Frage von Dennissan, 104

Bekomme höchstwahrscheinlich eine Ausbildung? Kann ich dann aus der Maßnahme rausgehen oder muss ich da bis zum Ende bleiben?

Hallo,

ich befinde mich in einer BvB Maßnahme, wo ich mich aktiv auf eine Ausbildung vorbereite. Ich habe letztens mein Praktikum gemacht, wo ich mir selbständig gesucht habe und erfolgreich abgeschlossen habe. Die Chancen, dass ich da eine Ausbildung machen kann ist hoch (zeige euch gleich das Bild mit den Bewertungen).

Mein Bedenken: Meine Bildungsbegleiterin von der Maßnahme sagt ich soll woanders noch ein Praktikum machen, was mit dem Bereichen zu tun hat, was ich im Praktikum gemacht habe. Das ist für mich kein Problem. Aber ich habe ein Zettel bekommen (zeige ich euch auch gleich per Bild), dass man da eine Ausbildung machen kann die 2 Jahre gehen soll und ich die machen sollte, was von der Bundesagentur für Arbeit und der Stadt Gelsenkirchen organisiert wird. Ich will da keine Ausbildung machen was von der Arge ist. Wenn ich diese Ausbildung bekomme, wo ich mein Praktikum gemacht habe, muss ich dann diese sogennante "Ausbildung" nicht machen und kann aus der Maßnahme gehen?

Oder lohnt sich diese Ausbildung von der Arge? Ich bedanke mich schon mal für die Antworten!

Antwort
von sozialtusi, 52

Also erstmal... Das Praktikum, das Du gemacht hast, beinhaltet keine Zusage für eine Ausbildung dort. Die Angabe des BEtriebes bezieht sich in erster Linie darauf, dass die Ausbildung für Dich dort grundsätzlich möglich ist. Du hast Dich noch nicht beworben, du hast keinen unterschriebenen Ausbildungsvertrag in der Hand.

So lange das nicht der Fall ist, hast Du eben auch keinen Ausbildungsplatz und verbleibst natürlich möglichst in der BvB. Im Rahmen dessen amchst Du möglichst weitere Praktika, um Deine Chancen und auch Deine Praxiserfahrung zu vergrößern. Das sollte Deine Bildungsbegleitung Dir aber alles erklärt haben.

Die Dir vorgestellte BaE ist eine geförderte Ausbildung und gar nicht für jeden zu bekommen. Dafür musst Du erstmal "schwach genug" sein. Eine reguläre Ausbildung ist immer vorzuziehen. Ob BaE möglich ist oder nicht entscheidet eh der zuständige Berufsberater und würde Dich dann zuweisen. Das erfolgt aber auch nur in Absprache mit Deiner Bildungsbegleitung der BvB. 

Kleiner Hintergrund: Ich hab sowohl BvB als auch BaE bereits geleitet ;)

Kommentar von Dennissan ,

Muss ich dann zu der BaE gehen? Weil auf dieser Zettel steht ja was mit Lernbehindert. Und ich habe keine Lernbehinderung. Ich habe wirklich Angst zu dieser BaE himzugehen. Ich will eine reguläre und richtige Ausbildung haben.

Kommentar von sozialtusi ,

Es würde Dich niemand in eine BaE stecken, wenn Du nicht der richtige Kandidat dafür wärst. Das kostet ordentlich Kohle, jemanden in einer BaE auszubilden. 

Eine BaE ist auch eine "richtige" Ausbildung. Es müssen aber bestimmte Förderbedingungen vorliegen, die erstmal festgestellt werden müssten. Also bis dahin ists ein langer Weg und davon spricht ja bei Dir niemand ernsthaft.

Kommentar von Dennissan ,

Und welche bestimmte Förderbedingungen müssen erfüllt werden?

Kommentar von sozialtusi ,
Kommentar von Dennissan ,

Nehmen wir mal an die schicken mich trotzdem dahin. Habe ich ein Recht auch was dazu zu sagen oder muss ich auf deren Pfeifen tanzen? Ich habe heute meine Bewerbung bei der Firma abgegeben, wo ich mein Praktikum gemacht habe. Und habe auch vor morgen 10-20 weitere Bewerbungen zu schreiben, um die Chance ein Vorstellungsgespräch zu ersteigern.

Kommentar von sozialtusi ,

Natürlich musst Du keine Ausbildung machen, die Dir nicht zusagt. BaEs gibt es übrigens auch in anderen Berufen, falls es daran liegen sollte. Wenn jetzt wirklich jemand einen Förderbedarf bei Dir feststellt, der eine BaE ermöglicht, dann überlege es Dir bitte ernsthaft, denn dann hat das auch einen stichhaltigen Grund. BaE gibt es in integrativ (bei einem Bildungsträger) und in kooperativ. Wenn möglich, nimm die kooperative Variante, da bist du "ganz normal" in einem Ausbildungsbetrieb. 

