Frage von Wekknd, 168

Was ist "Gender-Neutral"?

Ich habe gestern eine Frau kennengelernt, die ihr neugeborenes Baby "Gender Neutral" erziehen möchte. Ich habe mir dabei nichts gedacht und bin nicht weiter auf das Thema eingegangen, aber heute interessiert mich das irgendwie.

Was hat es damit auf sich? Kauft die keine "typischen" Mädchen/Jungs Spielzeuge, Klamotten, etc?

Antwort
von Shiranam, 85

Ich vermute, sie will ihrem Kind einfach alles anbieten. Also bekommt der Junge auch Puppen oder das Mädchen darf sich auch balgen.

Ich finde das nicht dramatisch. Solange die Mutter auf die Persönlichkeit des Kindes eingeht, ist doch alles okay. Das heißt ja nicht, dass das Kind irgendetwas nicht bekommt, was es gerne möchte oder in der Entwicklung gehemmt wird.

Ruhig Blut, es handelt sich um ein Neugeborenes und eine junge idealistische Mutter und ihre Vorstellungen. Das muss nichts Fanatisches sein. Wieviel umgesetzt wird, wird sich auch erst mit der Zeit zeigen, wenn die Phantasie auf die Realität trifft.

Ich finde das im Übrigen besser, als die Mütter, die das Kinderzimmer eines kleinen Mädchens gnadenlos in einen rosa Traum aus Tüll und Glitzer verwandeln - nach ihren Vorstellungen - nicht nach den Vorstellungen des Kindes.

Kommentar von Nashota ,

Ich finde das im Übrigen besser, als die Mütter, die das Kinderzimmer eines kleinen Mädchens gnadenlos in einen rosa Traum aus Tüll und Glitzer verwandeln - nach ihren Vorstellungen - nicht nach den Vorstellungen des Kindes.

Als meine Töchter ihre pinke Phase hatten, hat es mir persönlich in den Augen wehgetan, 4 pinke Wände im Kinderzimmer zu sehen. Aber erst meine große Tochter und später die jüngere Tochter fanden es schick.

Mir war es zu dunkel, aber ich musste ja nicht darin wohnen. Von daher hab ich ihnen ihren Farbtraum nur erfüllt bzw. später gelassen.

Kommentar von Shiranam ,

Dann hast Du anscheinend nach den Vorstellungen der Mädchen gehandelt.

Ich kenne jedoch auch eine Mutter, die das Zimmer für ihren Säugling schon so rosa gestaltet hat. Das Baby hat sich das bestimmt nicht ausgesucht.

Kommentar von Nashota ,

Wie gesagt, ich musste ja nicht in dem Zimmer wohnen.

Einem Säugling kann man sein Zimmer schon noch nach eigenen Vorstellungen gestalten. Was sagen kann er eh noch nicht. Das sehe ich nun nicht ganz so eng.

Ich hab meiner damals einjährigen Tochter aus einem Tierbuch Tiermütter mit ihren Tierkindern an die Tapete gemalt. Ich fand es süß und auch kindgerecht.

Sobald ein Kind aber alt genug ist und eigene Vorstellungen anbringt, sollte man auch darauf eingehen.

Antwort
von teafferman, 51

Sie wird also nicht versuchen, dieses ihr Kind auf sogenannte geschlechtstypische Vorstellungen, Verhaltensweisen und so fort zu konditionieren. 

Wenn ich ein Mädchen in rosa kleide, einen Jungen in hellblau, dann ist es Geschlechtskonditionierung. Persönlich frage ich mich, ob es den Eltern darum geht, den Pädophilen möglichst gut deutlich zu machen, welches Geschlecht da zur Verfügung steht. - Ja. So grobe Worte fallen mir dazu ein. 

Den ein Baby nimmt Geschlecht noch gar nicht wahr. Also Was bitte soll der Unsinn? Leben wir in der Steinzeit, wo es wichtig war, welches Geschlecht da auf die Welt gekommen ist? Damals war vor allen Dingen wichtig, wie alt das Kind denn wird. 

Sie hätte auch erklären können, sie erzieht ihr Kind auf der Grundlage unseres Grundgesetzes, heute gerne vollmundig Verfassung genannt. Denn sie zwingt ihrem Kind nicht durch persönliche Selektion abstruse Vorstellungen auf, sondern gewährt ihm die ihm grundgesetzlich verbürgte Freiheit, seine Persönlichkeit frei zu entfalten. 

