Frage von EisteePfirsichx, 464

Können Muslime, die die Scharia ablehnen, überhaupt Muslime sein?

Die Scharia ist ja im Islam Gottes Gesetz - kann eine Person dann Muslim sein, wenn diese Person die Gesetze Gottes ablehnt? Ich hör das immer öfters von Muslimen (aus dem Westen), dass sie die Scharia ablehnen, aber dennoch Muslime sind. (Rein aus Interesse - bitte gechillt bleiben, und nicht hetzen, oder beleidigen - Danke.)

Antwort
von Hamburger02, 120

Nochmal ne andere Frage: von welcher Sharia sprichst du eigentlich? Habe nur kurz recherchiert und ganz schnell festgestellt, dass es überhaupt keine einheitliche Sharia gibt sondern jede Menge verschiedenen Versionen, da jede Glaubensrichting den Koran anders interpretiert. Außerdem gibt es genügend Islamgelehrte, die eine neue Sharia fordern, die in die heutige Zeit passt. Es kann sich bei der Sharia also nicht um ein einheitliches unumstößliches göttliches Gesetz zu handeln.

Alleine innerhalb des sunnitischen Islams haben sich im Laufe der Jahrhunderte vier verschiedenen Rechtsschulen durchgesetzt: die Hanafiten (liberalnationale Schule), die Schafiiten (konservativ-liberale Schule), die Malikiten (konservative Schule) und die Hanbaliten (strenge Lehre strikt nach dem Koran).

Und dabei sind die anderen Ausrichtungen des Islams, wie z.B. die schiitische, noch gar nicht berücksichtigt.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

@Hamburger 

Das ändert nichts daran das die Scharia Grundlage zusammen mit dem Koran und Sunnah  jeden Islames ist ,also Koran ,HAdit und die Scharia .

Die Tatsache dass diese Scharia nirgends  schriftliche Grundlage findet ,ist keine Beruhigung sondern verschärft das Problem noch zusätzlich .

Aber du bist  ja Spezialist nach kurzer Recherche ...

Auch die Schiiten haben die SCharia  Gesetzgebung ,nach der die Menschen grausam bestraft werden ...aber die Praxis ist für dich ja nicht von Relevanz ...

Antwort
von saidJ, 192

esselamu alejkum im normalfall darfst du die scharia nicht ablehnen aber ich denke dadurch das wir in einem nicht islamischen staat leben sind wir mehr oder weniger "gezwungen" uns an dessen staatsregeln zu halten und solange diese sich nicht in die religion einmischen finde ich es ok so

Kommentar von earnest ,

Andersherum wird ein Schuh draus.

Solange Muslime in diesem Land nicht der Meinung sind, die Scharia stehe über den deutschen Gesetzen, ist alles in Ordnung.

Kommentar von waldfrosch64 ,

___das wir in einem nicht islamischen staat leben sind wir mehr oder weniger "gezwungen" _

merkst du was ? 

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Eine absolut naive törichte Aussage die zeigt dass du keine Vorstellung von Islamischen Denken  und dem Islam  hast ,wo möglich hast du aber ja   im letzten halben Jahr aber ja dazugelernt ..

Vor allem das die Scharia immer näher rückt.

Kommentar von Jogi57L ,

ich sehe es anders rum.. WENN man in einem Staat leben WILL, wo Religionsfreiheit herrscht, sowie Trennung von Staat und Religion.... DANN darf die Religion nicht mit den staatlichen Gesetzen konkurrieren, sich einmischen, oder gar abweichende Regeln haben...

also ich stimme da earnest voll zu !

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

@Jogi 

Das wär das logische Denken .

Aber nun mal nicht das Islamische Denken ,das ist nun mal eine ganz andres, es denkt in Kategorien wie : Haus des Krieges \Haus des Islames und Frieden wird es dann geben wenn das Haus des Islams überall errichtet ist .

Und die Scharia steht immer über jedem irdischen Recht .Das ist ja nicht meine Ansicht sonder die Lehre des Islams selbst .

lest doch endlich mal die Islamischen Menschenrechts erklärungen  durch dann werdet ihr das sehen .

