Hilfe! Mein Kind ist zu hilfsbereit!?

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4 Antworten

Manche Kinder haben halt auch eine Art Helfersyndrom und sie geniessen im Gegenzug auch das Gefuehl, von dem anderen gebraucht zu werden. Und im Prinzip ist es ja auch eine gute Eigenschaft, vermitteln zu wollen und sich schwaecheren zu widmen. Das darf man auch nicht vergessen.

Dass sie emotional von dem anderen Kind erpresst wird, ist eine Sache, die sie leider selbst in den Griff kriegen muss. Es ist sicher nicht leicht fuer dein Kind, die Traenen und Enttaeuschung des anderen Kindes auszuhalten, wenn sie sich mit anderen abgibt. Ist in dem Alter aber nichts ungewoehnliches, dass es solche Verhaltensweisen gibt (wenn du heute nicht mit mir spielst, dann spiele ich nie wieder mit dir).

Im Kindergarten greifen Erzieherinnen da noch teilweise ein, aber mit gehobenerem Alter muss man selbst damit umgehen lernen.

Du kannst deine Tochter dafuer loben, dass sie so fuersorglich ist, du kannst ihr auch sagen. Dass sie aber das Recht hat, auch mit anderen zu spielen und Kontakt zu halten, wenn sie das moechte, auch wenn dann ein anderes Kind deswegen traurig ist.

Weiterhin kannst du ihr Selbstvertrauen staerken, vielleicht kann sie in einen Sportverein gehen oder sonst einem Hobby nachgehen, wo sie andere Kinder trifft und mit ihnen Kontakt hat. Rede mit ihr ueber ihre Klassenkameraden, frag, ob sie welche besonders mag und warum und annimiere sie dazu, ob sie nicht mal ein oder zwei Kinder mittags oder am WE zu sich einladen will. Oder auf dem Spielplatz treffen. Will sie das andere Kind einladen, dann sage halt, mit ihr spielt sie ja schon eh in der Schule viel.

Du solltest dich ansonsten aber nicht zu aktiv einmischen. Sie muss selbst ein Gleichgewicht finden zwischen Hilfsbereitschaft und anderen Interessen. Das wird mit der Zeit auch sicher klappen. Zwingst du sie quasi dazu, ihre Freundin im Stich zu lassen, wird sie sich dafuer schlecht fuehlen und du haettest das Gegenteil erreicht von dem, was du moechtest.

Ich habe selbst im Erwachsenenalter eine Freundin, die es nicht so gerne sieht, wenn jemand was anderes vorhat, wenn sie einen Vorschlag macht. Oft versucht man dann die andere Aktivitaet mit anderen, wo man sie nicht dabei haben will, zumindest zu verschweigen und nicht zu erwaehnen. Obwohl es ja das gute Recht eines jeden ist, mal lieber was anderes mit anderen machen zu wollen. Selbst im Erwachsenenleben ist es nicht so leicht, den Frust einer Freundin darueber zu ertragen, weil man einfach nicht gern Leute vor den Kopf stoesst.

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Naja so dramatisch ist das doch garnicht.

Ich hatte in meiner klasse durchgehend einen leicht motorisch behinderten jungen. Dieser wurde von der klasse und von der schule ob niedrigere klasse oder höher gemobbt.

Ich habe mich auch oft für ihn eingesetzt und mit ihm was unternommen weil ich es einfach falsch fand wie andere ihn behandelt haben. Wüsste aber nicht das ich dadurch mein leben nicht leben konnte oder irgendwas wichtiges verpasst habe im gegenteil.

Ich habe jemandem geholfen der hilfe brauchte. Heutzutage finde ich ist das eine wichtige lektion da die meisten menschen nur stumpf wegschauen und ihr eigenes ding machen.

Wäre meine tochter so wäre ich stolz und nichts anderes!

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Kommentar von jasmine3719
18.11.2015, 09:38

Ich hab mir da auch nie groß Gedanken zu gemacht.Bis die Lehrerin es vorhin ansprach. Dachte halt immer sie hat einfach eine soziale Ader. 

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Ich würde meinem Kind sagen das es toll es das sie sich um das andere Mädchen kümmert und mit ihr spielt. Aber ihr auch gleichzeitig sagen das sie nicht gezwungen ist es zu tun und sie durchaus auch mit anderen Kindern spielen kann wenn sie es möchte. Und vor allem das wenn das andere Mädchen sie Haut sie nicht mit ihr spielen muss.Den echte Freunde hauen sich nicht gegenseitig. Und vor allem könntest du deiner Tochter sagen. Auch deine Bedürfnisse sind wichtig. Manchmal muss du das machen worauf du Lust hast und nicht immer nur das was jemand anderes machen. Ob sie das nun tut oder nicht ist ne andere Sache.Aber ich denke als Eltern ist es in so einem Fall immer schwer einzugreifen da man sowieso nie dabei ist. Ich erkläre meinem Kind immer wie es reagieren kann aber entscheiden muss er selber. Viel Glück 🍀 😊

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Loslassen. Das Kind muß selbst die Erfahrung machen, und evtl. aus etwas schmerzhaften Fehlern lernen. Wenn es ihr zu bunt wird, wird sie sich irgendwann zur Wehr setzen.

Wichtig ist, daß man mit ihr gesprochen hat, und das hast du. Alles andere regelt die Kleine schon selbst.

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