Frage von FunZer78, 89

Ofen mit 18,4 KW an 16A Steckdose anstecken?

Hallo,

wir sind eine Großküche mit einer Absicherung von 200KW. Jetzt bekommen wir einen neuen Ofen mit einem Verbrauch von 18,4KW. Ich hatte so einen Ofen schon mal vor einigen Jahren und bin mir eigentlich sicher, diesen mit einem 16A Stecker betrieben zu haben und das über viele Jahre in mindestens 4 Gebäuden. Wir haben auch Öfen mit 32KW und die sind mit einem 32A Stecker angeschlossen. Wenn ich jetzt aber im Internet recherchiere, dann ist das zu wenig. Könnte mir das jemand beantworten, wie das gehen kann und ob ein 16A Stecker reicht?

Auf dem Typenschild steht:

Volt 380 - Stromart 3NPF - Amp 28 - KW18,4

Expertenantwort
von realistir, Community-Experte für Elektronik, 33

eigenartige Fragen werden hier gestellt. Wo leben wir denn heute, wenn eine Großküche einen neuen Ofen geliefert bekommt und kein Fachmann für das weitere zur Verfügung steht, oder nicht angefordert werden kann oder soll?

Normal sollte man davon ausgehen können, solch ein Ofen wird bereits so vorkonfektioniert -sprich mit passendem Stecker versehen und angeschlossen- angeliefert, dass der nur vor Ort aufgestellt und Stecker eingesteckt werden mus.

Wie sieht es sonst so mit Betriebssicherheiten aus? Kein Elektriker vorhanden, der die Elektrogeräte zyklisch überprüft, der Wartung, Prüfung usw durchführt?

Die Typenschildbezeichnung ist veraltet ;-) Es gibt schon lange keine 380 Volt mehr, sondern 400. Irreführend sind die 28 Amp, denn für 18,4 KW ergeben sich rechnerische 16 A pro Phase.

Als was oder in welcher Funktion sprichst du hier von wir sind eine Großküche, in mindestens 4 Gebäuden? Koch, Eigentümer, Putzfrau?


Kommentar von Eichbaum1963 ,

Irreführend sind die 28 Amp, denn für 18,4 KW ergeben sich rechnerische 16 A pro Phase.

Ähm, erklär mir bitte mal den Rechenweg.

Kommentar von realistir ,

erkläre du mir doch mal deinen ;-)

Ich kenne einige Elektriker die gewisse Probleme haben, sich in die Dinge fachgerecht rein zu denken ;-) Viele wenden hier die übliche Leistungsformel an, die für Motoren gilt, bezogen auf die Leistung an der Antriebswelle etc.

Hier liegt ein ganz normaler Ofen mit sinngemäß rein ohmischer Last vor, der wegen seiner großen Leistung an 3 Phasen angeschlossen ist.

Unklar ist gegenüber einem normalen Küchenherd oder Küchenbackofen hier nur, ob jede Phase auf den Neutralleiter bezogen ist, -sinngemäße Sternpunktschaltung der Heizelemente, oder ob die singemäß im Dreieck also phasenbezogen angeschlossen sind.

Das weiß ich nicht, kann ich auch messtechnisch nicht ermitteln!

Nun sage du mir mal, wieso ihr bei Öfen -also Verbrauchern mit reiner ohmscher Last- so rechnet als wenn es um Motorenantriebe ginge?

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Deswegen fag ich ja: nenn mir bitte mal deine Formel. ;)

Kommentar von realistir ,

vergiss doch einfach mal die Formel. Es geht um die Anschlussfrage, liegt Sternschaltung oder Dreieckschaltung vor.

Für Stern ergeben sich diese 26,6 A. Bei Dreieck sind es rund 16.

Hier geht es nicht um Rechnerei sondern den technischen Anschluss des Ofens, und daraus ergibt sich der zu beachtende Rest.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Wie du auf die 16 Ampere kommst, ist mir schleierhaft.

Kommentar von kuku27 ,

vergiss deine 16A, das ist ein Rechenfehler und nichts mit diesem Gerät zu tun. Hier geht es um 78A gesamt Stern-Dreieck ist auch egal, bzw eine vermutlich falsche Annahme. Die Schlangen liegen meist  jeweils an einer Phase

Kommentar von realistir ,

Rechenfehler nennst du es, wenn ich die 18400 Watt durch 3 teile, also die Strombelastung jeder Phase im Anschluss ermittel? Deine 26,6 Ampere ergeben sich nur, wenn mit 230 Volt Spannungsbezug gerechnet wird.

