Frage von lucool4, 130

Aus welchem Urinstinkt entstammt die Liebe?

Warum lieben wir? Warum ist es für die Evolution wichtig?

Die einzige Art der Liebe die ich als evolutionsbedingt einordnen kann ist die Liebe zu den eigenen Kindern, dass man zB nicht seine eigenen Kinder umbringt weil sie einen mal nerven (also das gibts, aber die Menschen sind krank...) bzw sie beschützen, damit die Spezies nicht ausstirbt.

Aber die Liebe zu einer Frau ist aus meiner Sicht evolutionsmäßig nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass man Kinder zeugt, aber mit wem ist doch eig egal...

Liebe sorgt doch nur für Abhängigkeit, Einschränkung und Leid. Man bringt sich doch dadurch nur in Gefahr und hat Nachteile davon...

Was ich nochmal betonen möchte ist, dass ich hier natürlich nicht von der heutigen Gesellschaft etc spreche, sondern zB aus der Steinzeit, in der wir sehr primitiv waren und uns überwiegend Instinkte den Weg wiesen...

Belehrt mich eines Besseren, Gruß lucool4

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Evolution, 50

Bevor du Liebe als nachteilig bezeichnest, solltest du mal (ganz unromantisch und nüchtern) darüber nachdenken, was passieren würde, wenn es sie nicht gäbe. Menschenaffen haben eine sehr lange Entwicklungszeit, und der Mensch ist dabei der absolute Rekordhalter. Ein Mensch wird allerfrühestens nach 12 Jahren geschlechtsreif. In dieser Zeit ist er von seinen Eltern abhängig. Wenn die Eltern durch nichts zusammengehalten würden, müsste ein Elternteil (wohl die Mutter) über ein Jahrzehnt lang Nahrung für zwei sammeln und alleine Raubtiere abwehren und den Nachwuchs aufziehen, was eine kaum zu bewältigende Herausforderung darstellt.

Unsere lange Kindheit bringt uns Menschen durchaus evolutionäre Vorteile. Durch das lange Gehirnwachstum und die langen Lernphasen können Menschen ihre im Tierreich einzigartige Intelligenz (und Hybris) ausbilden. Aber damit das Konzept auch funktioniert, gibt es Voraussetzungen. Eine davon ist die starke Bindung zwischen Eltern und Kind, die das Überleben des Nachwuchses bis zur Geschlechtsreife garantiert. Danach ist auch die Bindung zwischen den Eltern redundant. Ein Blick in die Scheidungsstatistik bestätigt, dass die meisten Beziehungen gerade so lange halten, wie die Erziehung eines Kindes mindestens dauern sollte.

Brutpflege und Beziehungen, manchmal sogar lebenslange Bindungen sind übrigens auch im übrigen Tierreich keine Seltenheit. Auch die übrigen Primaten, Wale, Rabenvögel, Papageien und Elefanten sind zu komplexen Beziehungen und Gruppendynamiken fähig, die den unseren oft verblüffend ähnlich sind.

Kommentar von DiegoderAeltere ,

Danke für den Stern!

Antwort
von Bigbacon, 70

Ich denke,die weitere Evolution Hat alles noch ein bisschen komplizierter gemacht,aber im Grunde will vor allem der Mann das "Rudel" gegen Rivalen und Gefahren beschützen. Genauso wie bei anderen Lebewesen,die halbwegs intelligent sind. Der Mensch allerdings "denkt" über solche Dinge nach. Höhere Intelligenz hat eben nicht nur Vorteile :(

Antwort
von MuLiLoo, 55

Es gibt Liebe ganz einfach deswegen, damit man seine Familie nicht verlässt. Kinder brauchen nämlich Mutter und Vater, wenn man nur seine Kinder liebt, aber seinen Partner nicht könnte man sich einfach die Kinder schnappen und abhauen, oder seinen Partner umbringen.

Und man muss noch dazu sagen: Ursprünglich sind wir Menschen nicht dazu gemacht, ein Leben lang bei einem Partner zu bleiben, weshalb uns Treue auch manchmal so schwer fällt. Die Mutter/ den Vater seiner Kinder zu verlassen wenn die Kinder alt genug sind, ist nämlich wichtig, um sich weiter fortzupflanzen

Antwort
von PtVPtV, 54

Da gab es sowas nicht. Heutzutage gibt es immernoch Männer und Frauen, die den Urinstinkten folgen und mit jedem *** haben ohne Gefühle zu der Person empfinden zu können.

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