests sind davon unberührt, denn es geht um die Eignung für den Arbeitgeber und die Ausbildung selbst findet ja gerade bei MPL schon nach Airline-SOPs statt. 

Die EU-Verordnung über die Ausbildung von Piloten sagt zum Thema durchgehende MPL-Ausbildung (das ist der neue europaweit geltende Standard, auch wenn es noch die "alte" Stufenausbildung gibt): 

"Zum Lehrgang werden nur Bewerber ohne Vorkenntnisse („ab initio“) zugelassen."

OK, LH ist zumindest aktuell keine Option, da musst Du einfach mal regelmäßig deren Homepage checken. Allerdings hast Du ja noch Zeit, denn für die LH-Passage ist die allgemeine Hochschulreife Pflicht. Die LH-Konzerngesellschaften (ohne KTV) SWISS International und CLH wollen bisher nur die FHR; SWISS Global Airlines sogar nur Schweizer Volksschule mit Berufsausbildung. Bei TUIfly und AB reicht ebenfalls die FHR. 

Die EU schreibt zwar keine bestimmte Schulbildung vor, aber Du musst die Vorgaben der jeweiligen Airline erfüllen. Anders geht es nicht. 

Wegen der Entscheidungen, die Du deshalb bezüglich Schulbildung treffen musst, ist es enorm wichtig, sich schon darüber im Klaren zu sein, wer der zukünftige Arbeitgeber sein soll.

Antwort
von Pilotflying, 26

Welcher Pilot?  Privatpilot? Verkehrspilot? 

Für einen Privatpiloten ist es nicht schlecht. Für einen Berufs- odet Verkehrspiloten nicht. Im Gegenteil. Es schleifen sich durch die private Fliegerei Schlampereien ein, die man in der gewerblichen Fliegerei nicht brauchen kann. Damit machst Du Dir und Deinen Ausbildern das Leben schwer.

Das soll jetzt nicht heißen, dass alle Piloten in der privaten Fliegerei schlampig fliegen. Aber in der Privatfliegerei läuft einiges anders als in der Berufsfliegerei und die Ausbildung und das Augenmerk auf gewisse Dinge sind in der gewerblichen Fliegerei auf ganz andere Punkte gelenkt.

Kommentar von iFly737 ,

Ok vielen dank!

Bist du Pilot?

Kommentar von Pilotflying ,

Ja.

Antwort
von Luftkutscher, 32

Es kommt ganz darauf an was für eine Pilotenlizenz Du anstrebst. Für eine PPL oder LAPL für Flächenflugzeuge oder einen Luftsportgeräteführerschein kann eine Segelflugausbildung recht nützlich sein, denn bei der Segelflugausbildung lernst Du das saubere und gefühlvolle Fliegen. Für eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten, Verkehrspiloten oder für eine Luftschiffpilotenlizenz bringt Dir die Segelflugausbildung nichts. 

Kommentar von iFly737 ,

Ok schaden :/ Weil ich möchte sehr sehr gerne Verkehrspilot werden.

Kommentar von Layork ,

Schaden wird es wohl nicht!

Antwort
von bauerjonas, 34

Es kann sein das du dann bei Fluggesellschaften eher genommen wirst als ohne!

Kommentar von rudim1950 ,

Nein, es spielt keine Rolle, wenn ich den Aussagen der Kollegen von der fliegenden Zunft glauben darf, was ich einfach mal tue. Und in der Praxis gibt es sehr viel mehr Piloten ohne private Lizenz als mit; die meisten Flieger lassen ihr privates Rating verfallen. 

Es ist nicht verboten, z. B. eine Segelfluglizenz zu haben, aber ein Muss ist es nicht. Und auch die Einstellungstests sind davon unberührt, denn es geht um die Eignung für den Arbeitgeber und die Ausbildung selbst findet ja gerade bei MPL schon nach Airline-SOPs statt. 

Und die EU-Verordnung über die Ausbildung von Piloten sagt zum Thema durchgehende MPL-Ausbildung (das ist der neue europaweit geltende Standard, auch wenn es noch die "alte" Stufenausbildung gibt): 

"Zum Lehrgang werden nur Bewerber ohne Vorkenntnisse („ab initio“) zugelassen." 

Kommentar von Pilotflying ,

Nein.  Es kann sein, dass Du  genau das Gegenteil erreichst. Die Airlines z. B eillen am liebsten Fußgänger. 

Denen braucht man keine Schlampereien aus der privaten Fliegerei abgewöhnen.

Antwort
von IchbinPilotAB, 27

Natürlich ist es gerne gesehen wenn ein Bewerber Flugerfahrung hat

Kommentar von Pilotflying ,

In der gewerblichen Fliegerei vor der Ausbildung eigentlich nicht.

Später nach Lizenzerhalt gilt natürlich : Je mehr desto besser. 

Antwort
von robi187, 43

bekannter war segelflieger und hatte bei der luftwaffe deshalb vorteile. der ist nach dem wehrdienst weg von der fliegerei zum maschinenbau gegangen

ich denke es ist immer ein vorteil eine ausbildung zu haben

Kommentar von rudim1950 ,

Hi, welche Vorteile hatte Dein Bekannter denn genau - und wie lange war er bei der Bw? Auch die Bw bildet doch Fußgänger zu Managern der dritten Dimension aus (wie auch die Airlines und Flugschulen) und zwischen Segelfliegen oder Kampfjet, Hubschrauber oder Transporter unter taktischen Bedingungen zu fliegen, liegen Welten. 

Würde mich mal interessieren. 

Kommentar von robi187 ,

duch den segelfiegerausbildung ist er in eine gruppe gekommen die die flugpalan erstellten. was immer das auch ist. wohl wurde der einsatz von wem bestimmt und die musten einen plan machen wie gefogen wird. weg und z.b. höhe usw.

also schon eine anspruchsvolle tätigkeit finde ich für einen werpfichtigen?

Kommentar von rudim1950 ,

OK, also das, was in der zivilen Luftfahrt ein Flugdienstberater macht, der gem. §§ 112 und 113 der "Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV)" eine Prüfung abgelegt hat und vom LBA eine Lizenz bekommt. Danke für die Info! 

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