Frage von horstweyrich, 107

Wie funktioniert ein japanischer oder chinesischer Tauchsieder, bei dem zwei Elektroden komplett in weißes Gummi oder in weißen Kunstsoff eingegossen sind?

Neben dem heißen Wasser stößt dieser Tauchsieder fortwährend kleine schwarzbraune Körnchen aus, die sich am Boden absetzen und die offenbar aus dem Wasser stammen. Man bekommt keinen Stromschlag, wenn man ins Wasser faßt. Leider kann ich kein Bild mitliefern welche Art Wasserkocher/Tauchsieder ich meine, da mir ein Moderator verboten hat die Frage zustellen, weil es SPAM sei. Ursprünglich als Tauchsieder für Heißwasser für meine Solarbatteriien gedacht, hatte der Tauchsieder aber beim Kochvorgang anfangs 1200Watt statt der angegebenen 300Watt und mein 220V-Sinus-Konverter hat trotz 1000Watt Dauerleistung und Spitzenleistung von 2000 Watt immer abgeschaltet.Auch ein Dimmer änderte nichts. Dafür läßt es sich also nicht verwenden. Nur weiß ich jetzt immer noch nicht wie das Ding funktioniert und was das für Körnchen sind, die sich da bilden und wenn es nach den Moderatoren geht, werde ich das auch nie erfahren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TeeTier, 101

Ein Tauchsieder hat doch keine Elektroden!

So ein Teil besteht aus einem gewundenen Rohr, in welchem ein Heizdraht vor sich hin glüht. :)

Ich vermute, dass die Ummantelung einfach nur Silikon ist, so wie man es auch bei modernem Kochgeschirr findet. Hitzebeständiges Silikon ist bis 500°C stabil, aber so heiß wird nicht mal eine gängige Lötkolbenspitze.

Die kleinen Klumpen, die du beobachten kannst, halte ich für Kalk. Das hatten wir bei unserem Wasserkocher früher auch immer, aber seit ein paar Jahren haben wir eine Umkehrosmoseanlage zur Filterung des Leitungswassers, sodass darin kein Kalk mehr vorhanden ist. Im Wasserkocher setzt sich auch nichts mehr ab.

Wenn du das selbst mal ausprobieren willst, kauf dir mal eine Flasche destilliertes Wasser, und stecke deinen Tauchsieder dort hinein. Treten dann keine Klümpchen mehr auf, hast du die Lösung. :)

Viel Spaß noch beim Wasser kochen! :)

Kommentar von horstweyrich ,

Dieser Tauchsieder/Wasserkocher HAT aber Elektroden:

www.horstweyrich.de/bilder/wasserkocherchinesisch.JPG

Der Tip mit dem destillierten Wasser war entscheidend! Ich hatte noch "entmineralisiertes Wasser" für einen Zimmerbrunnen. Wenn ich den Wasserkocher in dieses Wasser gesteckt habe, passierte überhaupt nichts! Probehalber habe ich dann von einer Calcium-Brausetablette etwas Pulver abgekratzt und hinzugegeben und schon fing es ETWAS an das Wasser zu kochen, aber es dauerte sehr lange und es gab keine schwarz-braunen Klümpchen. Daneben stand ein Glas Leitungswasser. Wenn ich den Tauchsieder da eintunkte, warf er sofort Wasserkochblasen und wieder diese schwarz-brauen Klümpchen aus. Das ist dann wohl Eisen aus der Wasserleitung, der zu Rost oxidiert wird. Könnten auch organische Verbindungen sein, weil wir im Haus seit 2 Jahren schwarze Kunststoffleitungen haben. Jedenfalls funktioniert der Wasserkocher nur, wenn Mineralien im Wasser sind und wir haben hier vom Wasserwerk Ludwigsfelde Härtegrad 4! Jede Menge CaCO3 / Kalk.

Könnte sein, daß dieser Wasserkocher in einer anderen Gegend Deutschlands mit sehr weichem Wasser schlecht funktioniert (bzw. gut, weil er dann vemutlich nur 300Watt zieht).

Das weiße Gummi ist angeblich  mikrowellengeeignet, ja, es könnte Silikon sein. Wenn ich den Tauchsieder aus dem Wasser nehme, hat er keinen Stromverbrauch mehr und kühlt sich auch ab. Wahrscheinlich könnte man zwei unisolierte Stromleitungen ins Wasser halten und es würde genauso funktionieren. Der Trick bei dem Tauchsieder scheint nur zu sein, daß die Elektroden einen definierten Abstand voneinander haben, nah genug, damit durch die Mineralien im Wasser eine Art Elektrolyt entsteht, der einen Stromfluß ermöglicht, der das Wasser erhitzt, und weit genug, damit keine Zersetzung an den Elektroden stattfindet und kein zu hoher Strom entsteht. Und möglich ist das dann nur, weil das weiße Gummi hitzestabil genug und isolierend genug ist. Würde wahrscheinlich in Deutschland nicht zugelassen, weil man sich den vollen Stromschlag holen kann, wenn man da mit nem Löffel oder einer Gabel zwischen die Elektroden geht oder wenn durch Abscheuern durch Abnutzung des Gummis Kontakt der stromführenden Elektrode zu einem metallenen Kochtopf hergestellt würde, der dann voll unter Strom steht.......Ich bin mir aber nicht sicher, ob es nicht auch mit einem hiesigen Tauchsieder durch Abscheuern zu Unglücken kommen könnte.

Normalerweise sagt man, daß es für die gesundheitliche Wirkung des Wassers nicht gut ist, wenn man es Wechselstromfeldern aussetzt. Ich verwende auch Bergkristall, Amethyst und Rosenquarz sowie EMX-Keramik und lasse das Wasser eine Nacht darin stehen.
Ich meine aber, daß erst seit ich seit ein paar Wochen den chinesischen Tauchsieder mit dem so behandelten Wasser ausprobiere, ich eine belebende Wirkung durch das Wasser spüre, die ich vorher nicht hatte. Wahrscheinlich wirkten das enorm harte Wasser zusammen mit dem vielen Eisen auf mich ermüdend. Eine Umkehrosmoseanlage hätte möglicherweise denselben Effekt.

Danke jedenfalls für den Super Tip mit dem destillierten Wasser!

Antwort
von Peppie85, 76

also ich gehe mal davon aus, dass doch irgendwo was offen ist, dass der strom durchs wasser fließen kann, wenn dein wasser aus einem eisenrohr oder so kommt, dann würde ich sagen, es handelt sich um eisenoxyd oder ganz platt gesagt Rost.

ins wasser fassen würde ich auf keinen fall. es ist zimlich sehr sicher, dass wirklich strom durchs wasser fließt. was du mal ausprobiren kannst wäre zu prüfen was passiert, wenn das gerät trocken eingestekckt wird...

aus der familie von meinem ex hatte ich mal en türkische mokkamaschine zur reperatur, die funzte ganz genauso.

wie dem auch sei, besser wäre ein Wasserkocher mit kleiner leistung, findet sich beim suchen immer mal wieder, oder ein tauchsieder mit geschlossener Heizspirale.  oder noch besser, wenn energie eh schon knapp ist, ein campinggaskocher.

lg, Anna

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