Wir sind gerade dabei neue Lampen im Flur anzubringen und nun bin ich am überlegen ob ich lieber die Kabelenden, die in die Lüsterklemme kommen, mit Löztin versiegelt werden sollte. Bringt das überhaupt was? Ich bin eigentlich mehr der Typ, der sowas nur "zusammenzwirbelt".

Zwirbele lieber, die Kontaktfläche bleibt bei unverzinnten Kabelenden größer (so macht man das mit Lautsprecherkabeln).
Es gibt Aderendhülsen, die sich mittels der entsprechenden Zange auf die Kabelenden quetschen lassen, für den Fall, daß die normal "gezwirbelten" Enden nicht gut genug sind. Bei Lötzinn fällt mir nur ein, daß ich nicht weiß, wie das Leitverhalten ist und somit ggf. ein erhöhter Widerstand entsteht, der günstigstenfalls nur unproduktiv ist.
sollte ich jemals einen vortrag zum them "typisch deutsch" halten, wird er mich sicherheit die überschrift "verzwirbeln oder verlöten?" haben. jetzt brauch ich nur noch eine statistik über "abgebrannte häuser wegen verzwirbeln".
Kabelenden zum Verklemmen sollten auf keinen Fall verzinnt werden. Aderendhülsen für den entspr. Querschnitt verwenden, dann sind Lüsterklemmen kein Problem. (wenn es gar nicht anders geht, ist unverzinnte Leitungen zu verklemmen immer noch besser als das Verklemmen von verzinnten Leitungen:)
Lot korrodiert schneller als Kupfer, was zu Übergangswiderständen führt und KAbelbrand durch Wärmeentwicklung zur Folge haben kann. Durch zu fest geschraubte Lüsterklemmen werden verzinnte Kabelenden zusätzlich noch eingeschert, was durch Querschnittsverengung ebenfalls zu Wärmeentwicklung führen kann.
Nach einschlägigen Vorschriften ist bei Anlagen bis 1000 V die Verwendung von Lüsterklemmen zulässig, wenn die Leitungen (bei feindrähtigen Adern) mit Aderendhülsen vesehen sind, die Lüsterklemmen für diesen Verwendungszweck vorgesehen sind, den passenden Querschnitt haben und die Schutzisolierung intakt ist. Weiß leider nicht genau wo das steht, aber in der DIN/ VDE 0100 wird man sicher fündig.
Die Sache des "Verbots" ist sicher eine was-wäre-wenn- Frage: Wenn was passiert, wer haftet dann? Aber da man ohne Elektrofachkraft für Installationen zu sein eh keine Leitungen verlegen darf, haftet man dann selbst und dann zahlt im Schadensfall eh keine Versicherung...
Ach ja: Bis 16A (Schuko ("normale" Steckdose) oder CEE 16A- Verbindungen) müssen Lüsterklemmen "handfest" angezogen werden, bei höheren Strömen mit einem definierten Drehmoment (->Tabelle nach DIN/ VDE).
Gruß, schrank

Ich wehre mich hier vehement gegen die, die meinen, ein Verdrallen würde reichen.
Bei Lautsprecherkabel kann man verdrallen, bei flexiblen Netzkabeln (230 Volt) ist es inzwischen verboten. Es können einzelne Drähte der Leitung abbrechen und damit den Querschnitt der Leitung verringern. Das passiert schon in 75% der Fälle bei Festschrauben der Lüsterklemme. Ein verminderter Querschnitt wirkt aber wie ein Flaschenhals im Stromfluß, der Widerstand der Leitung wird hier größer und neigt im Fehlerfall oder bei Überlastung vom Erwärmen bis hin zum Brand.
Heute benutzt man (anstatt Löten) nur noch Ader-End-Hülsen, die es in verschiedenen Größen für die verschiedenen Kabelquerschnitte gibt und die einfach aufgesteckt werden.
Gruß DER ELEKTRIKER
Die Enden sollen nicht verlötet werden, Lot fließt mit der Zeit weg, wenn Druck ausgeübt wird, das macht die äußerst langsame Fließgeschwingigkeit, ich selbst löte die Enden auch noch, aber ziehe die Schrauben besonders fest an!

Na ja, aber man kann es auch vorschriftsmäßig machen. An den Enden, die so genannten Kabelendhülsen klemmen, dann diese in die Lüsterklemmen steken und schon ist es perfekt. Das mit den verlöten ist übrigens verboten.
1x löten = 5x zwirbeln. ansonsten: siehe knetartpunktde. viel erfolg!

Es reicht normalerweise aus, wenn du die Adern verdrallst. Ein verzinnen ist nicht nötig, hätte aber keine Nachteile
Tut mir leid, aber das ist definitiv falsch, siehe meinen Beitrag weiter unten.
Wenns brennt oder das eigene Kind nen Stromschlag bekommt aufgrund unsachgemäß verlegter Leitungen kann man mit "normalerweise" nicht mehr gut argumentieren! Aderendhülsen sind sicher und kosten fast nichts, warum nicht benutzen?

Nur verdrehen oder verzwirbeln ist verboten. Es gibt speziell dafür sogenannte Aderendhülsen, die auf das abisolierte Aderende aufgeschoben und dann mit einer "Quetschzange" mechanisch mit der Ader verbunden werden
knetartpunktde am 27. Januar 2008 21:35 Melde gehorsamst, Zwirbeln verboten !
Lola60 am 27. Januar 2008 21:41 außer den Bart