In der Schule immer alleine ohne Freunde, was tun?

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4 Antworten

Hallo.

Was du beschreibst, kenne ich selbst. Mir geht es ziemlich ähnlich, nur ist es in meinem Leben schon ein wenig länger so. Ich habe seit der 7. Klasse keine Freunde mehr, komme aber mittlerweile relativ gut damit klar. Aber was du hier beschreibst, kenne ich von mir selber, deswegen versuche ich, mal ein wenig von deiner Seite aus auf die Sachen einzugehen, die du dich fragst.

Grundsätzlich ist es erst einmal schade, dass eure Gruppe an solchen Sachen zersplittert ist. Manchmal passiert so etwas leider im Leben und es ist unsere Aufgabe, aus diesen Situationen das Beste heraus zu holen. Wenn deine alten Freundinnen nichts mehr mit dir zu tun haben (wollen), suchst du dir neue, bessere Menschen zum kennen lernen. Es gib so viele freundliche Menschen auf der Welt, dass man nie wissen kann, wen man so alles noch antreffen wird.

Deine Versuche, dich mit anderen anzufreunden, könnten eventuell ein wenig erzwungen auf andere wirken. Ich meine das nicht böse und will auch nicht sagen, dass du etwas falsch machst. Du machst alles richtig. Es kann einfach nur sein, dass andere unterbewusst merken, dass du keine Freunde hast. Leider liegt es in der Natur des Menschen. Wir Menschen bevorzugen oft die Menschen, die einen großen Freundeskreis haben, die viel mit anderen Menschen interagieren. Es ist teilweise ein bisschen unfair, hat man einmal alle Freunde verloren, ist die Wahrscheinlichkeit, weitere zu finden, geringer. Aber so ist es nun mal leider.

Auch bei mir ist es so, dass die meisten nichts mit mir zu tun haben wollen, was nicht unbedingt schulisch nötig ist. Teilweise ist es aber auch so, dass ich mit anderen Personen aus meiner Klasse nichts zu tun haben möchte, da sie sich... Ohne hochnäsig klingen zu wollen... Nicht gerade ihres Alters entsprechend benehmen. 

Bitte zweifle aber nicht daran, ob dich jemand will. Das ist der erste Schritt zu Depressionen (wenn du nicht bereits welche besitzt) und pessimistische Sichtweisen bringen einem im Leben nicht wirklich voran. Das mag dir nun komisch vorkommen, weil es von jemand total Fremdes kommt, aber ich will dich haben. Ich will jeden Menschen haben, jeder Mensch sollte Leben und ein schönes Leben führen können, auch die Menschen, die ich nicht leiden kann. Und selbst wenn, irgendwo ist man durch eine, ja, man kann sagen "gemeinsame Vergangenheit" miteinander verbunden, so komisch das auch klingen mag. Vielleicht interessiert sich momentan keiner in deinem Leben für dich, aber vertrau mir, wenn ich dir sage, dass die Zeit kommen wird.

Dass die Schule die reinste Qual ist, kann ich dir glauben. Bis ich vor zwei Jahren von der Realschule auf ein berufliches Gymnasium gewechselt bin, ging es mir genau so. Hinzu kam auch, dass ich nicht gerade der beliebteste bin und schon immer eher der emotionalere Junge war, was nicht unbedingt hilfreich dabei war, in Ruhe gelassen zu werden. Doch seit ich auf dem Berufskolleg bin und mein Abitur gekoppelt mit einer staatlich zertifizierten Berufsausbildung zum informationstechnischen Assistenten mache, erfreue ich mich wieder an der Schule. Weil ich freundliche Mitschüler habe und endlich etwas in dem Bereich mache, der mich interessiert, namentlich, Technik. Ich würde dir empfehlen, einen ähnlichen Schritt zu gehen.

Vielleicht gibt es an deiner Schule AGs in den Bereichen, die dich interessieren oder in denen du später einmal einen Beruf ausüben willst. Ansonsten gehe doch mal zu Freizeitveranstaltungen in den Bereichen, die dich interessieren, trete in einen Sportverein ein oder diskutiere in Foren. Dabei lernt man auch unglaublich viele, freundliche Menschen kennen.

Solltest du dich weiter mit mir austauschen wollen, bin ich gerne bereit, weiterhin mit dir zu schreiben, wenn du möchtest, auch privat. Sollte dich etwas interessieren, kannst du natürlich einfach nachfragen. Nur ein Rat noch von meiner Seite: Kopf hoch, das Leben kann wirklich schön sein, es kommt nur darauf an, was man aus seinem Leben macht!

Gruß

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Kommentar von deepdowndrown
29.11.2016, 23:10

Danke erstmal für die tolle Antwort!

