Erbsünde - kann mir jemand erklären was damit gemeint ist?

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Hallo Kaetzchen2004,

es ist eigentlich ganz einfach. Die Sünde, die die ersten Menschen begingen, wirkte sich insofern direkt auf sie aus, so dass sie dadurch ihre ursprüngliche Vollkommenheit verloren. Das schlug sich dann auch in ihren Genen (oder ihren Erbanlagen) nieder. Somit vererbten sie an ihre Nachkommen, also letztendlich auch an uns, ihre Unvollkommenheit und Sündhaftigkeit weiter. Die Bibel drückt das so aus:

"So wie durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich der Tod so unter allen Menschen ausgebreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12).

Die Erbsünde ist also das, was die ersten Menschen aufgrund der Erbgesetze an uns weitergegeben haben. Das schließt, wie der zitierte Text zeigt, Sünde und Tod mit ein.

LG Philipp


Philipp59  20.01.2023, 05:52

Vielen Dank für den Stern! :-)

LG Philipp

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Die Erbsündenlehre wurde ursprünglich nicht wegen des Kreuzestodes Jesu, sondern wegen eines noch viel weiter zurückliegenden theologischen Problems erfunden. Deshalb etwas ausführlicher dazu:

Im katholischen Katechismus kommt die Erbsündenlehre nach wie vor als unumstößliches Dogma vor.

Überschrift von Nummer 388ff des Katechismus der katholischen Kirche:

Die Erbsünde - eine wesentliche Glaubenswahrheit


In online-Dokumenten der Vatikanbibliothek kann man auch nachlesen (falls man Latein kann), wie die Erbsündenlehre entstand:

Der Kirchenlehrer Augustinus fragte sich, wie es denn sein könne, dass Gott Kain und Abel unterschiedlich behandelte, den einen annahm und den anderen verwarf. Zudem ging er davon aus, dass die Prädestinationslehre gilt, dass also das Schicksal des einzelnen Menschen durch Gott schon festgelegt ist, wenn dieser sich noch im Mutterleib befindet. Nach Augustinus wäre es aber ungerecht von Gott, ein ungeborenes Kind zu verurteilen, bevor es überhaupt eine Sünde begehen konnte. Da es aber nicht sein kann, dass Gott ungerecht ist, muss es einen andere Grund dafür geben. Ein Übersetzungsfehler in der griechischen Bibel Augustinus' führte ihn dann auf die Spur: das alles lässt sich nur dadurch erklären, dass jeder Mensch von Geburt an ein Sünder ist und diese Sünde muss er vom ersten Sündenfall durch Adam und Eva geerbt haben. In der lateinischen Übersetzung der Bibel Augustinus' stand bei Römer 5,12: "Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod und ist so auf alle Menschen übergegangen: in ihm haben alle gesündigt..". Dieser eine Mensch (in ihm) konnte laut Augustinus nur Adam gewesen sein. Die korrekte Übersetzung des griechischen Originaltextes hätte aber lauten müssen: "So wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt hinein kam und durch die Sünde der Tod, so gelangte auch zu allen Menschen der Tod, weil alle sündigten." Die korrekte Interpretation müsste also lauten, dass die Sünde nicht durch Vererbung von Adam übertragen wird, sondern die Menschen sündigen selber individuell.

Allerdings beantwortete Augustinus nicht die Frage, warum es den einen trifft (Kain), den anderen aber nicht (Abel). Das schob er dem unergründlichen Willen Gottes zu, dass der schon vor der Geburt mal so oder so entscheidet und seine Gnade daher nicht erworben werden kann, sondern als Geschenk zu betrachten ist.

Diese "Glaubenswahrheit", die letztlich auf einem Übersetzungsfehler beruht, kann die RKK nicht zurücknehmen, weil sie sonst zugeben müsste, dass einer der wichtigsten Kirchenlehrer schwer geirrt hat, was nicht geht, weil das gesamte katholische Glaubensgebäude auf der Unfehlbarkeit der alten Kirchenlehrer beruht.