Das Grundgesetz kannst Du online nachlesen. 

Nein. Es stimmt ganz einfach nicht, dass ein Geschlecht für eine Tätigkeit ungeeignet sei. 

Ich erinnere dazu noch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Die Frage war zu klären, ob einer Maurerin - keine Ahnung, ob nun Gesellin oder Meisterin - nach der Wiedervereinigung verboten werden dürfe, weiter in ihrem erlernten Beruf arbeiten zu können. Die Frau war erfolgreich. 

Geschlecht im natürlichen Sinne entwickelt sich bei uns Menschen tatsächlich erst mit Beginn der Pubertät. Daran beißt keine Maus einen Faden ab. Bis dahin sind die entsprechenden organischen Geschichten reine organische, aber keine geschlechtlichen Teile. 

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Sexualitaet, 45

Servus Wekknd,

Genau sowas heißt es. :)

Die Genderforschung geht davon aus, dass es zwei verschiedene Geschlechter gibt: Einmal das biologische Geschlecht (sogenanntes sex) und dann das soziale Geschlecht (sogenanntes gender)

Wenn du drüber nachdenkst, dann gibt es bestimmte Eigenschaften, die biologisch festgelegt worden sind - von offensichtlichen Fakten wie "Männer haben einen Penis, Frauen eine Vagina" gibt es natürlich auch andere Unterscheidungen, bspw. im Körperbau, dem Muskelaufbau und anderen Dingen - das streitet auch niemand ab.

Allerdings sind viele andere Eigenschaften, denen wir Geschlechtern zuweisen, gesellschaftlich und sozial festgelegt worden. :)

Wer sagt denn beispielsweise, dass Mädchen rosa mögen, Jungs aber blau? Wer sagt, dass Mädchen mit Puppen spielen, Jungs aber mit Autos? Wer sagt, dass Mädchen eher Prinzessinnen sein wollen, Jungs aber Superhelden?

Das sind soziale Normen - und diese sozialen Geschlechternormen (wie bereits oben genannt: gender) sind teilweise ziemlich schwachsinnig...

So wird Männern beispielsweise eingeredet, sie dürften nicht emotional sein und dürften keine Gefühle zeigen oder in der Öffentlichkeit weinen; Frauen dagegen wird eingeredet, dass sie empathisch und gefühlsbetont sein müssen ...)

Wenn jemand sein Kind genderneutral erzieht, dann heißt das, dass er dem Kind diese Geschlechterrollen nicht anerziehen will - sondern beispielsweise das Kind selbst wählen lassen will, ob es lieber mit Puppen spielt oder mit Autos (als kleines Beispiel)

Das Ganze geht auch weiter und bezieht sich auf Klamotten (warum soll ein Junge nicht rosa tragen dürfen?) und auch auf das Verhalten, die Hobbies, Interessen und so weiter.

Das ist daher nichts "Schlimmes", auch wenn es natürlich konservative Menschen gibt, denen sowas nicht gefällt :)

Lg

Antwort
von Midgarden, 69

Wenn diese Frau es so meint, wie sie es gesagt hat, wäre das Kindesmißhandlung, denn eine Erziehung, die das Geschlecht des Kindes "neutralisiert", provoziert gravierende Probleme mit der eigenen Identität und letzten Endes auch psychische Beeinträchtigungen.

Anders wäre es, wenn sie damit nur meint, das Kind nicht auf eine typische Geschlechterrolle zu fixieren, also z.B. der Junge mit Puppen und das Mädchen mit Autos spielen darf.

Trotzdem wird der Junge kaum eine "rosa Phase" haben ;-)

Kommentar von loema ,

Früher war Rosa die Kleidungsfarbe für männliche Babys.
Und es gibt durchaus Jungen, die eine "rosa" Phase haben.
Es ihnen abzusprechen ist traurig.

Kommentar von Midgarden ,

Ich habe doch nichts "abgesprochen", aber "rosa Phase" gibt es bei Jungen außerordentlich selten, dagegen außerordentlich oft bei Mädchen

Antwort
von Zumverzweifeln, 66

Ja, wenn es ein Junge ist, dann bekommt er möglicherweise keine Autos/Eisenbahn, ein Mädchen keine Puppen.