Antwort
von Hamburger02, 126

Die Sharia stammt nicht von Mohammed und ist keine göttliche Offenbarung. Die Sharia ist praktisch der politische Teil des Islams und wurde erst im Laufe der Zeit durch islamische Theologen der Frühzeit entwickelt. Sie spiegelt daher das mittelalterliche politische Verständnis des fundamentalistischen Islam wieder. Da die Sharia nicht von Mohammed kommt, ist sie auch nicht göttliches Gesetz. Da sie von Menschen kommt, ist sie Menschengesetz.

Daher kann sehr wohl ein Moslem auch dann Moslem sein, wenn er Allah anerkennt und den Koran beachtet, die Sharia aber ablehnt als nicht von Mohammed stammend. Natrülich behaupten die islamischen Führer, ohne Sharia gäbe es keinen Islam. Das ist aber völlig durchsichtig: denen geht es nur um den eigenen Machterhalt. Ohne Sharia hätten sie keine Möglichkeit, das Volk zu unterdrücken und in eine bestimmte politische Richtung zu nötigen.

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Hamburger 

Eine reine Behauptung und eine Privatmeinung .

Die Gemeinsame Grundlage aller Muslime : Koran /Sunna 

also auch die  Haditen und  die Scharia 

Kommentar von Hamburger02 ,

Das ist keine Behauptung sondern kann vielerorts nachgelesen werden. Anstatt einer pauschalen Ablehnung wären konkrete Sachargumente sehr nützlich. Und das entscheidende Argument, die Sharia käme nicht von Mohammed sondern von späteren Koraninterpreten, also mein Hauptargument, bitte ich denn doch mit einem Beleg zu widerlegen.

Außerdem gibt es hierzulande genügend Moslems, die sich als Moslems verstehen und die Sharia trotzdem ablehnen. Viele sind sogar froh, dass hierzulande keine Sharia regiert, die auch ein Grund zu flüchten für einige war. Die Praxis widerlegt dich also.

Hier passiert das, was wir Gottseidank schon hinter uns haben. Der Katholizismus hatte in der Zeit, in der er noch Macht besaß, auch jede Menge Vorschriften über Kleidung, Essen und Verhalten. Diese Vorschriften sind inzwischen hinfällig, jedenfalls beachtet die keiner mehr, und deswegen kann man ja nicht behaupten, das wären alles keine Christen mehr. Oder würdest du behaupten, Frauen die ein freies Knie zeigen oder vorehelichen Geschlechtsverkehr haben, können keine Christinnen sein?

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Da bringe doch mal deine zuverlässige Quellen dazu !

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Die Tatsache das viele Muslimen in Europa ihrem Gewissen statt der Scharia folgen ist ein ganz anderes Thema .

Die Frage ist nur wie lange sie das noch tun können ..wenn die Islamische Population wächst ..

Aber differenzieren ist halt nicht jedermanns Sache ..

Antwort
von DerBuddha, 86

es ist ganz einfach:

wer als muslime in unser land kommt und hier leben will, muss als erstes daran denken, dass sein glaubensweltbild hier nicht gilt, denn fakt ist, dass im islam der glaube vor dem verstand und vor der menschlichkeit kommt und deshalb wäre diese glaube hier fehl am platze.............

ALLE glaubensgesetze sind also hier ausser kraft gesetzt, wenn sie gegen unser rechtssystem und unsere moral verstossen und wie schon geschrieben, da muslime zu uns kommen, müssen sie also in erster linie unser wertesystem und unseren rechtsstaat voll und OHNE abzüge akzeptieren, wenn nicht können sie sofort gerne wieder da hin zurück gehen, wo sie ihren glaubenswahn ausleben können und wo es also völlig egal ist, ob es menschenrechte gibt oder nicht !!!!!!

man sieht es ja so schön an der türkei, wie man dort die menschenrechte mit füßen tritt.......ganz zu schweigen von hardcore-ländern wie saudi-arabien.............

im übrigen kann man nicht verschweigen, dass gerade der islam so widersprüchlich ist, dass es keinen verwundert, dass man suren und textstellen dazu nutzen kann, um dumme und verblendete menschen zu attentätern überreden zu können..........und dass in vielen ländern der koran unterschiedlich ausgelegt wird, zeigt ja den ganzen dummfang und das problem an dieser religion............

