Frage von Luna4488, 170

Beim Hufschmied?

Hallöchen. Ich hätte da eine (vielleicht etwas doofe xD) Frage. Ich bin morgen bei meiner Reitbeteiligung, wenn der Schmied kommt, da die Besitzerin keine Zeit hat.

Nun ... da ich noch nie alleine mit beim Schmied war, habe ich die ein oder andere Frage. Und zwar:

  1. wie ist das, bleibt man als "Besitzer" dann beim Pferd? Oder kann ich dann schnell mal den Schrank aufräumen? :D "Mein" Stütchen bleibt sehr lieb stehen und ist brav.

  2. und wenn ich nicht dabei bleiben muss, was kann ich die Zeit über so tun? :D

  3. bei ihr wird wahrscheinlich nur ein bisschen gekützt, wie lange dauert das ungefähr?

  4. Muss ich etwas vorbereiten? Also z. B. Hufe abspühlen usw.?

Entschuldigung für die vielen Fragen, ich würde mich über nette Antworten freuen. :) LG!

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 83

1. Es kommt drauf an. Manchmal ist der Besitzer / die Bezugsperson eher im Weg. Ich sehe viele Pferde, die bei ihren Hufbearbeitern einfach nur stehen und warten, wohingegen sie bei ihren Besitzern rumhampeln. Wichtig ist, dass das Pferd anständig steht. Eigentlich sollte man Pferde nur im Notfall anbinden, weil sie immer mal wegspringen könnten und dann in den Strick rasseln, was ihrer Halswirbelsäule nicht immer gut tut. Allerdings, wenn sie beim Besitzer hampeln, ist anbinden besser. Wenn sie ruhig stehen, sollte sie die Begleitperson so für den Bearbeiter aufstellen, dass der einen trockenen Platz hat, um neben dem Pferd zu knien und guten Lichteinfall hat, also durchaus auch mal umdrehen, wenn dann mehr Licht ran kommt.

2. Meine Hufbearbeiterin würde meine Pferde auch ohne mein Beisein machen, jedoch erzählen die Hufe auch die Geschichte der letzten Monate, z.B. auch wie die Umstellung vom Weidegras auf die Winterfütterung, wo kein Saftfutteranteil dabei ist, so verlaufen ist und am besten sieht man die am ganz, ganz frischen Huf. Schon alleine deshalb will ich den Huf sehen, bevor das Pferd damit wieder läuft und sich den dreckig macht. Und ich möcht da sein, wenn sie etwas an der Stellung verbessert, weil sie dann erklärt, was genau sie wie in Angriff nimmt, ob ich mit der Gymnastizierung mithelfen kann. Manchmal findet sie auch eine Tasche, die gepflegt werden muss, weil mein Pferd aus den Sprunggelenken heraus nicht sooo zentriert belastet und durch die daraus entstehenden Spannungen bilden sich eben solche Sachen. Da möchte ich auch, dass jemand da ist, dem sie sowas direkt bei der Arbeit sagen kann. Sonst muss sie später noch extra Zeit für's Erklären aufwenden.

3. Wer ordentlich arbeitet, aber viel Routine hat, sollte nicht unter 30 min brauchen ... ich sehe Schmiede am Barhuf nur 10 bis 20 min pro Pferd arbeiten, aber mir gefällt nicht, wie die Pferde nach dieser Bearbeitung laufen. Ich rechne 30 bis 40 min pro Pferd bei meiner Bearbeiterin. Jemand, der noch nicht so lang "im Geschäft" ist, braucht auch mal eine Stunde pro Pferd. Lieber arbeitet er genau und legt sich das Messer noch zurecht in der Hand als dass er schludert. Da ich nicht weiß, wieviel Routine derjenige mitbringt, der da kommt, kann ich Dir keine Zeit nennen.

