Geplante/gewachsene Stadt?

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2 Antworten

Das erkennt man ziemlich stark am Straßennetz der Städte. Während ältere Städte wie hier in Europa oft von einem Zentrum aus expandierten, sind neue Städte wie in Nordamerika oder Australien oft kästchenartig gebaut - Eine lange Hauptstraße und von dieser führen recht rechtwinklig Seitenstraßen ab.

Das rührt daher, dass alte Städte im Zentrum oft befestigt waren, teilweise gar von Mauern umschlossen. Im Zentrum war also Schutz, Handel und sowieso das rege Leben los und die Infrastruktur baute sich drum herum. Also Zusatzinfohappen: Vielleicht kennst du das Wort Torschlusspanik. Das kommt auch aus dieser Zeit, wo man Angst haben musste, dass zur späten Stunden die Stadttore schon geschlossen sind und man draußen nächtigen musste :P

Jedefalls expandierten so die Städte ringförmig weiter. Wenn man allerdings den Stadtbau quasi auf Papier plant, plant man zwar die lokalen natürlichen Gegebenheiten ein, aber ansonsten wird der rest recht künstlich und systematisch durchgeplant (zumindest das Straßen- und Wasser-/Abwassernetz) und expandiert, indem entweder die Hauptstraße verlängert oder eben weitere Nebenstraßen zugebaut werden. Daher wirken neue Städte wie ein Schachbrett.

Das spiegelt sich im übrigen auch in der Namensgebung der Straßen in Nordamerika wieder (1st Street, Mainstreet, 2nd Street, 3rd Street usw.)


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Schau Dir doch mal ein Luftbild / eine Karte von NewYork und dagegen z.B. von Nürnberg oder Köln an.

Wenn es dann nicht dämmert beim Anblick des Straßennetzes....

Grüße, ------>

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