Wie ist das Gefühl wenn der Vater stirbt?

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11 Antworten

Für mich war es sehr schlimm. Ich war 15 Jahre alt, meine anderen 3 Geschwister noch jünger, er starb plötzlich, nach einem Schlaganfall und mir war, als sei die Zeit stillgestanden, über Wochen. Ich funktionierte irgendwie nur noch, automatisch ging ich zur Schule etc. und Freunden erzählen, dass mein Vater gestorben ist, das konnte ich lange Zeit nicht, ich weinte nur noch, wenn ich daran dachte. Wirklich heilen, tut der Schmerz nicht. Er wird halt von vielen Erlebnissen überlagert, die Zeit lässt die Erinnerungen verblassen, er hat sich etwas verändert, aber er sitzt immer noch sehr tief. Es ist etwas sehr persönliches und bei jedem etwas anders. Genieße das Zusammensein mit deinen Eltern, solange du sie noch hast. LG

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Es gibt Menschen, bei denen ein solcher Verlust so schmerzhaft ist, dass sich die Psyche auf den Körper auswirkt. Ich meine damit nicht weinen oder keinen Appetit haben, sondern ich meine Kreislaufzusammenbruch, Muskelkrämpfe und körperliche Schmerzen.

Manche können auch "leichter" mit sowas umgehen und verarbeiten einen solchen Verlust relativ gut. Das ist eben verschieden. 

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Unbeschreiblich schrecklich. Es lässt sich nicht in Worte fassen.

Mein Vater war für mich der wichtigste Mensch und dann war er so schnell tot.

Ich dürfte ihn nicht mal in den Arm nehmen oder auch nur seine Hand streicheln oder halten. Noch heute (ca 6 Jahre danach) ist es furchtbar daran zu denken.

Ich vermisse ihn wirklich sehr sehr sehr.


Viel zu wenig habe ich ihm meine Dankbarkeit und Liebe zu ihm gezeigt und hoffe trotzdem, dass er gewusst hat, wie sehr ich ihn liebe und brauche und wie wichtig er für mich ist.

Das schlimme ist, er ist so jung gestorben und in Gedanken hat man nicht daran gedacht, dass er einfach so früh stirbt- sondern alt und grau wird, irgendwann vllt das Enkerl auf den Knien hat usw

Er war der einzige Halt für mich in der Familie.

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Schrecklich, du kannst es erst nicht fassen. Aber dann heulst du los du fragst dich warum musste er sterben wieso passiert das immer mir? Du wünschst dir du währst netter gewesen als er aus dem Haus gegangen ist, du hättest es verhindern können. Du machst dir Vorwürfe sagst es währe deine Schuld. Bei jeder Gelegenheit vermisst du ihn. Du fühlst dich als würde ein Teil von dir fehlen, du hast jemanden verloren den du liebst. Du vermisst ihn so sehr er war immer für dich da. Du fragst dich wie das Schicksal so grausam sein konnte. Niemand wird ihn je ersetzen können.

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Mir war mein Vater nicht wichtig. Deshalb empfand ich es als befreiend und befriedigend.

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Kommentar von thisgirl0
03.11.2016, 19:02

Interessant.

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Kommentar von thisgirl0
03.11.2016, 19:12

Ja. Sonst hängt man doch immer an den Eltern, egal was sie tun. Schließlich haben die ja einen gezeugt ... bei mir ist das zB so.

