Frage von Hollister00, 213

Habe einen toten gesehen und komme damit nicht klar?

Hallo heute ist bei uns im Dorf ein Junge vom LKW erfasst worden. Als ich zur nervt Freundin wollte bin ich an der Unfallstelle vorbei gekommen und die Leiche lag da halb verdeckt Rum und ich habe die ganze Zeit diese Bilder vorm Kopf und muss 24/7 darüber nachdenken weil die Person ja so jung war und auch auf seiner insta seite so glücklich wirkt und er kurz vorher gerade ein Bild hochgeladen hat und das diese Person jetzt innerhalb von nicht mal 24h Tod ist ist echt heftig wenn es ne Krankheit oder so wäre OK aber es war ein Unfall wo er nicht mal dran Schuld war und das Arme Mädchen das den Jungen tod gefahren hat... ich stell mir die ganze zeit diese person vor sein gesicht wie er da tod rumliegt... Habt ihr da Tipps oder ähnliche Erfahrungen gemacht

Antwort
von Nonameguzzi, 100

Also bei sowas hilft meist einfach viel darüber reden immer gut ist bei sowas auch einfach ein Seelsorger. Solche erlebnisse gehen an keinem spurlos vorbei und natürlich denkt man daran das is ganz normal das geht jedem so auch Notärzten, Feuerwehrleuten und allen Passanten.

Wenn es dich so belastet schau das du mit nem Seelsorger, deiner Familie, Freunden darüber sprichst.

Nichts ist schlimmer als das Thema in dich rein zu schweigen das tut nicht gut.

An sonsten hilft auch viel Ablenkung ins Kino gehen usw.

Antwort
von Frogmen, 68

Ich kenne sowas ähnliches mit 4-5 Jahren habe ich eine ehemalige nachbarin in einer riesen großen Blutlarche gesehen (sie war zu dem Zeitpunkt nicht tod).Dieses Bild habe ich auch öfters im kopf und es schüttelt mich immer wieder wenn ich es vor Augen habe.

Das einzige was ich an deiner Stelle tun würde ist mich mit musik, lesen oder anderem ablenken.

Ich hoffe das dies für dich hilfreich ist und wünsch dir weiterhin viel Glück.

Antwort
von Butterkeksss, 73

Darüber mit Leuten reden, ist auch gar nicht verkehrt, daß diese Frage gestellt wird. Das Gegenteil wäre, alles für sich behalten, dann holt einen sowas meist später ein. Sagen zumindest Psychologen.

Antwort
von Liberty66, 5

Du hast etwas Traumatisches erlebt: den Anblick eines toten Menschen. Das ist ein Erlebnis, das in uns einen Verarbeitungsprozess auslöst, in welchem wir uns mit der erlebten Situation und unseren eigenen Gefühlen automatisch intensiv beschäftigen und auseinandersetzen.

Es hilft uns, das Erlebte und Erfahrungen zu verarbeiten und zu akzeptieren. Diese Verarbeitung dauert jedoch eine Weile und beansprucht etwas Zeit. Sie lässt sich auch nicht wirklich bewusst steuern. Deshalb sollte man sich die Zeit nehmen, ein Nachdenken über die Situation zuzulassen, wenn die Bilder wieder auftauchen, und sich mit anderen darüber auszutauschen, wenn man das Bedürfnis dazu verspürt. Ein Gespräch mit vertrauten Menschen "erdet" die eigenen Gefühle hierbei häufig am besten und effektivsten. Alles Gute.

Antwort
von Kaeempferherz, 62

Hallo,
mein Beileid, dass du diese Erfahrung machen musstest.
Aber weißt du, manchmal da treffen wir Entscheidung im Leben, und manchmal da wird für uns entschieden.
Auch wenn es traurig ist.

