Worin zeigt sich das Absolustische an Friedrichs Herrschaft?

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3 Antworten

Der Begriff "Absolutismus" wird in der Geschichtswissenschaft sehr kritisch gesehen. Denn "Absolutismus" im Sinne der zeitgenössischen Theorie monarchischer Herrschaft hat es nicht gegeben. Alle Monarchen waren nicht nur auf engagierte und von den Fähigkeiten des Monarchen überzeugte Ratgeber und Mitarbeiter angewiesen, sondern sie mussten auch Rücksichten auf viele Zwischengewalten nehmen.

Friedrich II. von Preußen - ich nehme an, dass es um diesen Monarchen geht - hat beispielsweise erkannt, dass es zeitgemäß und für die Wirtschaft des Staates sinnvoll ist, die Bauern von der Leibeigenschaft zu befreien. Allerdings war er für Militär und Verwaltung auf den Adel Brandenburgs und Preußens angewiesen. Daher konnte Friedrich diese Leibeigenschaft der Bauern nicht einfach mit einem Befehl aufheben, wie man es von einem Monarchen, der theoretisch absolut herrscht und dem alle Untertanen gehorchen müssten, erwarten würde. Friedrich konnte daher die Leibeigenschaft nur für solche Bauern aufheben, die auf Staatsland, den Krondomänen lebten und wirtschafteten. Die adligen Gutsbezirke mit ihren besonderen Rechten aber ließ er unangetastet.

Erst im 19. Jahrhundert konnten auch diese Bauern im Zuge der preußischen Reformen, die als Folge der Niederlage gegen Napoleon in Gang gesetzt wurden, "befreit" werden.

MfG

Arnold


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absolutistische! z.B. keine Einführung der Gewaltenteilung, keine Abschaffung der Erbuntertänigkeit.

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Z.B. in der Leibeigenschaft.

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