Sie will alles, was eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen ist, weglassen.

Das wird sie nicht schaffen, mach dir keine Gedanken darüber!

Antwort
von Nashota, 72

Ich verstehe es so, dass sie versuchen möchte, ihr Kind klischeefrei zu erziehen. Also durchaus auch in der Richtung, wenn Mädels mit Autos und Jungs mit Puppen spielen wollen, ist es für sie als Mutter okay.

Allerdings halte ich das erstens für normal. Und zweitens haben Kinder auch ihre eigenen Ansichten und Meinungen. Eltern allgemein sollten also das Leben ihres Kindes nicht schon minutiös durchplanen, sondern ihre Kinder auch eigene Entscheidungen treffen lassen.

Antwort
von hutten52, 43

Gefährliche Idee. Sie glaubt a de Genderismus, nach dem es kein biologisch bestimmtes Geschlecht gibt, sondern nur ein sozial geformtes. Die Geschlechtsorgan werden als nicht entscheidend angesehen. Das Kind soll also irgendwann selbst "bestimmen", ob es ein Mädchen, ein  Junge oder eines der anderen ca. 60 Mischgeschlechter der Gender-Denke sei will. 

Experte warnen vor schweren Problemen eines so erzogenen Kindes, das keine klare Identität entwickelt. Es entstehen schwache, unsichere, desorientierte Menschen. 

Kommentar von loema ,

Klar. Die Experten der AfD, die nicht  verstanden haben, dass es mehr gibt als männliche Männer und weibliche Frauen.

Kommentar von hutten52 ,

Die Diffamierung der AfD ersetzt kein Argument.

Leben entsteht nun mal durch 1. Frau und 2. Mann, oder andersherum. 

Alle anderen "Formen" sollen toleriert werden, aber sie sind nun mal unfähig, Leben weiterzugeben. 

Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist Falsch.

Die Gender-Theorie geht nicht davon aus, dass es kein biologisches Geschlecht gibt - sieht geht davon aus, dass es zusätzlich zum biologischen Geschlecht (sog. sex) ein soziales Geschlecht (sog. gender ) gibt.

Soziale Geschlechterrollen haben ja nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun - und genau darum geht es.

Antwort
von Altersweise, 34

Ich nehme mal zu Gunsten der jungen Mutter an, dass sie ihr Kind - falls Junge - nicht zum Macho oder - falls Mädchen - nicht zur Tussi erziehen will.

Wir haben auch versucht, unsere zwei Jungs und zwei Mädchen so zu erziehen, dass sie auch offen z.B. für das Spielzeug oder die Klamotten des anderen Geschlechts sind, haben uns auch nicht aufgeregt, wenn ein Junge ein Tutu angezogen hat oder das Mädchen lieber Bobbycar als Puppenwagen herumgeschoben hat.

Die Geschlechterfestlegung erfolgt durch die Chromosomen bei der Zeugung, zu 99 % ist sie eindeutig zu erkennen, wenn man zwischen die Beine des Babys schaut. Wir versuchen als Eltern, eine gute Grundlage zu legen und Respekt auch vor dem anderen Geschlecht zu vermitteln. Den Rest besorgen Kindergarten, Schule, Freunde und die gesamte Umwelt.

Unsere Jungs sind zu Männern geworden, aber nicht zu Machos, aus unseren Mädchen sind Frauen geworden, aber keine Tussis. Vielleicht ist das Gender-neutral.

Ansonsten wird es für die Mutter wirklich spaßig werden.

Antwort
von Nadikueng, 48

jup, falls es ein junge ist, wird sie ihm autos und puppen zum spielen hinlegen und sich wundern, dass er trotzdem lieber mit autos spielen will.

Antwort
von marylinjackson, 38

Schön, wenn es ein Junge wird und der sich nur für Autos interessiert, schenken ihm die Eltern dann Puppen und kleiden ihn wie ein Mädchen. 

Soll er doch selber herausfinden, ob ihm die Zöpfe und Kleidchen gut tun.

