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Was kann man für Sender auf der AM Frequenz empfangen? Und warum gibt es AM und FM?

gefragt von emule am 08.08.2007 um 17:53 Uhr

Wenn ich das Radio auf die AM Frequenz umstelle dann höre ich so gut wie gar keine Sender die dort sind. Warum gibt es überhaupt AM und FM Frequenzen? Ist das Länderabhängig wer wo sendet oder womit hat das zu tun?

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Radio x 1.422 Land x 478 Sender x 254 Frequenz x 82 Radiosender x 54 Abhängig x 29 FM x 20 Länderabhängig x 1

krucker
beantwortet von krucker am 8. August 2007 20:32
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Als es nur Röhren zum Senderbau gab, konnten die Signale nur amplitudenmoduliert ausgestrahlt werden. Das sinusförmige Signal mit z.B. 300 Meter Wellenlänge, (entsprechend lang waren auch die Sende-Antennen, und etwa ein Zehntel davon die Empfangsantennen), wurde mit einer Art Zitterbewegung verfremdet. Dieses Zittern wurde im Empfänger wieder abgetrennt. Es enthielt die für uns hörbaren Frequenzen.

Vorteil: Ein Sender kann mindestens ein ganzes großes Land versorgen. (Bis in die Täler). Nachteile: Störanfälligkeit, besonders bei Gewitter, auch gab es wetterbedingte Störungen von Sendern aus Nachbarländern.

Transistoren mit der Möglichkeit, viel hochfrequentere Schwingungen zu verarbeiten, ermöglichten die Ultra Kurzen Wellen. Hier werden die Tonsignale in Frequenzänderungen umgesetzt. (Frequenzmodulation FM). Der Sender strahlt also mit ständig schwankender Wellenlänge.

Vorteil: Wenig störanfällig; kurze Antennen.

Nachteil: Große Abschirmung durch Berge.

Neuentwicklung: Digitale Übertragung. (Mit Nullen und Einsen).


JoGerman
beantwortet von JoGerman am 8. August 2007 18:19
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AM (Amplitude Modulation) und FM (Frequenzy Modulation) sind engl. Abkürzungen bzw. Synonyme für Lang-, Mittel-, Kurzwelle (LW,MW,KW) und Ultrakurzwelle (UKW). Bei der Entwicklung von Radioübertragungen wurde zuerst über Mittel- und Kurzwelle übertragen. Eigenschaften: Sehr große Reichweite aber schlechte Tonqualität. Deshalb wurde später die UKW-Technik (ab den 60er Jahren mit Stereo-Ton) eingeführt, die heute noch in allen Radios genutzt wird. Mittelwelle und die anderen wurden dann beibehalten, um Reisenden und Aussiedlern in aller Welt zu ermöglichen, die heimatlichen Sender zu hören. Über Langwelle kommunizieren heute noch U-Boote, da die elektromagnetische Ausbreitung unter Wasser sehr gut ist. Du musst am Radio (je nach Bauart) eine extra AM-Antenne anschliessen. Sieht aus, wie ein Plastikrahmen mit darauf aufgewickeltem Draht. Außerdem stört die Sonne mit Ihrer Strahlung die Ausbreitung der Wellen, deshalb hört man nachts wesentlich mehr Sender mit viel weiterer Entfernung.

Kommentar von Szintilator am 8. August 2007 19:54

Es gibt keine extra Antennen für AM und FM. Mit jeder Antenne können beide Modulationsarten empfangen werden. Für UKW wurden die Yagi-Antennen benutzt, damit diese auf den Sender gerichtet werden kann, und damit auch Weitemfang hat.

Kommentar von softkey am 8. August 2007 20:01

Mit jedem Stück Draht können die Empfangseigenschaftgen sowohl bei AM als auch bei FM verändert werden. Es gibt natürlich für jede der beiden Frequenzen optimierte Antennen, die den Empfang wesentlich verbessern.

Kommentar von Szintilator am 8. August 2007 20:16

Das stimmt so auch nicht ganz. Wenn ich als Funkamateur z.B. im 10m-Band funke, dann benötige ich eine abgestimmte Antenne, die für die entsprechende Frequenz eine bestimmte Länge haben muß. Wahlweise kann ich auf dieser Frequenz AM- oder FM-Betrieb machen. Aber dafür benutze ich dieselbe Antenne!

Kommentar von 5d45023d3e5d9393f73d0d9d4e0e38a9smallJoGerman am 8. August 2007 21:39

Also Szintilator, ich wollte hier 1. nur auf den Radioempfang eingehen und 2. es für den Laien verständlich und nicht zu umfangreich erklären. Natürlich kann ich sogar ne simple Leuchtstoffröhre oder ein nassen Schnürsenkel als Antenne benutzen. Die Yagi ist als Richtantenne gedacht und für den täglichen Hausgebrauch eher nicht gedacht. Die typischen Stereo- oder AV-Receiver haben im mitgelieferten Zubehör besagte Draht- oder Wurfantenne, die erstmal zum Betrieb des Gerätes ausreicht. Sie haben außerdem ZWEI getrennte Antenneneingänge für AM und FM, was nur der unterschiedlichen Frequenz zu verdanken ist. Da diese Geräte auch an das örtliche Kabelnetz angeschlossen werden können, muß auch der FM-Koaxial-Eingang vorhanden sein, weil alle Kabelradiosender im UKW-Bereich senden. Letzten Endes ist die Frequenz entscheidend für die Größe der Antenne. Nach der Formel zur Berechnung der Wellenlänge Lambda/2=Lichtgeschwindigkeit/Frequenz wird beispielsweise für die UKW-Frequenz 100 MHz eine Wellenlänge von 3 Meter errechnet. Also ist Lambda/2 1,50 m, was der exakten Antennenlänge entspricht, falls man einen einfachen Dipol nutzt. In der Praxis wird diese recht große Länge einfach aufgewickelt, was zwar den Empfang beeinträchtigt, aber praktischer zu handhaben ist. Soweit wollte ich aber unseren fragestellenden Freund nicht belasten. Die verschiedenen Modulationsarten werden bei den Funkamateuren in anderer Weise genutzt, da hier auch Sendebetrieb notwendig ist. Aber auch hier gilt Frequenzmodulation ist tonqualitativ höherwertiger als Amplitudenmodulation.

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 8. August 2007 22:01

Na Du kennst dich ja prima aus.

Kommentar von 5d45023d3e5d9393f73d0d9d4e0e38a9smallJoGerman am 8. August 2007 22:12

Darum bin ich auch hier! Also falls Du auch Fragen im Bereich Elektrotechnik und Elektronik hast....


oldhenry1947
beantwortet von oldhenry1947 am 12. März 2009 22:03
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AM = MW = Mittelwelle FM = UKW = Ultrakurzwelle


andreas48
beantwortet von andreas48 am 8. August 2007 18:01
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AM und FM stehen für Amplituden- bzw. Frequenzmodulation und entsprechen im weitesten der Mittelwelle und UKW


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