Frage von thereishope222, 282

Hallo meine Freundin glaubt an Gott?

Hallo meine Freundin glaubt an Gott, daher kann ich sie nicht mehr ernst nehmen was soll ich machen?

Antwort
von Anthropos, 23

Also ehrlich gesagt kann ich dich nicht ernst nehmen. Jemanden, der andere aufgrund der Tatsache, dass sie eine anders denken, als man selbst, nicht ernst nehmen, kann man eigentlich nicht ernst nehmen. Wenn jemand eine andere Partei wählt, als du, kannst du ihn dann nicht mehr ernst nehmen?

Und warum kannst du sie nicht mehr ernst nehmen? Weil ein gläubiger Mensch nicht intelligent ist? Kannst du Newton, Pascal, Mendel, etc. nicht ernst nehmen?

Antwort
von AaronMose3, 121

daher kann ich sie nicht mehr ernst nehmen

Ach.. Schon irgendwie witzig und beruhigend zugleich. Endlich entwickelt sich die Menschheit in eine anstrebenswerte Richtung. 

Aber zurück zum Thema. Du solltest Sie so akzeptieren wie sie ist, wenn es dich so sehr stört das die Gläubige ist und es ein wirkliches Problem darstellt, dann musst du mit ihr darüber sprechen und im schlimmsten Fall das eben beenden. 

Ich glaube kaum, das es auf Dauer "aushaltbar" ist, mit jemandem zusammen zu sein, wenn der an etwas festhält, was für einem selber nur Märchen sind. Und für den anderen, das der Partner einen nicht ernst nimmt. 

Außerdem riecht das förmlich nur so nach bevorstehenden Konflikten.

Kommentar von ilinalta ,

Wobei es auch darauf ankommt, wie sehr sie auf ihren Glauben "spinnt". Mein Mann glaubt an einen Gott, ich bin Atheistin und das ist für uns beide jein Problem. Er lässt mich damit in Ruhe.

Antwort
von Shiranam, 146

Trenne Dich von ihr. 

Wenn man einander nicht so akzeptiert, wie er/ sie ist, kann man keine gute Beziehung führen.

Zu einer guten Beziehung gehört, die Ansichten des anderen zu tolerieren. Ebenso gehört dazu, einander ernst zu nehmen. Beides ist von deiner Seite her nicht gegeben.

Antwort
von Philipp59, 32

Hallo thereishope222,

denkst Du allen Ernstes, dass man Menschen, die an Gott glauben, "nicht ernst nehmen" kann? Oder denkst Du, Gottes Existenz sei durch die Wissenschaft längst widerlegt worden? Sollte das der Fall sein, bist Du leider im Irrtum! An Gott zu glauben oder es auch nicht zu tun, ist auch weiterhin eine weltanschauliche Frage. Niemand hat also das Recht, jemanden, der an Gott glaubt, als einfältig oder dumm anzusehen.

Beachte bitte auch, dass die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse einem Glauben an Gott nicht unbedingt abträglich sind. Wie sonst ist es zu erklären, dass etliche Wissenschaftler erst aufgrund ihres Forschens auf einem speziellen Gebiet der Naturwissenschaft zu der Überzeugung gelangen, dass es einen Schöpfer gibt.

Ein Beispiel dafür ist Dr.  Irène Hof Laurenceau, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie. In ihrer Jugendzeit zweifelte sie zwar an Gott und glaubte, das Leben sei durch evolutive Prozesse ins Dasein gekommen. Doch im Laufe der Jahre überdachte sie ihre Einstellung und besonders aufgrund ihrer medizinischen Erkenntnisse kam sie schließlich zu dem Schluss, dass der menschliche Körper durch einen Schöpfer ins Dasein gekommen sein muss. Das war in der Zeit, als sie sich besonders mit der Kniechirurgie beschäftigt hat. Sie sagt:

"Den komplizierten Kniemechanismus hat man erst ab Ende der 1960er-Jahre besser verstanden. Man hat erkannt, dass sich das Knie nicht nur wie ein Scharnier um eine Achse dreht, sondern es laufen auch Roll- und Gleitbewegungen ab  — eine geniale Kombination, durch die wir mehr Bewegungsmöglichkeiten haben: Wir können gehen, tanzen, skaten und viele andere Dinge tun.

