Frage von johncena361, 56

mit 20 zu alt für taekwondo (wettkampf)?

hallo community,

ich bin vor 2 wochen 20 geworden und möchte - nachdem ich vor zwei monaten wegen dem studium nach berlin gezogen bin - endlich taekwondo auf wettkampfbasis betreiben, da es hier reichlich gute angebote gibt. doch als frisch-gebackener 20-jähriger nagt die zahl doch schon irgendwo in mir.

vorher habe ich in einer stadt gelebt, wo es keine guten taekwondo-schulen/-dojo's gab. deswegen musste ich mich mit thaiboxen zufriedengeben, da es für diese kampfsport sehr gute schulen gab. letztlich habe ich es auch auf wettkampfbasis betrieben, sollte auch an den landesmeisterschaften in nrw teilnehmen. ich wurde erst recht von meinem trainer auf wettkampfbasis für landesmeisterschaften trainiert, da ich eine sehr gute beinarbeit habe. 2 1/2 jahre habe ich es gemacht, kampfsporterfahrung ist also da.

doch von anfang an seit kindesalter wollte ich taekwondo betreiben. es gab einige schulen die ich ausprobiert habe, die waren mir aber unseriös und nicht fordernd genug. so war ich im grunde genommen gezwungen thaiboxen zu machen.

was denkt ihr? ist es noch realistisch, taekwondo auf wettkampf noch mit 20 anzufangen? der wille, die geduld und disziplin ist da, das talent auch. ich war der schnellste und flexibelste mit meinen kicks, spargat ist kein problem. aber ich möchte es eben nicht nur zur selbstverteidigung sondern auch an wettkämpfen teilnehmen.

ich möchte nicht olympiasportler werden, aber regionale meisterschaften hier in berlin... fände ich schon schön.

was denkt ihr? würdet ihr sagen, dass es bei taekwondo eher schwieriger wird, da ich vorher einen anderen kampfsport betrieben habe und ich mich da erstmal umstellen muss? oder würdet ihr mich eher unterstützen und sagen, dass das alter nur eine zahl ist... :-P

wäre cool, wenn es unter den antwortenden tatsächlich kampfsportbetreibende geben würde, die evtl. auch taekwondo machen. vielleicht können sie mir dann noch ratschläge geben.

über hilfreiche antworten bedanke ich mich im voraus.

gruß, johncena361

Antwort
von SiaFan77, 16

Um es kurz zu machen.. Nein, du bist nicht zu alt.

Wenn du mit Taekwondo anfängst, kannst nicht nicht gleich mit dem Kämpfen anfangen. Du musst die ganzen Techniken usw lernen..

Bei und darf man erst mit grünem Gürtel Kämpfen. Erst dann sind alle Techniken da, die du brauchst. Der grüne Gürtel ist der 6. Kup, also das wäre dein 4. Gürtel.

Nehmen wir an, es gibt bei dir 4 Prüfungen in Jahr, (bei manchen gibt es nur 2) würdest du es in einem Jahr schaffen, bei stetigem Training. Beachte: Du kannst nicht davon ausgehen, dass du zu jeder Prüfung gehen darfst!

Wenn du TKD machen willst, sollte dein Ziel nicht Kämpfen sein. TKD hat noch (sehr) viele andere Trainingsinhalte.

Kampferfahrung ist da, das wird dir helfen. Wahrscheinlich brauchst du nur etwas Zeit, dich auf die Taekwondo-Tritte umzustellen, die sind wahrscheinlich etwas anders als die Tritte beim Thaiboxen.

LG

Antwort
von apophis, 27

Hmm, Du kannst es und Du willst es, wieso fragst Du noch groß und lässt zu, dass andere versuchen es Dir auszureden?

Taekwondo ist ein Breitensport, heisst er ist für eine breite Masse an Menschen ausgelegt bzw. möglich auszuführen. Ob Du mit 10, 20 oder 50 anfängst, ist dabei egal.

