Frage von Rythym20, 61

E-Bass ... wo genau C, F, a-mol, G, B greifen?

Folgendes:

Wo genau auf dem E-Bass greift man C, F, a-moll, G, B.? abee jetzt ohne großartig dreiklänge ins spiel zu.bringen.

E-Bass besteht ja aus EADG(in chronologischer reihenfolge) und bei E genauso wie bei A und bei D und G kann man ein C greifen. Welche der obengeannten 4 saiten soll ich denn jwtzt nehmen, um C (ohne dreiklang) zu greifen evtl. Zu spielen?

selbiges gilt für F, G, B, a-moll? Bei EADG kann man F, G, B, a-moll greifen, aber soll ich die jetzt bei E oder bei A etc. Abgreifen?

danke

Antwort
von AKR715, 28

Hi Ein bisschen was an musiktheoretischen Grundlagen solltest du dir unbedingt draufziehen, um daraus ableiten zu können, welche Einzeltöne du auf dem Bass über welche Akkorde/Dreiklänge spielen kannst und welche nicht! Hier mal ein kleiner Exkurs:

Ein C(-Dur) Dreiklang besteht aus den Tönen C (= Grundton), E (=große Terz) und G (=Quinte). Also aus dem ersten, dritten und fünften Ton aus der C-Dur Tonleiter (C, D, E, F, G, A, H, C). Von den Leersaiten deines Basses kannst du über C-Dur demnach problemlos die E- und die G-Saite spielen - E und G sind Bestandteile des Tonmaterials des C-Dur Dreiklangs, das passt!

Wenn du hingegen ein A spielst, erweiterst du den C-Dur Dreiklang um den 6. Ton der C-Dur Tonleiter, aus dem Akkord "C" wird also ein "C6". Das wird sich vermutlich ganz passabel anhören, aber du veränderst bzw. erweiterst damit das Klangbild! Analog die D-Saite: Damit spielst du den 2. Ton der C-Dur Tonleiter, aus dem C wird also ein C2 (das schreibt man dann "C9").

Merke: Das ist eine ganz mächtige Waffe von uns Bassisten, die wir ganz bewusst einsetzen können: Die Keyboarder oder Gitarristen spielen Akkorde, die wir am Bass entweder supporten können (in dem wir Einzeltöne aus dem Akkord spielen), erweitern (Zusatztöne aus einer passenden Tonleiter, die den Grundklang "tonal passend" erweitern) oder bewusst kaputtbrechen können (bspw. am Bass über die Mollterz grooven, während Gitarre/Piano einen Durdreiklang legen -> klingt bluesy)!

Jetzt noch mal für Moll: A-Moll ist die parallele Molltonart von C-Dur mit den Tönen A, H, C, D, E, F, G, A, H (Beachte die unterschiedlichen Abstände der Dur- und Molltonleiter zwischen den einzelnen Tönen: Bei Dur liegen der 3. und 4. sowie  der 7. und 8. Ton nur einen Halbton auseinander, bei Moll sind das der 2. /3. sowie der 6. und 7. Ton!). Für den Am-Dreiklang hast du A als Grundton, C als kleine (Moll-)-Terz sowie E als Quinte. D.h. von den Leersaiten kannst du über A-Moll problemlos A und E spielen. D hingegen wäre die Quarte/4. Ton, die ist nicht in A-Moll enthalten. Wenn du ein D über den Klang A-Moll spielst, erweiterst du den Klang zu einem "Am add11", das ist recht ungewöhnlich und wird vom Ohr -wenn es eigentlich einen reinen Am erwartet- als störend wahrgenommen. Das G über A-Moll macht aus deinem A-Moll ein Am7 - das geht schon eher, wird bspw. gerne für Übergänge verwendet (Am - Am7 - bspw Dm - ... )

Abschließend diese Übung nochmal für Gb-Moll basierend auf der Gb-Molltonleiter mit Gb, Ab, A, H, Db, D, E, Gb. Gb-Moll Dreiklang hat A als Terz und Db als Quinte. A über Gb-Moll klingt passend, E ist die siebte Stufe, also Erweiterung Gbm7. D ist die kleine (Moll)Sexte, also Erweiterung Gbm6. G hingegen hat in GbMoll nichts zu suchen, das wäre eine Erweiterung zu Gbm b9, sowas taucht höchstens im Jazzkontext auf.

Ich hoffe, ich habe dich nicht zu sehr abgehängt: Dieser tonale Kram ist total wichtig, wenn du auf dem Bass weiterkommen willst und nicht nur ahnungslos Saiten und Felder abdrücken willst, ohne irgendeinen Schimmer zu haben was da musikalisch gerade passiert ...







Antwort
von koofenix, 31

Moll ohne Dreiklang ? Kenn ich nicht.
 In der Regel sollte der Ton zur restlichen Musik passen. Die Spielweise sollte es erlauben etwas sinnvolles aus dem Instrument herauszuholen ohne sich die Finger zu brechen.

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