Seit über 40  Jahren versucht man nun schon, künstliche Kniegelenke herzustellen. Doch das menschliche Knie ist derart komplex, dass es sich nicht so leicht kopieren lässt. Außerdem sind künstliche Gelenke vergleichsweise schnell verschlissen. Trotz verbesserter Materialien ist man heute froh, wenn sie 20  Jahre halten. Unser Knie besteht natürlich aus lebenden Zellen, die ständig erneuert werden. Für mich ist das Knie ein Beweis für Gottes Weisheit und nicht für ungerichtete evolutionäre Prozesse" (Erwachet, August 2013).

Ein anderes Beispiel ist das von Dr.  Céline Granolleras, Fachärztin für Nierenheilkunde in Frankreich. Lange Zeit war sie überzeugte Atheistin. Auf die Frage, ob es ihr als Ärztin schwerfiel, an einen Schöpfer zu glauben, sagte sie:

"Nein. Ich habe immer bewundert, wie genial unser Körper funktioniert. Zum Beispiel wie die Nieren die Menge der roten Blutkörperchen steuern. Da kann man nur staunen. Die roten Blutkörperchen transportieren ja Sauerstoff. Wenn man viel Blut verliert oder sich in große Höhe begibt, entsteht ein Sauerstoffmangel im Blut. Die Nieren stellen das durch spezielle Sensoren fest und kurbeln die EPO-Produktion an. Der EPO-Spiegel kann so bis zu tausendfach erhöht werden. Das EPO wiederum regt die Produktion von roten Blutkörperchen im Knochenmark an, die den Körper dann mit mehr Sauerstoff versorgen. Das ist einfach fantastisch! Seltsamerweise habe ich das alles zehn Jahre lang erforscht, bis mir aufging, dass hinter so einem ausgeklügelten System nur Gott stehen kann" (Erwachet, September 2013).

Das sind nur zwei Beispiele von Wissenschaftlern, die fest von der Existenz Gottes überzeugt sind und zwar nicht aufgrund einer religiösen Erziehung, sondern wohlgemerkt aufgrund ihrer wissenschaftlichen Forschungen!

Folgende Liste ist nur eine kleine Auswahl an Wissenschaftlern, die wie die beiden genannten Beispiele, von einem Schöpfer überzeugt sind bzw. es waren, da sie inzwischen verstorben sind:

Alberts, Louw (Physiker)
Artist, Russell Charles (Biologe)
Barton, D. H. R. (Professor für Chemie)
Baumgardner, John R. (Geophysiker)
Behe, Michael J. (Biochemiker)
Block, David (Astronom)
Boyle, Robert (Chemiker)
Chiozzi, Paola (Biochemikerin)
Collins, Francis (Molekularbiologe)
Compton, Arthur H. (Nobelpreisträger)
Davies, Paul (Physiker)
Dembski, William A. (Mathematiker)
Dirac, P. (Mathematiker)
Dumoulin, Frédéric (Pharmazeut)
Dyson, Freeman (Physiker)
Einstein, Albert (Physiker)
Faraday, Michael (Physiker)
Flew, Antony (Philosoph)
Galileo Galilei (Mathematiker, Physiker)
Giertych, Maciej (Genetiker)
Gish, Duane T. (Biochemiker)
Granolleras, Céline (Nierenspezialistin)
He, Wenlong (Physiker)
Hernández Lemus, Enrique (Physiker)
Hooker, Dr. Worthington
Hoyle, Fred (Astrophysiker)
Hutton, Dr. James H. (ehemaliger Präsident der Medical Societies)
Jastrow, Robert (Astronom)
Jeans, Sir James (Mathematiker, Physiker, Astronom)
Kelvin, Lord (Physiker)
Kincheloe, Paula (Biologin)
Klopsteg, Dr. Paul E. (ehemaliger Präsident der Science Association)
Knobloch, Irving (Naturwissenschaftler)
Kotlar, Hans Kristian (Biotechnologe)
Kreider, Marlin (Physiologe)
Krogdahl, Wasley (Astronom, Physiker)
Lennox, John (Mathematikprofessor)
Lipson, H. S. (Mitglied der Königlichen Akademie der Naturwissenschaften)
Loos, Davey (Biochemiker)
Newton, Sir Isaac (Physiker)
O’Keefe, Dr. John A.
Pasteur, Louis (Biochemiker)
Phillips, William D. (Physiker)
Polkinghorne, John (Physiker)
Professor für Ingenieurwissenschaften
Professor für Physik und Chemie
Rubbia, Carlo (Physiker)
Sandage, Allan (Astronom)
Schaefer, Henry (Professor für Chemie)
Schenck, Brett (Ökologe)
Schroeder, Dr. Gerald (Kernphysiker)
Tanaka, Kenneth (Astrogeologe)
von Braun, Wernher (Physiker)
Vyskočil, František (Professor für Neurophysiologie)
Wallace, Alfred Russel (Naturforscher)
Weinberg, Steven (Physiker)
White, Robert (Hirnchirurg)
Yang, Feng-Ling (Mikrobiologin)