Antwort
von Schwoaze, 198

Wenn man in einem demokratischen Land lebt, hat man die Gesetze des jeweiligen Landes zu akzeptieren. Da kann man mit Scharia doch nix anfangen, ohne kriminell zu werden.

Kommentar von EisteePfirsichx ,

Völlig das Thema verfehlt. Mir geht es nicht um demokratische Länder - sondern eher darum, ob eine Person noch Muslim sein kann, wenn die die Gesetze seines Gottes ablehnt. Demokratie etc. das ist ein anderes Thema.

Kommentar von Schwoaze ,

Soviel ich weiß, ist es Muslimen nicht möglich, aus ihrem Glauben "auszutreten", oder?

Antwort
von Jogi57L, 91

Ja, so habe ich es auch schon  von Muslimen gehört, dass sie zwar Muslime sind... aber keinesfalls in einem Staat leben wollten, wo die Sharia herrscht....

Von anderen habe ich allerdings auch gehört, dass das Ziel ist... nach und nach die Sharia einzuführen... ( sobald Mehrheit vorhanden )

Ich denke, die streng islamische Auffassung ist, dass die Sharia ( = Koran und Sunna ) unweigerlich zum Muslimsein gehören 

Antwort
von eleteroj, 21

der Islam ist kein eherner dogmatischer Block. Sunniten legen den
Koran wortwörtlich als Wort Gottes, gültig für alle Zeiten und Völker
aus. Da im Koran aber viele mehrdeutige, oft sogar widersprüchliche
Verse stehen, taugt er nicht viel als Gesetzbuch. Die sunnitischen
Rechtgelehrten haben daher als weitere Quelle die Überlieferung (Sunna)
herangezogen, die Taten und Aussprüche Mohameds ("Leben des Propheten der Ummayaden") und der vorbildlichen Vorfahren (Hadith)

Aus diesen Quellen haben viele Generationen von Muftis, Grossscheichs etc eine nahezu unüberschaubare Fülle von Verhaltensvorschriften konstruiert, die jeden Millimeter des Lebensweges eines Rechtgläubigen gängeln.

Es gibt aber auch durchaus auch andere Auslegungen des Koran, und zwar nicht als kasuistisches Vorschriftenbuch, sondern zb rein spirituell und im historischen Kontext. Dies ist insbesonders die Theologie der Aleviten und einiger ausser-iranischer Schiiten. Diese lehnen die religiöse Gewaltlegitimierung, Dschihad und auch die gesellschaftspolitische Ideologie des Sunnitentum (Scharia) ab.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Um welche Schiiten konkret ,handelt es sich hier  ? ist dir das bekannt ? 

LG 

Antwort
von imakeyourday, 234

Hi,

Die Scharia im islam ist vergleichbar mit unserem deutschen gesetzbuch, vom Inhalt her. Sie regelt neben dem täglichen leben auch das eherecht, erbrecht und Strafrecht. Wie soll man denn in Deutschland muslimisches Strafrecht von vor 1000 Jahren durchsetzen? Eben, gar nicht.

Viele Muslime finden, dass die Schariagesetze schon längst überholt sind und im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen haben. Und mann muss zwischen koran und Scharia unterscheiden können, das sind zwei verschiedene Dinge.

LG imakeyourday

Kommentar von EisteePfirsichx ,

''Und mann muss zwischen koran und Scharia unterscheiden können, das sind zwei verschiedene Dinge.''

Eigentlich nicht. Die Scharia IST der Koran. Sie stammt ja aus dem Koran.

Kommentar von EisteePfirsichx ,

Bzw. ist die Scharia AUS dem Koran (und Hadithe natürlich).

Kommentar von imakeyourday ,

ist trotzdem ein unterschied

Kommentar von Hamburger02 ,

Stimmt nicht ganz. Die Sharia ist kein Auszug aus dem Koran sondern ist eine ganz bestimmte Interpretation des Korans von alten verknöcherten Männern im Mittelalter. Man kann den Koran auch anders interpretieren.

Antwort
von HanaUchia, 144

Die sharia  ist Pflicht wenn jemand sich überhaupt  als Moslem abgeben  will.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Danke ,ich schätze deine Aufrichtigkeit !