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Mein Vater ist vor 11 Jahren ganz plötzlich verstorben. Kann mich noch gut erinnern, ich bin damals auf Nachtschicht Taxi gefahren und nicht ans Handy gegangen weil ich eine Fahrt hatte. Dann rief mich die Zentrale und sagte "Ruf mal ganz schnell deine Mutter an, deinem Vater ist etwas passiert."  Muss jetzt noch heulen wenn ich daran denke.
Die nächste Zeit, Beerdigung und was danach kam habe ich nur noch Bruchstückhaft in Erinnerung. Ich kann mich noch dran erinnern wie er da im Abschiedsraum vom Krankenhaus liegt mit einer Kerze auf dem Tisch und einer Bibel in den gefalteten Händen. Und mein Hauptgedanke in dem Moment "Was für'n Quatsch, was soll denn der Papa mit ner Bibel?😂"
Der nächste Moment war der als wir bei Oma waren und sie weinend zusammengeklappt ist 😢
Dann kam die Beerdigung mit über 200 Leuten. Ich fand es toll dass soviele gekommen sind, das zeigt wie beliebt er war.
Als er dann beerdigt war hab ich echt lange gebraucht bis ich wieder ans Grab gehen konnte.
Heute gehe ich gern und oft hin.  

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Hallo!

Ich bin bei meinem Opa aufgewachsen, der mir Vater und Mutter in einer Person ersetzte.. er starb als ich etwas über 20 war & das Gefühl war schlimm.. auf einmal war mir klar, dass ich jetzt ziemlich allein bin, dass nix mehr so ist wie es war, alles sich mit einem Schlag ändert & ich kam mir so verloren und hilflos vor.. ich merkte, jetzt ist die "sorglose Zeit" ein für allemall vorbei & ich muss endgültig alleine klarkommen.. obwohl das schon vorher kein Thema war. Das ging bestimmt ein halbes Jahr lang so & ohne meine Freundin und meine Kumpels sowie meinen Onkel hätte ich das nicht überstanden.

Trauer erlebt aber jeder anders & es kommt auch darauf an wie tief die Beziehung zum Vater/zur Hauptbezugsperson gewesen ist.

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Übermorgen hat mein Vater zweiten Todestag. Er fehlt mir so sehr. Er war chronisch Krebs krank und ist dann an der vierten Erkrankung gestorben. Wir haben ihm damals gesagt, dass es ok wäre, wenn er sich entscheidet, den Kampf aufzugeben und zu gehen, denn er hat jahrelang so tapfer und furchtlos gekämpft, aber irgendwann konnte auch er nicht mehr. Er war der beste Vater den ich mir vorstellen kann und ich werde ihn jeden Tag bis zu meinem eigenen Tode vermissen..

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Mein Vater ist vor über zehn Jahren an Krebs gestorben. Für mich war es ein einschneidendes Erlebnis, das mich noch heute prägt und wohl auch mein ganzes Leben prägen wird. Man kann sowas nicht einfach beschreiben, es ist eben alles nicht mehr so wie vorher. Alles war kaputt.

Es heißt immer, die Zeit heilt alle Wunden. Falsch. Die Zeit hat nichts geheilt, vielleicht sogar nur schlimmer gemacht.

Genieße deine Zeit mit deinem Vater, sie ist so verdammt wertvoll......

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Es war sehr schlimm! Ich war erst 9 Jahre alt, als mein heißgeliebter Vater an Krebs verstorben ist. Obwohl ich gut vorbereitet war und irgendwo auch froh war, dass seine Schmerzen ein Ende hatten, war es der absolute Weltuntergang für mich.

Mein Vater ist in einem sehr schönen, heißen Juni verstorben und ich war bitterböse, dass die Sonne weiter gescheint hat. Wenigstens für den Tag der Beerdigung hatte ich Regen, Sturm und Kälte erwartet und war empört darüber, dass auch das ein strahlend sonniger, warmer Tag war. Das klingt vielleicht nebensächlich,  aber heute weiß ich, ich wollte, dass die Welt so aussieht, wie es in meiner Seele ausgesehen hatte: kalt, voll Regen und Sturm.

Mein Vater ist jetzt seit 49 Jahren tot. Ich vermisse ihn noch immer.

Liebe Grüße!

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Keine Ahnung.

Aber bei anderen Verwandten ist es entweder sehr schlimm gewesen oder ich war erleichtert weil das Leiden zu Ende war.

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