Frage von IrinaPhoenix, 158

Laptop nach Reparatur wieder kaputt. Gewährleistung?

Hallo,

ich habe meinen Laptop vor zwei Monaten in einer Computerklinik richten lassen, der Akkustecker hatte einen Wackler und der Laptop ließ sich nicht aufladen.

Zwei Monate war alles perfekt, jetzt habe ich wieder dasselbe Problem -_- Wahrscheinlich wurde da bei der Reparatur nicht ordentlich gearbeitet. Ich bin natürlich wieder zur Computerklinik, und da wurde mir gesagt, es liege an meinem schlampigem Umgang mit der Laptop - also muss ich wieder zahlen. Aber bevor ich das tue, würde ich gern wissen, ob ich auch wirklich keinen Anspruch auf Garantie bzw. Gewährleistung habe. Kennt sich jemand aus? Vielen dank im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GaiJin, Community-Experte für Computer, 103

Heya IrinaPhoenix,

grade das "Feld" der Garantie/Gewährleistung ist ein reines "Minenfeld", da gibt es viele (kleine) Fallstricke und ähnliches...

Aber trotzdem, soweit ich es weiß/mich erinnern kann, hast Du einen Anspruch auf Garantie/Gewährleistung (behalte nie was was ist...)...

Immerhin wurde Dir das Gerät ja als repariert übergeben und auch auf eine bzw. nach einer Reparatur, hast Du Anspruch auf die erbrachte Leistung...

Aber um sicher zu gehen bzw. Dir etwas aussagekräftigeren Rat zu holen, solltest Du evtl. mal HIER (http://www.juraforum.de/forum/) oder HIER (https://dejure.org/) Dein Problem schildern...

Viel Erfolg!

Antwort
von Nitarius, 71

Das müsstest du doch selbst beantworten können? Wie lautet das Kaufdatum, du schreibst in einem Kommentar unter, dein Laptop sei bereits mindestens drei Jahre alt. Die Gewährleistung läuft nur zwei Jahre, wobei du als Verbraucher nur in den ersten 6 Monaten wirklich davon profitierst. Garantie hängt alleine vom Verkäufer ab. Oftmals geht die Garantie über 2 Jahre, bei Atelco zb sogar über 5, das ist sehr unterschiedlich. Wenn du die Garantie selbst beim Kauf verlängert hast weißt du das selbst am besten. Sollte sich dein Laptop noch innerhalb der Garantie befinden, darf/muss der Verkäufer nachbessern, wie oft kann ich so nicht sagen. Bist du aus der Garantie raus, Pech gehabt.

Antwort
von diroda, 76

Wie alt ist der Laptop? Älter als 6 Monate? Danach ändert sich die Beweispflicht der gesetzlichen Gewährleistung. Wenn ja dann müßtes du beweisen das ein Konstruktionsfehler vor liegt und dann den Hersteller verklagen. Ich vermute mal das eine labile Steckverbindung (das Gegenteil von stabil) und dein zu grober Umgang damit für den Ausfall sorgt. Dagegen hilft nur ein Austausch gegen eine stabile, nicht serienmäßige, Steckverbindung. Mit dem Gehäuse fest verschraubt/verklebt. Die auch deinen Superkräften widersteht. Eine Werkstatt wird eine solche Reparatur aber ablehnen. Das ist nur etwas für begabte Heimwerker.

Antwort
von benadar, 69

Der Wackler am Stromanschluss ist in der Tat ein Klassiker. Passiert regelmässig bei Leuten, die ihren Laptop mit Kabel durch die Gegend schleppen, weil der Akku breit ist und sie zu geizig sind, einen neuen zu kaufen.

Dafür die die Anschlüsse aber nicht gemacht! Wenn da das Kabel dran hängt, vielleicht sogar mit dem Gewicht des Netzteils, sind die schnell kaputt. Ganz toll ist, wenn das Netzteil mal wo runter fällt und es einen kräftigen Ruck ins Kabel gibt!

Die Stecker sind bei den meisten Laptops direkt auf das Mainboard gelötet, und nachträglich daran zu löten ist sehr heikel. Ich lehne solche Aufträge immer ab, da sie meistens so enden wie bei Dir. Garantie gäbe es schon gar nicht. Oft zerstört man dabei das ganze Mainboard, vor allem wenn man selbst mit einem Bestlerlötkolben dran geht. Das ist Arbeit für einen Spezialisten mit einer Lötstation.

Du hast einen wirtschaftlichen Totalschaden, und wenn ich die Werkstatt wäre, hätte ich das gleiche gesagt.


Kommentar von IrinaPhoenix ,

Hallo, danke für deine Antwort. Nun, der Laptop wird gar nicht herum getragen, höchstens mal von einem Tisch zum anderen, der ist nur zum Arbeiten zuhause. 

Darum geht es aber auch gar nicht, wenn die Firma schon die Reparatur aus sich genommen hat, muss ich doch Anspruch auf Gewährleistung haben?! 

Kommentar von benadar ,

Einerseits hast Du Recht, die hätten die Reparatur ablehnen sollen. Inwieweit es eine Garantie auf eine Reparatur gibt, weiss ich auch nicht. Nur wird ein Rechtsstreit hier nichts bringen. Ich würde vorschlagen, sie sollen Dir zu einem günstigen Preis ein neues (oder gebrauchtes) Mainboard einbauen, was von Anfang an die richtige Wahl gewesen wäre. Den Preis für die erste Reparatur könnten die dann anrechnen, um eine zufriedene Kundin zu bekommen. Nur kann der Mainboardtausch wirtschaftlich sinnlos sein. Wir alt ist das Ding denn?

Antwort
von ForenBoy, 58

Bei dem geschilderten Problem kann tatsächlich der sorglose Umgang mit der Steckverbindung ursächlich für den erneuten Defekt sein, insofern könnte die Aussage des Reparaturbetriebes tatsächlich greifen.

Vermutlich handelt es sich um eine gebrochene Lötstelle auf der Hauptplatine, die durch hohe mechanische Belastung auf den Netzteilstecker von der Ladeseite auftreten kann.

Ein Nachweis dürfte allerdings von beiden Seiten schwer zu erbringen sein.

Ich würde mich mit dem Unternehmen auf einen Kompromiss einlassen.

(halbe/halbe oder so.....)

Kommentar von IrinaPhoenix ,

Ich glaube kaum, dass mein "Superkräfte" daran schuld sind, der Laptop und die Lötstelle haben drei Jahre lang einwandfrei funktioniert, danach war sie kaputt. Nach der Reparatur hat sie nicht mal 2 Monate durchgehalten. Meiner Meinung nach kanns nur an schlampiger Reparatur liegen.

Kommentar von ForenBoy ,

nach einer solchen "Reparatur" ist die Stabilität der Lötstelle erheblich geschwächt gegenüber der ursprünglichen Fertigung.

Deine Uneinsichtigkeit wird Dir dabei nicht weiter helfen. Das kostet richtig Zeit und ist zudem noch undankbar, wie man sieht.

Tipp: falls sich der Betrieb also auf einen Deal einlassen sollte, würde ich darauf eingehen.

Kommentar von IrinaPhoenix ,

Danke, ich bin nicht uneinsichtig, nur verärgert, weil der Laptop sich ständig ausschaltet )) Es ist nervig, und zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt passiert =) Dank nochmals für den Tipp!

Kommentar von ForenBoy ,

Du kannst das Problem elegant umgehen, falls es für das NoteBook eine Dockingstation geben sollte. (z.B. bei einem HP)

dann kommt die Ladespannung von unten in das Gerät.

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