Daher steht im Katechismus auch ausdrücklich (Nr. 388):

Die Kirche, die den ,,Sinn Christi" [Vgl. 1 Kor 2,16.] hat, ist sich klar bewußt, daß man nicht an der Offenbarung der Erbsünde rühren kann, ohne das Mysterium Christi anzutasten.

Die Kirche hat also selber genau das Problem mit der Erbsündenlehre erkannt und argumentiert daher sinngemäß: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf".

Desweiteren gabs auch immer einen machtpolitisch praktischen Grund, an der Erbsündenlehre festzuhalten. Indem man alle Menschen von vornherein zu Sündern erklärt, die dadurch der ewigen Verdammnis verfallen sind, Erlösung davon aber ausschließlich durch katholische Priester erfolgen kann, macht man die Menschen vom Klerus abhängig.

Dies war auch einer der entscheidenden Gründe für Luthers Aufstand gegen die katholische Kirche. Er meinte, die Erlösung von den Sünden und der Weg zu Gott könne auch ohne Priester erreicht werden. Das war ein klarer Anschlag auf die Macht des Klerus und auf die Bedrohung ihrer Macht reagierte die katholische Kirche reflexartig immer mit Verfolgung und Mord. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, wenngleich auch die Mittel, ihren Machtanspruch und ihre Privilegien zu erhalten, stark eingeschränkt ist. Die Mittel, die sie noch hat, wendet sie aber nach wie vor regelmäßig an. Zuständig ist dafür immer noch im Vatikan die Inquisitionsbehörde (Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis), die sich allerdings inzwischen in Glaubenskongregation (Congregatio pro doctrina fidei) umbenannt hat.

Das ist nichts was du wissen mußt, total unnötiges Wissen das man seitens der Kirche immer nutze um den Menschen Angst zu machen, ihm einzureden er trage "Schuld" und müsse diese durch einen gefälligen Lebensstil absühnen.

Der Katechismus der Katholischen Kirche behandelt hier das Thema Erbsünde

Es ist keine persönliche Schuld, sondern eine, wenn man so will, grundsätzliche Verirrung des Menschen, die ihre Wurzel im Sündenfall hat.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Gläubiger Katholik

Ja, das wird von so gut wie allen Christen sehr missverstanden, was denn die Erbsünde eigentlich ist:

Die UR-SCHULD ist die LUST daran, selbst GOTT sein zu wollen - letztendlich in der Tat. Die Erbsünde ist jene (Lust) aus der UR-SCHULD heraus, an sich selbst und am Nächsten Lust haben zu wollen - ohne den Segen Gottes abwarten zu können - wiederum in der Tat. Sozusagen: Eine verfrühte Liebe-Tat (ist es dann Liebe?) aus der Ungeduld heraus.

Wie dem auch sei, es ist die "Erbsünde" (Adam & Eva) in der "UR-Schuld" (Luzifer). Im Grunde zweimal der Ungehorsam. Wobei zuerst der Angriff auf GOTT selbst und dann durch Adam und Eva die Lust an sich selbst wie ebenso am Anderen, ohne einen direkten Angriff auf GOTT. Dennoch bleiben die "Seelenkraftanteile" in einer Erbschuld bis ins 3. und 4. Glied, was ein weiteres Zeugnis von der Heiligkeit GOTTES ist im GEHORSAM.

Gehorsam ist ja nichts anders, wie es das DEUTSCHE Wort ja schon sagt: Trägt das GEHÖRTE SAMEN im AMEN! = Zusammen der GEHORSAM! Amen heißt ja: SO SEI ES! Also eine Zustimmung. Eine Zustimmung jedoch kann nur aus eigener Erkenntnis erwachsen! Das ist der Unterschied zwischen der Erbsünde und der UR-Schuld. Der Rucksack der UR-SCHULD ist bis zuletzt zu tragen. Die Erbsünde ist "lediglich" ein Teil in dieser UR-Schuld, und dennoch aber ist auch diese erst dann nicht mehr, wenn die Materie nicht mehr sein wird.

Vielleicht wäre es eigentlich ein "ERBE" gewesen, dass der GEHORSAM gepflanzt worden wäre. Doch durch den abermaligen Ungehorsam in der UR-SCHULD wurde aus dem ERBE des Gehorsam die "ERBSÜNDE".

