Frage von TechnikBasti543, 39

Hilfe für ein Schul Projekt!Graetzschaltung / Gleichrichter Schaltung?

Hallo ! ja und ich weiß das ist hier kein Schüler Forum, dennoch hoffe ich ihr könnt mir Helfen, mein Abschlussthema in Technik ist die Graetzschaltung, ich habe schon die letzen 2 Tage damit verbracht mich schlau zumachen, leider vergeblich, kann mir jm. diese Schaltung LEICHT erklären ? / oder wieso braucht man diese Schaltung, und was ist ein Gleichrichter ?

PS: bitte keine Links, ich habe schon fast alle Internetseiten mir angeschaut und ich verstehe es immer noch nicht.

Mit freundlichen Grüßen Sebastian

Antwort
von Herb3472, 39

Ein Gleichrichter ist ein elektronisches Bauteil, welches Wechselspannungen und - ströme in Gleichspannungen und -ströme umwandelt. Das heißt, die Wechselspannung bzw. der Wechselstrom, der in periodischen Abständen (beim "normalen" Wechselstrom 50 mal in der Sekunde) ständig die Richtung wechselt, wird durch den Gleichrichter so gepolt, dass er nur mehr in einer Richtung fließt.

Früher - bis vor einigen Jahrzehnten - wurden als Gleichrichter Selenzellen und Elektronenröhren ("Diodenröhren") verwendet. Seit der Erfindung von brauchbaren Halbleitern (ca. Mitte des 20.Jahruhunderts) werden Halbleiterdioden aus Silizium dafür eingesetzt. Das sind elektronische Bauteile, welche den Strom nur in einer Richtung passieren lassen.

Mit nur einer Diode erreicht man zwar eine Gleichrichtung, indem nur eine Halbwelle der Wechselspannung durchgelassen wrid - nämlich die, für welche die Diode in Durchlassrichtung gepolt ist. Der Nachteil dabei: die entgegengesetzt gepolte Halbwelle wird abgeschnitten und nicht genutzt, es entsteht ein immer wieder von Pausen durchbrochener, "pulsierender" Gleichstrom.

Dem kann man Abhilfe schaffen, indem man einen Brückengleichrichter (oder auch Graetz-Gleichrichter genannt) einsetzt. Dieser Gleichrichter ist mit 4 Dioden aufgebaut, wobei für jede Halbwelle der Wechselspannung 2 Dioden in Durchlassrichtung und zwei in Sperrichtung liegen. Das bewirkt, dass abwechselnd - je nach Polarität der Wechselspannung - immer ein Diodenpaar für die jeweils anliegende Wechselspannung durchlässig ist. Die ursprünglich gegensätzlich gepolten Halbwellen werden in eine Richtung "umgeklappt", sodass am Pluspol des Brückengleichrichters nur die positive Spannung, am Minuspol nur die negative Spannung anliegt.

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