Folgendes Szenario: Meine Oma (väterlicherseits) ist gestern gestorben. Nun findet kommendes Wochenende die Beerdigung statt.
Darf / Soll / Kann ich meine Freundin dahin mitnehmen? Sollte ich vorher meinen Vater anstandshalber fragen? Oder ist das selbstverständlich?
Folgende Kriterien sind zu beachten:
* Ich bin mit meiner Freundin 2 Jahre zusammen
* Meine Freundin kennt 99% meiner Verwandtschaft nicht
* Auch die Verstorbene kennt sie nicht (visa versa)
* Das ganze findet ca. 3h-Autofahrt entfernt statt.
ich finde es irgendwie ungewöhnlich, dass deine freundin nach 2 jahren noch nicht mal deine oma kannte und auch keine anderen verwandten.
der zeitpunkt zu einer beerdigung deine familie kennenzulernen, weiß nicht, ob der so optimal ist.
aber wenn du dich besser fühlst, wenn sie bei dir ist, dann sollte sie schon mitkommen.
also, frag deinen vater, obwohl ich das auch wieder etwas ungewöhnlich finde, dass du da erst fragen musst.

Du solltest es deinem Vater vorab sagen, daß sie mitkommt, man muß das ja nicht gleich an die große Glocke hängen, aber mitkommen sollte sie auf jeden Fall. Du brauchst doch bestimmt ihre Unterstützung, ich denke, es wäre eher seltsam, wenn du sie nicht mitnehmen würdest. Was meint sie denn dazu?
Ihr Angebot war sofort da, als ich die Nachricht erfahren habe.
schwesternicola am 28. Juni 2007 22:49 Na dann würd ich sie mitnehmen! Wie gesagt, keine große Sache draus machen, das wäre sicherlich unpassend, aber mitnehmen würd ich sie. War selbst leider schon 2x in ähnlicher Situation & kann sagen, daß es mit Begleitung etwas weniger schlimm ist!
Würde vorher nachfragen. Wenn sie einen solch großen Teil Deiner Verwandtschaft nicht kennt- auf jeden Fall. Nachdem Ihr aber schon so lange zusammen seid, denke ich, dass eher ein positives Feedback kommen wird, schließlich lädt eine dreistündige Entfernung ja nicht gerade dazu ein, die Verwandtschaft kennen zu lernen. Aber wie gesagt: ruf einfach kurz an und frag nach, dann fahrt Ihr mit dem guten Gefühl, dass keine unangenehmen Szenen folgen.

Selbstverständlich kann sie mitkommen. Man erweist damit der Verstorbenen eine letzte Ehre.
auch wenn man ihn nicht persönlich gekannt hat, und um die Verwandschaft des Freundes einmal kennen zu lernen ist der Anlass zwar traurig, aber die Gelegenheit günstig. Höflichkeitshalber kannst Du Deinem Vater ja vorher Bescheid sagen, fragen würde ich ihn nicht, außer Ihr habt darüber schon einen Streit gehabt und er lehnt Deine Freundin ab.
Du sagst deinem Vater, dass deine Freundin mit kommt. Es sei denn, es ist irgendetwas in den 2 Jahren vorgefallen. Warum kennt deine Familie deine Freundin nicht???
dieses szenario hatte ich auch schon. und ja ich habe sie mitgenommen auch wenn sie fast niemanden kannte. es war zwar ein trauriger anlass aber deine verwandschaft wird froh sein sie kennenzulernen.
Sie gehört zu dir und kann dir auch seelische Unterstützung bei einer traurigen Angelegenheit geben. Ich denke, dass es selbstverständlich ist, dass du deine "bessere Hälfte" mitbringst. Aber fragen kostet nichts oder du erwähnst es eher beläufig bei einem Gespräch/Telefonat a la: "WIR" kommen dann und dann an o.s.ä.!

Würde sie nicht mitnehmen. Sie hatte doch gar keinen Bezug zu deiner Oma und sie hat keinen Grund sich von ihr zu verabschieden, weil sie sie gar nicht kannte. Sie wird es bestimmt verstehen, wenn sie nicht auf die Beerdigung mitgeht. Es ist für sie auch nicht gerade angenehm, wenn sie die Familie nicht kennt und an solch einem traurigen Anlass kennenlernen soll!

Wenn Du sie in Deine Familie einbringen wolltest, dann wäre es eine gur Möglichkeit, sie vorzustellen.
Ich denke, dass es eher keine "gute" Möglichkeit ist zur Vorstellung - eine Geburtstagsfeier oder ähnliches wäre sicher gelungener, aber das lässt sich ja nun nicht mehr ändern. Auf jeden Fall zeigt die Freundin der Familie, dass sie zu ihm steht, wenn sie ihn begleitet.
Also, ich gebe Dir Recht, sie offiziell vorzustellen und damit die Trauerfeier zu einer Verlobungsfeier umzufunktionieren, wäre sicher falsch. Wenn man aber beim anschließenden "Leichenschmaus" die Freundin dem einen oder anderen im zwanglosen Gespräch vorstellt, ist dagegen nichts einzuwenden
Indy72 am 29. Juni 2007 01:11 Leute, man soll nicht päpstlicher sein als der Papst! Früher hatte man gerne auch Todesfälle zur Brautschau "mißbraucht".