Wenn jemand etwas falsch versteht weil der andere sich falsch ausgedrückt hat, wer ist dann schuld?

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8 Antworten

Hallo TeppichFlusen,

ist es wichtig, wer schuld hat oder ist es wichtig, sich zu verstehen? Sorry für die Gegenfrage, aber meiner Ansicht nach, wird viel zu oft nach Schuld statt für Verständnis gesucht.

Jede/r sollte versuchen, sich so auszudrücken, dass der andere es verstehen kann und der/die Zuhöher/in versuchen, zu verstehen, was der/die andere gemeint hat, auch wenn es nicht optimal formuliert wurde. Aber letztendlich geht es immer um das gegenseitige Verständnis und nicht um Schuldzuweisungen.

Wenn beide versuchen, in der 'Sprache' des anderen zu sprechen, den andern da 'abzuholen', wo er steht, kommt es meist erst gar nicht zu Mißverständnissen, oder ? ;-)

LG

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Naja Schuld für was? Für das Missverständnis? Naja beide halt irgendwie. Der Sprecher weil er es "falsch" gesagt hat und der Hörer weil er es "richtig" falsch verstanden hat.

Oh warte mal... ne keine Ahnung ist auch egal^^

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Hallo TeppichFlusen!

Im Zivilrecht herrscht in so einem Fall ein Irrtum, sprich der Vertrag ist in den jeweiligen Teilen ungültig. Beide sind schuld. 

Jedoch gibt es auch Ausnahmen. Wenn ein Österreicher bei einem Deutschen "Aprikosen" bestellt, weil er dachte, das es sich um Orangen handelt, ist der Österreicher schuld. Da er sich in diesem Fall informieren hätte müssen, wie der Sprachgebrauch in der jeweiligen Region angewendet wird. 

-D

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Kommentar von chrissdecross
07.11.2016, 02:06

😂passiert ständig die Österreicher verwechseln aprikosen mit orangen

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Nach der Kommunikationstheorie ist der "Empfänger einer Nachricht" "frei". Das heißt, es obliegt dem "Sender einer Nachricht", sie so zu formulieren und zu übermitteln, dass sie vom Empfänger verstanden werden kann.

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Kommentar von Kitharea
07.11.2016, 07:40

Schöne Theorie... die mit Alltag nix zu tun hat. Weil niemand sicher sein kann dass er weiß, wie er etwas sagen muss damit es der Andere richtig versteht. Dazu müsste er Sender und Empfänger gleichermaßen sein. Wegen so einer Theorie Schuldzuschreibungen zu machen wäre demnach auch sinnlos.

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Kommentar von Herb3472
07.11.2016, 08:06

@Kitharea: selbstverständlich hat das mit dem Alltag was zu tun. Wenn ich jemandem eine Botschaft oder Nachricht übermitteln möchte, obliegt es mir, mich darum zu bemühen, dass sie den Empfänger erstens erreicht und zweitens auch von ihm verstanden wird. Das heißt, ich muss mich sowohl in der Art und Weise der Übermittlung als auch inhaltlich und in meiner Ausdrucksweise auf den Adressaten der Nachricht einstellen, wenn ich nicht möchte, dass er nur "Bahnhof" versteht. Einen Tauben kann ich anschreien, wie ich will - er wird mich nicht verstehen. Und wie das mit der Wortwahl ist, weiß jeder, der schon einmal einen fachärztlichen Befund in Händen hielt: man versteht in der Regel "Bahnhof", weil einem die Terminologie nicht geläufig ist.

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Kommentar von Herb3472
07.11.2016, 21:10

@Kitharea: Missverstndnisse sind selbstverständlich nie ganz auszuschließen. Trotzdem liegt es nicht in der Verantwortung des Empfängers, irgendwelche unverständlichen Nachrichten zu entschlüsseln, sondern in der Verantwortung des Senders bzw. Überbringers, die Nachricht für den Empfänger verständlich zu formulieren. Es obliegt dem Lehrer, sich seinen Schülern gegenüber verständlich auszudrücken, und nicht dem Schüler, sich dem sprachlichen Niveau des Lehrers anzupassen.

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Keiner - das ist normal dass so etwas passieren kann. "Schuld" existiert nicht wenn es um Kommunikation geht. Wenn jemand denkt da stimmt etwas nicht, sollte er nachfragen. Das könnten beide. Man kann auch fragen wie es der Andere verstanden hat. Je nach Wichtigkeit des Themas könnte sich jeder selbst darum kümmern wie es gemeint war. Letztendlich sind beide oder keiner "Schuld" wenn man es so sagen will.

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....... wenn man Pech hat, beide.

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Ich bin verantwortlich für das, was ich sage...nicht dafür, was andere verstehen.

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Kommentar von Herb3472
07.11.2016, 02:14

Ich bin verantwortlich dafür, dass das, was ich sage, verstanden werden kann.

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der, der es falsch verstanden hat, hat doch alles richtig gemacht. es hat es so verstanden wie es gesagt wurde. also ist der, der sich falsch ausgedrückt hat schuld

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Kommentar von Herb3472
07.11.2016, 02:15

Richtig!

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Kommentar von sepki
07.11.2016, 02:45

Oder der Empfänger hat nur mit halbem Ohr zugehört und das Gegenteil vom Gesagten getan.

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