Wie funktioniern Schlaftabletten?

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5 Antworten

Da gibt es verschiedene Wirkstoffgruppen. Die zur Zeit am meisten genutzten Wirkstoffgruppen sind die Benzodiazepine (Flunitrazepam, Nitrazepam) und die sogenannten Z-Drugs (Zolpidem, Zopiclon).

Das Wirkspektrum dieser Medikamente ist verhältnismäßig breit, sie wirken nicht nur schlafanstoßend, beruhigend, krampf- und angstlösend, sondern auch antiepileptisch.

Man wird davon etwas "dröge" und man schläft erheblich leichter ein. Schlaferzwingend sind diese Medikamente nur bei erheblicher Überdosierung.

In den frühen 60er, 70er und 80er Jahren wurden sogenannte Barbiturate und Metaqualon als Schlafmittel verordnet. Diese Mittel haben eine geringere therapeutische Bandbreite und sind auch bei leichter Überdosierung schlaferzwingend.

Sie waren damals das Selbstmordgift Nummer eins. Zuviele Barbiturate und vielleicht noch etwas Alkohol und man erstickt im Schlaf. Aber auch diese Wirkstoffgruppe wirkt antiepileptisch, man kann damit einen epileptischen Anfall durchbrechen.

Barbiturate wirken extrem beruhigend und bei hoher Dosis narkotisierend.

Im Prinzip ist allen Schlafmitteln eine beruhigende Wirkung zu eigen, daraus ergibt sich ja die schlaffördernde Wirkung.

Richtig erholsam ist der "Schlafmittel-Schlaf" jedoch nicht.

Was genau im Gehirn abläuft, ist noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist jedoch, daß die Auschüttung oder Wiederaufnahme bestimmter Botenstoffe (Serotonin, Adrenalin u.a.) vermindert oder erhöht wird.

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Es gibt eine Vielzahl von Schlafmedikamenten, die vollkommen unterschiedliche Wirkungen und Ansätze haben. Das kann man also allgemein überhaupt nicht sagen. Es gibt Wirkstoffgruppen (chem. verwandte Wirkstoffe mit ähnlicher Wikungsweise) und auch Abstufungen. D.h es gibt von Medikamenten, die Dich nur leicht beruhigen bis zu Hämmern, die Dir in kürzester Zeit die Lampe abschalten, so ziemlich alles im Angebot.

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So wirken Schlafmittel


Zur Behandlung der Schlaflosigkeit sind viele Wirkstoffe gebräuchlich.
Je nach dem Maß der möglichen Nebenwirkungen sind sie zum Teil frei
verkäuflich, zum Teil aber auch verschreibungspflichtig.

