Frage von Didi2834, 75

Angst vor reiten nach Sturz vom Pferd?

Hi,ich bin jetzt vor 4 Wochen beim Springen vom Pferd gefallen und habe mir den Ellenbogen gebrochen , ich darf jetzt für weitere 1-2 Monate nicht reiten.Komischer weise freue ich mich nicht darauf wieder reiten zu können sondern habe richtig Panik davor.Bis jetzt hatte ich auf Grund von mehreren stürzen (gestauchter Oberschenkel ,Knochenhautentzündung von Knie und Knöchel etc.)schon leichte Angst vorm springen jetzt habe ich aber generell Angst zu reiten.Das Problem ist nur dass ich selber 2 Pferde habe (eines davon neu für weitere Turniere gekauft).Ich liebe beide wirklich und Pferde waren für mich da in meiner Familie schon immer geritten wurde bis jetzt auch mein Leben .Momentan habe ich einerseits wie schon gesagt Panik vorm reiten und auch gar keine Lust mehr.Meint ihr dass ist nur eine Phase und vergeht irgendwann wieder oder muss ich meine Pferde vielleicht sogar verkaufen(ich will mich eig. nicht von ihnen trennen :( )zudem kommt dass meine Schwester sehr erfolgreich Turniere reitet (S)und ich dass auch immer wollte,auch weil ich meine Eltern nicht enttäuschen will. Geht es irgendjemanden vielleicht auch so und wenn ja was habt ihr dann gemacht ? Sorry für den langen Text und ich hoffe dass irgendjemand eine Antwort weiß:)

Antwort
von SiViHa72, 45

Hi Didi, immer mal langsam an die Sache rangehen. Setz Dich nicht unter Druck.


Es ist ziemlich normal,d ass man nach nem Unfall erstmal Manschetten vor der Sache an sich hat.


Fang einfach mal langsam an.

Spaziergänge, Du führst.. Spaziergang, Du wirst geführt. Im Schritt, ganz gemütlich.

Kannst auch in Halle oder auf Platz.


Und so fängst Du langsam wieder an, Dein Unterbewusstsein schnallt "hey, alles gut".. und dann kannst Du peu a peu weitermachen.


Absolut in Ordnung.


Was Deine Schwester macht- und wenn sie grad bei Olympia alles abräumt an Preisen.. ist schnurz. Hier gehts um Dich.


Alles Gute!


Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für reiten, 23

Ich finde auch, du solltest Dir Zeit lassen und es einfach etwas ruhiger angehen lassen. Falls du nun vom ehrgeizigen Springen für immer genug haben solltest, dann reitest du eben spazieren.

Wenn Du Deine Pferde liebst,  und es finanziell kein Problem ist, sie " durchzufüttern ", obwohl Du nicht das mit ihnen machen kannst, was Du Dir erhofft hast - dann ist es doch erst mal auch ok, oder?

Natürlich hättest Du es zum spazieren reiten billiger haben können - sehr wahrscheinlich kannst du aber auch jemand finden, der sich freut, wenn du ihm die Pferde fürs Turnuer zur Verfügung stellst.

Ich kenne Leute, die das schon Jahrzehnte so machen. Sie können immer wieder mal den Finger nicht in die Tasche stecken, wenn sie " nur zum schauen" auf eine Auktion gehen, reiten aber selber mit den hochwertigen Tieren nur daheim herum, und freuen sich, wenn irgendwelche Mädchen sie auf einem Turnier vorstellen.

Was Deine Eltern angeht- bei alledem Respekt und Dankbarkeit ist es gut, wenn man irgendwann mal SEIN Leben beginnt zu leben! Da kann das Abnabeln schon sehr weh tun - vor allem, wenn man bis weit ins Erwachsenenalter eine gewisse Abhängigkeit verspürt. Aber indem Du mit Deiner Schwerster wetteiferst, wirst du sicher nicht glücklich.

Lass deine Eltern mal ganz außen vor bei Deiner Entscheidung , und dann entscheide für Dich allein, was DU willst!

Wenn du dich in aller Ruhe wieder ans  Reiten herantastest, wirst Du ja merken, ob Du auf Dauer wirklich keine Lust mehr hast. Gegebenenfalls kannst Du die Pferde ja dann immer noch in gute Hände abgeben. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass es nur dieser Erfolgsdruck ist, der dir die Freude raubt und such die Angst verstärkt.

Man möchte am Ende seines Lebens nicht sagen müssen " ich wurde gelebt" - auch nicht von den Eltern...

Antwort
von BlackRose10897, 31

Das kann vorkommen. ich hatte das auch nach zwei Unfällen mit unseren Pferden. Das erste Mal bin ich ganz übel beim Springen im Wald von meiner Stute gefallen und gegen einen Baum geknallt (der Helm ist zersprungen) und das zweite Mal hat mich unser 900-kg-Kaltblut-Wallach  gegen die Wand gedrückt und durch die Koppel gezogen (keine Ahnung warum ich doofe Kuh den Strick nicht einfach losgelassen habe.🙈)Wichtig ist, dass du regelmäßig zu Deinen Pferden gehst und dass Du, sobald du wieder darfst, sofort wieder anfängst zu reiten. Am besten erstmal nur auf dem Platz und wenn es Dir mehr Sicherheit gibt, dann lass dich erstmal führen. Steiger dich langsam wieder und nimm Dir die Zeit, die du brauchst. Bei mir dauerte etwas, aber die Angst ist komplett weg.

Wenn ich "kleinere" Stürze hatte, bin ich immer sofort wieder drauf, damit ich erst gar keine große Angst entwickeln kann. Aber nach den zwei Unfällen, war das leider nicht mehr möglich, da blieb nur noch der Krankenwagen.. 

Antwort
von Sumselbiene, 33

Das geht nicht nur dir so. Viele Menschen haben nach Unfällen erst mal ANgst. Das ist z. B. beim Auto fahren das Gleiche. Der größte Fehler ist dann allerdings, eben nicht mehr weiter zu machen. Dann wird die Angst mit jedem Tag, den man abwartet, nur stärker.

Versuche, sobald du wieder reiten darfst, dich auf dein PFerd zu setzen. Du musst ja noch keine riesen Ausritte machen oder Turniere bestreiten. Erst mal geht es darum, in kleinen Fortschritten weiter zu kommen.

Erst mal nur drauf setzen, dann mal ein wenig im Schritt reiten etc. Und wenn du dich dann wieder richtig sicher fühlst, kannst du immer weiter machen.

Antwort
von SasciaJylle, 16

Bin selber letztens auch böse vom Pferd gestürzt. Hab jetzt noch immer leichte angst, wenn ich auf dem Pferd sitze. Mir hat es sehr geholfen, überhaupt erstmal wieder Umgang mit den Pferden zu haben. Später hab ich mich dann für ein paar runden wieder draufgesetzt, für den Galopp bin ich noch an der Longe, alleine trau ich mich noch nicht.

Lass dir einfach die Zeit, die du brauchst. Und lass dich, was das Tunierereiten angeht nicht stressen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten