Frage von PiaAileen, 80

Mein Pferd ist nicht zu bremsen, was tun?

Ich bin am verzweifeln mit meiner Stute und ich komme einfach nicht weiter.. Sobald man nur anzeichen für die Gallopphilfe gibt springt sie wie von der Terantel gestochen los und man kann sie nicht mehr bremsen, bzw. in ein normales Gallopptempo herunterschrauben, ich galloppiere schon nur auf dem zirkel weil es auf ganzer Bahn einfach so ausatet das sie um die kurven prescht und ich angst habe das sie hinfällt, hat man sie dann durchpariert bekommen, ist sie auch im trab nicht mehr zu bremsen, sie rennt unter mir weg und ist total hyper, pariert man in den Schritt ist sie so angespannt und will nur wieder los und man braucht mindestens 10 minuten um sie wieder wirklich runter zubekommen. Vor dem ersten Galloppieren ist sie lammfrom, kein gerenne, nichts.. Erst wenn der Gallopp kommt, jedesmal steige ich weinend vom Pferd weil ich nicht mehr weiter weiß und ich kann mir nicht erklären woran das liegt oder was ich noch tun soll. Paraden bringen nichts, viele kurven auch nicht. Ihr Sattel ist angepasst und eingerengt wird sie auch regelmäßig. Hat vielleicht jemand Rat und kann uns helfen?

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 80

Das Pferd ist nicht in der Balance und rennt seiner eigenen Balance hinterher. Das hat nichts mit Temperament, sondern mit Rittigkeit zu tun. Das Reiten auf dem Zirkel oder noch schlimmer in Volten bei hohem Tempo sollte man lassen, da das den GElenken extrem schadet. Guter Reitunterricht und der Verzicht auf das Galoppieren hilft sehr weiter, bis das Pferd rittig und gymnastiziert ist.

Dazu eine kleine Geschichte. Meine Freundin besitzt eine Vollblutstute. Ein kreuzbraves Pferd, aber in der Bahn nicht im Galopp zu reiten. Sie wurde so schnell, dass sie einfach nicht um die Kurven kam. Eine RL empfahl meiner Freundin, das Pferd vor der Reitstunde kräftig abzugaloppieren im Gelände oder zu longieren. Das tat sie, es nützte aber nichts.

Dann kam meine Freundin zu meiner eigenen RL. Diese sagte ihr, dass das Pferd seine Balance hinterherliefe. Es könnte nicht in der Bahn galoppieren., da die Bahn zu eng sei. Es könne sich dort nicht tragen.

Sie haben dann im Reitunterricht völlig auf den Galopp verzichtet und das Pferd erst einmal gymnastiert im Schritt und im Trab. "Schrittarbeit ist die beste Galopparbeit." sagte meine RL. Erst ca 3 Monate später wurde der Galopp wieder hinzugenommen.  Ca 1 Jahr später konnte das Pferd im Galopp Zirkel verkleinern und wieder vergrößern.

Das ist der einzige WEg, ein Pferd anständig zu galoppieren. Es mit Gewalt langsam zu machen, bringt nichts!  

Kommentar von hupsipu ,

Eine Ergänzung dazu: manchen Pferden hilft es, dann die ersten Galoppversuche (wenn es dann so weit ist) folgendermaßen zu machen: du legst zwei Stangen so dass auf der Mittellinie eine "Gasse" entsteht, etwa auf Höhe von X. Dann reitest Du im Schritt oder Trab (je nachdem woraus Du angaloppierst) leicht ovale Zirkel, wendest dann ruhig und sauber gestellt (ohne rumzerren) in die Gasse ab und galoppierst darin an. Nur bis zur Bande, also wirklich nur 2-3 Sprünge! Durch diesen Aufbau bekommst Du sehr viel Ruhe und Kontrolle in den Übergang, und bevor die Kraft in der Hinterhand knapp werden kann ist es auch schon wieder vorbei.

Antwort
von Isabelle1910, 75

Ich kann dir nur einen professionellen Trainer empfehlen mit VIEL Erfahrung. Bitte nicht die Freundin oder sowas. Es kann viele Gründe dafür geben. Entweder sie hat sonst irgendwie schmerzen oder sie wurde falsch ausgebildet oder vielleicht ist sie auch noch nicht ausbalanciert und rennt deshalb. Es gibt noch viele weitere Gründe. Lass einen Trainer draufschauen und dann werdet ihr das Problem gemeinsam mit ihm (oder ihr) lösen.
LG und viel Glück
Isi

Antwort
von sukueh, 40

Arbeitest du alleine mit dem Pferd oder hast du einen Trainer. 

