An keinem Tag fühle ich mich wohl! Damals bin ich zu meinem Freund in die Vorstadt gezogen. Es ist die unpraktische Raumeinteilung und rundherum einsehbarer ein Vorgarten mit Terrasse. Mein Freund will dies und das am Reihenhaus ändern bzw. kaufen und ich sage "...nein, wer weiss wie lange wir hier noch wohnen". Aber alles bleibt. Auch weil unser Sohn hier zur Schule geht und seine Freunde hat.
Wir bekommen oft Streit, weil ich phasenweise depressiv bin und die Arbeit in Haus & Garten vernachlässige und träge bin. Bin echt ratlos und frustriert - ein Dilemma.
**Bin ich undankbar? Viele Menschen haben überhaupt kein Dach überm Kopf?******
Liegt´s an irgendwelchen negativen Einflüssen (Erdstrahlen, o.ä.)? Bin ich "depressiv" wegen der Wohnumgebung oder mag ich die Wohnung nicht weil ich so bin? Was würdet ihr machen? ...? Was wäre der nächste Schritt? Weitere Nachfragen?
Danke für deine Worte. Kann diese verstehen. Aber wie kann ich das jetzt auf meine Situation übertragen?
Ich fühle mich in diesem Haus eingeengt (kleine Kinderzimmer (9 qm), kleine Küche, vier Etagen mit je 40 qm und bei 2 Etagen sogar noch die Dachschräge dabei), irgendwie beobachtet (Haus und kleiner Garten 15mx5m) - von allen Seiten von Nachbarn und von Straße her einsehbar. Wir benutzen den Hauseingang kaum, weil er auf der anderen Hausseite wie die Garage liegt und der Zugang schmal und dunkel ist. Wir gehen und kommen über die Garage ins Haus, wo wir auch parken. Habe durch Treppenhaus, das sich über vier Etagen offen erstreckt wegen dem umschließenden Luftschaft (1mx050m, 10 m hoch) Angst, vor allem wenn ich vom DG runter in KG schaue. Fühle mich konkret beengt und blockiert.
Kannst Du mir mit diesen Info weiterhelfen? Ich leide sehr unter diesem Dilemma hier und es gibt Tage, an denen ich an nichts anderes mehr denken kann, als hier wegzuwollen. Aber ich kann ja nicht, weil Kinder und Freund über Schule, Beruf und Vereinsaktivitäten hier schon verwurzelt sind. Aber ich träume dauernd von einem anderen Wohnumfeld. Ich bin durch diese emotionale Belastung oft nicht fähig Haus und Hof in Ordnung zu halten (so wie ich es eigentlich gerne täte). Im Keller und DG haben wir je einen Raum, der chaotisch ist und ich seit Monaten dran bin diese auszumisten.
Wie gehe ich jetzt mit um? Nächster Schritt?
Würde mich freuen, von Dir zu lesen.
Ganz praktisch gesehen, würde ich folgendermaßen vorgehen:
Wie es scheint, sind weder finanzielle Mittel in Hülle und Fülle vorhanden, noch hast du im Moment den Drive, für dein Herz und gegen die Bequemlichkeit deines Umfeldes zu entscheiden.
Das heißt: die großen Veränderungen müssen wohl noch ein wenig warten. Deshalb würde ich im Moment das beste aus dem machen, was jetzt da ist, um wieder eine wenig Energie und Freude zu tanken.
Dies geht auch mit ganz einfachen Mitteln. Wichtig finde ich zunächst, den Hauseingang einladend, freundlich und hell zu gestalten und ihn wieder bewusst zu benützen. Weiße Farbe, Licht und ein paar gestaltende farbige Elemente, die dich schon beim Anschauen erfreuen, wirken Wunder.
Schon die Veränderung der alten Gewohnheiten setzt Neues in Gang. Nütze dies ganz bewusst.
Gestalte die Fenster mit freundlichen, hellen Vorhängen, sodass dieses Gefühl der Einsehbarkeit weniger ist. Vielleicht lassen sich im Treppenhaus bunte Tücher spannen, die den Blick ein wenig ablenken und den durchgängigen Blick von Oben nach Unten abmildern.
Schöne Pflanzen mit abgerundeten Blättern im Haus verteilt, bringen auch Lebendigkeit. Ein kleiner Brunnen mit Steinen und ein paar schöne Bilder...
Und bleib dran mit dem Ausmisten! Alles was nicht wrklich dein Herz berührt, ist nur Ballast und blockiert dich.
Es ist doch so: wie willst du etwas loslassen, verändern, das du dir bisher nicht zu Eigen gemacht hast, noch nie wirklich "in die Hand" genommen hast. Du kannst nicht loslassen, was du noch nie gehalten hast.
Also übernimm erst mal Verantwortung für das, was JETZT da ist, mach das Beste draus, nimm es so an und lerne es lieben. Mit jedem Raum, den du dir umgestaltest und Wärme hinein bringst, fühlst du dich wohler.
Sei du selbst die Veränderung, nach der du strebst und genieße diesen Weg.
Danke. Das sind gute Ideen. Verstehe ich als Erste-Hilfe-Maßnahme für meine Seele... Was meinst Du mit "alte Gewohnheiten ändern"?
Werde mal schauen, was ich sofort umsetzen kann. Melde mich wieder...
Genau so habe ich es gedacht :-)))
Mit "alte Gewohnheiten ändern" meinte ich, dass du dich aufmerksam beobachtest, wie du dich durch das Haus bewegst und dort wo du Regelmäßigkeiten erkennst, bewusst künftig anders vorgehst, eben wie mit dem Eingang. Fange da an, wo es dir relativ leicht fällt...