Frage von Brieftasche1982, 135

Könnte man Jäger in Deutschland durch Wölfe ersetzen?

Antwort
von kaltblueterin, 43

Nein.

Schon allein, weil wir Jäger und Jägerinnen nicht nur "Tiere abknallen", sondern uns auch um den kompletten Wald kümmern. Wer würde denn dann draußen schauen, ob der Borkenkäfer bereits wütet, wer versorgt denn die Tiere wenn der Winter hart und lang ist, wer steht dann mitten in der Nacht auf und geht auf Nachsuche mit dem Hund bei Wind und Wetter, oder soll der angefahrene Dachs, das Reh etc. dann einfach verrecken und tagelang leiden, bis endlich ein hungriger Wolf samt Rudel kommt?

Das Geschrei wäre groß, würden Wölfe freilaufende Hunde, Katzen, Nutztiere oder gar ein Kind reißen.

Kommentar von cg1967 ,

Wer würde denn dann draußen schauen, ob der Borkenkäfer bereits wütet

Gehört dies zu den Aufgaben eines Jägers? Bisher hab ich in meiner Ausbildung davon nichts gehört oder gelesen. Im Gegensatz zu einem Verbiß- oder Fegeschaden könnte ich es auch nicht erkennen.

wer versorgt denn die Tiere wenn der Winter hart und lang ist

Umstritten und Bundeslandabhängig.

wer steht dann mitten in der Nacht auf und geht auf Nachsuche mit dem Hund bei Wind und Wetter

Nachsuchebeginn mitten in der Nacht? Nach der mir bekannten Theorie soll man warten, bis die Wildwitterung verflogen ist und der Hund mit tiefer und nicht hoher Nase nachsucht. Korrigier mich bitte, falls ich da falsch liege (gern auch per FA). Bei Wind und Wetter ist eh klar, aber Tier liegt klagend im Graben ist für mich keine Nachsuche (wobei da die vor Ort befindliche Polizei handeln sollte, schon aus Tierschutzgründen).

Das Geschrei wäre groß, würden Wölfe freilaufende Hunde, Katzen, Nutztiere oder gar ein Kind reißen.

Für Nutztiere sind Wolfsrisse bestätigt, ebenso wie ein zu zutraulicher Wolf geschossen werden mußte. Letzteres ist aber, wie so oft, ein durch den Menschen verursachtes Problem, dieser Wolf wurde als Welpe von Menschen gefüttert.

Kommentar von kaltblueterin ,
  1. Unbedingt gehört das dazu. Der Wald kann genau so krank werden und Seuchen/Befall von Schädlingen bedarf genauer Beobachtung. Man hat ein "Komplettpaket gewählt", denn ohne Wald, keine Tiere. Eines gehört zum Anderen.
  2. Ist teils umstritten und auch von BL zu BL anders geregelt. In der Praxis sieht es aber anders aus: Als Revierjägerin bist du verantwortlich. Beschweren sich heut Fußgänger bei deiner Gemeinde über verhungerte Tiere, die im Wald liegen (hatten wir vor zwei Jahren) musst du zufütter, schon allein um des Friedenswillen, auch, wenn die Todesursache hernach eine andere war. Paradox gell?
  3. Mein Schweißriemen wird dann angeschnallt, wenns Nachts gekracht hat (die Polizei ruft dann an) und das Tier definitiv davon ist. Wer großartig Zeit vertut nach einem Wildschaden, wird grad bei Regen wenig Chancen haben, das Tier zu finden und abzunicken (Tierschutz!), alles andere ist unverantwortlich. Du wirst sehen, dass in der Praxis vieles ganz anders läuft, als in der Theorie. Manchmal braucht´s einfach auch nur das Herz am richtigen Fleck um zu spüren, was richtig ist, denn du wirst kaum mit deinen Büchern zum Nachschlagen durch den Wald streifen :-))
  4. Was soll ich dazu sagen? Jeder wünscht sich irgend wie die "Natur" zurück, aber die Konsequenzen wären schier untragbar. Der Mensch lässt am Besten so gut es geht die Finger raus und unterstützt bestenfalls.
Kommentar von kaltblueterin ,

Nachtrag zu Punkt 3:

Auf die Polizei würde ich mich nicht unbedingt verlassen, wenn es um angefahrene Tiere geht. Ich hab durchaus schon Polizisten (und keine Zwerge, sondern wirklich Schränke von Männern und bewaffnet) am Unfallort gehabt, die im Auto saßen, weil draußen ein Keiler rasend vor Schmerzen (ein Hinterlauf so gut wie abgerissen) um sich gewütet hat, so dass tatsächlich noch ein zweites Auto mit verwickelt und beschädigt wurde.