Kommentar von loema ,

Eben nicht.
Dem Jungen wird lediglich nicht schon vorgekaut, dass er als Junge nur Interesse an Autos haben darf.

Kommentar von marylinjackson ,

Ich vermute, Du hast noch kein Kind groß gezogen. 

Es ist das Kleinkind, das die Vorlieben entwickelt. Ganz ohne Beeinflussung von außen. Es interessiert sich das KK für die Technik, für Papas Auto, und nicht für die Puppe oder den Teddybären. Du kannst gerne sein Spielauto wegnehmen und dafür ihm eine Puppe geben. Auch das ist nur ein  "Vorkauen" und ruft nur Protestgeschrei hervor. Hoffentlich landet das Kind nicht später beim Kinderpsychiater.

Kommentar von CalicoSkies ,

Ein männliches Kleinkind entwickelt aber nicht zwangsläufig Interesse an Autos - genauso wenig wie ein weibliches Kleinkind nicht zwangsläufig Interesse an Puppen entwickelt.

Dass sich das meistens aber trotzdem deckt, liegt nicht an dem "Wesen" der Kinder, sondern schlichtweg am sozialen Umfeld - und daran, was Ihnen vorgelebt wird.

Das einfache Beispiel von Puppen und Autos ist ein Beispiel von sogenannten sozialen Geschlechterrollen (gender) die bei einer genderneutralen Erziehung vermieden werden sollen...

Bei genderneutraler Erziehung geht es ja gerade eben darum, dass du das Kind selbst entscheiden lässt, gerade ohne ihn in irgendeine Richtung zu bevormunden :)

Mit "wegnehmen" hat das rein gar nichts zu tun, denn das wäre absolut falsch :D

Kommentar von marylinjackson ,

Diese Diskussion ist fast so sinnlos wie die Frage, was war eher da, das Ei oder die Henne?

Ein Kind wächst im sozialen Umfeld auf und seine Auswahl der Vorlieben richtet sich danach. Das Kind wählt, nicht die Eltern!

Eine genderneutrale Erziehung im Kleinkindalterhat keinen Einfluss auf den Sexus. Erst die Geschlechtsreife mit der körpereigenen Sexualhormonproduktion hat richtungsweisenden Einfluss auf das Ego. 

Kommentar von CalicoSkies ,

Natürlich übst du auch als Elternteil Einfluss auf dein Kind aus, wenn du einem Jungen Autos kaufst, aber einem Mädchen Puppen - wenn das Kind selbst wählen darf, dann ist es ja genderneutral!

Dass es einen Unterschied zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und dem sozialen Geschlecht (gender) gibt, sollte klar sein - hier spricht niemand vom biologischen Geschlecht :D

Antwort
von dantes, 52

Auch. Das ist aber nicht das schlimme (auch Mädchen sollen durchaus z.B. Fussball spielen). 

Insbesondere fördert diese Dame ihr Kind nicht, so dass es seine Identität nicht entdecken kann. Folge sind orientierungslose Frauen und weiche Männer die in der Gesellschaft nur ausgenutzt und ausgespuckt werden. Die Folge sind verbitterte Emanzen und depressive Männer. Glückwunsch.

Antwort
von soissesPDF, 20

Vermutlich meint sie androgyn.
Gender-neutral ist eher denglisch.
Mehr eine Art Modefimmel für einen alten Hut.

Antwort
von Sanja2, 45

Ja genau, das Kind soll nicht auf ein Geschlecht geprägt werden. Ich halte das aber für sehr schwierig, denn das Kind lebt ja auch in einer Gesellschaft und die sieht es eben nicht Geschlechtsneutral.

Kommentar von dextaaar ,

warum sollte man das nicht? Entweder man wird als Mädchen oder Junge geboren das kann man sich ja nicht aussuchen.

Kommentar von Sanja2 ,

was sollte man nicht?? Ich verstehe deine Frage nicht.

Kommentar von marylinjackson ,

Was ist hier nicht zu verstehen?

Eindeutiger geht es nicht.

Kommentar von Sanja2 ,

Dann erkläre du mir den Kommentar von dextaar.

