werden altagsbegleiter als billige Pflegekräfte mißbraucht?

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4 Antworten

Alltagsbegleiter dürfen in meinen Fall, nur die Sachen erledigen was sie auch machen dürfen zum Beispiel für den Bewohner Einkaufen oder leichte Betreuungstätigkeiten z.b.  Memory spielen. Pflegen ist da so eine Sache, in Sachen Grundpflege und Assistierende Pflege dürfen Sie nicht machen. Damit meine ich den Bewohner waschen oder Blutdruck messen, dies darf ein Pflegehelfer oder ein Pflegefachhelfer. Alles andere wie Assistierende Pflege das heißt Katherisieren von männlich und weiblich oder Wundverbände muss mindestens die drei Jährige Fachkraft machen im Alten oder Krankenpflege Bereich.  

Ich hoffe ich konnte dir damit weiter Helfen

lg Ladydark86

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In meinem Haus machen die Alltagsbegleiter nur das, für das sie auch ausgebildet sind: sie begleiten die alten Menschen in ihrem Alltag. Sie bieten Beschäftigung, Betreuung und Gespräche.
Sie pflegen nicht. Sie dürfen nicht einmal Nahrung anreichen.
Dafür haben sie keine Ausbildung und dürfen es schlicht nicht.
Wenn ein Haus darauf besteht, dass ein Alltagsbegleiter pflegt, sollte man dort nicht anfangen.

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Kommentar von salvatorXII
10.09.2016, 00:21

ich hab aber angefangen...: ich bin verantwortlich für 10 Bewohner einer "Hausgemeinschaft" der Caritas in einem Seniorenheim.

Ich mache alles...wie in einer Familie mit 10 Mitgliedern,die alle mehr oder weniger dement sind neben altersbedingten anderweitigen gesundheitlichen Problemen.

ich  wasche/plege, versorge einfache Hauterkrankungen, verteile Arznei, reiche Nahrung an, mache  und begleite das Frühstück, wasche Wäsche,koche das Mittagessen neben Toilettengängen und all dem,was so anfallen kann...! bei Bedarf kann und soll ich die zuständige fachkraft anrufen.

Dafür habe ich im Frühdienst 6 Stunden und 45 Minuten Zeit inkl. 1/2 h Pause ,die aber niemand nimmt.

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Die Aufgaben von Betreuungskräften / Alltagsbeleitern überschneiden sich zwangsläufig auch mit bestimmten Pflegetätigkeiten.

Z. B. wenn ein inkontinenter zur Toilette muss wegen Inkomittelwechsel, wird auch die Betreuungskraft nicht umhinkommen ihm dabei zu helfen. Besonders wenn sie im ambulanten Bereich tätig ist oder mit den Betroffenen unterwegs ist. Da sind die Alltagsbegleiter/Betreuungskräfte bei der Einzelbetreunung alleine mit dem Kunden unterwegs.

Eine Abgrenzung auf den Punkt genau ist bei diesen Tätigkeiten nicht machbar. Auch pflegekräfte erbringen ständig irgend welche Betreuungsleistungen beim Kunden oder Bewohner, ohne sich darüber zu beschweren.

Und man muss sich auch im klaren sein, dass Alltagsbegleiter und Betreuungskräfte nach § 87 und §  45 SGB XI kein Ausbildungsberuf ist, sondern eine Hilfstätigkeit mit Qualifizierung zur Betreuung und Alltagsbegleiter.

Ursprünglich waren diese Betreuuerlehrgänge als zusatzqualifizierung für examinierte Pflegefachkräfte gedacht.

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Kommentar von salvatorXII
26.10.2016, 17:58

Es geht bei meiner Frage nicht um "Abgrenzung"  sondern darum,daß ich ohne Ausbildung ALLES machen muß. Hab ja geschrieben, ich wasche jeden Morgen neun Bewohner komplett bis hin zur medizinischen Versorgung mit Salben im Intimbereich, ich verabreiche Medikamente , die ich morgens früh auf nem Tablett erhalte ohne,daß jemand weiteres mich unterstützt geschweige denn kontrolliert. Ich erledige Toilettengänge,Inkowechsel...etc. Ich verbringe einen ganzen Dienst idR alleine mit den Bewohnern, koche für sie und entscheide ggfs. darüber,ob ich sie vorsorglich ins Bett lege. ich schreibe die Pflegeberichte und mache alles,was erforderlich ist. Ich arbeite mit einer 65 % Stelle fast soviele Tage wie jemand anderes in einem anderen Beruf mit einer Vollzeitstelle. Für diese Arbeit erhalte ich dann ca. 1017 Euro. Ich bin dauernd im Stress,renne während der agnzen Dienste nur hin und her und hab für nichts wirklich Zeit. Von dem,was ein Altagsbegleiter eigentlich machen sollte,mache ich nichts,weil dafür keine Zeit ist....!

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Bei kleinen Familienwohngruppen mögen sich die Aufgaben manchmal überschneiden.

Aber bei Aufgaben wie Waschen oder Medi-Ausgabe macht sich der Arbeitgeber strafbar.

Wenn etwas passiert, treten haftungsrechtliche Probleme auf. Ich kenne Fälle, bei dem Berufsgenossenschaft bei Unfällen nicht gezahlt hat. Der Träger hat dabei das größte Risiko.

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Kommentar von Ladydark86
10.09.2016, 14:55

Danke das wollte ich gestern Abend noch hinzufügen ;)

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