Kann ein Magnetfeld ohne Strom entstehen?

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8 Antworten

Das "magnetische Moment" ist eine Eigenschaft von Elementarteilchen, die sich allein schon durch die "richtige" Anordnung solcher Teilchen in einem Stoff zu einem spürbaren Magnetfeld des ganzen Stoffes aufsummieren kann.

Paramagnetische Stoffe können schon zu einem eigenen Magnetfeld kommen, wenn sie sich in einem anderen Magnetfeld befinden - bei ferromagnetischen Stoffen (wie z.B. Eisen) kann ein solches "neu erworbenes" Magnetfeld sogar nach dem Entfernen des auslösenden Feldes erhalten bleiben: So werden Dauermagnete hergestellt.

Einzelheiten zur Entstehung von Magnetfeldern (vornehmlich ohne Strom) in Stoffen und die verschiedenen Magnetismus-Formen habe ich kürzlich hier zusammengetragen: http://www.keinsteins-kiste.ch/magnete-das-geheimnis-der-unsichtbaren-zauberkraefte/#Woher_kommt_die_Magnetkraft

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Oh ja, das kann. Eine der vier Maxwellschen Gleichungen, der Grundgesetze der Elektrodynamik, bringt die sogenannte Rotation von B, das Maß für seine lokale Wirbelstärke (respektive Wirbeldichte, was ich ihr für das sinnvollere Wort halte) in Zusammenhang mit

1. der Stromdichte und

2. der zeitlichen Änderung eines elektrischen Feldes.

Interessant ist in Zusammenhang mit der Frage natürlich vor allen Dingen 2., denn das funktioniert nicht nur ganz ohne Strom und Ladung, sondern überhaupt völlig ohne Materie: Elektromagnetische Wellen, besser bekannt als Licht.

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Die Maxwell´schen  Gleichungen beschreiben die enge Verknüpfung von
zeitlich veränderlichen elektrischen und magnetischen Feldern. Demzufolge ist ein sich änderndes elektrisches Feld von einem Magnetfeld und ein sich
änderndes magnetisches Feld von einem elektrischen Feld umgeben.

Gruß, H.

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Jein.

Es gibt sogenannte Dauermagneten. Diese bestehen aus sogenannten Elementarmagneten, die in eine Richtung zeigen. Damit wirkt dieser Dauermagnet nach außen hin magnetisch, ohne ein von außen hineinfließender Strom.

Jedoch hat dieses Magnetfeld auch eine Ursache, nämlich die Elektronenbewegung um die Atomkerne. Streng genommen gibt es darum auch einen Stromfluss, aber eben keinen Stromfluss in klassischen Sinne, der mit einer Stromquelle durch den Magneten getrieben wird.

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Ferromagnetismus - dabei handelt es sich lediglich um "Momenten" in den Atomen welche sich parallel ausrichten und dadurch ein bestehendes Magnetfeld erzeugen. Verwendung in Elektromotoren, Kinderspielzeug oder auf einer Schultafel, denn dort ist sicherlich kein Elektromagnet, sondern Eisen ( Fermium ) ;)

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Kommentar von zalto
05.07.2016, 21:27

"Ferrum" würde der alte Römer sagen. Aber "Fermium" gibt's tatsächlich auch.

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Ja, das ist zB bei Dauermagneten der Fall, wobei man hier zur leichteren Berechnung auch sogenannte Elementarströme einführt, das sind aber nur gedachte Ströme welche das Magnetfeld hervorrufen.

Sobald du den Magneten allerdings bewegst, ensteht ein Elektrisches Feld.

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Kommentar von roromoloko
05.07.2016, 18:16

Wie ensteht dort ein Magnetfeld?

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Das ist in jedem Dauermagneten so

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Kommentar von roromoloko
05.07.2016, 18:14

Was passiert da genau?

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Bei Permanentmagneten immer.

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