WilliWinzig am 11.09.2008 um 17:18 Uhr
habe grade die Frage gelesen welchen Beruf wir ausüben wollten, dabei kam ich auf diese Frage. Es werden fast nur akademische Berufe genannt. Anscheinend will niemand mehr Schlosser, Elektriker, Tischler usw. werden. Ist dem so?
hier der Link zu der Frage:
http://www.gutefrage.net/frage/welchen-beruf-wuerdet-ihr-am-liebsten-ausueben

Wer weiß, weshalb diese Frage gestellt wurde. Aber auch gut ausgebildetete Handwerker sind heute Mangelware. Um so einen Beruf lernen zu können, werden gute schulische Leistungen erwartet.

handwerk hat immer noch goldenen boden. voraussetzung ist eine gute schulbildung. und einsatzfreude. gute handwerker werden dringend gebraucht. wie soll denn sonst die wirtschaft am laufen gehalten werden? wer soll all die geräte etc. reparieren und warten? natürlich genießen akademiker ein höheres ansehen. daran solltest du dich aber nicht stossen. lieber ein guter handwerker als ein schlechter akademiker!

doch! ein guter handwerker verdient sein geld und genießt auch ansehen, wenn er tüchtig ist. voraussetzungen sind einsatzfreude und gute schulzeugnisse. er muß vor allem rechnen können.

Handwerk hat immer noch goldenen Boden. Aber der Handwerker von heute muss etwas mehr können, vor allem im kaufmännischen Bereich
WilliWinzig am 11. September 2008 17:21 ich bin über 30 Jahre im Handwerk und habe nix mit Buchhaltung zu tun. Bin ich jetzt ein schlechter Handwerker?
Du meinst sicher, wenn man sich im Handwerk selbständig macht, oder?
Raimund1 am 11. September 2008 17:30 nee, deswegen bist du kein schlechter Handweker. Oft machen ja Verwandte die Buchhaltung oder es gibt einen Steuerberater, der manchmal richtig gut berät.
Aber viele fangen die selbständige Tätigkeit an und verwechseln Einnahmen mit Einkommen, um es mal überspitzt zu sagen...
Bestimmt nicht (und die Umfrage kam ja von mir. Leider kann man nur 7 Antworten wählen). Handwerk hat immer noch goldenen Boden

Ist das nicht verständlich???
Wer lässt denn noch einen Schrank zimmern, ein Radio reparieren...
Wir leben in einer Einweggesellschaft was bedeutet das verschiedene Berufe einfach nicht mehr groß gefragt werden.
WilliWinzig am 11. September 2008 17:25 Dein Klo wirfst du sicherlich nicht nach einmaliger Benutzung weg, also brauchst du einen Klempner der dir das evtl. repariert
regideur am 11. September 2008 17:29 Ich sag ja gar nicht das es den Beruf gar nicht mehr geben wird.

Nun, ich drehe die Frage mal um...
weshalb bin ich Handwerker mit akademischen Grad, und das sehr gerne...??
LG....strick
WilliWinzig am 11. September 2008 17:22 das ist aber doch die Ausnahme....
strick4a am 11. September 2008 17:27 ..ein weit verbreiteter Irrtum....
WilliWinzig am 11. September 2008 17:30 du willst doch wohl nicht bestreiten, das es mehr nicht-studierte wie Akademiker im Handwerk gibt?
strick4a am 11. September 2008 17:47 ..nein, das bestreite ich ganz gewiss nicht, aber es sind keine Ausnahmen mehr, da zum Beispiel der Dipl.Ing. den Meister eretzt und sehr viele ihren Ing. nach der Berufsausbildung machen und gemacht haben, Praxis - bezogenes Studium......
lg....strick
Natürlich sind diese Berufe noch etwas wert und wir würden uns wundern, wenn es keine Schlosser, Elektriker, Tischler, Maurer, Kfz-Mechaniker, Laboranten usw mehr gäbe.
Leider wirkt sich diese Wertschätzung nicht in den Gehältern aus.
Und da man in diesen Berufen körperlich arbeiten muss, ist die Begeisterung, einen solchen Beruf auszuüben bei der um sich greifenden Bequemlichkeit nicht mehr so groß.

wer die möglich- und fähigkeiten zum studium hat, sollte selbstverständlich einen akademischen beruf anstreben, die (verdienst-)möglichkeiten sind einfach deutlich besser. aber auch ein ambitionierter handwerker wird seinen weg gehen.

Wert schon, aber es will sich niemand mehr die Finger schmutzig machen und hart arbeiten.
Sorry aber diese Meinung habe ich mittlerweile.
WilliWinzig am 11. September 2008 17:42 Leider ist es so.....DH
An guten Handwerkern besteht nach meiner Meinung und Erfahrung weiterhin Bedarf. Fachkundige Arbeit kann wichtig sein, z. B. richtig verlegte elektrische Leitungen und Anschlüsse oder gute Maurerarbeit bei dem Bau oder der Sanierung eines Kellers (eindringende Feuchtigkeit und Schimmelbildung). Soweit ich weiß, sind manche Handwerker sehr begehrt und ein Termin ist gar nicht sofort zu bekommen.
Bei weitem nicht alle Menschen haben die Zeit und die Fähigkeiten, viele Handwerksarbeiten selbst auszuführen, auch wenn es schon eine größere Anzahl begeisteter Heimwerker gibt. Pfusch kann unangenehm und teuer werden.
Tatsächlich ist der Anteil des Handwerks an der Berufsausbildung nach Statistiken hoch. In Befragungen werden gerne Traumberufe genannt. Dabei spielen z. B. erwartetes hohes Einkommen und Prestige eine Rolle. Lange anstrengende Arbeit, bei der man schmutzig werden kann, entspricht nicht der Wunschvorstellung vieler Jugendlicher. Wenn die individuellen Begabungen stärker im handwerklichen Geschick liegen, ist ein Handwerksberuf dann aber eine gut geeignete realistische Perspektive. Die Einstellung sollte dann sein, diesen Beruf gut zu lernen und durch ordentliche Arbeit zu überzeugen.
Natürlich ist das Handwerk noch etwas wert, und das um so Stärker je weniger es gute Handwerker gibt. Viele Kunden klagen mir Ihr Leid von Firmen, welche nur schnelles Geld machen wollen und die Qualität dabei oft auf der Strecke bleibt !! Das Handwerk ist das Kostbarste was wir in unserer heutigen Zeit haben. Ob Bäcker, Ingenieur oder Schreiner, jeder sollte zu seiner Arbeit stehen !! schaut mal hier rein !! www.das-handwerk-lebt-noch.de Gruss Michl
Früher wollten die Kinder Lokführer oder Kranfahrer werden, heute Popsänger :-)) , Architekt, Jurist usw.
Eben. Und der Verdienst (insbes auf die Lebensarbeitszeit gerechnet) ist recht gut.
vergleiche mal nur die Löhne im Handwerk mit denen in der Industrie