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Wieso kann man den Bass nicht ORTEN ?

gefragt von mickylillimickylilli am 14.09.2007 um 12:46 Uhr

Mir wurde gesagt - Dass man den Bass nicht orten kann d.h. man kann nicht sagen aus welcher Richtung er kommt - Stimmt das ?! Wenn ja wieso ?


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sybex
beantwortet von sybex am 14. September 2007 12:47
5x
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Die Schallwellen sind zu langsam, als das unser Gehör eine Differenz von re. und li. daraus herausrechen könnte. Ergo - keine Ortung mögl. Es gibt aber interindividuelle Unterschiede.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 14. September 2007 13:33
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Frequenzen unter 400 Hz werden nicht über die Ohren aufgenommen, sondern über den Körper und damit kann man nicht orten.


anonym
beantwortet von trimont am 14. September 2007 15:43
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Unter 400 Hz ganz bestimmt nicht. Die Hörgrenze des Menschen liegt bei 16Hz im unteren und bei 20.000HZ im oberen Bereich. Unter 16Hz können Töne noch mit dem Körper aufegonnem aber nichtmehr wirklich sofort als solche erkannt werden. Die Ortung des Basses ist deshalb schwierig, weil es für tiefe Schallwellen einfacher ist von einem Medium ins nächste zu wechseln, d.h. sie gehen leichter durch objekte hindurch und werden von diesen auch eher aufgenommen. in einem Raum mit einem starken Bassgerät nehmen alle Möbel und Wänd eden Bass auf und vibrieren selbst, der Bass scheint von allen Seiten zu kommen. Ach ja, sybex: was du sagst ist eigentlich völlig unsinnig, das Ohr kann es deshalb nicht wahrnehmen, weil der Kopf bei tiefen Tönen MITSCHWINGT und somit der Ton sich im Kopf ZU SCHNELL bewegt um unterschieden zu werden. Tiefe Schallwellen BEWEGEN sich nicht langsamer, sie SCHWINGEN langsamer, ein großer Unterschied.


shagdalbran
beantwortet von shagdalbran am 14. September 2007 21:42
3x
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Die Wahrnehmung der Richtung, aus der der Schall kommt wird über die Zeitverzögerung des Eintreffens an den beiden Ohren erzeugt.

Interessantes Experiment: nehmt einen 2m langen Schlauch, markiert genau die Hälfte mit einem Filzstift und steckt die Enden einer Versuchsperson in die Ohren. Der Schlauch muss hinter dem Rücken der Versuchsperson geführt werden. Jetzt klopft mit einem Bleistift sachte mal rechts und mal links vom Mittelpunkt auf den Schlauch wobei der Abstand zum Mittelpunkt kontinuierlich verringert wird. Markiert die Stelle, wo die Versuchsperson nicht mehr unterscheiden kann, ob das Klopfen von rechts oder von links kommt. Berechnet die Laufzeit des Schalls (333 m/Sek.) anhand des Abstands zum Mittelpunkt des Schlauchs: Erstaunen! Unsere Ohren - eigentlich unser Gehirn - (hören Unterschiede von Millisekunden.

Jetzetle: tiefe Frequenzen werden stärker gebeugt als hohe. Das heißt, sie werden um Ecken herum geleitet und erreichen daher beide Trommelfelle mit ähnlicher Intensität. Hohe Frequenzen werden weniger gebeugt. Sie werden also am Ohr vorbeisausen und daher einen größeren Unterschied in der Intensität haben. Daher kann das Ohr den Zeitunterschied besser auswerten. Hinzu kommt die bereits beschrieben Wahrnehmung durch Vibration. Und da gibt's kein rechts oder links.

Das Prinzip des "Subwoofers" wurde von Grundig bereits in der 70er Jahren eingesetzt, konnte sich aber damals nicht durchsetzen.

Shag d'Albran


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