Ich kann´s verstehen irgend wo, wenn man dann doch lieber jemanden holt, der sich der gefährlichen Sache annimmt. Und eins darf man auch nicht vergessen: den Beamten ist es schon allein wegen der Protokollführung und ihrem Papierkram lieber, wenn eine fachkundige Person anwesend ist. Es sind keine Jäger und bevor sie ein Tier wirklich vollends waidwund schießen (Waffen der Polizei sind eig. ungeeignet für längere Distanzen, weil zu kurz) oder sich in Gefahr begeben, ruft man doch lieber den zuständigen Jäger, der den Drilling ansetzt und das Drama entsprechend beendet.

Antwort
von ThomasJNewton, 78

Nein, denn dann gäbe es ja nur Wolfmeister und Luchsschnitzel.
Vielleicht noch einen Bärzaun

Im Ernst, man könnte die Frage stellen, ob Wild bejagt werden sollte, wenn natürliche Feinde fehlen.
Weil das Wild auch viel Schäden an den Wäldern anrichtet. Durch Verbiss.

Aber sowas sollte man nicht von Leuten fragen oder beantworten lassen, die im Winter das Wild durchfüttern, damit sie im Sommer um so mehr abknallen können.
Selbst ohne Wölfe etc.und Jäger gäbe es m.W. nicht so viel Wild, würde es nicht von Menschen künstlich aufgepeppelt.

Kommentar von cg1967 ,

Weil das Wild auch viel Schäden an den Wäldern anrichtet. Durch Verbiss.

Nicht nur. Auch durch Schälen und Fegen. Beeinträchtigt alles die derzeit angestrebte Naturverjüngung des Waldes.

Selbst ohne Wölfe etc.und Jäger gäbe es m.W. nicht so viel Wild, würde es nicht von Menschen künstlich aufgepeppelt.

Hab darüber auch schon Berichte gesehen und gelesen, aber auch dort, wo ganz klar gesagt wird "Wald vor Wild" gibt es zuviel Reh- und Schwarzwild, wobei letzteres im Wald keinen Schaden verursacht, sondern ersatzpflichtigen Wildschaden in der Landwirtschaft.

Antwort
von cg1967, 45

Nein. Dazu bräuchte man noch geeignete Reviere incl. Verbindungen zwischen diesen für Luchs, Wildkatze und Braunbär. Und der Schutz der Wildkatze vor Kreuzung mit Hauskatzen wäre dann immer noch nicht geklärt.

Derzeit gibts, zum Glück, Anstrengungen, den Wald wieder für Wildkatze und Luchs bewohnbar zu machen. Das größte Problem dabei sehe ich in vielen entstehenden Inseln ohne Verbindungen. Und wer will schon geeignete Wildbrücken, welche für große Beutegreifer annehmbar sind, bezahlen? Wer mag sich außerorts mit Tempo 30 oder 40 anfreunden? Dann heißts gern: Sind doch nur Tiere. Aber wehe, ein Jäger schießt ein Bambi, welches alle Menschern gut aus Walt Disneys Filmen zu kennen vermeinen.

Ach ja, daß Schwarzwild wird natürlicherweise durch die Schweinepest im Zaum gehalten. Aber wehe, die springt auf einen Massentierhaltungsbetrieb über und die dort gehaltenen Schweine müssen gekeult werden. Böse. Der Jäger, der das Schwarzwild schießt und damit die Grundlagen für die Ausbreitung der Schweinepest klein hält ist natürlich auch böse. :-)

Kommentar von kaltblueterin ,

Damit muss man sich als Jäger abfinden. Keiner kann´s immer allen recht machen und weißt was: Das ist auch gar nicht mein Bestreben und wird´s auch nie sein.

Die Jagd ist so alt, wie die Menschheit selbst. 

Antwort
von halbsowichtig, 36

Ja, theoretisch wäre das möglich. Wölfe jagen genau die Tiere, denen man nachsagt, dass sie sich schnell vermehren und zu viele Bäume beknabbern würden.