Was Wettkämpfe betrifft, wird es dort ja auch nach Alter bzw. Gewicht aufgeteilt und da Du bereits Erfahrungen im Kampfsportbereich hast und über Fit bist, denke ich, dass Du schnell in Taekwondo reinkommen und "Wettbewerbstauglich" sein wirst.

Was Katas angeht, wirst Du wohl Zeit brauchen, um die Feinheiten der einzelnen Techniken zu erlernen.
Ich denke aber eher Dich interessiert das Kumite, also der Freikampf; da musst Du ganz einfach gesagt ja nur lernen was Du darfst und was nicht. :)

Ich kann nur vom Karate sprechen (was an sich ja recht ähnlich dem Taekwondo ist), natürlich braucht es Zeit die einzelnen Techniken zu erlernen usw. , aber wenn man es will und auch darauf hintrainiert, kann man relativ schnell Wettbewerbsfähig werden. Und mit 20 hast Du ja noch mehr als genug Zeit.

Kommentar von johncena361 ,

wie gesagt, wollte taekwondo schon seit kindesalter an machen, ging aber nicht. streng genommen würde ich mit 15-jähriger verspätung anfangen und das klingt schon ziemlich blöd haha.

aber schöne antwort von dir, dafür danke ich dir herzlich!

ich werde mein bestes geben und so schnell wie möglich die gurtprüfungen und technikläufe lernen.

kannste da vielleicht was zu sagen? gibt es eine festgelegte zeit, in der man die gurtprüfungen machen muss? oder kann man wie jemand wie ich, der bereits erfahrung in kampfsport hat und allgemein talentiert ist die zeit was verkürzen? man hört immer wieder von stolzen 3-4 jahren..

Kommentar von apophis ,

Zum Taekwondo weiss ich da leider nichts.

Beim Karate ist es so, dass man Gürtelprüfungen überspringen bzw. zwei gleichzeitig machen kann, wenn man denn gut genug ist und der Trainer/Prüfer damit einverstanden ist.
Generell ist das aber eher bei den niedrigeren Prüfungen der Fall.
Wartezeit zwischen den Prüfungen ist mindestens 3 Monate.

Ob das beim Taekwondo ähnlich ist, kann ich leider nicht sagen.

Antwort
von SotisK1, 25

Hi John,

ich musste beim lesen deines Beitrages schmunzeln :D

Bei mir war es genau andersrum.

ich habe mit 10 Kickboxen betrieben, bei einer ziemlich beschissenen Schule. Dann habe ich ich bis zum Blauen Gürtel Tae Kwon Do gemacht und bin dann schließlich über das Thaiboxen, was für mich die ultimative Sportart war zum MMA gekommen.

Obwohl ich der Thaiboxer bin, würdige ich wie du schon sagtest die Beinarbeit vom Tai Kwon Do und auch wenn die Kicks powertechnisch nichtmal ansatzweise an die Thai Kicks rankommen, hat es mir im Großem und Ganzem was die Bewegungen angeht einen Schritt weiter zum Allrounder gebracht.

Nun zu Deiner Frage........

Es ist nie zu spät!

Wenn du sagst dass du schon eine gute Beweglichkeit, Beinarbeit und Wettkampferfahrungen hast, dann bist du den anderen ja schonmal einige Schritte voraus. Ich kenne Leute aus dem Tae Kwon Do die erstmal 5-8 Jahre das ganze lernen und mit ihrem Körper koordinieren mussten, bevor sie Wettkämpfe teilnehmen.

Besuch einfach ein Dojo und sag dem Meister was du vorhast. Der wird dich dann (wenn er gut ist) dementsprechend trimmen und dir helfen Dein Ziel zu erreichen.

Dubist mit 20 auf jeden Fall noch sehr sehr gut im Rennen. Bei uns sind Leute die mit 30 angefangen haben und Internationale Meisterschaften im MMA, K1, oder Thaiboxen Nachhause geholt haben.


