Frage von ejjdocj, 141

Poroton für die Aussenwände, Kalksandstein für Innenwände?

Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Wir wollen ein Haus bauen und haben natürlich mittlerweile mit den unterschiedlichsten Hausbaufirmen gesprochen. Wir sind beide nicht vom Fach und haben gelinde gesagt KEINE AHNUNG!

Nun haben mir zwei unterschiedliche Firmen zwei unterschiedliche Vorschläge gemacht: Die eine Fa. möchte die Aussenwände mit Poroton bauen, innen dann aber mit Kalksandstein um die Schalldämmung zu gewährleisten (wir waren besorgt, dass man bei Poroton z.B. von Duschgeräuschen aus dem angrenzenden Bad oder Musik aus dem Kinderzimmer evtl. gestört werden könnte)

Die andere Fa. lehnte so etwas vehement ab, man könne nicht mit zwei unterschiedlichen Materialien bauen, da sie unterschiedliches Setzungsverhalten haben. Fa. Nr. 1 sah das nicht als Problem...

Was ist denn nun richtig?

Vielen Dank im Voraus! Judith

Antwort
von Simko, 110

Sowohl bei KS, als auch bei Proroton gibt es unterschiedliche "Steine" mit jeweils spezifischen Materialeigenschaften. Porenbeton gibt es zudem auch noch.
Schallschutz und Wärmedämmung konkurrieren gegeneinander.
Je höher die Dichte, je besser die Schalldämmung, je schlechter die Wärmedämmung.

Bei monolithischer Bauweise kann man bei den AW meist nicht mehr von Steinen sprechen, es sind eher Krümelmonster.

Grundsätzlich ist Beides möglich. Das unterschiedliche Setzungsverhalten ist insbesondere bei Vermörtelung bedeutsam.
Heute wird kaum noch "gemauert" sondern meist "geklebt".

Antwort
von Sanierer1, 92

Der Wandaufbau hängt auch von der Art der Heizung ab, die man einbauen will. Soll z.B. eine Wärmepumpe verwendet werden, ist ein möglichst guter Dämmwert wichtig. Guter Schallschutz ist nur mit hoher Masse möglich. Am besten wäre hier eine Wand und Decke aus Beton. Dämmwerte kann man hier berechnen:http://www.backstein.com/de/architekten/u-wert-berechnung/5_8.htmlml

Antwort
von Kuestenflieger, 101

 außenKS - luftschicht belüftet - Poroton -// innenwände gasbeton

Antwort
von dietar, 97

Ich würde den Backstein T5 empfehlen. Da braucht es keine zusätzliche Isolierung. Der Schallschutz ist außerordentlich gut. Die Herstellerfirmen anmailen für Bauunternehmer in der Nähe. Neben Holz und Lehmbauweise ist der T5 das Beste, was es am Markt gbt. Natürlich sind Blockhäuser oder Lehm-Fachwerkbauten noch besser, aber gegenüber dem, was so angeboten wird, ist der T5 Spitze.

Antwort
von noname68, 88

allein die tatsache, dass bei konventioneller bauweise mit kalksandstein, der oft außen mit verblendmauerwerk (gebrannte ziegel) versehen wird, deutet darauf hin, dass die aussage von anbieter 2 ("geht auf keinen fall") unqualifiziert ist.

man kann sehr wohl unterschiedliche typen von mauerwerk verbinden, wenn man die handwerklichen regeln beachtet.

Antwort
von pharao1961, 79

Ich kombiniere 2 oder noch mehr unterschiedliche Materialien seit über 35 Jahren.


Ich bin nur kein so großer Freund von Poroton.


Kommentar von deathtrap18 ,

Warum bist du kein Fan von Poroton?

Kommentar von pharao1961 ,

Selbst mit den einliegenden Styroporblöcken kommt man beim Passivhaus auch nur mit zusätzlicher Dämmung aus (WDVS = teuer; Porotonziegel = teuer). Desweiteren hat man durch die Tonstege ja immer noch Wärmebrücken und beim Befestigen braucht man auch Spezialdübel.

Wie es bei einem Brand aussieht, weiß ich nicht. Ob die einzelnen Kammern dann platzen würde mich interessieren.

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