Vorher muss aber die Bevölkerung aufgeklärt werden. Die meisten Deutschen kennen Wölfe nur aus dem Rotkäppchen-Märchen, wo ein irrer Fantasy-Wolf es auf Menschen abgesehen hat. Es ist harte Arbeit, den Leuten klar zu machen, dass echte Wölfe uns nichts tun, sogar Angst vor Menschen haben.

Genauso müssen die Landwirte aufgeklärt werden. Viele haben immer noch weder Elektrozäune noch Hütehunde. Wenn dann ein Wolf sich dort ein billiges Schaf holt, ist das Geheule immer groß. Dabei kann jeder sein Vieh schützen.

Kommentar von FloTheBrain ,

Und nebenbei wäre noch eine völlige Umstrukturierung der Flächen in Deutschland notwendig, für ein paar Milliarden Euro. Dazu dann die zukünftigen Verluste durch die nicht mehr bewirtschafteten Flächen.

Kommentar von Nogli ,

...und wieder ein Theoretiker,der was von "echten" Wölfen träumt und von der Realität an der Front von "Tuten und Blasen" keine Ahnung hat. Die Zahl der Problemwölfe wird sich im Laife der Zeit vervielfachen, weil der Wolf merkt, das der Mensch kein "Aua" mehr ist. Er wird stetig immer mehr die Menschennähe suchen, auch müssen, in unsere zersiedelten "Wildnis". Elekrtozäune mit Untergrabungsschutz für Wanderschäfer solltest am besten du mal errichten, um diese am nächsten Tag wieder zu versetzen. Ein Herdenschutzhund pro 200 Schafe kostet 3000 Euro. Mit Kost und Logie für eine Schafherde von 2000 Schafen ??. Angefallende Herden sind verhaltensgestört. Glaubst du es macht Spaß Sonntag morgens die Reste einiger Schafe dem Wolfsbeauftragten vorzuzeigen, damit er per DNA nachweisen kann, das es sich um ein Wolf gehandelt hat?. ...und daneben der Plüschtierwemser aus der Oberwohnung einer Wohnsiedlung der sich über die Wiederkehr des scheuen Wolfes freut.

Antwort
von Adiago, 64

Ganz klar Nein. Weil der Mensch das komplette natürliche Gleichgewicht verändert hat. In Russland braucht es keine Jäger. Da gibt es Luchs, Bär und Wolf. Als Kind hab ich mal einen Jäger gefragt warum er denn die Tiere totschießt. Er hat zu mir gesagt. Er muss ein Jäger sein weil es Luchs, Bär und Wolf nicht mehr gibt. b.z.w. er muss die Rehe dezimieren weil die die jungen Bäume verbeissen und dann der Förster spinnt. Er muss die Rolle eines Raubtieres übernehmen. 

Kommentar von FloTheBrain ,

In Russland braucht es keine Jäger, weil dort die Natur noch in großen Teilen völlig unberührt ist und nicht mal Landwirtschaft betrieben wird.

Räuber haben für den Bestand weit weniger Bedeutung als das Nahrungsangebot.

Antwort
von WiihatMii, 73

Jäger bringen für ihr grausames Hobby oft das Scheinargument, es gäbe in Deutschland keine Raubtiere mehr und die Bestände an Pflanzenfressern müssten daher vom Menschen klein gehalten werden.

In Wahrheit werden Rehe und Co. so dermaßen überfüttert und gezielt eine Überbevölkert erzeugt, damit man die Tiere hinterher wieder jagen kann. Hier wird bald ein wütender Jäger kommen und tausend Gründe aufzählen, warum das nicht so ist, aber leider ist dies bittere Realität in Deutschland.

Natürlich wäre ein natürliches, biologisches Gleichgewicht viel begrüßenswerter, aber ich bezweifle, dass sich in Deutschland Wölfe in so großer Zahl ansiedeln werden. Außerdem würden sich die Menschen früher oder später bedroht fühlen und die Jäger früher oder später fordern, die Wölfe abschießen zu dürfen, weil sie ihnen die Beutetiere wegjagen, die sie lieber selber schießen wollen.

Der Mensch hat die Natur zerstört, Wälder auf kleine Fetzen zurückgedrängt und nutzt sie mehr als Baum-Acker, der er bewirtschaftet, anstatt sie als Naturraum zu hinterlassen. Die menschliche Ignoranz und vor allen Dingen die Ignoranz der Jäger und ihre Eigenwahrnehmung als vermeintliche Tierschützer, wird dies also auch auf lange Sicht unmöglich machen.