Eine Freundin von mir, hatte mal vor 2 Jahren einen schweren Auto Unfall. Mit Aqua Planing. Ihr damaliger fester Freund und 2 Kollegen waren noch dabei. Alle drei sind gestorben, doch sie hat überlebt. Als einzige. Sie hat es bis heute noch nicht ganz verkraftet. Sie redet von ihrem damaligen Freund, als wäre sie immernoch mit ihm zusammen. Obwohl sie eigentlich einen neuen Freund hat.

Du musst dich aufjedenfall mit der Situation auseinandersetzen.
Rede mit Familie, Freunden darüber. Wenn du es nicht kannst, dann
suche dir psychologische Unterstützung.
Es ist okay, sich Hilfe zu suchen.

Antwort
von Motorrasfreak, 94

Ich hatte noch keine ähnlichen Erfahrungen. Ich hatte aber schonmal einen schweren Motorradunfall. Ich denke mal, dass man sowas nie vergessen wird, aber mit der Zeit legt sich das vielleicht etwas.

Antwort
von alexxxflash, 48

Mein Tipp ist bei solchen Dingen (ja, es hört sich dumm und lächerlich an, aber ES HILFT!): Du musst dich ablenken. Am besten gehst du mit deinem Handy ins Bett, trinkst einen Tee mit Honig und Milch und siehst dir Videos von niedlichen Tieren wie z.B. Kätzchen an. Ob lustige oder süße Videos, es wirkt. Wenn du wirklich tagelang nicht damit klarkommst, musst du mit anderen Menschen darüber reden, und zwar nicht hier auf GF.net, sondern mit realen Menschen wie z.B. deinen Eltern/Geschwistern.

Antwort
von MarkusGenervt, 29

Der Tod ist ein Teil des Lebens. Man kann ihn nicht totschweigen.

Aber genau das ist es, was unsere Gesellschaft immer wieder macht. Von klein auf werden wir davor beschützt, dem Tod ins Auge zu sehen, ihn sogar als das schlimmste Ding der Welt zu erachten.

Wir sehen nur immer wieder, wie Menschen völlig aufgelöst und verzweifelt sind, wenn es um den Tod geht. Das konditioniert uns. Das ist wie beim Pawlowschen Hund – nur das wir nicht sabbern, sondern verzweifeln.

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Falls es Dich interessiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pawlowscher\_Hund
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Jetzt bist Du verzweifelt, weil Du einen Toten gesehen hast.

Warum? Hat dieser Tote Dir etwas angetan? Hat er irgend etwas gemacht?

Warum bist Du dann verzweifelt?

Es gibt jeden Tag 150.000 Tote auf dieser Welt. Wieso verzweifelst Du nicht bei denen?

Weil Du sie nicht kennst? Weil Du sie nicht gesehen hast?

Macht das Sinn?

Es gibt keinen Grund. Du kanntest diesen Jungen nicht. Du hattest keine Beziehung zu ihm, genau so wie zu den anderen 149.999 an diesem Tag und den 150.000 von heute und denen von morgen.

Das ist aber auch völlig normal und gesund. Wenn wir um jeden Toten trauern würden, würden wir wahnsinnig werden.

Du hast sein Bild doch noch im Kopf, wie Du sagst. Sieh hin, sieh ganz genau hin. Es ist nur eine leere Hülle.
Das, was den Menschen einmal ausgemacht hat, existiert nicht mehr. Je nachdem, ob Du (es) glaubst oder nicht, geht es ihm doch jetzt viel besser.

Der einzige Mensch von Euch beiden, der leidet, das bist Du.

Wenn ein Mensch stirbt, dann betrauere den Verlust um die Person und die Persönlichkeit, den Du erleiden musst. Aber ergötze Dich nicht an einem Kadaver. Es bleibt nur totes Fleisch. Nichts weiter.

Der Tod ist ein untrennbarer Teil unseres Lebens. Wenn wir ihn nicht akzeptieren können, dann können wir auch unser Leben nicht akzeptieren, dann machen wir uns selbst nur etwas vor.

