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Gibt es für das Osterfest auch einen Vorläufer aus vorchristlicher Zeit?

gefragt von oldbag1 am 14.03.2008 um 8:30 Uhr

Ich meine so wie für Weihnachten. Da feierten viele Völker in der nördliche Hemisphäre die Wintersonnenwende. Das Weihnachtsfest wurde den Menschen ja letztlich nur von der Kirche auf's Auge gedrückt, um ihre Hegemonieansprüche gegenüber älteren ("heidnischen") Religionen und Traditionen durchzusetzen.

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ostern x 586 Feiertag x 362 vorlaeufer x 1

Quandt
beantwortet von Quandt am 14. März 2008 08:53
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Aber hallo! Dieses Fest wurde zu Ehren der alt-germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Freya gefeiert, in dem man Gaben für dieselbe darbrachte (übriggeblieben: Osternester verstecken), um für eine gute Ernte im neuen Jahr zu bitten. Und nun ratet mal welches Symbol für die Darstellung der Freya genutzt wurde, - ein Hase! ;-)

Kommentar von oldbag1 am 14. März 2008 09:03

Oh ha, das wusste ich so noch nicht. Danke.

Kommentar von 2ab4e0d2e7990e3aadff5b3c7b2111b5smallQuandt am 14. März 2008 11:36

Gerne doch. ;-)

Kommentar von anjanni am 14. März 2008 10:31

Ja klar, damit ist der Eier- und Osterhasenbrauch erklärt, vielleicht auch noch die Osterfeuer.

Nicht jedoch hast Du damit das christliche Osterfest erklärt, das seinen Ursprung im jüdischen Passahfest und der Auferstehung Jesu (bzw. den Glauben daran) hat (siehe Antwort von bini78)! Immerhin waren die Israeliten nicht im alten Germanien unterwegs...

Kommentar von 2ab4e0d2e7990e3aadff5b3c7b2111b5smallQuandt am 14. März 2008 11:25

Ersten war die Frage: nach einem Vorläufer! Und dann sind unsere christlichen Feste nichts weiter als Chimären oder alternativ Veranstaltungen, welche die katholische Kirche willkürlich festgesetzt hat. Ostern zur Frühsjahr Tag- und Nachtgleiche, Weihnachten zur Wintersonnenwende (Jesus ist im April geboren!), Allerheiligen ein Tag vor Samhain (heute Halloween) usw., und mit Israeliten hat das nun schon gar nichts zu tun, denn das sind und waren Juden. Wie Christus nebenbei bemerkt auch! Noch ´ne Frage? ;-)


bini78
beantwortet von bini78 am 14. März 2008 09:11
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Das Osterfest wie wir es heute kennen, ist eine Vermischung christlicher und heidnischer Bräuche. So haben der heute jedem Kind bekannte Osterhase und auch die allseits beliebten Ostereier einen heidnischen Ursprung. So leitet sich auch der Name Ostern wohl von einer germanischen Wurzel ab. Das jüdische Passahfest fällt in diese Zeit. Ursprünglich ist aber das Osterfest als ein christliches Fest anzusehen! Ostern ist das christliche Fest der Auferstehung Jesu nach dem Tod. Diese geschah am dritten Tag nach der Kreuzigung, dem Tode Jesu, wobei der Todestag, Karfreitag, als erster Tag zählt. Daran wird zu Ostern gedacht – wie auch Weihnachten an die Geburt Jesu gedacht wird. Als Christ sollte man dies jedenfalls tun und darüber auch mal nachdenken und erinnert werden. Wenn die katholische Kirche etwas tut oder getan hat oder wenn heute der Konsum davon profitiert, so kann man nicht das christliche Fest selbst und das gesamte Christentum in Frage stellen. Wichtig ist doch auch nicht der Zeitpunkt des Festes, sondern der Glaube daran!

Kommentar von anjanni am 14. März 2008 09:29

DH DH DH DH

Leider kann ich ja nur einmal klicken...

Kommentar von 3ee281e9a55f2ec6395e48414c4a660fsmallRBMannheim am 14. März 2008 09:43

Dann will ich mal helfen! Hopp! Noch jemand!