Willst Du all diese Wissenschaftler, die z.T. Großes geleistet haben, als unvernünftig ansehen, als Personen, die man nicht wirklich ernst nehmen kann? Wenn Du selbst nicht an Gott glaubst, so ist das Dein gutes Recht. Wäre es dann aber nicht ein Zeichen von Toleranz, wenn Du das auch umgekehrt Deiner Freundin zugestehen würdet?

LG Philipp

Kommentar von Sturmwolke ,

Danke und DH!

Antwort
von yoonmin, 139

Du kannst sie nicht mehr ernst nehmen, weil sie eine Religion ausübt? Wie wärs, wenn Du deine Freundin glauben lässt, woran sie glauben möchte? Solange sie Dir ihren Glauben nicht aufzwingt, sehe ich da um ehrlich zu kein Problem. 

Wenns Dich tatsächlich so sehr stört, dann lerne einfach drüber hinwegzusehen. Und auf Kommentar wie "Mach Schluss" solltest Du schon gar nicht achten, falls Du tatsächlich an Deiner Freundin und eurer gemeinsamen Beziehung hängst. 

Kommentar von WeicheBirne ,

Wie wärs, wenn Du deine Freundin glauben lässt, woran sie glauben möchte?

Er läßt sie ja glauben woran sie möchte. Er überlegt nur ob sie das in Zukunft vielleicht lieber alleine tun sollte. Das ist sein gutes Recht.

Wenns Dich tatsächlich so sehr stört, dann lerne einfach drüber hinwegzusehen.

Es gibt aber Dinge, über die man nicht hinwegsehen kann. Jeder liebt seinen Partner/seine Partnerin für bestimmte Dinge. Wenn seine Partnerin ihm diese nicht geben kann wird es schwierig.

Expertenantwort
von JZG22061954, Community-Experte für Freundschaft, 29

Im Prinzip gibt es für dich nicht so wahnsinnig viele Alternativen und ergo entweder Du akzeptierst den Glauben von deiner Freundin oder Du kannst das eben nicht tun und dann darfst Du auch gerne das Weite suchen. Solltest Du dich aber vielleicht doch mal mit der Bibel zumindest teilweise beschäftigen, dann käme dir vielleicht auch die Erleuchtung, das wenn die Menschen sich auch an diverse Vorgaben der Bibel, wie zum Beispiel die 10 Gebote halten würden, dann wäre die Welt um einiges besser und lebenswerter. Nebenbei gesagt, es gibt sogar auch noch Menschen die glauben auch noch der hiesigen Regierung, das sie die Interessen des Volkes vertritt und das ist mindestens ebenso wenig ernst zu nehmen.



Antwort
von Elizabeth2, 92

wenn dir das Sorgen macht, dann mache Schluss. Schade aber, dass du so intolerant bist. Du erwartest ja auch, dass man dich ernst nimmt, obwohl du (vermutlich?) an nichts glaubst. Die Toleranz solltest du haben, denn das Gott oder eine sonstige höhere Institution - wie auch immer die heißt - nicht existiert, konnte bisher auch keiner beweisen. Soll ich dich nun auch nicht Ernst nehmen?

