Frage von unwichtigxoxo, 234

begrapscht. was tun. club?

also, durch die Kölner Ereignisse angeregt, hab ich natürlich über die ganze Situation nachgedacht.

ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber wenn ich im letztem Jahr in Köln in aus feiern war, verging kaum ein Abend an dem ich mal nicht von irgendwelchen fremden Typen/Männern am Hintern betatscht wurden bin. Egal ob einfach bei Vorbeigehen nen kleiner Schlag, auf der Tanzfläche oder an den Tresen. Ich find es extrem unangenehm, aber außer einem bösen Blick kriegen die Jungs nicht viel zurück. Ich bin wirklich in bekannten Clubs unterwegs und nicht in irgendwelchen herruntergekommenen Buden und trotzdem scheint es normal für uns Frauen zu sein, die fremden Hände an unseren Hintern zu akzeptieren. Jetzt noch einmal klar drüber nachgedacht, kann das doch so nicht richtig sein! Niemand sollte mich einfach anfassen dürfen.. und vorallem sollte es nicht normalisiert werden. jetzt meine Frage:

Wie kann ich mich dagegen wehren?

Kann ich die Türsteher ansprechen?

Kann bzw. sollte man sowas schon anzeigen? (Klingt für mich auch übertrieben, aber auf der anderen Seite muss man einen Strich ziehen und niemand hat das Recht mich und meine Freundinnen anzugrapschen)

PS: Ich bin ziemlich zierlich und irgendwie nicht die Person, die sich umdreht und den Jungs eine schellt.

Danke! Ich möchte das echt nicht mehr ertragen. auch finde ich es traurig, wie normal es geworden ist..

Antwort
von Muckula, 150

Jep, sofort (!) Beschwerde beim Besitzer der Bar einlegen. Die werden dann dem Typen hoffentlich Hausverbot erteilen und ansonsten: Anzeigen wegen sexueller Belästigung. Den Polizeibeamten gleich mitteilen, dass der Barbesitzer ggf. nichts dagegen unternommen hat.

Und vor allem: Direkt öffentlich anprangern. "Was fällt dir ein, mir an den Hintern zu fassen? Hast du sie noch alle?"

Manch einem lüsternen Milchbubi wird dann schon Angst und Bange und er erlebt das hochroten Kopfes als die armeslige Blamage, die es ist. Sprich auch andere an: "Findet ihr das etwa ok? Ich möchte sofort mit dem Geschäftsführer reden!"

So eine Sch** sollte man sich gar nicht erst gefallen lassen. Sonst werden solche Asis mit der Zeit immer zudringlicher. Solches Verhalten muss schon im Keim erstickt werden, um ernstere Übergriffe zu verhindern. Jemand, der schon mal angezeigt wurde wegen sexueller Belästigung, überlegt es sich evtl. ob er es wieder versucht und dann dafür in den Knast geht.


Kommentar von KielerBiker ,

Sehr guter Kommentar, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist. 

Antwort
von loema, 68

Das Problem ist, dass Frauen lächerlich gemacht werden, wenn sie sich gegen den Klaps böse und energisch beschweren. Sie werden dann gerne mal "Emanze", "Lesbe" und oder "frigide" betitelt.
Das soll eine Beleidung sein und zeigen, dass wir durch Gegenwehr untattraktiv werden für Männer. Dass wir aufhören sollen, Komplikationen zu verursachen.
Machen wir doch einfach Komplikationen!
Seien wird doch mal emanzipiert.
Wir haben allen Grund, auszuflippen, wütend zu sein, und uns gegen diese Übergriffe energisch zu Wehr zu setzten.

Antwort
von crazymofo5, 87

Einfach eine Armlänge abstand halten, dann wird dir nie wieder was passieren (ironie)

Antwort
von Bambi201264, 115

Naja, Du hast schon recht, aber die "Kölner Ereignisse" waren wohl damit kaum vergleichbar.

Die Damen wurden hart an die Brüste und in den Schritt gefasst. Das finde ich wesentlich schlimmer als ein "harmloser" Klaps auf den Hintern (wobei ich das auch nicht mag, aber: "Männer" *augenroll*... wenn sie angetrunken sind).

Aber Du solltest durchaus ausser einem bösen Blick auch ein böses Wort fallen lassen (worauf zu mir mal einer sagte, ich könne froh sein, dass mich überhaupt noch mal einer anfasse (!!!) da kann man mal sehen, wie einige der Herren denken *grins*))

Viel Erfolg!

Kommentar von Muckula ,

Ich finde das ganz egal, wie weit gegangen wird, niemand hat das Recht, einen anderen Menschen ungefragt und gegen dessen Willen zu berühren, Mann nicht, Frau nicht. Wehret den Anfängen! Sonst werden die Typen immer dreister und am Ende gibt's ne Vergewaltigung, weil Mann Frauen als stets verfügbare Sexobjekte sieht ;)

Kommentar von unwichtigxoxo ,

ich wollte das keinesfalls mit den Ereignissen in Köln vergleichen! Nur diese Ereignisse haben mich zum nachdenken gebracht..

Kommentar von Muckula ,

Je früher man sich wehrt und je mehr Präventionsarbeit man da reinsteckt - Jungs und natürlich auch Mädchen sollten schon im Kindergarten eingetrichtert kriegen, dass man niemals einen anderen einfach so gegen dessen Willen anfasst, sondern die Grenzen anderer ungefragt respektiert - desto besser, denke ich. Damit es eben gar nicht erst so weit kommt. Sowas geht einfach gar nicht. Sonst wird aus einem Klaps auf den Po ein Griff in den Schritt und aus einem Griff in den Schritt eine Vergewaltigung, wenn es schlecht läuft.

Kommentar von loema ,

Ich finde es sehr gut, dass jetzt endlich mal alles auf den Tisch kommt. Und Frauen ihren Alltag schildern. Jetzt Dinge zu verhamlosen hilft uns nicht weiter. Diese Klapse sind ein Antesten, ob Gegenwehr kommt. Manchmal. Diese Klapse gehen viel zu weit. Diese Klapse zeugen von einer Freiwildeinstellung.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community