...warum schaffen es dann nur 20% der Bevölkerung? Einzig und allein aus finanziellen Gründen?
Ich denke beim Abitur geht es auch viel ums 'Durchhaltevermögen' ;)
Und "schaffen" ist etwas - blöd ausgedrückt. Schließlich versuchen es viele nicht, weil sie von Anfang an nicht auf dem Gymnasium landen. Hätten wir bis zur 10. eine Gesamtschule, hätten sicherlich mehr Bundesbürger diesen Abschluss.

Quatsch.. Geld hat nichts mit dem Gelingen des Abiturs zu tun..
AliceJale am 22. Januar 2009 17:48 Wenn die Familie das Kind nicht weiter durchfüttern will und es arbeiten gehen soll, dann ist z.B. nach dem Realschulabschluss kein Abi-Nachmachen drin.
Alena22 am 22. Januar 2009 17:54 Wenn eine Familie das eigene Kind nicht weiter durchfüttern will, hat diese Familie wohl eher ein großes Beziehungsproblem bei dem Geld auch nicht mehr helfen würde.
AliceJale am 22. Januar 2009 20:09 Das kommt gar nicht selten vor. Ich habe schon oft davon gehört. Wenn die Familie nunmal super arm ist, sind 3 Jahre mehr ohne Einkommen schon hart. "Luft und Liebe" ernährt bekanntlich nicht allzu toll ;) Und ich sage trotzdem nicht, dass es berechtigt ist, den Kindern das zu verweigern.. aber es ist Tatsache..

In keinem Land der EU ist das Bildungsniveau so eng an den sozialen Status der Familie, die Bildung der Eltern, gekoppelt wie in der BRD. Insofern: jein, es kommt auch darauf an, wie bildungsnah oder -fern die Familie ist, in der man aufwächst.
Genau das ist auch meine Antwort! Ich habe gerade gestern eine Studie darüber gesehen: Kinder aus Akademiker-Familien brauchten 50 Punkte bei einem Test, um eine Gymnasialempfehlung des Lehrers zu bekommen, Kinder aus "bildungsfernen" Familien nahezu 100 Punkte... Was für eine Überraschung, dass so wenig dieser Kinder auf das Gymnasium gehen...

Nicht jeder will Abi machen. Es gibt schöne Berufe, die interessant sind ohne dass man so lange die Schulbank drücken muss. Ich war froh, dass ich mit dem erreichen der Volljährigkeit auf eigenen Beinen stehen konnte, und hab mich dagegen entschieden, was aber nicht heißt, dass ich nicht intelligent genug wäre. Ich kann mir doch selbst aussuchen, ob ich Abi will oder nicht.
Lies mal sozilogische Studien über den Zusammenhang Herkunfstfamilie und Bildungsstand. Und dann schau mal, wie viele Akademiker-Kinder im Gegensatz zu "bildungsfernen" Familien ihr Abitur machen. Und der Witz ist, dass das längst nicht nur mit der Intelligenz oder dem Fleiß der Kinder zu tun hat, sondern auch damit, dass die Lehrer die Kinder von "klugen Eltern" automatisch als klüger einstufen und ihnen Gymnasialempfehlungen geben, auch wenn die Leistungen nicht entsprechend sind. Das ist nicht erfunden, sondern empirisch bewiesen. Insofern bedeutet das Abitur also noch weniger...
Man kann sich doch auch von der Hauptschule bis zum Gymnasium hocharbeiten
Das stimmt. Und ich habe Hochachtung vor jedem, der das schafft, weil es m.E. viel schwieriger ist, als der "normale Weg" auf dem Gymnasium.
Ja damit hast du Recht. Die Realschule bereitet nicht sonderlich gut auf die Oberstufe vor

Es gibt sicher auch weniger intelligente Abiturienten. Allerdings begünstigt ein gewisses Maß von Intelligenz oberhalb des Durchschnitts die Weg zum Abitur.
Menschen mit einer höhern Intelligenz haben mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch einen höheren Schulabschluss.
Aber wie das mit Wahrscheinlichkeiten so ist, gibt es auch Ausreißer. (Es ist extrem unwahrscheinlich vom Blitz getroffen zu werden, trotzdem gibt es immer mal wieder jemanden, dem das wiederfährt.)

Sie versuchen es erst gar nicht, schätze ich!
Denke ich auch, es gibt so viele Schüler anderer Schulen (ich denke jetzt insbesondere an Realschüler), die auf ein Gymnasium gehen könnten, aber nicht wollen oder sollen.

abi ist nur was für intelligenten,wenn man da als hauptschüler hinkommt hat man schlechte Karten,aba ich glaub wenn man es wirklich schaffen will dann klappt das auch
maxeIputzeI am 22. Januar 2009 17:45 Um das Abi zu schaffen brauch man wirklich keine Intelligenz, wenn man etwas langsamer is brauch man einfach mehr elan ;)
naja, ein bißchen Intelligenz soll dabei auch noch nie geschadet haben. Ansonsten gilt wohl, dass man einen gewissen Ehrgeiz benötigt, um so lange zur Schule zu gehen, dass man fleißig lernen muss und dass man Spaß am Lernen haben muss, da es sonst nicht funktioniert. Und zwar schon ab der Grundschule oder eher - weil da nämlich die Fähigkeiten sich prägen, die später gefordert sind - Sprachverständnis, logisches Denken etc.

