Frage von ArianeHD 14.05.2007

In welcher Situation würdet Ihr das Jugendamt informieren?

  • Antwort von Heeeschen 14.05.2007
    16 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich würde nicht zu schnell das Amt herbeiholen. Du weisst ja, dass man schnell als "Denunziant" verrufen ist, wenn nichts ernsthaftes passiert ist, und Du musst ja künftig mit den Nachbarn auch noch auskommen. Andererseits würde ich - um sicher zu gehen - nach nebenan gehen und dort klingeln, um mich vom Wohlergehen aller Beteiligten zu überzeugen. Das kann man ja auch tun indem man offen zugibt, sich Sorgen zu machen.

  • Antwort von felix82 14.05.2007
    14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich denke man sollte handeln sobald man feststellt dass die kinder unter der gegebenen situation leiden. zivilcourage ist dabei sehr wichtig. haeufig werden solche situationen uebersehen um das nachbarschaftsverhaeltnis nicht zu zerstoeren. dies sollte man unbedingt ablegen, es geht einzig und alein um das wohl der kinder. man hoert im moment viel zu viele schreckliche dinge ueber verwahrloste kinder.

  • Antwort von loopwithme 14.05.2007
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ruf mal den Kinderschutzbund an. Das hat den Vorteil, dass du nicht direkt "amtlich" wirst, denn das Jugendamt muss der Sache nachgehen (was sie manchmal auch unterlassen, wie dann zu hören ist, wenn es schief geht...), und wenn du umsonst "Alarm" ausgelöst hast, dann ist der Ärger in der Nachbarschaft vorprogrammiert... Trag das, was du beobachtet hast, beim Kinderschutzbund vor und frag, was du machen sollst.

    In der Regel geben die gute Tipps, ist natürlich auch davon abhängig, wen du am Telefon hast. Bei einer Bekannten von mir hat das super geklappt, sie bekam eine richtige Beratung, was sie jetzt machen und worauf sie achten soll, ab wann und wie sie beim Jugendamt vorgehen muss etc. Arbeiten sie vernünftig, sind sie sogar dankbar darum, das mal jemand aufgepasst hat anstatt wegzuschauen...

    Ich kann von daher diesen Weg nur empfehlen!

  • Antwort von Eastside 14.05.2007
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das ist echt ein schwieriges Thema!

    Ich wurde mal denunziert, von "netten" Nachbarn, die beim Jugendamt anonym angerufen haben und behaupteten, ich lasse mein Kind verwahrlosen. Das Jugendamt mußte der Sache natürlich nachgehen, wofür ich auch Verständnis hatte, machte einen Hausbesuch, sprach mit dem Kind und auch mit den Lehrern.

    Ich kam mir damals vor wie der letzte "Dreck", mein Kind hatte Angst, daß sie jetzt von der Mama vielleicht weggeholt werden würde.. etc., etc.

    Das Jugendamt leistet gute Arbeit, war trotz allem sehr einfühlsam, hat in meinem Fall eingesehen, daß das einfach nur "ein böser Scherz" war, hat aber keine Handhabe gegen Anonym vorzugehen - und ich auch nicht, sonst wäre es gleich Verleumdung!

    Trotz allem würde ich dir abschließend raten, immer wieder Kontakt zu suchen, auch zu den Kindern! Denn wenn sie sich wirklich nichts vorzuwerfen hat, dann hat sie auch nichts zu verbergen!

  • Antwort von RolfHoegemann 14.05.2007
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin auch der Meinung, dass Du das Jugendamt benachrichtigen solltest - die dürfen ja nicht angeben von wem sie den 'Tip' haben und somit könntest Du nie als Denunziant verschrieen werden. Und wie schon hier geschrieben, lieber einmal falscher Alarm als ein totes Kind.

  • Antwort von demosthenes 14.05.2007
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mit dem Thema habe ich mich in letzter Zeit auch auseinandersetzen müssen:

    • Es geht um zwei Kinder einer drogensüchtigen Prostituierten.

    • Nach zwei Jahren warf die Mutter den ebenfalls drogensüchtigen Erzeuger raus und liierte sich mit einem fast 25 Jahre jüngeren Tablettenabhängigen.

