Frage von DBKai, 37

Glaubt ihr, dass man für etwas bereit sein sollte zu sterben?

Wenn ja - wofür? Und wofür eher nicht?

Was ist wenn man für nichts bereit ist zu sterben? Niemals?

Antwort
von Suboptimierer, 26

Wenn ich bereit sein sollte, zu sterben (mein Leben für etwas opfern möchte), so sollte ich mir einen guten Grund suchen.

Solange der Überlebenswille groß ist, braucht man sich auch nicht auf die Suche nach Gründen machen, für die es wert ist, zu sterben.

Letztenends glaube ich daran, dass man naturgegeben in einer Situation blitzschnell, instinktiv beurteilen kann, ob man für etwas zu sterben bereit ist und andersherum, man sich noch so sehr dies vorher überlegen kann, im Ernstfall kann es doch eine zu große Überwindung bedeuten.
Wir wollen moralisch korrekt handeln. Wir wollen über uns gut denken und dass über uns gut gedacht wird, aber wir sind unsern Instinkten (Überlebenswillen) und unseren Ängsten doch bis zu einem gewissen Grad unterlegen.

Antwort
von Andrastor, 17

Das dümmste was man machen kann ist für eine Sache zu sterben.

Niemand garantiert dir dass nach deinem Tod die Dinge so verlaufen wie du es dir vorgestellt hast, dann jedoch liegt es nicht mehr in deiner Macht sie in die Richtung zu lenken die du ursprünglich wolltest.

Nur solange du lebst kannst du dafür sorgen dass die Dinge so laufen wie du es dir vorstellst.

Kommentar von DBKai ,

Wohl wahr...

Für mich spielen besonders Situationen eine Rolle, wo man die Wahl zwischen einem furchtbarem Leben oder dem Tod hat...

Entweder ich töte täglich Menschen ODER ich werde selber getötet... z. B.

Selbst wenn man sich auf das Töten einlässt und da mitmacht, hat man keine Garantie das man selber überleben wird - plötzlich könnte sich der Spieß umdrehen und man wird trotzdem umgebracht...

Kommentar von Mirarmor ,

Du schaust zu viel amerikanische Filme. ;-) ;-)

Kommentar von Andrastor ,

Das stimmt allerdings, nur gibt es im Leben IMMER einen Zwischenweg. Es besteht nicht nur aus polarisierenden Kräften und Entscheidungen, es ist schließlich kein Videospiel.

Um bei dem obigen Szenario zu bleiben: Ich nehme an dass du auf einen Kriegsschauplatz anspielst. Selbst in so einem Szenario hat man immer unendlich viele Möglichkeiten zwischen diesen beiden Wahlmöglichkeiten.

Desertieren, Überlaufen, Selbstverletzung, psychologische Untauglichkeit, Versetzung zu einem anderen Posten etc.etc.etc.

Antwort
von ChiikZ, 22

Grundsätzlich sind wir Menschen ja sehr Egoistisch und denken erstmal an uns. Natürlich gibt es dann aber auch wieder Situationen wo man so etwas erwartet oder für Selbstverständlich hält z.B. bei der Rettung seiner Kinder oder für seinen Partner/Partnerin. Wenn ich aber so drüber nachdenke ist es in der Theorie natürlich sehr viel einfacher als in der Praxis. Man muss selber entscheiden für wen oder was man sterben würde oder ob man der Person lieber sein Schicksal überlässt. - Ich wollte mit meinen 15 Jahren auch mal meinen Senf dazu geben. :)

Kommentar von Repwf ,

"...z.B. bei der Rettung seiner Kinder oder für seinen Partner/Partnerin..."

Die Frage ist ob DIE das wollen würden, denn DIE müssen mit dieser "schuld" leben...

Antwort
von Repwf, 8

NICHTS sollte einem über das EIGENE leben gehen! 

Antwort
von poldiac, 24

Wenn ein anderer Mensch in Not ist? Besonders häufig passiert dies bei Rettungskräften oder bei der Rettung des eigenes Kindes :).

Kommentar von DBKai ,

Das ist in bestimmten Fällen schon auch sehr mutig...

Kommentar von poldiac ,

Also ich würde es auf jeden Fall immer für die eigene Familie tun, wenn ich noch irgend eine Möglichkeit sehe. Und Rettungskräfte riskieren ja ständig ihr Leben. Polizisten im Kugelhagel, die Feuerwehr geht in Häuser, wo vllt. noch was einbricht oder explodiert usw.

Antwort
von Tragosso, 17

Für die Menschen die man liebt. Aber das sieht nicht jeder so und muss man auch nicht.

Kommentar von DBKai ,

Dafür braucht man zuerst mal Menschen die man liebt... und die einen im Idealfall auch mögen.

Und auch da sollte es kein "muss" sein...  Das wäre wohl eher eine gefühlsmäßige Entscheidung...

Kommentar von Tragosso ,

Das ist Vorraussetzung.

Antwort
von Mirarmor, 13

Fürs eigene Kind könnte man bereit sein zu sterben.

Ich denke, das ist natürlich.

Aber verlangen kann niemand von einem, dass man für etwas stirbt. Man hat nur dieses eine Leben.

Kommentar von Mirarmor ,

Und jetzt los, ich warte schon auf die Kommentare aus der religilösen Ecke! ;-)

Kommentar von DBKai ,

Ne - verlangen kann es eh niemand... Doch es gibt diese Situationen - wenn man sich da nicht für den Tod entscheidet, entscheidet man sich für ein Leben, dass die Hölle auf Erden sein/werden kann... Wo es fraglich ist, ob es nun besser wäre wenn man bereits tot wäre oder ob es nun besser ist, dass man unter diesen Bedingungen/Umständen weiter lebt.

Wenn man z. B. jemand als Sklaven hält - der immer alles für einen machen muss und sonst Schläge oder den Tod kassiert... In so einem Fall würde bestimmt jeder ausbrechen wollen, wenn es nur irgendwie möglich ist. Außer es handelt sich um eine eher humanere Version der Sklavenhaltung...

Kommentar von Mirarmor ,

Interessanter Ansatz, ist ein Leben in Krankheit und Schmerz eine Hölle auf Erden? Sollten wir das Recht haben, bei körperlichen Qualen Tötung zu verlangen?

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