Antwort
von Andrastor, 51

In einer Beziehung hat der Glaube nichts verloren. Wenn die Glaubensvorstellungen über die Beziehung und den Partner gestellt werden (das betrifft sie genauso wie dich!), dann ist man noch nicht reif für eine Beziehung.

Antwort
von peace1287, 51

Was bist den du für einer!?

Jeder hat das Recht an das zu glauben was er will! Und jeder besitzt das Recht seinen Glauben auszuüben! 

Trenn dich von Ihr! Für deine Freundin ist es sicher am Besten wenn sie einen intoleranten Partner wie dich, los ist!

Kommentar von Meatwad ,

Jeder hat das Recht an das zu glauben was er will! Und jeder besitzt das Recht seinen Glauben auszuüben!

Es spricht auch niemand davon, ihr dieses Recht zu nehmen.

Für deine Freundin ist es sicher am Besten wenn sie einen intoleranten Partner wie dich, los ist!

Was hat das Wort Intoleranz hier verloren? Nur weil man jemanden nicht ernst nehmen kann, heißt das nicht automatisch, daß man ihn nicht toleriert.

Folglich: Was bist DU denn eigentlich für einer?

Kommentar von peace1287 ,

Er spricht davon, dass er sie nicht ernst nimmt. Folglich scheint er ihr das Recht der Glaubensfreiheit abzuerkennen! Denn wenn er ihren Glauben nicht TOLERIERT und sie wegen eben diesem Glauben nicht ernst nimmt, dann intoleriert er einerseits ihren Glauben. Und zum andern drängt er sie durch die Diskreditierung und Herabwürdigung Ihres Glaubens, seine Sichtweisen anzunehmen.

Folglich ist er intolerant! 

Und folglich, was bist du für einer, dass du auch noch so einen Sinnlosen Kommentar hier hinterlässt. Obwohl du nicht mal weist, was Intoleranz ist!? 

Nur peinlich und zum Fremdschämen, wenn sich jemand ohne Wissen aufplustert!

Antwort
von MaraMiez, 80

Und? Tut sie dir damit irgendwie weh? Lass sie.

Wenn das für dich ein Grund ist, sie nicht mehr ernst zu nehmen, solltest du dich ihr zu liebe von ihr entfernen.

Kommentar von realistir ,

Warum gibt es bei Frauen oft dieses stereotypische "ihr zuliebe"?
Ist ein ihr zuliebe besser als ein sich selbst zuliebe?

Kommentar von MaraMiez ,

Wenn er sie nicht mehr ernst nehmen kann, nur weil sie an irgendwas glaubt, an das er nicht glaubt, dann ja...dann ihr zu Liebe. Umgekehrt, wenn sie ihn nicht mehr ernst nehmen würde, nur weil er nicht glaubt, dann sollte er das natürlich sich selbst zu Liebe tun. Keiner hats verdient, vom Partner nicht ernst genommen zu werden.

Da ist nix stereotypisches dran, wenn das auf die Situation bezogen ist.

Antwort
von felix136, 133

Lass sie doch. Jeder darf das selber entscheiden

Kommentar von JTKirk2000 ,

Exakt.

Antwort
von Yiiku, 114

Akzeptier sie so wie sie ist, ich binarisch Atheist und hab eine extrem religiöse Freundin, aber sie versucht mich nicht zu missionieren und ich versuche sie nicht zu überreden, dass es keinen Gott gibt und lache auch nicht über ihre Religion. Lass sie einfach machen, was sie will, du musst ja nicht danach leben.

Kommentar von Yiiku ,

Autokorrektur, meinte ich bin Atheist

Antwort
von Arizzokollos, 55

Ich glaube deine Freundin sollte mit dir Schluss machen.

Ich verstehe nicht, warum du sie nicht ernst nehmen kannst. Lass sie doch machen was sie will. Mein Gott...

Antwort
von JTKirk2000, 46

Hallo meine Freundin glaubt an Gott?

Und?

Hallo meine Freundin glaubt an Gott, daher kann ich sie nicht mehr ernst nehmen was soll ich machen

Das ist dann wohl Dein Problem, aber sicher nicht ihres.