Sieh hin. Sieh ganz genau hin. Dann verliert der Schrecken seine Macht über Dich. Dann brauchst Du Dich nicht mehr zu fürchten.
Es ist bloß ein Schreckgespenst, von dem man Dir mal erzählt hat.


Kommentar von christi12345 ,

öfters mal im Internet Gore angucken hilft

Kommentar von MarkusGenervt ,

Was habe ich denn über "sich an Kadavern ergötzen" gesagt?

Das ist doch genau das andere Extrem. Stumpfsinnigkeit ist auch keine Lösung hierfür.

Ein natürlicher Umgang mit dem Tod ist eben kein Zeitvertreib damit – weder in der Verzweiflung, noch im Gruseln, noch in der Belustigung.

Der Tod ist eine ernste Sache, aber nicht so ernst um deshalb auf dem Zahnfleisch zu kriechen oder gar daran zu zerbrechen.

Es reicht, wenn man sich darüber im Klaren ist.

Kommentar von Robert7194 ,

Was heißt Stumpfsinnigkeit? Tatsächlich ist es es hilfreich sich an einem Bild / Video darüber Gedanken gemacht zu haben, denn genau da hat man auch ähnliche ( ich will nicht sagen gleiche ) emotionale Reaktionen. Wut Ekel Trauer Mitleid 

Ich find es schrecklich, wenn Menschen damit nicht umgehen können. Der Tod gehört einfach zum Leben dazu.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Hallo Rober7194,

vielen Dank, dass Du das ansprichst.

Mit Stumpfsinnigkeit meine ich die Art und Weise, damit umzugehen.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir können sogar neben einem Presslufthammer schlafen, wenn wir uns einmal daran gewöhnt haben. Das kann sogar so weit gehen, dass wir dann auch sogar gar nicht mehr ohne Presslufthammer einschlafen können.

Wenn man sich nun Bilder oder Videos von (echten) Toten anschaut, entsteht auch ein Gewöhnungseffekt. Man gewöhnt sich an das, was einen am Anblick eines Toten widerstrebt: Ekel, Mitleid, Trauer, Hilflosigkeit, Angst, Wut und Verzweiflung. Irgendwann sind wir so sehr daran gewöhnt, dass uns aber selbst der Tod eines nahen Menschen nicht mehr berührt.

Deshalb ist dies der falsche Weg.

Aber wenn ein Mensch stirbt, dann muss es für uns eine Bedeutung haben. Es geht dabei darum, den Tod zu betrauern, aber keinen Ekel oder Verzweiflung beim Anblick eines Kadavers zu empfinden. Wir brauchen Trauer. Wenn wir nicht mehr trauern können, dann können wir auch nicht mehr lieben. Klingt komisch, denk aber mal darüber nach. Daher ist es beim Verlust eines nahen Menschen für uns unabdingbar zu trauern.

Der Unterschied liegt in der Betrachtung der Dinge.
Der Tod – als Abstraktum – kann und soll betrauert werden. Der Verlust eines nahen Menschen ist eben ein Verlust.
Der Kadaver – als Objekt ohne Nutzen – sollte egal sein. Er ist eine leere Hülle und wir erkennen sofort den Unterschied.

Es ist etwas mit dem man sich erst einmal wieder innerlich auseinander setzen muss, da wir bereits auf Verzweiflung konditioniert wurden. Diese Konditionierung muss durch Bewusstsein abgebaut und nicht durch eine Neu-Konditionierung überlagert werden. Wenn eine alte Konditionierung einfach nur überlagert wird, kann sie sich in unserem Unterbewusstsein manifestieren und Probleme in einer völlig unvorhersehbaren Weise zum Ausbruch bringen. Daher ist eine Neu-Konditionierung immer nur der allerletzte Ausweg, wenn ein Abbau einer alten Konditionierung nicht gelingen will.