Antwort
von Philippus1990, 40

Es gibt die feministische Theorie, dass das Geschlecht sozial sei. Ob man Mann oder Frau sei hänge nicht von den Geschlechtsmerkmalen ab (biologisches Geschlecht), sondern davon als was man ich fühle. Das ist wissenschaftlich natürlich völliger Käse und  wenn Kinder so erzogen auch gefährlich werden. Aber es ist im radikal-linken Milieu im Moment der neuste Schrei.

Das ganze läuft unter dem Titel "Gender Mainstreaming" und wird durch feministische Lobby-Arbeit inzwischen staatlich gefördert. Konservative Publizisten haben das Konzept in Bücher mehrfach kritisiert: "Gender Mainstreaming: Das Ende von Mann und Frau?" (2015), "Gender: Eine neue Ideologie zerstört die Familie" (2014), "Gender - Politische Geschlechtsumwandlung" (2006) und "GenderGaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will" (2014).

Es gibt auch online kritisches Material dazu:

http://www.faz.net/aktuell/politik/gender-mainstreaming-der-kleine-unterschied-1...

http://www.faz.net/aktuell/politik/gender-mainstreaming-politische-geschlechtsum...

 

 

Kommentar von CalicoSkies ,

Da wirfst du einiges durcheinander. :D

Ich erklär mal ganz kurz, worum es konkret geht: Man geht davon aus, dass es drei verschiedene Teile der Sexualität gibt.

Das wäre einmal sex (das biologische Geschlecht), gender (das soziale Geschlecht) und desire (die sexuelle Neigung)

Während bisher ein bestimmtes gender an ein bestimmtes sex fest verknüpft wurde (bspw. ein Mann ist der dominante, Stärkere, geht arbeiten, verdient das Geld, darf keine Gefühle zeigen, ...) geht es darum, diese sozialen Geschlechterrollen vom biologischen Geschlecht zu unterscheiden (und zu trennen)

Das hat mit Transsexualität nichts zu tun - Transsexualität ist zwar eine Abweichung des erlebten Geschlechts vom biologischen (was man auch auf einem fMRT nachweisen kann - ein Transmann hat bspw. ein "männlich verpoltes" Gehirn in einem weiblichen Körper..), aber das hat damit nichts (!) zu tun.

Gender-Forschung beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen von gender auf die Gesellschaft, die Kultur und anderen Dingen.

Das hat daher rein gar nichts mit "Gender Mainstreaming" zu tun (was potentiell ebenfalls nichts Schlechtes ist)

Gender Mainstreaming ist nichts anderes als die rechtliche Gleichstellung der gender - da kann ich nicht wirklich irgendetwas Negatives entdecken...

Es gibt die feministische Theorie, dass das Geschlecht sozial sei

Siehe oben: Nein, es geht darum, dass es Beides gibt: soziales und biologisches Geschlecht.

Ob man Mann oder Frau sei hänge nicht von den Geschlechtsmerkmalen ab (biologisches Geschlecht), sondern davon als was man ich fühle

Siehe oben: Transsexualität  ist natürlich eng mit den Gender Studies verknüpft, das hat aber nichts mit genderneutraler Erziehung zu tun.

Die Inzidenz für Transsexualität ist relativ niedrig - und dass Transsexuelle nicht "verrückt" sind, zeigen wie schon gesagt fMRTs.

Hast du schonmal jemand kennengelernt, der transsexuell war?

Das ist wissenschaftlich natürlich völliger Käse und wenn Kinder so erzogen auch gefährlich werden

Wo soll es schädlich sein, wenn wir Kinder so erziehen, dass Geschlechterrollen keine starre Form, sondern frei wählbar sind?

Wenn ein Mann Emotionen zeigen will: Soll er dürfen. Wenn eine Frau dominant sein will und die Erwerbstätige sein will: Warum nicht?

Wo genau siehst du an Gender studies hier eine "Gefahr" für Kinder?

Du glaubst doch nicht etwa diesen komischen Verschwörungstheorien, man möchte Kinder transsexuell und schwul machen? :D

Das ganze läuft unter dem Titel "Gender Mainstreaming" und wird durch feministische Lobby-Arbeit inzwischen staatlich gefördert.

Wie bereits gesagt: Gender Mainstreaming ist wieder etwas anderes. :)

Diese Autoren kritisieren das teilweise auch nur deswegen, weil es ihrem konservativen Weltbild widerspricht...