Du hast kein Recht, in ihrer Meinung herum zu pfuschen, und sie ebenso wenig in Deine. Wenn sie Dir wichtig ist, solltest Du darüber nachdenken, worin Deine Prioritäten liegen denn es stört Dich ja schließlich, dass sie an Gott glaubt.

Kommentar von Meatwad ,

Mein lieber Tiberius, wo hat er denn etwas anderes gesagt, als daß es sein Problem ist? Es ist ganz offensichtlich seines. Und mit dem wendet er sich an uns. Das ist doch zunächst einmal nur ehrlich. Und es ist in der Frage auch überhaupt nicht die Rede davon, daß er in ihrer Meinung herumpfuschen will.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Ich sehe nicht, wo in seiner Frage oder Fragebeschreibung steht, dass er einsieht, dass es sein Problem ist. Ich sehe nur, dass da steht, was er machen soll. Das kann vieles bedeuten, aber keineswegs sicher, dass er einsieht, dass es sein Problem sei. 

Es kann genauso gut bedeuten, dass er etwas tun wollte, um ihre Ansichten umzustimmen, wozu er jedoch kein Recht hat.

Antwort
von Geisterstunde, 69

Es ist ihre Entscheidung und Du solltest diese akzeptieren.

Antwort
von pinsel58, 13

Warum kannst Du sie nicht mehr ernst nehmen? Könntest Du das bitte präzisieren?

Antwort
von suesstweet, 39

Beendet eure Freundschaft oder versuche sie zu verstehen.

Antwort
von Nadelwald75, 71

Hallo thereishoppe 222,

 dann ist sie nichts für dich. - Kündigen!

Antwort
von cerveza, 13

Schau in den Spiegel, danach kannst du dich selber nicht mehr ernst nehmen. 

Antwort
von thejuliaa, 18

Na und? Was gibts da für ein Problem

Antwort
von SoVain123, 106

Religion zu einem Tabu Thema machen und die Beziehung einfach weiterführen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Aber die Freundin nicht ernst nehmen? Das ist doch kein Verhalten seiner Freundin oder seinem Freund gegenüber.

Antwort
von sweetSquirrel, 16

Trenn dich. Das ist nicht aushaltbar. Ihr werdet deswegen noch viel Streit haben.

LG

Antwort
von WeicheBirne, 78

Stell ihr ein Ultimatum -Gott oder Du. 

Dabei solltest Du darauf achten, daß Du sehr sachlich bleibst und ihre religiösen Gefühle nicht beleidigst. Schildere ihr ganz ehrlich wie sehr es Dich belastet, daß sie glaubt, daß Du sie darum nicht ernst nehmen und nicht als vollwertige Partnerin sehen kannst.

Du solltest ihr aber auch sagen wie schön Du es ansonsten mit ihr findest, damit sie sich als Deine Freundin nicht völlig abgewertet fühlt. Sag ihr wie sehr Du sie vermissen würdest wenn sie sich nicht für Dich entscheidet. 

Sag ihr auch, daß Du mit ihr zusammen an dem Problem Religion arbeiten möchtest. Es ist sehr wichtig, daß Du hier das zusammen betonst. Damit zeigst Du ihr Dein Interesse an einer gemeinsamen Lösung. Dann ist es weniger eine Forderung von Dir an sie, sondern ein Weg für den Ihr Euch entscheiden könnt.

Sei also gesprächsbereit, laß Dich aber nicht von ihr mit Schlagworten wie Intoleranz überrumpeln oder mundtot machen. Gerade zu Anfang des Gesprächs könnte sie sehr aufgebracht sein. Weise sie ruhig darauf hin, daß auch Du Gefühle und Ansichten hast, die ebenfalls wichtig und wahr sind.

Komme auch hier immer wieder auf positive Punkte zurück. Sag ihr, daß Du dieses Gespräch führst, weil sie Dir wichtig ist. Sag ihr was sie Dir bedeutet. Du kannst sie auch in den Arm nehmen um das zu unterstreichen.


Wenn sie nicht auf Dein Ultimatum eingeht solltest Du mit ihr Schluß machen. Das ist ein ehrlicher Umgang mit Deinen und auch mit ihren Gefühlen.