Zur
Selbstmedikation stehen als leichteste Schlafmittel eine Reihe von
Wirkstoffen teils pflanzlichen, teils chemischen Ursprungs zur
Verfügung:
Die pflanzlichen Wirkstoffe kommen entweder
alleine oder in Kombination zur Anwendung. Sie haben allesamt eine den
Schlaf anstoßende und beruhigende Wirkung. Die Wirkmechanismen sind sehr
unterschiedlich und nur wenig bekannt. In der Regel können die
pflanzlichen Stoffe bei leichten Schlafstörungen erfolgreich eingesetzt
werden und bleiben auch über einen längeren Zeitraum als vier Wochen
ohne erhebliche Nebenwirkungen. Zu den bekanntesten Vertretern zählen
Baldrian, Johanniskraut
oder die Wirkstoffkombination Baldrian und Hopfen. Nur von
Johanniskraut weiß man sicher, dass es einen Einfluss auf die
Botenstoffe im Gehirn hat, die bei Erregung der Nervenzellen freigesetzt
werden. Indem die wirksamen Bestandteile des Johanniskrauts die Effekte
dieser Botenstoffe abdämpfen, ergibt sich ein beruhigender Einfluss auf
die Psyche. Diese typische Johanniskraut-Wirkung wird auch zur
Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen genutzt.Um Schlaflosigkeit kurzfristig zu überbrücken, können für einige Tage die Wirkstoffe Doxylamin oder Diphenhydramin eingenommen werden. Hierbei handelt es sich um H1-Antihistaminika,
die ursprünglich bei Allergien eingesetzt wurden und die Wirkung des
Botenstoffs Histamin vermindern. Histamin ist ein körpereigener
Botenstoff mit vielen Wirkungen. Im Gewebe bindet sich Histamin an
spezielle Rezeptoren
und setzt bei Allergien Substanzen frei, die die Nerven reizen und die
Blutgefäße durchlässiger machen. So kommt es zu den typischen
allergischen Erscheinungen des Juckreizes und der Schwellungen durch
Austritt von Wasser in das Gewebe. An Rezeptoren im Gehirn gebunden,
bewirkt Histamin erhöhte Aufmerksamkeit und Wachsein. H1-Antihistaminika heben die beschriebenen Wirkungen des Histamins auf. Daher können H1-Antihistaminika insbesondere allergische Beschwerden lindern. Ältere H1-Antihistaminika
wie Doxylamin und Diphenhydramin überwinden die Blut-Hirn-Schranke. So
gelangen sie auch an Bindungsstellen des Histamins im Gehirn. Die
Aufhebung der Histamin-Wirkung zeigt sich dann in starker Müdigkeit,
Abdämpfung und Beruhigung. Aufgrund dieser Eigenschaften nutzt man
Doxylamin und Diphenhydramin heute nicht mehr als Antiallergika, sondern
nur noch als Schlafmittel.Neben den rezeptfreien
Schlafmitteln gibt es noch viele, die vom Arzt verschrieben werden
müssen und den starken Schlafstörungen vorbehalten sind:Benzodiazepine wie Diazepam oder Flurazepam
hemmen im Gehirn die Erregbarkeit von Nervenzellen. Sie ahmen dabei die
Wirkungen des körpereigenen Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA)
nach. Indem sich die Benzodiazepine an die gleichen Rezeptoren
wie GABA binden, wirken sie insgesamt beruhigend, erregungs- und
aggressionsdämpfend, entspannend, angstlösend und schlafanstoßend.
Allerdings lösen Benzodiazepine schon nach kurzer regelmäßiger Anwendung
eine Medikamentenabhängigkeit aus. Sie dürfen daher nur über einen
kurzen Behandlungszeitraum und unter entsprechender ärztlicher
Überwachung eingenommen werden.Über einen ähnlichen Mechanismus im Gehirn wie die Benzodiazepine wirken Zolpidem, Zaleplon und Zopiclon.
Auch sie ahmen die Wirkung von GABA nach. Allerdings sollen sie eine
geringere Gefahr der Abhängigkeit haben als die Benzodiazepine.Chloralhydrat hemmt die Aldehyd-Dehydrogenase, ein Enzym,
das anscheinend benötigt wird, damit der Botenstoff Acetylcholin im
Gehirn wirksam werden kann. Acetylcholin bindet sich an Rezeptoren im
Gehirn, fördert so die Nerventätigkeit und damit das Bewusstsein. Wird
die Bindung von Acetylcholin an die Rezeptoren durch Chloralhydrat
verhindert, tritt eine Funktionseinschränkung des Gehirns ein, die sich
als Müdigkeit zeigt. Chloralhydrat ist eines der ältesten Schlafmittel,
wird aber wegen seiner schnell nachlassenden Wirkung nur noch
gelegentlich genutzt. Man setzt es besonders bei älteren Patienten ein,
weil es im Gegensatz zu den Benzodiazepinen bei dieser Patientengruppe
nur selten unerwünschte Erregungszustände auslöst.Die früher häufig verwendeten Barbiturate
werden heute nicht mehr zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt.
Sie machen in zu hohem Maße abhängig und der geringe Abstand von
therapeutischer zu tödlicher Dosis führte zu vielen Todesfällen.

http://www.onmeda.de/Wirkstoffgruppe/Schlafmittel.html

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Es entspannt bei den meisten die hirnaktivität oder wie man das nennt, dass man nicht mehr so viel nachdenken muss und somit besser einschlafen kann, da man dann ja entspannter wird.

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Es ist ein Nervenmittel enthalten welches einen Einschlafen lässt durch Entspannung der Muskeln und Verringerung der Hirnaktivität.

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Kommentar von AngiA
16.03.2016, 01:14

Dankeschön 👍

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