Frage von Numinos2, 486

Militärputsch in Deutschland möglich?

Ich selbst kenne viele aus der Truppe vom Bund. Sie sind sehr unzufrieden mit der derzeitigen Politik und hassen Anhänger der Grünen und Linken die ständig Demo's gegen sie organisieren. Zudem muss sich die Bundeswehr viel gefallen lassen... wird verkleinert, hat beinah nur sinnlose Einsätze und wird zum Teil vom eigenen Volk verspottet. Außerdem müssen sie am meisten anpacken wenn es um die Flüchtlingskrise geht. Das sichtlich mit weniger Freude.

Ich meine, was hält sie davon noch ab? Unser zutiefst rassistisches System gegen das eigene Volk hat vllt. noch nach dem Krieg gewirkt, heute wehrt man sich dagegen. Endlich für eine richtige Demokratie kämpfen, der Welt ein Zeichen setzten!

Antwort
von Apfelkind86, 344

Was für eine Ebene kennst du denn?

Ich kann dir versichern, in den gebildeteren Kreisen des Offzkorps gibt es keinerlei derartige Ambitionen.

Da müsste sich also schon ein größenwahnsinniger Hauptfeldwebel oder aber einer der niederen Offiziere (beziffere ich jetzt mal bis zum Dienstgrad Hauptmann) aufschwingen. Dass weite Teile der Bundeswehr ihm folgen würden, ist lachhaft.

Im Übrigen wird seit Bestehen der Bundeswehr alles dafür getan, dass wir eben kein Staat im Staate sind.

Die allermeisten Soldaten stehen sehr wohl hinter unserem demokratischen System.

ABER: Wenn eine Regierung gegen die Demokratie und die Menschenrechte verstoßen würde, wie Erdogan es tut, halte ich das nicht mehr für ausgeschlossen, denn wir sind auf das Grundgesetz und das Volk und nicht auf die Regierung vereidigt.

Antwort
von BernhardBerlin, 369

Unsere Bundeswehr steht mit beiden Füßen auf dem Boden der Demokratie. Bei uns ist so etwas schlicht nicht möglich.

Selbst
in der durchaus nicht stabilen Weimarer Republik hat sich die
Reichswehr beim Kapp-Putsch gespalten. Durchaus nicht die gesamte
Reichswehr hat sich am Putsch beteiligt - würde heutzutage so etwas
ähnliches von einzelnen Truppenteilen der Bundeswehr versucht werden,
wäre die Folge die gleiche wie beim Kapp-Putsch: Generalstreik.

Aber
dazu würde es gar nicht kommen. Die demokratischen Teile der Bundeswehr
-und die wären in der wörtlich überwältigenden Mehrzahl- würden ihre
putschenden Kameraden schlicht entwaffnen und festnehmen.

Kommentar von Numinos2 ,

Warum sollten Demokratieunterstützer  nicht für die Demokratie kämpfen?

Ich sehe keinerlei Demokratie in unserem Staat.

Ein Bekannter von mir hat dies auf Facebook geschrieben unter einem Post der CDU:

"Ich hoffe ihr Demokratieverständnis kommt wieder zurück, ach nein warten Sie, so etwas gab es bei ihrer Partei nie"

1000€ Bußgeld weil dies als "Hasskommentar" gelistet wurde.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Ich sehe keinerlei Demokratie in unserem Staat.

Tja, darum ist es gut, dass Leute mit deinem Demokratieverständnis in der Armee nichts zu sagen haben und wenn man sie entdeckt, werden sie entfernt!

Kannst ja gerne mal in einen meiner Vorträge kommen, dann erkläre ich dir unsere Demokratie zusammen mit einer 10. Klasse gerne.

Antwort
von Fuchssprung, 347

Allein der Gedanke ist lächerlich. Die Bundeswehr hat nicht die Ambitionen und auch nicht die Fähigkeiten für einen Putsch. Dafür muss man nämlich auf das eigene Volk schießen, und das hat noch nicht einmal die NVA gemacht, als die Menschen in Ostdeutschland sich gegen die Kommunisten erhoben. 

Kommentar von Numinos2 ,

Warum hätte ich ein Problem damit auf Links/Rechtsextremisten zu schießen? 🤔

Kommentar von Fuchssprung ,

Willst du damit sagen, dass du ein Terrorist in Uniform bist? Denn Demokraten setzen sich auf andere Weise mit diesen Leuten auseinander.

Kommentar von atzef ,

Also ich und der weitaus größte Teil meiner Einheiten, in denen ich bei der BW Dienst getan habe, hätten auch keine allzugroßen Probleme gehabt, auf verfassungsfeindliche Putschisten aus den eigenen Reihen zu schießen.

Kommentar von BTyker99 ,

Warum sollte man auf das Volk schießen müssen? Ein Putsch richtet sich doch vermutlich hauptsächlich gegen die Regierung, die auch ohne physische Gegenwehr abtreten kann. Warum sollte "das Volk" sich gegen die Bundeswehr aufhetzen lassen? Ich denke nicht, dass der Rückhalt der Regierung so groß wäre, im Gegensatz zur Türkei mit seinen vielen religösen Extremisten.

Kommentar von Fuchssprung ,

@BTyker Du bringst hier so einiges durcheinander. Es ist ein derart kruses Geschwurbel dass ich keine große Lust verspüre das auseinander zu zwirbeln. 

Kommentar von Unsinkable2 ,

Du bringst hier so einiges durcheinander.

Unterstellungen als Argumentation? Oder stellst du mehr auf argumentfreie - weil ahnungslose - Rechthaberei ab? (Das würde zumindest dein wissensbefreites "Geschwurbel" in deiner Antwort erklären.)

