Frage von MaLew, 296

Wie akzeptiert man seine Homosexualität?

Sehr sehr sehr viele meinten hier bei meinen Fragen über mich und Homosexualität, dass ich nur noch mein Schwul sein akzeptieren müsste, da ich es wäre aber es in keinster Weise akzeptieren würde. Dabei dachte ich immer ich hätte nicht dagegen herausfinden, dass ich schwul sein könnte. Deshalb dachte ich: „Wissen die etwas was ich noch nicht weiß...?“ Tun wir mal so als hätten die recht egal ob sie wirklich recht haben oder nicht. Lassen wir auch mal außen vor, dass man nur selber wissen kann ob man es ist oder nicht. Stumpf einfach mal die Frage: Wie akzeptiert man das?

Antwort
von heide2012, 167

Ich denke mal, dass du dir zunächst darüber klar werden solltest, dass andere Menschen ebenso fühlen und denken wie du, du also nun wirklich nicht allein und auch nicht der einzige Mensch in dieser Situation bist.

Sobald du anfängst, dich sich selbst als homosexuell anzusehen, beginnst du automatisch auch damit, das zu akzeptieren. Diese Akzeptanz, oder nenne es auch meinetwegen Toleranz,  kann sich dann beispielsweise daran zeigen,  dass du gegenüber anderen Menschen auch offen als homosexuell auftrittst. Das erleichtert dir natürlich, dich mit anderen Homosexuellen ausaeinaderzusetzen, Beziehungen zu knüpfen, umzugehen. Machst du dabei hauptsächlich positive Erfahrungen, wird dir das allles noch leichter fallen, der Umgang mit dir selbst mit allen anderen, auch mit denjenigen, die Homosexualität als "widernatürlich" ablehnen.  Irgendwann wirst du deine Erfahrungen und die Gewissheit, homosexuell zu sein, für dich selbst annehmen, also akzeptieren und sie als Teil deiner ganz persönlichen Identität sehen.

Hört sich alles gut an, ist aber sicherlich nicht leicht, ggf. musst du mal eine gute Beratungsstellle aufsuchen.

Kommentar von MaLew ,

„Sobald du anfängst, dich selbst als homosexuell anzusehen, beginnst du automatisch auch damit, das zu akzeptieren.“ Ich habe schon mehrmals gehört, dass nur weil man glaubt eine Sexualität zu haben dies nicht so sein muss. Erkläre das mal bitte genauer, ich verstehe das gerade nicht ganz. Schließt sich nämlich ja gerade gegeneinander aus und mir wäre das mal eben sehr wichtig zu wissen.

Kommentar von heide2012 ,

Du realisierst, dass deine Sexualität (ich weiß nichtso wirklich, wieso man keine haben sollte) aufs gleiche Geschlecht ausgerichtet isr und dich das andere Geschlecht sexuell nicht "interessiert". Wenn du das relaisiert / verifiziert hast, fängt die Akzeptanz, zunächst beginnend mit Toleranz an. Besser kann ich das nicht erklären, sorry.

Kommentar von MaLew ,

Dankey :)

Antwort
von laynapor, 189

Du sagst ganz richtig, dass nur du selbst von deiner Sexualität wissen kannst und erst recht niemand Fremdes im Internet. Deine vielen Fragen zu dieser Thematik in kurzer Zeit liessen vermuten, dass du dir viele Gedanken machst, die nicht unbedingt nur positiv sind. Akzeptanz der eigenen Sexualität, wie auch immer die aussieht, ist ein langer Prozess und folgt keinem Schema. Ich denke, ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass du alle Gedanken und Möglichkeiten zulässt und vor allem Geduld hast, dass sich nicht alles in drei Wochen für dich klären wird. Setze dich weiterhin mit der Thematik und deinen Gefühlen auseinander und langsam wird sich Akzeptanz einstellen.

Antwort
von SuUcKeR, 24

Erst einmal musst du dir im klaren über diese Gefühle zu Männer oder Frauen sein. Dann solltest du, wenn du jemanden hast, darüber reden. So weit ich weiß gibt es auch ein paar Hotlines. Mit jemanden darüber reden kann sehr helfen. Wenn man nichts dagegen hat muss man mit niemanden reden. Ich dachte zuerst ich sei lesbisch. Aber da ich mich in einen Jungen verliebt habe weiß ich jetzt dass ich Bisexuell bin. Aber dass ist ja unwichtig. Dass bedeutet solltest du was dagegen haben solltest du mit jemanden reden.

Antwort
von 261201, 126

Das ist so, das nur du wissen kannst, ob du homosexuell bist oder nicht. Naja, aber deine Frage war ja wenn man homosexuell ist, wie man das akzeptiert. Das kann man nicht genau beantworten, aber man muss sich erstmal Gedanken darüber machen. Wenn man eine Zeit lang nachdenkt, wird es irgendwann für einen egal sein wie er ist. Man sollte nur wissen, das man deshalb nicht weniger wert ist, oder ein anderer Mensch, man ist und bleibt völlig normal.         Liebe Grüße ^^

Antwort
von SchwarzerTee, 114

Wenn Du Fragen zu Deinem Verhältnis zu einer eventuellen eigenen Homosexualität hast, kannst Du Dich auch an das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft wenden. Es handelt sich dabei um ein christlich geprägtes Institut, in dem viele internationale Studien und Aufsätze ausgewertet werden und das sich mit sehr vielen verschiedenen Fragen der Homosexualität auseinandersetzt - verständlicherweise von einem christlichen Standpunkt aus, der ja auch interessant für Dich sein könnte.

Man kann dort auch hinschreiben.

Kommentar von CalicoSkies ,

Beim DIJG handelt es sich um eine christlich-fundamentalistische Organisation, die unter anderem den Status von Homosexualität als "Krankheit" und auch angebliche "Therapien" fördern möchte:

http://www.zeit.de/online/2009/33/homosexuelle-hetze

Dort findet man keine "differenzierte Bewertung", sondern nur christlich verzerrte sexualfeindliche Standpunkte.

Dabei handelt es sich nicht um "Sammlungen von Studien", sondern um gezielte Desinformation, die dem eigenen Zweck dienlich ist:

Anstelle sich bei der fachlichen Auseinandersetzung den Auffassungen des "Institut für Jugend und Gesellschaft" von Frau Dr. Vonholdt, das Sprachrohr der "Christen in der Offensive e.V.", ist anzuschließen, empfehle ich eine aufmerksame Lektüre der Fachliteratur und der Publikationen der Weltgesundheits-organisation (WHO). Die Auffassungen von Frau Dr. Vonholdt entsprechen nicht dem allgemein anerkannten Stand der Humanwissenschaften. Eine Auffassung, zu der bereits im Jahr 2000 auch das Bundesverteidigungsministerium kam, indem es sich von Studien des Institutes distanzierte.

https://web.archive.org/web/20050415211744/http://wuerzburg.gay-web.de/pressespi...

Das DIJG liefert nachweislich falsche Belege und falsche Auffassungen und verteidigt dies mit christlicher Ideologie.

Daher:

verständlicherweise von einem christlichen Standpunkt aus, der ja auch interessant für Dich sein könnte.

Eher nicht, da ihm eine "Bekehrung" und das Einreden, man könne seine Homosexualität "heilen" nicht weiterhilft - da Homosexualität angeboren und nicht änderbar ist.

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