Frage von bienchen65, 65

Kann mir jemand dabei helfen, die Theorien von keynes und Friedman gegenüberzustellen und das an einem Beispiel zu verdeutlichen?

Ich verstehe die Theorien nicht so ganz, hab auch Links zu diesem Thema von meinem Lehrer erhalten aber ich versteh es einfach nicht. Und ich soll es auch an einem Beispiel verdeutlichen. Bitte helft mir

Antwort
von wfwbinder, 42

Kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn die Theorien sind exakt gegensätzlich und wenn die links nicht total dämlich sind, ist es klar. Du brauchst nur die beiden Wikipedia Einträge zu vergleichen.

Keynes ist Verfechter der Nachfragepolitik (ich bin Keynsianer). Es ist der Ansicht, dass in Krisenzeiten der der Staat durch Schuldenaufnahme in den Prozess eingreifen muss und durch öffentliche Aufträge die Wirtschaft wieder in Schwung bringt. Basierend auf dieser Theorie hat Roosevelt seinerzeit die Wirtschaft in den USA nach der Weltwirtschaftsjrise wieder in Schwung gebracht (u. A. Tennessee Valley Project).

Friedmann ist nach eigener Definition klassischer Liberaler. Er geht davon aus, dass sich durch die Selbstregulierung der Märkte und über die Geldpolitik alles regeln lässt. Auch dass es eine gewisse Grundarbeitslosigkeit geben muss, damit sich der Arbeitsmarkt reguliert.

Natürlich haben beide Modelle vor und nachteile. Die Nachteile bei Keynes sieht man durch die Verschuldung der Staates, die (wie ich es ausdrücke) alles "halbe Keynsianer" sind. In Krisenzeiten Schulden machen, aber wenn es gut läuft, die Tilgung vergessen.

Friedman hat damit Recht, dass der Staat so wenig wie möglich eingreifen sollte, weil das zu Ungleichgewichten führen kann. Aber seine Theorie stellt sich gerade jetzt als nicht in allen Fällen als tragfähig raus, weil die Geldpolitik Mittel bereit stellt, aber die Privaten Marktteilnehmer trotzdem nicht investieren.

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