Antwort
von kingofthewar, 206

Ich denke das mit der scharia kannst DJ so sehen wie bei uns mit den geboten niemanden nimmt sie ernst

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Solches denken fern ab  der Realität ,könnte dir in  zig ...Islamischen Ländern schnell mal den Kopf kosten ,ewta im Iran ,Pakistan ,Saudiarabien ,Jemen etc...

Antwort
von Neveeergiveup, 187

Die Sharia ist ein Buch das von Menschen umschrieben worden ist das nach extrem strengen Regeln geschrieben worden ist in der Frauen keine Rechte haben.Man sollte auf die Worte hören die im Koran stehen 

Kommentar von EisteePfirsichx ,

Die Scharia ist kein Buch. Die Scharia ist auf dem Koran entnommen. Man könnte auch behaupten, sie hätte teilweise zu Zeiten Muhammeds existiert.

Kommentar von Neveeergiveup ,

Ja du sagst es entnommen aber verändert hast du vergessen 

Kommentar von EisteePfirsichx ,

Wieso denn? Dann würde das ja heißen, dass auch der Koran verändert ist oder nicht? Schließlich stammt die Scharia wie gesagt, aus dem Koran(und den Hadithen).

Kommentar von earnest ,

Natürlich wurde der Koran verändert - wie praktisch jedes Menschenwerk. Was aber viele Muslime bei GF nicht wahrhaben wollen...

Kommentar von Hamburger02 ,

Das ist sowieso der Fall, dass der Koran verändert wurde. Der heutige Koran wurde nicht etwa von Mohammed sondern vom dritten Kalif, Uthman ibn Affan (644–656), geschrieben.

Anschließend ließ er alle Originaltexte, auch die von Mohammed verbrennen mit der Begründung, damit Verwirrungen verhindern zu wollen. Eine solche Verwirrung kann es aber nur geben, wenn die Texte von ibn Affan vom Original abweichen. Dass die abweichen und nicht identisch sind mit den Texten von Mohammed, konnte inzwischen sogar durch archäologische Funde bestätigt werden. In alten Felsinschriften wurden nämlich Originaltexte von Mohammed gefunden und die weichen tatsächlich vom heutigen Koran ab. Insofern ist der Koran genausowenig zuverlässig wie die Bibel.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Die Scharia gibt es doch als "Buch "gar nicht ...und gab es auch niemals vorher ..

Antwort
von capillus, 92

Ich denke das Problem ist die Unwissenheit. 

Prinzipiell gilt für mich.

nur Allah weiß was in unseren Herzen ist!

Wenn jemand im inneren glaubt Muslim zu sein und das es nur einen Gott gibt und an die Propheten saw..

dann ist er in meinen Augen ein Muslim.

Der Begriff ist vielleicht vergleichbar mit dem Dschihad,  die Leute reden darüber weil sie von den Medien gehört haben was es sein soll.

Und so verwenden die Leute Begriffe ohne zu wissen was Sie heißen. 

Und weil jeder den anderen verurteilt anstatt zuzuhören was der Mensch denn wirklich meint, weil man selbst die Dinge oder der Mensch gegenüber die Sache anders sieht, steckt man Sie in eine Schublade. 

Daher finde ich jeder der sagt das er Muslim ist und es wirklich ernst meint, soll es erst mal in den Augen der anderen sein.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Darf ich fragen welchen Islam du hier gerade  konkret vertrittst ?

Kommentar von capillus ,

Ich versteh die frage nicht ganz?

Worauf möchtest du hinaus ?

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

@capullus 

Nun falls du der Ahmadiyya Gemeinde Angehörst oder auch den Aleviten, dann kannst du nicht für den Islam im allgemeinen Sprechen .Denn ihr habt eine Sonderstellung im Islam uns werdet nicht mal als Muslime betrachtet ..

Genau ob solchen Aussagen eben ...

Es ist im übrigen auch kein Zufall, dass der Dschihad nur 2 mal mit den inneren Kampf in Verbindung im Koran erwähnt wird ,und auf der anderen Seite sage und schreibe : 32 mal in Verbindung mit dem Kampf ... gegen die Ungläubigen erwähnt wird ...

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