Frage von Sarya93, 185

Feuchte Wand wo das Bett steht. Was tun?

Wir haben über Silvester erst die Wand herausgerissen, da sich Schimmel geblildet hatte und man die Feuchte im Zimmer auch deutlich roch. Es stellte sich heraus, dass die wand doppelt isoliert wurde und die Wand deshalb zu schwitzen anfing. Ich hatte mein Bett an dieser Wand in der Ecke stehen. Die ganze Matratze unten und Schuhe usw. die ich unter dem Bett stehen hatte waren verschimmelt.

Jetzt haben wir einen ca. 3 cm dicken Hohlraum auf der Betonwand gelassen und haben dann (soweit ich weiß) Rigipsplatten (evtl. verputzt oder sowas) und eine Tapete drauf. Mein Vater sagte, dass die Wand durch den Hohlraum jetzt atmen kann.

Ich habe mir ein neues Bett und eine neue Matratze angeschafft. Die haben wir diese Woche Montag (15.02.2016) aufgebaut. Heute merke ich plötzlich, dass das Kissen auf meinem Bett, das an die Wand angelehnt war an dieser Stelle klatschnass ist. Mein Vater wusste nicht, woher das kommt.

Ich habe gerade ein bisschen gegooglet und denke, dass es an der Lüftung liegt. Das Zimmer ist im Keller, geht aber an der einen Seite zum Garten raus. An der nassen Wand habe ich mein Bett stehen. Die Wand ist ziemlich genau da nass, wo das Bett steht. Also vom Boden bis ein bisschen höher als die Matratze/das Bett aufhört. Ich lüfte jeden Tag mindestens ein Mal ca. 10 Minuten lang.

Ich denke, dass mein Bett so steht, dass keine ("neue") Luft an diese Stelle hinkommt und diese Stelle der Wand deshalb immer zu kalt ist und deshalb sich dort die Feuchte bildet.

Wie kann ich das ändern ohne mein Bett umstellen zu müssen. Es passt sonst nirgends hin. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, habe aber an etwas wie einen Luftumwälzer oder einen Ofen den man an diese Wand stellt gedacht.

Und wie sieht die Sache später im Sommer aus, wenn es draußen viel wärmer ist als im Zimmer und erst recht an der Wand?

Außerdem habe ich Angst, dass meine nagelneue Matratze gleich wieder schimmelt...

Bitte helft mir!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von napoloni, 113

Ich habe gerade ein bisschen gegooglet und denke, dass es an der
Lüftung liegt.

Ja. Auch.

Ich lüfte jeden Tag
mindestens ein Mal ca. 10 Minuten lang.

Viel zu selten. Lüfte mehrfach täglich; bei Anwesenheit am besten zunächst alle 2 Stunden. Fenster weit auf...wenn du irgendwie Durchzug machen kannst, sorge für Durchzug. Nach wenigen Minuten Fenster wieder komplett zu.

Ich denke, dass mein Bett so steht, dass keine ("neue") Luft an diese
Stelle hinkommt und diese Stelle der Wand deshalb immer zu kalt ist und
deshalb sich dort die Feuchte bildet.

Sehr richtig. Das Bett sollte keinen Kontakt zu Außenwänden haben. Gleiches gilt für andere Möbel. Leider sind Kellerwohnungen  doppelt problematisch: Deine Möbel sollten am besten alle auf Füßen stehen, weil die Kälte ja auch von unten vom Erdreich kommt.

Jetzt im Winter kann man dem Problem ja noch Herr werden. Aber im Sommer sehe ich besonders schwarz, weil da dann keine Entfeuchtung mehr möglich sein wird. Lüften funktioniert nur dann, wenn die Luft draußen kühler ist als drinnen... im Hochsommer kann der Schuss nach hinten losgehen.

Wie kann ich das ändern ohne mein Bett umstellen zu müssen. Es passt
sonst nirgends hin. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, habe aber an
etwas wie einen Luftumwälzer oder einen Ofen den man an diese Wand
stellt gedacht. ... Und wie sieht die Sache später im Sommer aus, wenn es draußen viel wärmer ist als im Zimmer und erst recht an der Wand?

Ah, wie ich sehe, hast du das Problem selbst erkannt :o)

Ofen und Entfeuchter können sicherlich beide helfen, verschwenden natürlich aber auch Energie, verursachen Kosten.