Kommentar von 2ab4e0d2e7990e3aadff5b3c7b2111b5smallQuandt am 14. März 2008 15:35

Liebe Bini, bei der Geschichte mit dem Glauben stimme ich dir vorbehaltslos zu, aber bei dem Rest? Kucks Du oben! ;-)


anonym
beantwortet von Bolli am 14. März 2008 08:41
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Na und um Ostern feierte man damals den Einzug des Frühlings :>

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 14. März 2008 09:06

Ja, Ostern komt von dem Begriff Ostara:

Ostara (Frühlingstagundnachtgleiche, Alban Eiler im Caledonii-Wicca, christl. Ostern) wird vom 20. bis zum 23. März gefeiert. Das Frühlingsfest symbolisiert die Zeit des Neuanfangs. Mit ihm im Zusammenhang stehen der Frühjahrsputz und die Frühlingsdiät (zur Reinigung und Entschlackung des Körpers), sowie die heute noch bekannte Tradition des Ostereieranmalens. In der Wicca-Religion bedeutet die gleiche Länge von Nacht und Tag, dass das Licht nun die Dunkelheit überholt und die Göttin erwacht und Fruchtbarkeit über die Erde bringt. Bei den Germanen war dieser Tag möglicherweise der Göttin Ostara gewidmet – Ostermond ist als altdeutscher Begriff für April überliefert. Die Existenz dieser Göttin ist jedoch umstritten

http://de.wikipedia.org/wiki/Ostara_%28Fest%29#Ostara

Kommentar von oldbag1 am 14. März 2008 10:32

Danke dir für deine Erläuterung. Ich wusste das bisher tatsächlich noch nicht. Zu deinem letzten Satz kann ich mich einer Anmerkung allerdings nicht enthalten (du kennst mich schon ein bisschen und weißt warum): Ist nicht die Existenz jedweder Gottheit irgendwie umstritten?

Kommentar von 2ab4e0d2e7990e3aadff5b3c7b2111b5smallQuandt am 14. März 2008 11:34

Liebes Tanzwiesel, Ostara jibbet et nich´, Estre heisst das angelsächsische Äquivalent zu Freya (da kommt auch unser Freitag her!) und Ostern hat seinen Namen von Ostarum, was Morgenröte bedeutet. ;-)

Kommentar von 2ab4e0d2e7990e3aadff5b3c7b2111b5smallQuandt am 14. März 2008 13:58

Einen hab´ich noch! Das bewegliche christliche Osterfest wurde erst 325 n. Chr. auf dem Konzil in Nicäa auf den Sonntag nach dem 1. Frühlings-Vollmond festgelegt (22.03.-25.04. eines jeden Jahres), und ob Karfreitag wirklich ein Freitag war , weiss niemand. Vielleicht war es beabsichtigt, die böse heidnische Freya am Tod des christlichen Jesus teilhaben zu lassen. ;-)


pippi60
beantwortet von pippi60 am 14. März 2008 08:31
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Ich glaube, die Osterfeuer stammen noch aus dieser Zeit!


holodeck
beantwortet von holodeck am 14. März 2008 11:01
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Im Zuge der christlichen Missionierung der "Barbaren" im Norden wurden alte heidnische Traditionen und Feste okkupiert, deren Feste belegt und an den alten Kultstätten nunmehr Kirchen errichtet. In England lässt sich das beispielsweise sehr schön noch nachvollziehen: an Kultstätten für den Sonnengott entstanden bevorzugt St.Michaels Kirchen, an jenen für die Muttergöttin die St.Mary Kirchen. Der katholische Marienkult ist ebenfalls ein sehr schönes Beispiel dafür. Alles andere wurde hier schon schon gesagt (Ostara).

Das keltische Äquivalent für das Osterfest war Alban Eiller (Alwan Ei-ier), die Frühlings-Tag- und Nachtgleiche. Es war auch das "Vogelfest", man ging an diesem Tag hinaus und wartete auf die Zugvögel, die Verbindung zu Eiern und Küken rührt daher. Gefeiert wurde die Rückkehr der Göttin als Jungfrau. Zu Ostern geschöpftes Wasser galt als heilig und ihm wurde heilende, reinigende und weihende Wirkung zugesprochen.

Schade, wirklich, und das ist eines der großen Verbrechen der Institution Kirche, dass diese alten naturverbundene Kulturen und ihr Wissen so gnadenlos vernichtet wurden.


kimmo
beantwortet von kimmo am 14. März 2008 10:56
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In der vorchristlichen Zeit gaben es verschiedene Feste im Frühling zu Ehren der Sonne, Frühling, Frühjahrs Tagundnachtgleiche, Göttin Freya usw., aber natürlich kommt Osterfest mit diesem Namen erst in der christlichen Zeit und bekam die heutige Bedeutung, bestimmte Stelle im laufe des Jahres und den namen Ostern.


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