DAS ERBE DES GEHORSAMS, welches (ERBE) aber zur ERBSÜNDE wurde.

Eine enorme Auswirkung der Verführung Luzifers an Adam und Eva, die „ersten Kinder" dieser Erlösungsepoche (nicht die ersten Menschen überhaupt, wie viele Bibelleser falsch interpretieren) einläuteten.

  • Kurze Zwischenanmerkung, weil eben auch das von so gut wie allen Bibellesern sehr falsch verstanden wird: Waren Adam und Eva buchstäblich die ersten Menschen? Das wird von Menschen, die einmal zu einem Glauben kommen, sehr verwechselt werden, was jedoch an GOTTES Wahrheit nichts verdunkeln kann. Adam und Eva waren in einer genau gegrenzten Gnadenzeit das erste Menschenpaar in dem Distrikt, der als Paradies zu gelten hat. Andernorts gab es Menschen aus der vorhergehenden Zeitepoche. Das hängt mit dem Fall, mit der Erschaffung der Materie, deren Ablauf, dem Freiwerden derselben zusammen. Also konnte Kain wirklich in einem anderen Land ein Weib sich nehmen und dort wohnen. Ist demnach kein Widerspruch zu dem 'ersten Menschenpaar im Paradies'. Das Fallgeschehen begann also beileibe nicht vor 6000 Jahren mit Adam und Eva (mit Adam und Eva haben wir einen Spiegel der Ursünde von Luzifer hier in der Materie als Erbsünde in einer prinziphaften Wiederholung), sondern riesige Zyklen vorher, genau gesagt in der Mitte des 6. Schöpfungstages, in dem wir uns jetzt befinden. Der 7. Tag, dieser bei Moses beschriebenen Tage, hat also noch gar nicht begonnen, und ganz wichtig, eine weitere folgenschwere Fehlinterpretation von so gut wie allen Bibellesern, was Moses im 1. Kapitel der Genesis aufschrieb, muss auf die geistige Urschöpfung bezogen werden und nicht(!) auf die materielle Welt (dieses gesammte von der Lichtschöpfung abgekapselte Falluniversum), welche ja erst im Zuge des Fallgeschehens, welches nie vorgesehen war, aber aufgrund des freien Willens der Geschöpfe entstand, als Rückführungsschulumgsstätte für die Gefallenen geschaffen wurde von GOTT. (Siehe hierzu vertiefend diese Antwort: https://www.gutefrage.net/frage/theologie-ist-nicht-wissenschaftlich#answer-478339628 )

Viel hing von ihnen ab. Und doch scheiterten sie. Es war im übertragenen Sinne wiederum die Sünde, aus sich selbst schaffen zu wollen, aus der Lust an der Schöpfungsfrucht ohne den Segen des Schöpfers! Diesmal jedoch eine Verführung. Bei Luzifer und der UR-Schuld dann schlussendlich selbst GOTT sein zu wollen, handelt es sich hier um eine Entscheidung durch Einwirkung zweier Impulse von außen, welche dennoch ihre Wirkung im Innen entfalten. GOTT spricht mit Adam und Eva und dennoch erliegen sie der Verführung Luzifers. Kaum auszumachen, welche „KRAFT" da im Spiel war. Wie VERWALTE ich diese Kraft? Und wieder stand die Lust des Eigenen im Vordergrund. Aber das Scheitern dürfen würde ein weiteres Thema aufrollen. Und so ersehen wir, dass es sich um eine „Zeitkraft" handelt! Es handelt sich um die Erbsünde in der UR-SCHULD, welche sich nun über diese Epochen erstreckt!"

Die Vorstellung, dass die Sexualität nun hier fallbedingt natürlich und nun einmal da sei, eine solche Philosophie hätte auch die Schlange (Luzifer) zu Eva sagen können, um sie genau dadurch zu verführen und zu programmieren und sie daran zu hindern, die primäre Urschuld-Lust gewaltig aufzuheben.

Ein ganzes Geschlecht hätte darauf beruht. Was für ein großer Schritt zurück in die UR-Ordnung hätte da vollzogen werden können. Wenn man sich dessen bewusst wird, dann versteht man auch die Erbsünde, die sexuelle Lust bis hin zu den ärgsten Entartungen. Das ist der Sinn des Auftrages von Adam und Eva. Da wäre es für alle anderen Fallrassen nicht möglich gewesen, dagegen anzukommen.