Kommentar von cg1967 ,

Jäger bringen für ihr grausames Hobby oft das Scheinargument, es
gäbe in Deutschland keine Raubtiere mehr und die Bestände an
Pflanzenfressern müssten daher vom Menschen klein gehalten werden.

Merken wir uns mal.

In Wahrheit werden Rehe und Co. so dermaßen überfüttert und gezielt
eine Überbevölkert erzeugt, damit man die Tiere hinterher wieder jagen
kann. Hier wird bald ein wütender Jäger kommen und tausend Gründe
aufzählen, warum das nicht so ist, aber leider ist dies bittere Realität
in Deutschland.

Es ist Realität in einigen Jagdbezirken in Deutschland. Scher da mal nicht alle über einen Kamm.

Natürlich wäre ein natürliches, biologisches Gleichgewicht viel
begrüßenswerter, aber ich bezweifle, dass sich in Deutschland Wölfe in
so großer Zahl ansiedeln werden.

Du bezweifelst zu Recht. Was haben wir uns gemerkt? Jäger meinen, sich an die Stelle der Raubtiere setzen zu müssen. Offensichtlich zu Recht.

Außerdem würden sich die Menschen
früher oder später bedroht fühlen und die Jäger früher oder später
fordern, die Wölfe abschießen zu dürfen, weil sie ihnen die Beutetiere
wegjagen, die sie lieber selber schießen wollen.

Ja. Die Menschen fühlen sich bedroht. Vom Wolf. Von welchem Wolf? Von dem, der als Welpe von Menschen angefüttert wurde und daher seine natürliche Scheu verloren hat. Ich glaub nicht, daß der Wolf von Jägern angefüttert wurde, sondern eher von Menschen, die sich mit Wildtieren nicht auskennen.

Und ja, es gibt Jäger, die meinen, die großen Beutegreifer jagten ihnen "ihre" Beute ab. Dumme Menschen gibts überall, es gibt auch Jäger, welche nicht sehen, daß die Beutegreifer ihnen den Hegeabschuß ersparen.

Der Mensch hat die Natur zerstört, Wälder auf kleine Fetzen
zurückgedrängt und nutzt sie mehr als Baum-Acker, der er bewirtschaftet,
anstatt sie als Naturraum zu hinterlassen.

Das ist richtig.

Die menschliche Ignoranz und
vor allen Dingen die Ignoranz der Jäger und ihre Eigenwahrnehmung als
vermeintliche Tierschützer, wird dies also auch auf lange Sicht
unmöglich machen.

Sorry. Aber was haben Jäger mit der Zerstörung zusammenhängender Waldgebiete zu tun?

Kommentar von FloTheBrain ,

"Grausames Hobby"

Beantworte nur eine dieser Fragen mit ja, und ich erkläre dir wie grausam du eigentlich bist:

Isst du Fleisch?

Isst du Bio-Kartoffeln?

Hast du ein Smartphone?

Hast du einen Laptop oder Computer?

Kommentar von FloTheBrain ,

Und zum Füttern im Winter:

Im Sommer herrscht ein Überangebot an Futter durch die Land- und Forstwirtschaft. Dadurch haben wir zu viel Wild im Durchschnitt. Im Winter ist das Futter zu knapp und das Wild würde massenhaft verhungern. Der Hungertod ist der grausamste den man sich vorstellen kann.

Du willst also den massenhaften und grausamen Tod von Wildtieren!

Wie kannst du nur???!!!

Kommentar von cg1967 ,

Das kann man auch anderer Auffassung sein: Die Jungtiere, welche durch das Nahrungsüberangebot durchkommen, per Waffe reduzieren, sofern es nicht eh Wolf und Luchs erledigt haben. Dann stimmt das Nahrungsangebot auch im Winter wieder, wenn man keinen Wildtierpuff betreiben will.

Antwort
von Fuchssprung, 65

Da werden dir sämtliche Jäger mit einem klaren "Nein" antworten. Ich bin kein Jäger und sage auch "Nein" zu dieser Frage. Wölfe wären nämlich sehr viel besser als die Jäger.

Kommentar von WiihatMii ,

Sehr viel besser für die Natur und das natürliche Gleichgewicht auf jeden Fall.

Kommentar von FloTheBrain ,

Durch Räuber allein, so wie es jetzt ist, wird sich kein natürliches Gleichgewicht einstellen.