Das Problem bei meinem Wohnort ist, dass hier nur kleine Dörfer sind. Die nächste Großstadt ist mit Zug 1 Stunde entfernt.

Da die meisten also in kleinen Käffern wohnen, kennen sich auch schon alle seit Ewigkeiten, meist aus dem Kindergarten. Nur bei mir ist das nicht so, denn ich bin erst 2013 hier hingezogen. Ich war von Sommer 2013 bis Herbst 2015 in einem Sportverein, und ich durfte die Leute hier kennenlernen. Und während ich in meinem alten Wohnort nie Probleme mit Freunde finden hatte, ist hier alles sehr viel schwieriger.

Die Leute hier sind verlogen und Lästertanten. Es gibt wenige Ausnahmen von wirklich Herzensguten Menschen hier. Die, die an sich echt nett sind, sind leider ziemlich Assi (Drogen, schwänzen, drogenkonsum in der Schule, ... - Meine Mam ist Polizistin) und gehn auf die Real o. Hauptschule .

Aber die Leute im Gymnasium, die von hier kommen, die kannst du echt knicken. Ehrlichkeit zählt hier nichts mehr, Freundschaft bedeutet hier fast nichts mehr.

Aber egal.

Da, wie ich schon gesagt habe, hier nur Käffer sind, ist unsere Schule auch recht mickrig. Unser Informatikunterricht z.B. besteht aus 8 Leuten, von denen regelmäßig 4 da sind. Der Kurs beinhaltet 4 Leute aus der 12. Klasse und 4 aus der 11. :D

Im Unterricht "programmieren" wir java mit den unnötigsten Programmen der Welt, und unser Lehrer, diktiert uns was wir aufschreiben sollen, wenn er überhaupt mal die Antwort weiß.

AG's werden nur für 5.-9. Klässler angeboten.

Gemeinsame Interessen mit anderen Mädchen finde ich kaum. Alle reden von ihrem Traum Journalismus zu studieren, o. Medizin

Und ich? Ich interessiere mich für GameArt, 2D&3D Animation und Games an sich.

Deswegen mag ich die "Assis" sehr gerne, die interessieren sich für fast alles, hören gerne zu und lassen sich leicht begeistern.

LG 

(Ich würde mich freuen mit dir zu schreiben)

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Ich kann da mit dir mitfühlen, das ist schlimm für dich. Es gab auch mal eine Zeit, wo das so bei mir war (als ich in die USA gezogen bin). Meine Eltern hatten extremst viel zu tun und hatten kaum noch Zeit für mich. 

Ich war dann auch immer allein, ihn jemanden zu haben. Ich habe mir einfach folgendes gemacht. Es ist zwar nicht schön, aber es hat mir Symphatiepunkte gebracht. 

Ich habe einen "gestalked", naja, halt beobachtet und gewartet, bis er was verliert oder so. Es war natürlich ein Cliquen-Anführer. 

Der hat dann mal sein Handy verloren, was ich dann so "zufällig" gefunden habe. Am nächsten Tag habe ich es mit in die Schule genommen, gesagt, ich hätte es geknackt und so herausgefunden, wem es gehört. 

Ich habe es dem Cliquen-Anführer zurückgegeben, der mich dann in seine Clique aufgenommen hat (waren natürlich auch Mädels dabei).

Seitdem bin ich nicht mehr "die andere Deutsche", sondern einfach ein Mitglied. 

Ich kann dir nur raten, etwas ähnliches zu tun, denn anders kommst du da nicht raus. Mehr helfen kann ich dir auch nicht, nur sagen, dass du an dich glauben sollst, aber nicht arrogant werden. Sei am Besten immer nett, fröhlich und freundlich um jedem, das klappt schon. 

Viel Glück, Deepdowndrown, du schaffst das! Aber hör mit dem Rauchen auf. 

Deine Melly 🇺🇸

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Kommentar von MellyMausMaus
29.11.2016, 17:51

Du schaffst das, Kopf hoch!

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versuch doch einfach mal mit den beiden mädchen aus deiner alten Clique zu reden von denen du gesagt hast das sie richtig dicke wären.

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Kommentar von deepdowndrown
29.11.2016, 17:50

Die eine mag mich doch nicht. Und die kleben zusammen. Die, die mich nicht mag ist so n lästertusse, die mit jeden über jeden lästert.

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Du machst bestimmt nichts falsch. Das ist eine miese Phase. Das geht vorbei, glaube mir. Irgendwann, wenn du gar nicht damit rechnest, lernst du plötzlich jemand kennen, und auf einmal ist alles wieder gut.

Kopf hoch  :-) 

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