4. Bitte nicht die Pferdebeine nass machen. Ein guter Hufbearbeiter möchte sich das Bein des Pferdes auf seinem Oberschenkel ablegen, um mit beiden Händen am Messer sein zu können. Er möchte auch nicht, dass man "aufhält", damit er spürt, wann ein Pferd möglicherweise weg zieht. Ein nasses Pferdebein ist grade im Winter eher gemein. Auch der Dreck und sämtliche Steine sollten drin bleiben. Ein Hufbearbeiter, der um Auskratzen bittet, disqualifiziert sich damit für mich, seit ich weiß, wieviel das, was möglicherweise drin haftet, über das Pferd, den Gebrauch seiner Hufe und über das ToDo für den Bearbeiter erzählt. Der Dreck konserviert auch die Feuchte am Huf und ein feuchter Huf schont nicht nur die Gelenke am Arm des Bearbeiters, sondern auch sein Werkzeug. Trockene Hufe sind bockhart, da kann man keine sinnvolle Arbeit leisten. Deshalb sollte man im Sommer, wenn es längere Trockenperioden hat, eine Stunde vor Eintreffen des Bearbeiters mit Wässern der Hufe beginnen - aber hier wieder nicht über's Horn raus, um dem Bearbeiter kein nasses Bein anzubieten.

Antwort
von Mikado13, 79

Schon allein aus Höflichkeit bleibt man dabei. Wenn keine Eisen zu machen sind, dauert die ganze Sache ja auch nicht allzu lange, maximal eine halbe Stunde, wenn das Pferd brav ist. Oftmals kann man in der Zeit dem Schmied zur Hand gehen, wenn er keine Hilfe braucht, kann man durch zuschauen und Fragen stellen einiges lernen. 

Zur Vorbereitung: ich weiß nicht, auf welchem Grund das Pferd steht, aber wenn es auf nassem/matschigem Boden steht, sollte man das Pferd schon einige Minuten vorher (meine Hufbearbeiterin empfiehlt eine halbe Stunde) auf trockenen Boden stellen und die Hufe auskratzen. Dann kann der Huf in Ruhe trocknen und der Schmied tut sich beim ausschneiden/raspeln leichter. Ansonsten musst du vorher nichts großartig machen.

Antwort
von FantaFanta76, 95

Aus Höflichkeit bleibt man dabei! Selbst höfliche, freundlich Pferde machen manchmal beim Schmied Unsinn indem sie zB den Schmied immer an der Hose rumrüsseln und sowas und du immer mal kurz was helfen kannst. Ohne Eisen dauert es Ca 20-30 Minuten maximal

Antwort
von Michel2015, 75

Pferd holen, anbinden und Hufe saubermachen (ohne Wasser).

Je nach Pferd, bleibt man bei dem Pferd oder um den Schmit zu unterstützen wenn er einen benötigt.

Zusehen und lernen und Fragen wenn man was nicht versteht.

Den Schmid nach seiner Beurteilung fragen ob es künftig etwas zu beachten gibt.

Anschließend alles Saubermachen was der Schmid hinterlässt und ihn freundlich verabschieden. Das aus reiner Höflichkeit.

Kommentar von Michel2015 ,

Ups... der Schmied

Antwort
von Aristella, 48

1. wenn ich als Bearbeiter das Tier nicht kenne, bestehe ich drauf, dass immer wer dabei ist, idealerweise der Besitzer selbst. Kenn ich es schon länger, hab ich kein Problem wenn der Mensch inzwischen was anderes tut. Eine meiner Kundinnen sitzt zB immer während der Hufpflege 3m neben mir und ihrem Friesen und pflegt ihr Sattelzeug. So ist sie verfügbar wenn ich Fragen habe oder ihr was zeigen will, ist weit genug weg, dass der Dicke nicht abgelenkt ist und tut was produktives.

2. siehe 1.

3. je nach Bearbeiter unterschiedlich... wenn er sie schon kennt, wird's bei vernünftiger Arbeit so 30-45 min sein. Bei einer Erstbearbeitung durchaus länger, und bei Problemen natürlich nochmal länger.

4. Ich bitte immer um nicht ausgekratzte Hufe. Da reicht selbst eine kleine Menge Dreck in den Strahlfurchen, dass die Oberfläche so elastisch bleibt dass ich mir keinen Arm abreiße. Wenn man gleich zu Anfang alle vier reinigt, ist der letzte hart wie Beton bis man dort ist.
Saubere Beine sind allerdings schon etwas, das ich erwarte. Ich krieg einen Anfall wenn ich auf den Hof fahre und der Besitzer joggt grade erst Richtung Matschkoppel, um das Pferd aus dem Schlamm zu ziehen. Man sieht aus wie Sau und gefährlich ist es auch, weil man überall abrutscht.

Antwort
von Spiky2008, 47

Dabei bleiben. Pferd festhalten/anbinden

Hufe auskratzen ist von Schmied zu Schmied unterschiedlich .

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