Soso, die Schlangen liegen "meist" jeweils an einer Phase ;-) Korrekt, das trifft besonders für Dreieckschaltung zu ;-)

Beruflich wollte ich möglichst nie von Annahmen aus gehen, lieber kontrollieren, messen. Damit du beruhigt bist gebe ich dir einfach mal Recht bezüglich deiner Annahme es läge Sternschaltung vor. ;-)

Wie sähe es denn bezüglich Betriebssicherheit aus, im Falle eines Phasen-Ausfalles. Egal ob wegen Sicherungsausfall oder Netzausfall. Wäre der Betrieb in Stern- sicherer?

Kommentar von kuku27 ,

Ja, wäre sicherer. 2 Heizschlangen mit voller Spannung geben mehr Leistung als eine voll und 2 in Serie.

Kommentar von kuku27 ,

Noch etwas: 18400/3 ergibt dann die Belastung auf einer Schlange zwischen 2 Phasen mit 400V Ja, aber die anderen haben gleichzeitig nichts? Wenn dem so wäre dass gleichzeitig immer nur ein drittrel aktiv ist dann hättest auch nur 1/3 Leistung gesamt!!!

Hast eine ELok mit 3 1000PS Motoren die abwechselnd arbeiten fährst auch nicht mit 3000PS sondern nur 1000, egal ab die Abwechslung im Stunden Takt oder oder in 17§ Sekunden passiert. Denk mal drüber nach, und genieße die neue Sicht auf Drehstrom

Kommentar von realistir ,

och komm schon, sind Betrachtungsweisen vorgeschrieben? Zum ermitteln einer Stromlast, also eines Stromteiles rechne ich entsprechend anteilig. Deswegen 18400/3. Was du daraus machst ist Käse, weil nicht mehr sachbezogen. ;-)

Die Anderen haben die gleichen Anteile, werden momentan nicht berücksichtigt, für den Moment der Betrachtung, der Berechnung.

Was soll dieses herumgezicke und neue Sicht auf Drehstrom?

Kommentar von kuku27 ,

UUPS nochmals rechnen, es sind nicht 16A sondern 26,6A pro Phase, also in der Angabe 28A pro Phase und nicht gesamt.

Antwort
von atoemlein, 42

Kommt draufan, wie das Ding intern beschaltet ist.

  • Wenn die 18,4kW mit 1x 400V erzielt werden (2-phasig), dann brauchst du 46A.
  • Wenn die ohmschen Verbraucher symmetrisch auf alle 3 Phasen verteilt sind (3x 400V), brauchst du pro Phase 26,7A. Da es wohl nicht ganz symmetrisch aufgeteilt ist, können die 28A auf dem Typenschild stimmen.
Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektronik, 48

nein, auf dem typenschild steht doch bereits, dass der ofen 28 Ampere benötigt... es KANN sein, dass wenn die volle leistung nicht abgerufen wird, der 16 Ampere Anschluss ausreicht, muss aber nicht.

ich würde für den Anschluss des ofens je nach Wunsch auf eine feste kammerdose oder eine 32 Ampere CEE Steckdose, abgesicehrt mit 32 Ampere setzen...

was mich ein wenig wundert ist, wie du auf den gesamtanschlusswert von 200 kW kommst. normalerweise werden anschlussleistungen nicht in kW sondern in kVA angegeben. übliche Größen wären hier 175 kVA (250A) oder 220 kVA (315 A)

wie dem auch sei, bedenke bitte bei der wahl deiner Sicherungen, dass der ofen für 380 volt bemessen wurde. nicht für 400. dem entsprechend dürfte sich beim betrieb an 400 Volt die Stromaufnahme noch etwas erhöhen...

lg, Anna

Antwort
von Eichbaum1963, 36

Ist der Ofen wirklich so neu??

Denn schon seit fast 20 Jahren haben wir 400  anstatt 380 V (Außenleiter gegen Außenleiter).

Und das Typenschild sagt doch schon: "28 Amp" ("Amp" - klingt mir auch irgendwie alt), ergo 28 Ampere max. Stromaufnahme. Da reicht ein 16 A CEE Anschluss sicher nicht - müssten schon 32 A sein.

Und nen Ofen mit 32 kW an der 32 A Dose? Knallen da nicht laufend die Sicherungen raus - oder läuft der nie unter Volllast?

Antwort
von josef050153, 43

Wenn 28 Ampere draufsteht benötigst du eine 32A-Sicherung. Es ist möglich, dass die Sicherung nicht fällt, wenn niemals die Vollleistung
benötigt wird, aber ich würde mich nicht darauf verlaasen. Ein 16 A Stecker ist aber dezitiert verboten.

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