Ich weiß, dass wir das alle zusammen nicht gerne hören wollen. Daran können wir aber auch sehen, was diese sexuelle Energie fallbedingt alles vermag. Da drehen wir lieber geistige Inhalte so, dass wir dann doch Sex haben können. Doch wir können die Begierden etc. nicht bekämpfen, da sie uns sonst noch verstärkt beherrschen würden. Wir brauchen sie aber auch nicht verharmlosen und fallbedingt als nun einmal gegeben hinstellen und beschwichtigen oder gar unsere eigene Sexualität zum Zwecke der Lustbefriedigung damit rechtfertigen. Wir können das alles nur zerlieben. So auch die sexuellen Energien. Doch selbst da sollte dann VATER mit dabei sein in einem ersten Umkehrschritt. So wie ich einmal las: "Wenn wir hier auf der Erde den ersten Schritt schaffen, ist das schon viel."

Adam und Eva jedoch hätten, davon gehe ich mit angrenzender Wahrscheinlichkeit aus, hier einfach nicht fallbedingt, sondern ganz klar zurückführen können in eine urbedingte Vereinigung nach einem Ordnungsplan. Doch sie sind der Lust verfallen. Hier sollte die "angeblich natürliche" Sexualität in einem ersten gewaltigen Schritt in die UR-Ordnung (urbedingt) durch einen bewussten Rückkehr-Akt vollzogen hätte werden können, sollen, dürfen.

Zitat „Anastasia – Tochter der Taiga“, Band 1:

« Die Menschheit ist nicht schlecht, aber sie unterliegt dem starken Einfluss der dunklen Kräfte, die den Geist des Menschen verwirren und die niederen Triebe des Fleisches anstacheln. So werden die Menschen in unsägliches Leid und Elend gestürzt. Dabei bedienen sich die Dunkelmächte des Mediums der Frau, insbesondere ihrer Schönheit. Die Schönheit der Frau ist eigentlich dazu bestimmt, im Manne den Sinn für Dichtung, Kunst und Kreativität zu erwecken und zu pflegen. Dazu muss aber die Frau selbst rein sein. Ist dies nicht der Fall, wird sie versuchen, den Mann mit ihren körperlichen Reizen zu verführen, sozusagen durch den äußerlichen Glanz einer leeren Hülle. Dadurch betrügt sie den Mann, und für diesen Betrug muss sie selbst das ganze Leben hindurch leiden.» (Zitat Ende)

Zitat aus „Die Sexualkraft - Grundkraft des Lebens“:

  „Die Sexualkraft ist unsere elementare Lebenskraft. Als Grundkraft des Lebens ist sie der eigentlichste Lebenssinn der Seele, d.h. der zur Ausbildung des in der Seele wohnenden Geistes notwendige Seelenätherstoff (GEJ.08_041,01-08). Wird diese Kraft, die dem Menschen zur Vergeistigung seines Ichs  ̲u̲n̲d̲ ̲z̲u̲r̲ ̲a̲l̲l̲e̲i̲n̲i̲g̲e̲n̲ ̲K̲i̲n̲d̲e̲r̲z̲e̲u̲g̲u̲n̲g̲ ̲g̲e̲g̲e̲b̲e̲n̲ ̲i̲s̲t̲ ̲ (GEJ.03_215,11; GEJ.04_231,03; RB.02_203,18), einem tierischen Trieb gleichend nur für die stumme Befriedigung seiner Begierden benutzt, dann vergeudet der Mensch diese seine besten Kräfte durch das Verpuffen seiner alleredelsten Lebenssäfte, seines Seelenätherlebensstoffs. Es fehlt ihm dann nicht nur ein Vorrat, aus dem sich am Ende ein stets intensiveres Licht in der Seele hätte ansammeln können (GEJ.04_230,02; GEJ.08_041,06), sondern die Seele vergräbt sich dadurch auch in das Fleisch und verhindert dadurch die Wachwerdung des Geistes in ihr“