    • Als die Mutter im Suff die Treppe runterfiel und starb, brachte das Jugendamt die Kinder (damals 4 und 2) zum Vater, den sie seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hatten.

    • Was dort ablief, weiss ich nicht, aber es muss heftig gewesen sein, da die ebenfalls drogenabhängige Frau des Vaters diesen bei der Polizei anzeigte, die die Kinder sofort abholte.

    • Ein Ehepaar erklärte sich bereit, die Kinder in Pflege zu nehmen.

    • Dem Jugendamt war das zu teuer und es brachte die Kinder zu den Grosseltern, die die Kinder vier Jahre nicht mehr gesehen hatten.

    • Der Grossvater ist Alkoholiker und hat auch schon in der Schule verkündet, dass man Kinder ab und an mal durchhauen müsste.

    • Die Grossmutter ist mit den zwei lebhaften Kindern (heute acht und sieben) völlig überfordert und schlägt sie ebenfalls.

    • Ein Besuch des Jugendamtes verlief ergebnislos, weil die Mitarbeiterin begeistert war von dem sehr sauberen und aufgeräumten Haushalt.

    • Das Jugendamt sagt, solange keine Verletzungen "zu sehen" seien, könnte es nichts machen.

    • Der Junge (1. Klasse) ist von den Lehrern als "nicht beschulbar" erklärt worden wegen seines Sozialverhaltens und soll jetzt in Therapie gehen, anschliessend möglicherweise auf eine Sonderschule, obwohl er ausgesprochen clever ist.

    • Wir hatten nach Rücksprache mit der Klassenlehrerin des Jungen schon eine Schule gefunden, die bereit war, beide Kinder aufzunehmen, aber da die "sorgeberechtigte" Grossmutter einen Rückzieher gemacht hat, wird daraus nichts werden.

    WAS SOLL MAN DA NOCH MACHEN?

  • Antwort von sulaweyo 14.05.2007
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Bitte sofort! Ich habe in so einer Situation (leider sehr spät) die Polizei gerufen (da ich es nicht besser wusste sprich Jugendamt).

    Die "Mutter" hat zuerst die Polizisten und als die dann weg waren mich wild beschimpft und fast meine Haustür eingetreten - nur soviel dazu was einem sonst noch passieren kann ausser als Denunziant betitelt zu werden.

    Den Kleinen (das Kind war damals ca. 3 Jahre alt) habe ich dann ein paar Tage später mit einem blauen Auge und einem Verband ums Handgelenk geshen.

    Die Polizei hat dann offensichtlich das Jugendamt informiert und ein paar Wochen später war der Junge nicht mehr da. Ich denke er wurde der Mutter weggenommen.

    Das war sicherlich ein Extremfall, aber auch in weniger dramatischen Fällen sollte man das Jugendamt informieren, damit dieses HELFEN kann. Die betroffene Familie muss diese Hilfe dann zwar auch annehmen, aber vielleicht braucht es halt manchmal einen "Denunzianten" der die ganze Sache anstößt......

  • Antwort von jaguar4 14.05.2007
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Denunziant? Na und!!! Das Kind wird es dir danken, wenn die Befürchtungen wahr sind! Und wenn es zu spät ist, heißt es, hätte ich mal...

  • Antwort von HirnClaudia 14.05.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich verschließe meine Augen nicht! Ich besitze die Courage und schreite ein. Bislang waren es einfach nur gestresste Mütter oder Väter, die ich angesprochen habe. Meistens beim Einkaufen. Beschimpft wurde ich noch nicht. Ich hatte eher das Gefühl, dass man für mein Einschreiten dankbar war.

    Polizei, Jugendamt oder oder würde ich aber auch sofort verständigen, wenn mir etwas auffallen würde.

  • Antwort von gri1su 14.05.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Jede(r) weiss, was in letzter Zeit viel zu oft passiert ist, weil sich Jeder verschließt und nicht die Courage hat, ggf. einzugreifen. Wenn ich feststelle, dass über einen längeren Zeitraum (ich rede hier nicht von 1 oder 2 Stunden) etwas im Zusammenhang mit Kindern nicht in Ordnung ist, informiere ich den Kinderschutzbund oder im Extremfall das Jugendamt. Lieber gelte ich als Denunziant, als dass ich die Augen verschließe und nichts unternehme. Und wenn die Eltern so abwertend und negativ reagieren, dann haben sie meist mehr zu verbergen. Dann sollte schon überprüft werden, ob sie in der Lage sind, ordentlich für ihre Kinder zu sorgen.