Wer das behauptet, hat die Realität der Ökologie nicht verstanden.

Kommentar von Fuchssprung ,

Hahahah! Du nennst den jetzigen Zustand ein natürliches Gleichgewicht? Hahahah Der war wirklich gut!

Kommentar von FloTheBrain ,

Die Bundesregierung nimmt 180 Mio Euro in die Hand um was für die Alphabetisierung der Deutschen zu tun.

Das ist auch dringend nötig. Dann muss ich mich nicht mehr über Leute wie dich ärgern, die nicht mal die einfachsten Zusammenhänge aus einfachsten Texten extrahieren können und das Gegenteil verstehen.

Einfach unglaublich.

Kommentar von Fuchssprung ,

Oh, das tut mir aber leid, dass ich so dumm bin und dein Geschwurbel falsch verstanden habe.

Kommentar von FloTheBrain ,

Schade, hat nicht geklappt mit deiner Beanstandung.

Aber mein Fehler, ist eigentlich total logisch.

Der Gesetzgeber macht ein Tierschutzgesetz, das Strafen für das Töten von Wirbeltieren vorsieht. Außer bei der Jagd. Da dürfen die Menschen mal so richtig Frust ablassen und Tiere abknallen. Einfach weils Spaß macht und keinen Zweck erfüllt und dem Tierschutzgesetz natürlich widerspricht.

Ihr Jagdgegner habt wirklich alles durchschaut, so wie du in deinem Plattenbau in Norddeutschland.

Ihr habt wirklich alles zu Ende gedacht.

Kommentar von Fuchssprung ,

Jetzt wisch dir doch endlich mal den Schaum vom Mund und sage mir in einfachen Worten, so dass auch ich es verstehe, worauf du eigentlich hinaus willst!  

Kommentar von FloTheBrain ,

Niemand hier hat behauptet wir hätten hier ein natürliches Gleichgewicht, weder ich, noch WiihatMii.

Was ihr aber gemeinsam habt ist Probleme nicht zu durchdringen und zu einfachen Antworten zu kommen.

Ohne Jäger gäbe es heute gar kein Wild mehr in Deutschland. Das wäre vor über 100 Jahren ausgerottet worden. Holzgewinnung, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Erhohlungsgebiet. Da bliebe kein Platz mehr für das Wild, wenn es nicht die Jagd gäbe, die immer ein Interesse hatte das Wild zu erhalten.

Und heute?

Mit der Besiedlungsdichte, dem Überangebot an Futter durch die Landwirtschaft? Bei der Fragmentierung der Lebensräume?

Kein natürlicher Räuber hätte die Chance da irgend einen Bestand zu kontrollieren. Wobei das Lotka-Volterra Modell inzwischen als Widerlegt gilt. Die Populationen werden nicht von Räubern kontrolliert, sondern vom Nahrungsangebot. Die Räuber folgen in ihrer Dichte einfach dem Bestand der Beutetiere. Top-Down-Regulationen sind viel seltener als man gedacht hat. Auch wenn natürliche Räuber einer Population ausgerottet wurde, schwankt die Beutepopulation genau so weiter in der Dichte wie zuvor mit dem Räuber.

Das ganze Geschwafel vom Wolf und der natürlichen Regulation, ist falsch.

Heute haben wir das Ungleichgewicht durch historisch geschaffene Tatsachen. Es gibt keine Natur mehr. Nur Geldgier und Bewirtschaftung von Wäldern und Feldern. Das sind Wirtschaftsräume, kaum noch Lebensräume. Der Mensch stellt nur Ansprüche an das was noch übrig ist und beutet es aus. Kein einziges bisschen Gleichgewicht wie es früher mal war.

Und wer hat daran Schuld?

Die Jäger natürlich. Die einzigen die heute noch Hege betreiben und kranke Tiere über Hegeabschüsse aus dem Bestand entfernen und sich im Winter bei Engpässen um das Wild kümmern und es versorgen wenn es nötig wird.

Und dann kommen so schlaue Vorschläge von Jagdgegnern doch einfach über Fraßköder das Wild zu sterilisieren. In dem man Tonnen von Hormonen und Chemikalien in die Landschaft kippt, ohne Ahnung und die Geringste vorstellung, was das für die Tier- und Pflanzenwelt bedeuten würde.