Es ist ein etwas umfangreicheres Thema, aber ich hoffe, ich konnte in der Kürze verständlich umreißen, worin der Unterschied liegt, bzw. warum Stumpfsinnigkeit keine Lösung sein kann.

Antwort
von WelleErdball, 20

Ein Mädchen saß im LKW und fuhr im Dorf einen Jungen tot von dem du auf Instagram Bilder gesehen hast den du aber offenbar nicht kennst. Wenn es eine Krankheit wäre dann ist es OK aber ein Unfall geht gar nicht.... komische Geschichte.

Kommentar von Hollister00 ,

Wenn du richtig gelesen hättest wüsstest du das da nicht steht das ein Mädchen durchs Dorf gefahren ist aber egal

Kommentar von WelleErdball ,

und das Arme Mädchen das den Jungen tod gefahren hat...

Dann hilf mir doch bitte den Satz richtig zu verstehen.

Antwort
von mrsAnswerGTF, 57

Rede mit vielen menschen , freunden Familie, Pfarrer, Therapeuten.

Antwort
von comhb3mpqy, 21

Hallo,

Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das
Telefon kostenlose Seelsorge. Auch kannst Du zu einem Psychologen gehen.

Ich bin Christ, ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

Antwort
von Charlieee001, 37

Suche dir bitte Hilfe bei einem Psychologen. So etwas kann einem echt fertig machen .

Ich selber habe noch vor nicht allzu langer Zeit eine gute Freundin sterben gesehen .
Sie wollte die Straße überqueren und wurde dabei von einem Auto erfasst das von der Straße abgekommen ist weil der Fahrer einen Herzinfarkt hatte .
Das war keine schöne Erfahrung..

Es gibt Leute die dir helfen .. Dann wird alles besser.

Kommentar von Hollister00 ,

krass 😓😟😔

Antwort
von nimaTheReal, 66

Auch durch einen Unfall zu sterben ist nicht besser als durch eine Krankheit überleg das mal so.... Das Leben ist gefährlich und wir könnten jede Sekunde sterben. Lebe dein Tag als wäre es dein letzter und denk dir er war vermutlich auch an diesem Tag glücklich.

Antwort
von Meferro, 8

Du solltest dich nicht kaputt machen .
Wir leben in einer Welt wo wir tagtäglich mit dem Tod konfrontiert werden. Der Junge tut mir leid . Aber wir oder du kannst an der Sache nichts ändern. Das war ein schlimmer Unfall - doch das Leben geht irgendwo weiter.
Du bist geschockt und verarbeitest gerade die Bilder und denkst jetzt oft an dem Tod aber .. darüber wirst du hinweg kommen.

Wenn du in der Kirche bist - dann hilft ein Gespräch mit dem Pastor .

Ich gehe immer in die Moschee und dann hilft unser Geistliche Gelehrte ..

Du solltest dieses Problem auch loslassen können.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von ingwer16, 36

Du kanntest ihn ?
Sicher kommt er in ein Leichen Haus , geh hin verabschiede dich , "rede" mit ihm , schreib vielleicht einen Brief in dem du alles schreibst was dich beschäftigt .
Währe er durch Krankheit gestorben , hätte er mehr gelitten als bei dem Unfall , liest sich grad  sicher krass an ...
Denk drüber nach bitte ! Alles erdenklich gute 💐🐛

Antwort
von TheWaahHilftDir, 47

Du kannst ja nichts dafür.. du solltest einfach aufhören daran zu denken und wenn es schlimmer wird kannst du ja mit einem Psychologen reden.

Und natürlich mein Beileid an den Jungen.. Kannst du mir vielleicht sagen wie er auf Instagram hiess bin bei sowas übels Neugierig..

Kommentar von Hollister00 ,

sorry wenn es in der Stadt wäre OK aber nicht bei einem 500 Seelen Dorf das ist mir zu Gläsern... Möchte die Familie nicht belasten oder so... Bitte verstehe das nicht falsch a er danke

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