Du brauchst unbedingt jemanden vor Ort, der sich das Problem anschaut. Hier können nur Vermutungen angestellt werden, wobei ich mich Dahikas Antwort anschließen würde, dass du hier ein Problem an der Rittigkeit hast. 

Such dir bitte Hilfe vor Ort und versuche nicht, durch irgendwelche Tipps aus dem Internet das Problem zu lösen, denn das kann unter Umständen dazu führen, dass es nur noch schlimmer wird, wenn du nicht die richtige Lösung für DEIN Problem bekommst.

Antwort
von LyciaKarma, 40

Dein Pferd hat keine Balance und flüchtet sich ins Rennen.  

Lass diese kleinen Kurven weg, dein Pferd muss erst mal sein Gleichgewicht finden.  

Ich würde dir dazu raten, in der Bahn gar nicht mehr zu galoppieren, sondern nur ruhige Arbeit zu machen. Galoppieren würde ich ins Gelände verlegen, auf lange und gerade Strecken. Da kann sie Kraft aufbauen, ohne sich viel ausbalancieren zu müssen.  

Was sagt dein Trainer dazu?  

Antwort
von 007sternchen, 24

Such dir lieber einen guten trainer
Aber trotzdem sind hier ein paar Tipps
Longier sie mal und übe dass angalloppieren wenn dass gut klappt kannst du vom sattel anfangen reite viele Übergängen du kannst ja versuchen die galopp Hilfen nur an zu deuten
Es könnte auch mangelnde balance sein wie gesagt such dir lieber einen guten trainer
Viel Erfolg und lg sternchen

Antwort
von xXcharleneXx, 37

Bei meiner reitbeteiligung war es immer so das er vor dem ersten Galopp ruhig war aber dann habe ich versucht ihn so langsam wie möglich zu halten weil ich zu der Zeit noch recht unsicher war aber sobald ich die Zügel rangenommen habe ist er losgeschossen weil das Gebiss einfach zu scharf war und ich wusste nix davon (klar ist das Gebiss so scharf wie die Reiterhand aber ich hatte echt Panik wenn er so abgegangen ist und um die Kurven so schnell war) und was passiert dann? ich ziehe mehr das Pferd versucht vor den Schmerzen wegzulaufen und wird immer immer schneller! Dann haben wir ein anderes Gebiss versucht und als er bemerkt hat es tut ja gar nicht mehr weh( seit dem würde ich auch viiiiel vorsichtiger) war er wieder ruhiger. Das kann natürlich nicht bei jedem Pferd funktionieren dafür müsste man euch sehen.

Antwort
von MilleW, 51

Vor dem reiten logieren oder am besten mal (wenn möglich in einem Round pen) ohne Longe, durch Körpersprache und evt stimme zu arbeiten. Wenn sie im Galopp zu schnell wird zeigst du ihr einfach das sie langsam werden soll. In Büchern und im Internet gibt es viele Anleitungen wie du was signalisierst. Viel Glück ;)

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 24

Boxenpferd? Und wenn ja wie lange am Tag?

Sollte es sich wieder erwarten um ein Nichtboxenpferd handeln, dann sollte dieses Pferd noch mal in den Beritt.

Kommentar von PiaAileen ,

Im Frühjahr 24/7 Weide/Paddockund im Winter tagsüber draußen und nachts drin. 

Antwort
von Emma11000, 38

Ich reite seit kurzen auch ein Pferd das viel Dampf unterm Hintern hat.Bei mir hat das versammeln gelappt. Beruhige sie mit Worten es kann sein das du ihr beim Angaloppieren das Gefühl gibst das was bedrohliches in der nähe ist und dann galoppieren sie schneller als beim Arbeitsgalopp. aber wahrscheinlich mag dein Pferd es von Natur aus schnell.Also gib die Paraden ein bisschen häufiger und ein ticken kräftiger weil wen du Rücksicht auf dein Pferd gibst muss dein Pferd auch Rücksicht auf dich geben. alles muss im Gleichgewicht bleiben. 

übe was mit Bodenarbeit und beim Reiten.

du schaft das schon nur mut. wenn ich das hingekriegt habe dan schafst du das auch :-)

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