Frage von Katari543, 139

Ich schäme mich für mich, was tun?

Ich schäme mich für alles, ich schäme mich dafür das ich so bin wie ich bin, eifnach für alles, warum schäme ich mich für alles? Ich fühle mich auch irgendwie schuldig, ich weiss nicht für was aber ich fühle mich falsch und schuldig einfach extrem schuldig.. Warum fühle ich mich so schuldig?? Ich glaube es ist weil ich mich für meine Persönlichkeit schäme?

Antwort
von TRichter1956, 136

Hallo Katari, das klingt ziemlich heftig, was Du von Dir erzählst. Du schämst Dich dafür wie Du bist und Du möchtest kein Mensch sein. Ok, das habe ich verstanden. Und dass Du mit diesen Gefühlen nicht mehr weiterleben möchtest, auch. Jetzt zu Deinen Fragen: Warum ist das so? Und: Was tun? Ich denke mal, Du stimmst mir zu, dass Du als Baby, das gerade auf die Welt gekommen ist, noch nicht so gedacht hast wie jetzt, ok? Wenn das stimmt, dann hast Du das, was Du jetzt denkst, also "unterwegs" gelernt. Das heißt, es gibt Menschen in Deiner nächsten Umgebung (Eltern?), die Dir vermittelt haben, dass Du nichts wert bist so wie Du bist. Wenn Du das herausfindest, dann bist Du schon einen großen Schritt weiter, denn dann brauchst Du das nicht mehr glauben, was Dir da gesagt wird. Und dann bist Du noch einen großen Schritt weiter als jetzt, wo Du das alles glaubst, sozusagen "verinnerlicht" hast. Aber: So wie Du jetzt klingst, wird das alles nicht leicht, das ganz alleine zu machen. Was mir da ein wenig Hoffnung gibt für Dich ist die Tatsache, dass Du Dich hier an das Forum gewandt hast. Das heißt, Du hast noch nicht alle Hoffnung aufgegeben, das Du das ändern kannst. Schau mal, ob Du mit diesen Gedanken etwas anfangen kannst ...

Kommentar von Katari543 ,

Nein.

Antwort
von harleyman, 139

Du musst lernen dich so zu akzeptieren wie du bist, was du machst, und was du kannst. Arbeite an deinem Selbstvertrauen! Wenn alle Menschen so wenig selbstvertrauen hätten wie du, dann müssten sich aber viel Menschen für sich schämen. Genieße dein Leben, werde dir und deiner Stärken und Schwächen bewusst, und denke einfach positiv! Alles Gute!

Antwort
von lisalein55, 89

Ich hatte als ich Jünger war genau das gleiche. Ich war damals glaube ich so 13 (bin jetzt 18) & hatte auch immer das gefühl egal was ich sage mich dafür zu schämen, mich dafür zu schämen das ich ich bin und genau das was du alles oben schreibst. ABER ich muss dir sagen ich bin heute ganz anders. Einfach aus dem Grund weil ich früher einfach schüchtern war, ich hatte angst wie ich bei anderen rüber komme und wollte das jeder mich mag. Aber nicht jeder muss dich mögen und wenn nicht dann kann es dir egal sein & irgendwann wirst du selbstbewusster und du kannst über sowas hinwegsehen und vergisst sowas wie für dich selbst schämen. Irgendwann kommst du über die phase hinweg. denk nicht immer dadran was andere denken oder wie du rüber kommst, denn an deiner person kannst du nichts ändern! und was du tust das tust du halt da gibts nichts zum schämen.

Kommentar von Katari543 ,

Du verstehst es falsch, ich hasse mich aus bestimmten gründen.

Antwort
von Eselspur, 81

Ich kenne so eine existentielle Scham und halte sie für einen wichtigen Schritt, aufzuhören daherkommen und endlich ernsthaft zu werden.

Das ist allerdings anstrengend!

Du bist einzigartig.

Antwort
von Nanni4180, 82

Du brauchst dich nicht für dich selbst zu schämen. Weißt du, ich bin in meiner Schulzeit gemobbt worden, weil ich schüchtern und unbeholfen war. Bedeutet das, dass ich weniger wert war als die anderen? Nein. Es bedeutet, dass ich einfach auf einer anderen Entwicklungsebene war, wofür mich meine Schulkameraden  verurteilt haben. Und genauso, wie meine Schulkameraden damals mich verurteilt haben, verurteilst du jetzt dich. Perfektion ist eine Illusion, denn das Leben ist ein Zyklus, der aus angenehmen und unangenehmen Erfahrungen besteht. Wir Menschen sind es gewohnt, die Dinge in richtig und falsch zu unterteilen - dabei vergessen wir, dass wir selbst es waren, die richtig und falsch erfunden haben. Für die Natur  gibt es kein richtig und falsch - nur einen Zyklus, der auf seine Art und Weise vollkommen ist. Du bist ein Teil von diesem Zyklus. Du bist es wert, beachtet zu werden und das zu tun, was dir Freude macht. Einfach weil du ein Mensch bist. Einfach weil du lebst und Gefühle hast. Du bist niemandem zu etwas verpflichtet - auch nicht deiner Familie. Wenn du ihre Erwartungen nicht erfüllst, ist das nicht dein Problem, denn niemand hat das Recht dir zu sagen, was du tun sollst. Du bist selbst verantwortlich für dein Leben und bestimmst selber, wohin dich dein Weg führen soll.
Diesbezüglich kann ich dir die Bücher von Louise L. Hay sehr empfehlen, die sich damit beschäftigt, welche Auswirkungen negative Überzeugungen über uns selbst auf unser Leben und insbesondere unsere Gesundheit  haben können. An mir selbst habe ich gesehen, dass viele dieser Überzeugungen aus der Kindheit kommen, wo einem die Familie ihr Verständnis von richtig und falsch zu vermitteln versucht. Natürlich tun sie das in bester Absicht - sie wollen einen vor den unangenehmen Erfahrungen schützen, die sie selbst gemacht haben. Aber wir alle müssen unsere Erfahrungen selbst machen - ein Kind, das auf die Herdplatte greift, ist nicht dumm, es ist nur neugierig, weil es noch nie die Erfahrung gemacht hat, wie sich "zu heiß" eigentlich anfühlt. Und eins ist sicher: nach diesem Erlebnis - manche nennen es "Fehler" - wird es zukünftig mehr aufpassen, da es nun weiß, dass "zu heiß" wehtut. Also war es eigentlich doch gar nicht so schlecht, dass es einen "Fehler" gemacht hat, oder?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community