Mach nciht den FEhler und schreib jetzt völlig kopflos Bewerbungen an Betriebe, von denen Du nicht weißt ob sie ausbilden, ob sie DIESES JAHR ausbilden, ob Dein Schulabschluss ausreicht... Und schreib unbedingt (!) jede (!)! Bewerbung individuell auf den jeweiligen Betrieb zu.

Kommentar von Dennissan ,

Also ich kann nur sagen, dass ich immer erstmal auf der Seit der Agentur für Arbeit unter Jobbörse schaue. Da ist schon mal sicher, dass die einen Ausbildungsplatz anbieten. Ob der Abschluss stimmt, weiß ich nicht.

Also ich habe mur diese eine Seite gesehen und konnte bei mir vielleicht nur eine Sache feststellen mut der BaE: Sprachprobleme. Also es ist nicht immer, dass ich bei jedem Satz nicht flüssig sprechen kann. Nur ab und zu aber sonst konnte ich bei mir nichts anderes feststellen.

Kommentar von sozialtusi ,

Der gewünschte Abschluss steht ja dabei. Ich würde auch bei Anzeigen im Portal der Agentur immer nochmal dort anrufen. Und wenn Du nur nach einem persönlichen Adressaten fragst... Du bist schon mal "im Ohr".

Im Rahmen der BvB kannst Du ja auch immer ein Praktikum anbieten. Das öffnet immer Türen, wenn Du dich gut anstellst. Unbedingt immer mit anbieten in der Bewerbung.

Das müsste dann offiziell festgestellt werden. Also mach dIr erstmal keinen Kopf um BaE. Wenn das dieses Jahr noch was werden soll, müsste da bald was passieren und das würde dein Bildungsbegleiter dann einstielen.

Kommentar von Dennissan ,

Also das mit "anbieten" hatte ich auch vor gehabt. Nur bei meiner jetzigen Bewerbung habe ich das nicht geschrieben, da ich schon ein Praktikum gemacht habe ^^ Aber wenn ich jetzt sagen wir mal eine Ausbildung habe, habe ich dann mit der Arge nichts mehr zu tun und mut der BvB auch nicht? Die sind dann für mich Vergangenheit?

Kommentar von sozialtusi ,

Naja, was willst Du mit Ausbildungsplatz noch bei der Arge? ;)

BVB macht man normalerweise bis an die Ausbildung ran weiter. Du bist ja auch noch berufsschulpflichtig, nehme ich mal an. Nochmal jetzt umgewöhnen von BVB auf "Resteklasse" für den Rest des Jahres ist auch doof, ehrlich gesagt. Und die Erfahrungen der BVB solltest du auf jeden Fall mitnehmen und Praxis sammeln, notfalls über weitere Praktika. Sonst steht im BVB-Zeugnis nachher auch "abgebrochen", was wieder nicht gut ankommt.

Kommentar von Dennissan ,

Na ja da ich mut 19 die Maßnahme besucht habe und auch im Oktober zur Berufsschule gehe, denke ich, dass ich nicht mehr Berufsschulpflichtig bin ^^ Was ist mit den Leuten die dieses Jahr keine Ausbildung gefunden haben?

Kommentar von sozialtusi ,

Dein Alter war mir nicht ersichtlich, entschuldige ;)

Wer keinen Ausbildungsplatz findet, bleibt weiter als ausbildungssuchend gemeldet. Eventuell folgt nochmal eine MAßnahme oder man bespricht weiteren Schulbesuch.

Antwort
von Sanja2, 41

du hast Schulpflicht und deshalb musst du in der BvB Maßnahme bis Ende des Schuljahres bleiben, auch wenn du einen Ausbildungsplatz bekommst. Jede Erfahrung die du mitnehmen kannst solltest du mitnehmen und somit jedes Praktikum machen. Wenn du am Ende mehrere Möglichkeiten zu einer Ausbildung hast kannst du dir die aussuchen die dir am besten gefällt.

Antwort
von Appelmus, 50

Die BaE, wie sie auf dem Zettel angeboten wird, kann ich dir, ohne deinen Hintergrund zu kennen, erst einmal nicht empfehlen. Sie ist einer "normalen" Ausbildung nicht gleichzusetzen und auch bei Arbeitgebern eher "ungern" gesehen.

Selbst wenn du jedoch die Ausbildungszusage von deinem Praktikumsbetrieb für eine "normale" Ausbildung bekommen hast, kann es passieren, dass dich deine Sachbearbeiterin bei der Berufsberatung bis zum Ende der BvB im Projekt lässt.

Kommentar von Dennissan ,

Also soll ich diese sogennante Ausbildung nicht machen und hoffen, dass ich da eine Ausbildung bekomme, die ich im Praktikum gemacht habe?

Kommentar von sozialtusi ,

Hoffen solltest Du nicht - Du solltest dich bewerben ;)

Kommentar von Dennissan ,

Habe ich heute gemacht gebe es morgen persönlich ab.

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