Die einzige sichere Methode, in der heutigen Zeit den Fortbestand von Wildtieren zwischen all den Menschen und der Bewirtschaftung zu sichern ist die Jagd. Nichts anderes.

Aber das ist ja so schlimm, weil da Tiere erschossen werden.

Das man selbst als Veganer in der heutigen Zeit das Blut von tausenden Tieren an seinen Händen hat, interessiert da nicht. Die Schon fast ausgestorbenen Feldhamster, die bei der automatisierten Kartoffelernte zerrissen werden, egal. Die Ökosysteme fernab in fremden Ländern, die zerstört wurden damit man hier und heute die seltenen Erden in seinem tollen Smarthphone hat, für die ganze Landstriche verwüstet und Millionen Tiere sterben mussten. Egal. Die Versuchstiere, die ihr Leben für Impfstoffe gelassen haben, durch die man heute keine Angst mehr vor tödlichen Krankheiten haben muss. Alles das ist egal. Die Komplexität der Welt wird einfach ausgeblendet und weil man lange Weile hat richtet man seine Aggressionen gegen die, die die Ursache dafür sind, das Wildtiere heute überhaupt noch in unserer Heimat leben und weiter fortbestehen werden.

Dabei wünsche ich weiterhin viel Spaß.

Kommentar von FloTheBrain ,

In der Rangliste gleich dahinter kommen für mich übrigens die Grünen. Die 2003 noch massiv nach Biosprit geschrien haben und schon 2007 nichts mehr davon wissen wollten. Ökologische Katastrophen in der Dritten Welt hat es gegeben. Landwirtschaftliche Krisen und massive Zerstörung der Natur. Egal. Jedem passiert mal sowas. Ebenso die 200 000 000 Menschen, die davon betroffen sind und nun viel stärker hungern oder verhungern. Regenwälder wurden vernichtet und dafür Palmölplantagen angelegt. Das Palmöl wurde und wird heute immer noch in Schiffen nach Deutschland verfrachtet und hier als Biokraftstoff in Blockheizkraftwerken zur Stromgewinnung genutzt. Und wie nennt man sowas? Ökostrom!

Jagdgegner sein.

Die Grünen wählen.

Und Ökostromkunde sein.

Dann ist man perfekt und so viel besser als die anderen Menschen um einen herum.

So einfach ist die Welt!

Kommentar von Fuchssprung ,

Na also, es geht doch! Warum nicht gleich so? Du kannst doch verständlich formulieren! Bei einigen deiner Argumente stimme ich dir sogar zu. Bei anderen jedoch nicht. 

Kommentar von FloTheBrain ,

Da die so fanatischen und selbst erklärten Umweltschützer oft das Leben von Menschen egal sind und die 200 Mio Menschen, die unter der Europäischen Biospritt-Politik zu leiden haben vielleicht hier nicht beeindrucken, füge ich am Ende hier noch ein paar Videos von brennenden Orang-Utans ein.

Das passiert überall dort, wo Regenwälder und damit der natürliche Lebensraum vernichtet wurde und die Affen nun in die Dörfer kommen um nach Nahrung zu suchen. Die Bevölkerung da vertreibt sie dann immer mit Feuer, dem diese Tiere oft nicht schnell genug entkommen.

Grüne Politik auf EU-Ebene hat massivst dazu beigetragen. Aber die sind trotzdem okay, schließlich kritisieren sie die Jagd in Deutschland.

Und worüber man auch mal nachdenken kann: Ein Tier, das geschossen wird, leidet deutlich weniger bis gar nicht, als ein Tier, das von einem Rudel Wölfe zur Strecke gebracht wird. Aber das ist ja dann natürlich. Ebenso wenn ein Reh am Ende seines Lebens den Hungertod stirbt. Leiden ohne Ende in einer rundum künstlichen Welt, um wenigstens noch etwas Natur bewahren zu wollen???

Nur mal so als Denkansatz.

Und hier die versprochenen brennenden Affen, die wir den Grünen, auch hier aus Deutschland, zu verdanken haben:

https://www.youtube.com/watch?v=s-pZjj9Wax8

https://www.youtube.com/watch?v=Qi9Id54i7lk

https://www.youtube.com/watch?v=tV6yrDiKftc

Antwort
von FloTheBrain, 18

Wie auf deine andere Frage bereits ausführlich geantwortet:

Nein.

https://www.gutefrage.net/frage/gibt-es-wissenschaftliche-untersuchung-ueber-den...

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