Wenn sie auf Dein Ultimatum eingeht, wird sie sicher in nächster Zeit viel Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen. Ein Schritt aus der Religion ist nicht leicht. Sie wird Deine Liebe brauchen, um ihn zu schaffen.



Ich wünsche Dir, daß Du für Dich selbst einen guten Weg finden wirst, egal wie es mit Deiner Freundin weitergeht. Ich finde es gut, daß Du Dir selbst so offen eingestehen kannst, was Dir an Deiner Partnerin wichtig ist. Religion kann ich auch nicht Ernst nehmen.

Viel Glück

Kommentar von Pusteblume8146 ,

Ein “Ultimatum“ setzen? - finde ich eine total doofe Idee. 

Was hat er davon, wenn sie sagt, sie gibt die Religion ihm zuliebe auf? Er bestimmt dann über sie, über ihre Anschauungen. Da kann sie ihn ja gleich für alles um Erlaubnis bitten. Sie ist ihm doch nicht hörig! Es sind zwei verschiedene Menschen und entweder sie passen ungezwungen zusammen oder es passt halt nicht.

Kommentar von WeicheBirne ,

Sie ist ihm doch nicht hörig, weil er sie in einer Angelegenheit vor die Wahl stellt. Für alles um Erlaubnis bitten muß sie ihn definitiv nicht. Du übertreibst maßlos.

In einer Beziehung gibt es immer wieder Punkte, an denen einem Partner etwas extrem wichtig ist. Rauchen und Alkoholkonsum, Sauberkeit, gemeinsame Zeit, Karriere, Freundeskreis, Kinderwunsch, politische Einstellung und eben auch Religion können solche Knackpunkte sein.

In einer längeren Beziehung muß sich jedes Paar früher oder später auf vieles einigen. Dabei wird aber keiner gezwungen und Kompromisse sind ja auch oft möglich. Wenn Du jedoch glaubst, daß man einfach so zusammenpaßt, siehst Du das Leben durch eine extrem rosarote Brille.

So wie der FS seine Situation schildert, ist ein Kompromiß hier allerdings nicht möglich. Wenn er seine Freundin als Partnerin nicht Ernst nehmen kann, wird er sich auf keinen Kompromiß einlassen können. Darum habe ich ihm das Ultimatum vorgeschlagen.

Durch ein Ultimatum zwingt er sie aber zu nichts. Er sagt ihr: "Ich möchte gerne mit Dir zusammen sein, kann es aber nicht wenn Du Deine Religion nicht ablegst." Die Entscheidung liegt bei ihr. Sie kann ohne Zwang wählen.

Ein Zwang wäre es wenn er ihr sagte: "Du mußt Deine Religion ablegen, weil ich es so will." Erkennst Du den Unterschied? Warum behauptest Du also ein Ultimatum würde sie zu etwas zwingen?

Kommentar von Pusteblume8146 ,

Nun ja - sicherlich ist es ihre Wahl, sich für ihn oder die Religion zu entscheiden. Aber insgeheim weiß Jeder, dass sie ihn liebt. Sie wird daher nicht auf die Beziehung mit ihm verzichten können/ wollen, wobei sie indirekt gezwungen ist. Sie wird das Gefühl haben, ihn zu brauchen, daher ist sie indirekt auch gezwungen, die Religion aufzugeben.

Dabei wird aber keiner gezwungen und Kompromisse sind ja auch oft möglich. Wenn Du jedoch glaubst, daß man einfach so zusammenpaßt, siehst Du das Leben durch eine extrem rosarote Brille.

Kompromisse -> was ist daran ein Kompromiss, zu sagen "ich oder die Religion?". Genau das ist es, wenn man keinen Kompromiss eingeht. Es ist auch immer die Frage, inwiefern sich der Glaube im alltäglichen Leben auswirkt. Glaubt sie "nur" an Gott, oder bezieht sie alles mögliche auf die Religion? Ich habe eine Freundin, die sehr religiös ist, und hier sieht man dann wirklich Einschnitte in das alltägliche Leben. Wenn man die Religion aber nicht so sehr in seinen Fokus stellt, man aber daran glaubt, kann man normalerweise auch als nicht religiöser Partner gut damit leben.