Viel Erfolg ;)


Kommentar von johncena361 ,

ja, ich habe das gefühl dass man manchmal nicht sofort das bekommt, was man wünscht :-D aber hauptsache es klappt am ende haha. ich denke, dass unsere allgemeine vorliebe für den kampfsport allgemein uns so lange getrieben hat, das zu erreichen was wir eigentlich wollen

super coole antwort, ich danke dir vielmals dafür! und natürlich auch dir alles gute weiterhin im mma ;-)

Kommentar von SotisK1 ,

Kein problem, ist doch Ehrensache ;)

Viele brauchen jahrelang um das zu finden was sie suchen. Wenn du es mit 20 (oder anscheinend schon früher) gefunden hast, dann sprechen wir hier von "optimal".

Wie gesagt, such dir ein Dojo, bei dem auf deine Wunsche eingegangen wird. Nur so erreichst du so schnell wie Möglich deine Ziele und wer weiß...... vielleicht sieht man dich ja bei Olympia ;)

Wenn du Fragen hast kannst du dich jederzeit melden.

Kommentar von johncena361 ,

vielen vielen dank! Keine sorge, ich werd's machen :-)

Kommentar von SotisK1 ,

Hab nochmal was hinzugefügt bei der letzten Antwort. Viel Erfolg ;)

Antwort
von Richii, 6

also kämpfen darf man eig ab gelb gürtel. in vielen vereinen kannst du eig den weiß gelben gürtel übersprigen. und wenn du eh schon erfahrung hast wirst du ziemlich schnell den anfang lernen und kannst dann eig auch bei kleineren meisterschaften kämpfen. allerdings bei höheren tunieren brauchst du einfach mehr erfahrung bzw. höheren gürtel. und das wird zeit beanspruchen. sagen wir mal eine Deutsche meisterschaft kann man erst ab den roten gürtel machen und da sind viele die schon ein leben lang taekwondo machen dafür brauchst du dann halt viel erfahrung. 

Antwort
von kenibora, 26

Hm, Ansichtssache.....mit 20 habe ich mein erstes Appartement gekauft und vermietet!!!!! (Zusätzlich gearbeitet und fußballgespielt, musste niemanden danach fragen!)


Kommentar von SotisK1 ,

Dein Beitrag hat nix mit seiner Frage zutun, sondern eher mit deiner Selbstdarstellung aber.........

Glück gehabt würde ich sagen ;)

Kommentar von SotisK1 ,

.... aber du bist bestimmt Jemand der noch seinen Urenkeln sagen wird wie toll er das alles gemacht hat :D

Sei mir nicht böse, aber Leute wie du wissen nicht was harte Arbeit ist. Sie ruhen sich auf ihr Glück aus und denken dass das was sie geleistet haben das ihr Leben das Non plus Ultra ist. Das ist aber nichtmal ansatzweise so.

Du hast also eine Wohnung gekauft und vermietet?

Machen wir uns mal Gedanken darüber.....

Wenn du eine Wohnung kaufst um sie zu vermieten, lebst du entweder noch bei deinen Eltern (sonst würdest du selber einziehen), oder du hast dir wie viele das Dachgeschoss zur Wohnung umgebaut etc. bzw. hast von deinen Eltern schon eine Bleibe bekommen.

Um eine Wohnung gekauft zu haben bedarf es Geld dass du definitiv von deinen Eltern, oder Großeltern bekommen hast.

Wenn du sie finanziert hast (was auch kein großes Ding ist), dann hast du das Startkapital auch von denen und wenn du nichts angezahlt hast, dann hast du sie dir auf 35 Jahre mit Restschuld geholt und vermietet.

Einen Mieter anzuheuern und eine Wohnung zu "kaufen" ist also wie du siehst nix großes.

Dann noch zusätzlich Fußball zu spielen und zu Arbeiten ist auch kein Akt. Das macht jeder.

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