  • Antwort von silvie34 15.05.2007
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich würd mir die kinder mal ansehen,sind diese fröhlich oder gedrückt?oder vielleicht das gepolter u geschreie aufnehmen,und dann das jugendamt verständigen,lieber 1 x zuviel als 1x zuwenig,meistens sagt man am schluß "ach hätte ich doch besser angerufen"

  • Antwort von Sokohazi 25.08.2012

    Ich bin auch gerade in so einer Situation. Meine Nachbarin hat ein Kind 31 Monate alt und der Tagesablauf läuft so. 8 Uhr KG bis 12. Dann Bett bis 16 Uhr. Schreien und dann wieder ins Bett um 17 bis 18 Uhr bis morgens. Kann nicht sprechen geht nie raus außer aufgedonnert einkaufen wobei das Kind nicht beachtet wird. 3!!!!!! Kinder sind schon gerichtlich entzogen worden ohne Besuchsrecht. In 1 Jahr hat die kleine schon 4 Partner der Mutter kennen gelernt. Jeden Abend wenn Kind im Bett ist trinkt sie sich zu. Die kleine schreit die ganze Nacht und niemand kümmert sich drum. Was tun????

  • Antwort von Grinsi87 15.03.2012

    Hätte da auch eine sehr komplexe Situation Es handelt sich dabei um den Haushalt eines sehr langjährigen Freundes. Der hatte noch nie was von Sauberkeit und Ordnung gehört und sonst eigentlich auch alles schleifen lassen.(Jetzt fragt man sich: aber ich kenn ihn schon seit ich im Kindergarten war) Jedoch hat er seit ca. 1 Jahr eine Freundin, die mehrere Stunden weit weg wohnt. Die hat einen Sohn, der demnächst 3 wird. Sie hat wohl auch einen Sozialbetreuer und sieht auch aus wie ein Geist. Auf jeden Fall nimmt sie den Sohn immer über längere Zeit mit zu meinem Bekannten. Jedoch hält sie anscheinend auch nicht viel von Saubermachen usw., dort wächst Schimmel an Stellen, das ist unvorstellbar und die Küche mag man gar nicht erst betreten. Teilweise kommt man 14 Uhr und es ist noch keiner aufgestanden. Die Kleidung ist dreckig, viel zu groß, etc. Für seine 3 Jahre kann er nur minimal sprechen(3 Worte? Mama, Papa, 4-Story: zur Erklärung, die beiden spielen dieses Onlinespiel übermäßig viel). Geschlagen wird der Kleine wohl nicht, aber dafür herrscht an vielen anderen Stellen meiner Meinung nach Lebensgefahr für Kleinkinder. Nun sind ich und noch eine Freundin dafür das Jugendamt zu informieren. Obwohl der Großteil der Leute ernsthaft meint wir sollen uns da raushalten sonst werden wir noch mit dem schlechten Ruf in Verbindung gebracht und das würde ja abfärben! Jedoch, welches Jugendamt sollte man hier überhaupt informieren? Die Beiden sind ja immer nur zu Besuch dort! Wie es dort zuhause aussieht, weiss ich leider nicht und meine bisherigen Putzversuche hielten leider nie sehr lange vor, da einfach beide zu nichts zu gebrauchen sind! Ich weiss auch nicht, wie es mit dem Sorgerecht aussieht, anscheinend teilt sie sich das mit Ihrem Ex-freund. Vielleicht wäre der Kleine dort besser aufgehoben, kann es aber nicht sagen. Die Info an das Jugendamt müsste aber in jedem Fall anonym passieren.

    Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!

  • Antwort von sigi1000 04.06.2010

    Jeder sollte hinter der eigenen Türe kehren!Mütter haben wie jedes Lebewesen einen eigenen Instinkt.

  • Antwort von craybaby49 17.12.2007

    genau das beschäftigt mich zur zeit nur das das betreffende mädel 17 ist und sowohl jugendamt und auch polizei einfach wegschaueen und mir noch eine anzeige wegen kindesendzug droht. das mädel wird übrigens in 4 wochen 18

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