Hallo,
Mein Pferd darf Gesundheitsbedingt in den nächsten 2 Wochen nur 30min im Schritt und darauf die 2 Wochen nur 30min im Trab longiert werden.
Das Problem ist: NUR Schritt/Trab d.h. KEINE Seitengänge, Übergänge usw.
Jedoch langweilt sich mein Pferd schon beim normalen Longieren sehr schnell und wird dann faul und unmotiviert.
Was kann ich tun um ihm trotzdem Abwechslung zu bieten, damit er sich nicht langweilt?
Liebe Grüße Likit
Hallo,
ich longiere normalerweise natürlich schon mit seitengängen, übertreten ect. Und da ich natürlich auch weiß wie gut und richtig so etwas ist habe ich den Pysiotherapeuten auch gefragt warum ich das nicht machen soll. Dieser sagte mir, die Wirbel die er eingerenkt hat sollen sich erstmal an ihren neuen Platz ,,gewöhnen". Dies kann ich gut nachvollziehen, da sich Menchen mit frisch eingerenkten Wirbeln auch nicht so dehnen und bewegen dürfen...
Lg Likit
Ah, ok, wenn verschobene Wirbel der Grund waren, ist das was anderes. Allerdings klingen da noch die Worte meiner manuellen Therapeutin im Ohr, die sagt "Man kann definitiv beim Pferd nichts einrenken, nur wieder an seinen Platz holen, was sich verschoben hat. Wer von sich sagt, er würde etwas einrenken, bei dem wäre ich sehr vorsichtig, ob die Qualifikation so gut ist, wie man denkt." Kann aber auch sein, dass viele das umganssprachlich gegenüber dem Laien so sagen, weil ihnen bewusst ist, dass der Laie den Unterschied eh nicht kennt und meine macht sich halt die Mühe, den zu erklären, was vielleicht nicht jeder machen mag. An genug unverständige Pferdebesitzer geraten, lassen diese Bemühungen vielleicht irgendwann nach.
Und dann ist es bei ihr selten so, dass sie eine Woche lang nur Schritt anordnet etc., sondern normal sind ein Tag völlige Ruhepause, weil das doch sehr anstrengend für's Pferd war, dann einen oder zwei Tage ganz vorsichtig Schritt und dann über 5 Tage fließender Übergang zur normalen Arbeit.
Aber wenn Du gut longieren kannst und sowas zu Deiner normalen Arbeit gehört, traue ich Dir durchaus zu, es so zu gestalten, dass das Pferd kein Problem damit hat. Was bestimmt geht, wenn Du nicht zu viel Druck ausübst, sondern nur annimmst, was das Pferd von sich aus anbietet, ist Dehnungshaltung an der Longe verbessern (das wird nach wieder rein holen der Wirbel auch eine Herausforderung sein) und varriieren des Schrittmaßes und der Schritt-Energie. Darfst Du Wendungen auf Voltengröße runter fahren, also Längebiegung sanft fordern? Dann würde ich mal wieder an der Exaktheit des durch den Zirkel wechselns arbeiten, abfragen, ob die Linksbiegung genauso sein kann wie die Rechtsbiegung. Das alleine dürfte für das neue Bewegungsgefühl Deines Pferdes Herausforderung genug sein.