Was mich hier auch am Fragesteller stört, ist das fehlende Entgegenkommen/ Interesse. Man muss die Religion nicht toll finden, aber man kann sich zumindest für die Motivationen des Partners interessieren, warum er gläubig ist. Anstatt das zu hinterfragen und mit Interesse heranzugehen, sagt er sofort, er kann sie deshalb nicht ernst nehmen. Man kann sich informieren, und dann kann man dazu stehen wie man will. Meiner Meinung nach ist man bei einem Partner, den man liebt zumindest ein Stück weit gewillt, seine Welt zu verstehen und auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen - zumindest das Bestreben dazu.

Und ja, ich bin Optimist. Aber nein, ich bin nicht der Ansicht, dass in einer Beziehung alles immer reibungslos verläuft. Aber da wäre ich wieder beim oberen Punkt. Man wird nie einen Partner finden, der immer genau der gleichen Meinung ist und die gleichen Ansichten vertritt, wie man selbst. Das soll ja auch gar nicht so sein. Jedoch bin ich bei einem Menschen, den ich liebe bereit, offen zu sein für ihn und seine Ansichten.

Wenn er seine Freundin als Partnerin nicht Ernst nehmen kann, wird er sich auf keinen Kompromiß einlassen können. Darum habe ich ihm das Ultimatum vorgeschlagen.

Die Frage ist aber auch, ob er sie wirklich nur aus diesem Grund nicht ernst nehmen kann. Für mich schwer zu glauben. Wenn sonst alles weitgehend passt, kann ich doch gar nicht zu so einer Aussage kommen. Für mich klingt das, als wäre die Partnerin eine "Ware", und wenn sie nicht mehr so ist, wie erwartet, wird sie nicht ernst genommen. Ich sehe einen Partner als ganzen Menschen, und für mich käme es nie in Frage, den Partner als Mensch wegen so etwas nicht mehr ernst zu nehmen. Wäre ich wirklich komplett ungläubig und mein Partner gläubig, würde ich fragen, was ihn dazu bewegt hat. Wie er den Glauben in seinem Alltag auslebt, usw. Das heißt NICHT, dass ich das selbst toll finden muss.

Ich finde es schön, wenn man sich in einer Beziehung auch über verschiedene Ansichten austauscht und so möglicherweise selbst zu neuen Ansichten kommt. Oder eben nicht - das liegt immer bei einem selbst.

Kommentar von WeicheBirne ,

Was mich hier auch am Fragesteller stört, ist das fehlende Entgegenkommen/ Interesse.

Wir wissen nicht wie viel Interesse der FS hat. Vielleicht hat er ja bereits oft mit seiner Freundin über Religion gesprochen und findet ihre Ansichten inzwischen einfach nur noch affig. Der FS teilt uns nur mit, daß er jetzt seine Freundin nicht mehr Ernst nehmen kann.


Die Frage ist aber auch, ob er sie wirklich nur aus diesem Grund nicht ernst nehmen kann. Für mich schwer zu glauben.

Wir wissen nicht wie stark religiös seine Freundin ist. Betet sie häufig im Alltag? Nimmt sie häufig an religiösen Zeremonien teil? Mischt sie sich vielleicht sogar mit religiösem Eifer in die Angelegenheiten des FS ein?

Wir wissen auch nicht welche Einstellung der FS zur Religion hat. Es gibt Menschen, die Religion für den größten Schwachsinn halten, den sich die Menschheit ausdenken konnte. Wenn der FS diese Einstellung hat, wird seine Freundin extrem negative Gefühle in ihm verursachen.


Für mich klingt das, als wäre die Partnerin eine "Ware", und wenn sie nicht mehr so ist, wie erwartet, wird sie nicht ernst genommen. Ich sehe einen Partner als ganzen Menschen, und für mich käme es nie in Frage, den Partner als Mensch wegen so etwas nicht mehr ernst zu nehmen.

Auch Du hast sicher bestimmte Grenzen. Was wäre zum Beispiel wenn Dein Partner eine extrem rassistische Einstellung hätte? Und bevor Du jetzt schreibst, daß Rassismus viel schlimmer als Religion ist: das kann für den FS ganz anders sein. (Lieber FS, wenn Du das liest, ich will Dir nichts unterstellen. Das ist bloß ein extremes Beispiel :o) )



Aber insgeheim weiß Jeder, dass sie ihn liebt. Sie wird daher nicht auf die Beziehung mit ihm verzichten können/ wollen, wobei sie indirekt gezwungen ist. Sie wird das Gefühl haben, ihn zu brauchen, daher ist sie indirekt auch gezwungen, die Religion aufzugeben.

Du tust so als wäre die Freundin ein Baby und keine selbstbestimmte, eigenverantwortliche und moderne Frau. Als eigenverantwortliche Frau hat sie das Recht und die Pflicht für sich selbst zu entscheiden. 

Dabei hat sie keinen Anspruch auf eine Sonderbehandlung, auch wenn eine Entscheidung extrem hart ist. Wenn sie den FS "braucht" und sich für ihn entscheidet, muß sie mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung leben. Das ist nur fair.

Ich könnte genau so gut so tun als wäre der FS nicht eigenverantwortlich. Ich könnte z.B. folgendes behaupten: Die Freundin zwingt den FS die Beziehung zu beenden, weil sie bei ihm mit ihrer Religion negative Gefühle erzeugt. Findest Du diese Behauptung etwa fair und vernünftig?

Jeder ist für seine eigenen Gefühle verantwortlich. Es ist nicht ok, daß Du den FS für die Gefühle seiner Freundin verantwortlich machst. Damit sprichst Du ihm das Recht ab sie vor die Wahl zu stellen. Sie kann jederzeit gehen wenn sie will. Wenn ihr Gefühl ihr aber sagt zu bleiben, liegt das in ihrer Verantwortung, nicht in seiner.

Ein Kind hat einen Anspruch auf eine besondere Berücksichtigung seiner Gefühle, eben weil es bevormundet wird und vieles nicht selbst entscheiden darf. Eine Frau darf alles selbst entscheiden, aber sie hat keinen Anspruch auf eine spezielle Berücksichtigung ihrer Gefühle.

Verstehst Du den Unterschied?

Antwort
von fricktorel, 11

Vielleicht kann sie dich auch nicht mehr "ernst" nehmen (Ps.53,1-2; 1.Kor.4,10) ?

Antwort
von Susii01, 23

Beweise DU ihr doch einfach das es keinen Gott gibt. Kannst du das nicht? Dann pack dich an deine eigene Nase.

Antwort
von therhcpfan, 7

bist du dumm sei doch mal tollerant oder trenn dich von ihr sowas intollerantes hat sie nicht verdient du lappen

Antwort
von DinoSauriA1984, 48

Es gibt mehr Menschen auf der Welt die an Gott oder Allah glauben oder einer anderen Religion anhängen, als es Atheisten gibt.

Die nimmst Du alle nicht ernst? Du musst sehr überzeugt von Dir sein.

Kommentar von thereishope222 ,

Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Da frage ich mich echt, wer auf Deinen Kommentar den DH gegeben hat. So etwas egozentrisches auch noch gut zu finden, ist doch echt unter jeder Würde.

Antwort
von Viktor1, 26

Du ? Deine Freundin sollte dich verlassen. Warum sollte sie dich ernst nehmen - als Mensch.
Vielleicht solltest du ganz aus dieser Welt scheiden. Um dich herum unzählige Menschen die an Gott glauben - unerträglich

Antwort
von JustNature, 17

Deine Frage ist viel zu uninformativ, so kann man nichts beurteilen.

Wenn sie eine Allah-Gläubige ist und Du Atheist, wird es endlos Reibereien geben, dann beende das Ganze.

Wenn sie gemäßigt christlich ist und akzeptiert, daß Du kirchenfern bist, kann das durchaus gut gehen.

Antwort
von comhb3mpqy, 33

Du könntest Deine Meinung zu Religion ändern.
Du könntest Dich damit beschäftigen, welche Menschen an Gott glauben, denen Du vertraust.
Du könntest Dich damit beschäftigen, warum Menschen an Gott glauben. Ich bin Christ. Wenn Du Gründe haben möchtest, um an Gott zu glauben, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

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