Natürlich muss man einiges an potenzial mitbringen, aber wenn du es dir leisten kannst, bzw. deine Eltern, dann hat man es leichter...
ausserdem fängt das doch schon viel früher an ...Kinder reicher Eltern gehen in die bessern Kindergärten, bekommen die bessere Förderung...können sich mehr Freizeitaktivitäten leisten..sitzen demnach nicht nur zuhause vor dem Fernsehr!
Ich denke die, die weniger Unterstützung vom Elternhaus haben und sich alleine durchschlagen müssen, das trotzdme packen...haben eh viel bessere Voraussetzungen später im Beruf
Unterstützung vom Elternhaus kann ja unterschiedlich sein. Ich war in unserer Familie, die erste, die Abi gemacht hat und da konnte mir keiner bei den Aufgaben helfen oder so. Und Geld für besonders gute Kindergärten oder Schulen gabs auch nicht, bin ganz normal mit allen anderen zur Schule gegangen.
Man wird aber, denke ich, feststellen können, dass es auch ein bißchen davon abhängt, was Eltern vorleben. Wenn die den ganzen Tag vor dem TV abhängen und saufen, wird das Kind kaum Interesse an schulischer Bildung entwickeln.
Nudelsternchen am 22. Januar 2009 18:01 Ja, das ist genau das was ich meine was kann ein Kind für seine Eltern...und muss der Staat das nicht auffangen...manchmal frage ich mich wieviel potenzial in manchen Menschen schlummert, das sie aber nicht nutzen, da sie nicht das bekommen was sie brauchen um sich zu entfalten!
Aber in welcher Form legt der Staat einem Steine in den weg? (ich streite das nich ab, will nur mal genau wissen, was du meinst)
Nudelsternchen am 22. Januar 2009 17:48 ich glaube was dir nicht ganz klar ist, wie schwer es ist für ein Kind aus dem Proletariat überhaubt auf das Gymnasium zu kommen...wenn sie da sind ist das ja schon mal ein großer Schritt, dort dann zu bestehen noch ein größerer...wenn sie es dann gepackt haben...sicherlich haben sie damit bessere chancen im berufsleben...aber darum ging es in deiner fragestellung doch gar nicht?

viele brauchens nicht für ihren berufswunsch, andere glauben altersbedingt es wäre schon nicht so wichtig. oder glaubst du schlechte schüler sind alle dumm? - ne, die meisten sind einfach faul! und gerade intelligente menschen sind oft sehr sensibel und eher mit moralischen themen beschäftigt als leistungsorientiert. es heißt, überdurchschnittlich intelligente menschen wird man selten in führungspositionen finden, weil sie zu emotional handeln oder sagen wir mal, ein ausgeprägteres gewissen haben!
MissUnderstood am 22. Januar 2009 17:47 Das kann ich bestätigen. Ich habe einen sehr emotionalen, fürsorglichen Beruf!
Ich denke mal es hat viel mit dem Streß zu tun, dem man sich aussetzt. Genau wie ein Studium. Viel Zeit die investiert wird und dann der druck, dass das Ganze sich auch auszahlt.

Deine Fragestellung ist etwas unglücklich, wie Du an der Reaktion von Alina siehst....:-)
Der finanzielle Aspekt bez. der zukünftigen Berufslaufbahn spielt sicher eine Rolle mit, aber ohne ein gewisses Maß Intelligenz dürfte das Abi trotzdem kaum zu schaffen sein....
Bequemlichkeit, der gesellschaftliche Wandel, ja das wird alles eine Rolle spielen. Heute haben die Menschen eine ganz andere Auffassung über die Bildung. Vielleicht geht es uns manchmal auch zu gut, keine Ahnung. Früher war das Bestreben nach einer guten Ausbildung höher, als das heute der Fall ist. Manchmal kommt man sich echt vor, dass man sich schämen muss, wenn man mal was weiß. Stipide Ausdrucksweisen sind in, vor allem bei der Jugend. Der Spießer wird nicht gemocht. www.fachabitur-nachholen.de
20 % sind zu viele. Es ist unglaublich, wer sich heute alles an den Universitäten herumtreibt!
Ich würde minimal 5 % und maximal 10 % studieren lassen.
Zu uns kamen in der 11 viele Realschüler
das kannst du nicht vergleichen!
Ja - wie gesagt: DURCHHALTEVERMÖGEN :)
Und diese Möglichkeit hat nicht jeder, weil das nicht jede Schule macht! Um von der 10. RS in die 11. Gym zu gehen, brauchst du einen Einserschnitt! Ansonsten musst du in eine 10ü. Diese gibt es nur in Großstädten.
Stimmt so nicht, kenne genug die auf der Realschule nur nen 2er Schnitt hatten und trotzdem in die 11 kamen.
Vielleicht bist du in einem anderen Bundesland (so weitsichtig bist du wohl nicht - Zitat: "Stimmt so nicht"). Hier braucht man definitiv als Realschüler einen Einserschnitt um gleich in die Elfte zu dürfen. Ich weiß das aus erster Hand. ;)
Und wenn man auf der Realschule mit 'nur' einem Zweierschnitt das Abi schafft, kann der IQ - Unterschied ja nicht so groß sein, gelle? lol
Lustig, dass du versuchst, mir anhand meiner Zitate mangelnde Weitsicht zu unterstellen...frage mich, warum sich einige hier so angegriffen fühlen.
Meinte eher den Unterschied, zwischen jemandem, der kein Abitur macht und jemadem, der Abitur macht.
Unabhängig davon, auf welcher Schule derjenige die ersten 10 Jahre absolviert hat
gg Ich glaube, hier fühlt sich niemand von dir angegriffen gg
Es mag einen Unterschied geben, aber der ist nicht nur im IQ zu suchen.