Frage von pacman818, 50

Nach einem Jahr abzinenz wegen Drogen steht mir jetzt im mai die mpu Abschluss prüfung bevor. Wie stehen die Chancen das ich bestehe?

Expertenantwort
von nancycotten, Community-Experte für MPU, 18

Hallo pacman,

um das Ganze etwas deutlicher zu machen:

Beratungsgespräche von den MPI sind seit einigen Jahren grundsätzlich verboten (also weder der TÜV noch Dekra etc. führen diese noch).

Allerdings hat der TÜV (als einziges MPI) ein "Schlupfloch" gefunden und bietet diese Beratungsgespräche unter anderem Namen wie z.B. "Nordkurs" o.ä. an.

Wenn du dort ein Beratungsgespräch führst, so ist es mehr als sinnvoll die anschließende MPU auch beim TÜV machen zu lassen, da man idR nach der Empfehlung in dieser Bescheinigung geht (ansonsten würde man sich selbst unglaubhaft machen). Jedoch ist der TÜV dafür bekannt, dass er gerne unnötige und total überteuerte Zusatzkurse verkauft.

Anders ist es bei ALLEN anderen MPI. Hier musst du dir einen "freien" Verkehrspsychologen (VP) suchen, der die Vorbereitung mit dir individuell macht.

Jetzt ist die Frage: Benötigst du zusätzliche (fachliche) Vorbereitung oder reicht bei dir evtl. auch die Teilnahme an einem MPU-Forum? Nicht jeder der zur MPU muss, muss zwingend einen VP hinzuziehen.

Das kannst nur du selbst entscheiden.

Gruß Nancy

Antwort
von RogerDasAlien, 18

Pauschal lässt sich das nicht sagen.

Du hast zwar die abstinenznachweise erbracht, die erst einmal nötig sind um diesen Punkt für die MPU abzuhaken.

Aber wie steht es um deine Einstellung, deine inneren und äußeren Motive? Kennst Du die Gründe für dein Fehlverhalten? Wie willst Du in Zukunft sichergehen, dass das was vorgefallen ist nicht mehr vorkommt und du auch abstinent bleibst? Diese und noch viele andere Fragen solltest du alle schlüßig beantworten können und selbst dann ist es noch nicht sicher, das du bestehst.

Manche Menschen schaffen es ohne begleitete Vorbereitung aber die Mehrheit eher nicht.

Also wenn Du dich nicht sicher fühlst in den Fragen und Antworten, lass dich beraten. Entweder du gehst zu einem Verkehrspsychologen und lässt dich dort erst einmal beraten (Kosten: 0 - 70 €)(hier findest Du eine Auflistung von unabhängigen Beratern, also nicht TÜV, DEKRA, etc..: https://mpu-support.de/unabhaengige-beratungsstellen ) oder bei einer der vielen Stellen die Vorbereitungen anbieten.

Dann kannst Du selbst entscheiden ob Du nur eine Stunde machst (ca. 60 - 120 € pro Stunde) oder ein ganzes Programm das von 300 - 900 €  oder mehr variieren kann. Je nachdem was notwendig ist.

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