Unbestreitbare Tatsache ist, dass sich ein Putsch IMMER gegen die Machthaber richtet. NIEMALS gegen das Volk. (Schließlich wollen die Putschisten die Macht übernehmen. Und ohne Volk wäre das ziemlich nutzlos bzw. dauerhaft unmöglich.)

Insofern hat BTyker99 hier einen wesentlichen Punkt aufgeworfen: Ein Putsch, der ohne Widerstand der Bevölkerung abläuft, kann auch ohne Blutvergießen gelingen. Man fährt hin, droht den Machthabern ein bisschen, bis sie ihren Platz verlassen; und nimmt dann selbst diesen Platz ein. Fertig ist der "Ideal-Putsch".

Dass es dazu selten kommt, hängt mit dem Klebstoff zusammen, mit dem die Machthaber an ihren Stühlen kleben: Sie "lassen wehren"; setzen also Volk, Polizei, etc. gegen die Putschisten ein, während sie sich selbst in irgendwelchen Bunkern verstecken, abwarten, was am Ende herauskommt, und natürlich hoffen, dass sie es sein werden, die am Ende weiterhin an der Macht sind.

Dann - und im Regelfall NUR DANN - gibt es auch (viele) Tote.

Antwort
von atzef, 270

Rechtsextremisten mag das ja feuchte Träume bereiten, da das auch ihre einzige Chance wäre, aus dem politischen Ghetto der Marginalisierung und Bedeutungslosigkeit herauszukommen.

Aber lass uns mal laut überlegen...

In welcher gefestigen westlichen Demokratie mit Pluralismus hat es zuletzt einen Militärputsch gegeben...?

Äh...genau! In gar keiner. :-) Also bleibt es einstweilen bei feuchten Träumen. :-)

Antwort
von Mignon4, 240

Sie sind sehr unzufrieden mit der derzeitigen Politik und hassen
Anhänger der Grünen und Linken die ständig Demo's gegen sie organisieren

Wenn die Bundeswehr-Anhänger die Argumentation der Linken und Grünen verstehen würden, würden sie ihnen beipflichten. :-))

Die Demos richten sich weniger gegen die Bundeswehrangehörigen, sondern vielmehr gegen die Bundesverteidigungsminsterin und die Politik der Bundesregierung. Das ist verständlich.

Nein, ein Militärpusch ist in Deutschland im Augenblick unvorstellbar.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Wenn die Bundeswehr-Anhänger die Argumentation der Linken und Grünen verstehen würden, würden sie ihnen beipflichten. :-))

Sorry, ich verstehe sie sehr gut und pflichte denen kein Stück bei. Darüber hinaus halte ich die Methoden, mit denen Linksextremisten gegen uns Soldaten vorgehen, für faschistisch und undemokratisch.

Wenn ein Verteidigungsminister in einer Uni von den Studenten nieder geschrien wird, damit er nicht reden kann, ist das für mich eine Blamage durch die angebliche Bildungselite von morgen, die damit nur zeigt, dass sie intolerant ist und keinerlei Diskussionskultur besitzt.

Antwort
von BTyker99, 225

Ich vermute, die Bundeswehr wird zu sehr an der kurzen Leine gehalten, und es gibt insgesamt nicht genug Eier. Man würde auch keine Rechtfertigung finden, um einen Putsch wirklich durchzuführen, da "wir" diese rassistischen und antidemokratischen Elemente selbst immer wieder wählen.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Ach komm, die AfD steht momentan nur bei 12%.

Kommentar von BTyker99 ,

Die Afd ist nicht in der Regierung, daher habe ich selbstverständlich von anderen Parteien geschrieben.

Kommentar von Pr1nzAlbert ,




da "wir" diese rassistischen und antidemokratischen Elemente selbst immer wieder wählen.


Wohl wahr! Siehe folgende Politikerzitate:





„Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.“


Sieglinde Frieß, Bündnis90/Die Grünen vor dem Parlament im Bundestag, Quelle: FAZ vom 6.9.1989.



Cem Özdemir, Bündnis90/Die Grünen (Quelle: Hürriyet vom 8.9.98 (auf türkisch), abgedruckt im Focus am 14.9.98):


“Was unsere Urväter vor den Toren Wiens nicht geschafft haben, werden wir mit unserem Verstand schaffen!”





„Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.“


Rezension zu Joschka Fischers Buch „Risiko Deutschland“ von Mariam Lau.

——————————————————————

„Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“


Joschka Fischer, Bündnis90/Die Grünen

——————————————————————

„Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land.“


Vorstand der Bündnis90/Die Grünen von München.



usw, usf.......






Antwort
von Wippich, 204

Ich glaube das ist immer und überall möglich.

Antwort
von teafferman, 183

Die Antwort auf Deine Frage findest Du im Grundgesetz. Das kannst Du online nachlesen. 

Antwort
von lupoklick, 177

als die Bundeswehr 1955 entstand, hieß es "Bürger in Uniform"

 und NICHT "Staat im Staate" 

Bundespräsident Theodor Heuss sagte lächelnd: ",,, nun siegt mal schön!"  --- was alles Andere als kriegerisch gemeint war ...

Kommentar von BTyker99 ,

"Bürger in Uniform" bezog sich damals auf den Wehrdienst, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, das gilt aber heute aufgrund des Wandels zur Berufsarmee nicht mehr.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Und ob das noch gilt.

Es bedeutet, dass Soldaten weiterhin auch Staatsbürger sind wie jeder andere auch.

In der Weimarer Republik hatten die Soldaten zum Beispiel nicht mal das Recht, zu wählen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community