Ich würde dir gerne nettere Sachen sagen, aber ich sehe deine Zukunftsaussichten in diesem Kellerdomizil wirklich nicht rosig :/

Antwort
von Valexo33, 97

Es kann an der aufsteigenden Feuchtigkeit liegen.Das Problem könnte man mit einer Horizontal-sperre beheben. Abdichten bringt da nicht wirklich viel, da die Wand atmen muss. Ansonsten wird es ein ewiges Schimmel Problem geben.

Wir beraten Sie gerne Persönlich und würden gerne mehr von Ihnen erfahren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer 023515697787 

Mit freundlichem Gruß

Firma Valexo

Annette Dabinski

Antwort
von jogibaer, 90

In Baumärkten gibt es Luftentfeuchter zu kaufen. Diese Geräte sind heute günstig. Da ist ein Hygromerter dran, welches die Feuchtigkeit im Zimmer steuert. Sobald es trocken ist, wird ausgeschaltet. Nur damit wird es dir gelingen, die viele Feuchtigkeit aus dem Zimmer zu bekommen. Mit Lüften kommst du nirgens hin. In einem Behälter wird das Wasser gesammelt und du wirst staunen wie viele Liter da zusammen kommen am Anfang.

Klar ist das noch nicht die Lösung des Problems, aber ich denke jetzt muss mal schnell die Feuchtigkeit aus dem Zimmer, sonst wird dein Bett wieder schimmlig.



Antwort
von dietar, 87

Leider wird dir die Antwort nicht gefallen. Um den Keller trocken zu bekommen, musst du das Haus rundherumm bis mindesten 100 mm unter die Kellersohle aufgraben. 200 mm sind besser. Dann eine funktionierende Drainage in Kies legen. Nimmst du Sand, war die Mühe umsonst.. Dann musst du die Hauswand neu isoliren, gegen die Erde am Besten mit Elefantenhaut isolieren. Dann musst du mit Kies bis zur Erdoberfläche auffüllen. Nimmst du Sand, war die Arbeit umsonst. Dabei ist es ganz gleich, was dir die "Experten" raten. Selbst Leute vom Fach machen das falsch. Bevor du den Kies anfüllst, die Wand im Sommer 2 Monate trocknen lassen.  Wenn du dann gut lüftest, keine Wäsche in der Wohnung trocknest, dann hast dum eine Wohnung mit bestem Raumklima.

Kommentar von Huflattich ,

Nur 10 cm ? Auch 20 cm sind zuwenig .......

Antwort
von pharao1961, 77

Tja, das kommt daher, weil die Wand jetzt "atmet" :-)))


Keine Wand atmet und keine Wand wird nass, weil sie doppelt isoliert wurde. Das Gegenteil ist eher der Fall. Richtig lüftet man, indem man 3x täglich das Fenster GANZ öffnet (NICHT auf Kipp!) und dann immer wieder auf Raumtemperatur aufheizt. Stelle das Bett ca. 10-15 cm von der Wand weg und dann müßte Ruhe sein.


Ihr habt echt die Wand rausgerissen weil da Schimmel war??? Ich frage mich, was ihr erst macht, wenn der Aschenbecher voll ist...


Kommentar von Sarya93 ,

Nicht die ganze Wand. Da war so eine "Vertäfelung". Die haben wir weggemacht, weil da ja auch Schimmel dran war und die Platten. Dann haben wir es trocknen lassen und wieder neue Platten draufgemacht (diesmal ohne das Styropor, sodass ein Hohlraum vorhanden ist) und dann Tapete auf die Platten statt der "Vertäfelung".

Kommentar von pharao1961 ,

Auch bei den Platten ohne Styropor ist das wie eine Innendämmung und hinter den Platten kann sich Schimmel bilden. Wenn es keine Feuchtigkeit aus der Bodenplatte ist, kann man mit richtigem Lüften schon einiges in den griff bekommen.

Antwort
von MARLBOROpink, 85

Ist das Problem mit der nässe denn schlimmer wenns regnet oder geregnet hat?

Mach dich mal über den Begriff "Drainage" schlau. Es könnte gut sein dass die Wand feucht wird weil das Wasser nirgens hin kann und dann einfach irgendwie durch die Mauer kommt. Ist häufig bei älteren Häusern vorhanden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community