Kommentar von Philippus1990 ,

"Diese Autoren kritisieren das teilweise auch nur deswegen, weil es ihrem konservativen Weltbild widerspricht..."

Es widerspricht nicht nur Ihrem Weltbild, sondern auch der Natur. Aber wenn bald immer mehr gespart werden muss, gibt es für derartig dekadente Kaffeesatzleserei zum Glück auch kein Geld mehr.

Kommentar von CalicoSkies ,

Was haben soziale Geschlechterrollen mit der Natur zu tun?

Kommentar von Philippus1990 ,

Sie sind eben nicht sozial, sondern angeboren.

Kommentar von Lennister ,

Darum unterscheiden sie sich auch je nach Zeit und Gesellschaft. Und die gerne bemühten "biologischen Verhaltensunterschiede" sind übrigens wenig ausgeprägt. 

Die us-amerikanische Psychologin Janet S. Hyde hat dazu insgesamt 46 Metaanalysen verglichen; 7000 Einzeluntersuchungen flossen in diesen Vergleich ein. Es gab insgesamt zwei biologisch bedingte Verhaltensunterschiede im statistisch relevanten Bereich: Männer neigen stärker zu Aggression und haben einen ausgeprägteren Sexualtrieb.

Andere messbare Verhaltensunterschiede(von denen viele, z.B. Kommunikativität, nachweislich sozial bedingt sind) als biologisch bedingt zu bezeichnen, ist also bestenfalls reine Spekulation.

Und im übrigen sind "biologisch bedingt" und "Folge der Sozialisation" keine Gegensätze. Menschen sind nämlich nicht durch ihre Erbanlagen determiniert. Sie können bestimmte Verhaltensweisen stärker oder schwächer ausprägen, als durch ihre Erbanlage vorgegeben ist. Sie können sich sogar gegenteilig zu ihrer eigenen Erbanlage verhalten, je nachdem, welche Erfahrungen sie machen. Bei der Geburt ist das Gehirn nämlich bei weitem nicht fertig; 90 Prozent der Verknüpfungen zwischen Nervenzellen entwickeln sich später. Und eine Grundeigenschaft des menschlichen Nervensystems ist die neuronale Plastizität, durch die sich das Gehirn sogar im "fertigen" Zustand noch verändern kann.

Sprich: Auch dann, wenn bestimmte Unterschiede in den Erbanlagen gegeben sind(was ja nur in sehr wenigen Fällen so zu sein scheint), braucht es immer noch eine Gesellschaft, in der diese Anlagen zur Geltung kommen. 

Kommentar von marylinjackson ,

Die Feststellung von Lennister

...Menschen sind nämlich nicht durch ihre Erbanlagen determiniert..

ist  völlig unbewiesen. 

Kommentar von CalicoSkies ,

Nein, sie ist richtig.

Siehe auch die Quelle, die er angibt (die Metaanalyse von Hyde)

Kommentar von marylinjackson ,

Dann erklär mal, wie Erbkrankheiten entstehen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Gegenfrage: Hast du gelesen, worauf sich seine Argumentation bezieht?

Ein Mensch ist nicht durch seine genetischen Anlagen festgelegt - auch wenn bestimmte Krankheiten erblich sind.

Es geht hier um das Verhaltensmuster und die Verhaltensweisen einer Person - das würde man klar erkennen, dass sich Lennister darauf bezogen hat, wenn man die nachfolgenden Sätze liest :D

Kommentar von Lennister ,

Vielleicht mal ein bisschen Aufklärung darüber, warum das, was du hier erzählst, Unsinn ist:http://publikative.org/2015/11/01/maennerfantasien-die-antigenderistische-ideolo...

Kommentar von Philippus1990 ,

Publikative ist keine seriöse Quelle, der Betreiber ist ein linker Ideologe.

Kommentar von CalicoSkies ,

Ändert nichts daran, dass du anscheinend etwas ablehnst, von dem du völlig falsche Vorstellungen hast. :/

Kommentar von Lennister ,

Erstens ist das Unsinn. Zweitens kannst du die Aussagen der Seite ja gerne mit irgendeiner Einführung in der Thema(z.B. auf der Seite einer Universität) vergleichen. Du wirst feststellen, dass dort das gleiche steht.

Und drittens ist es äußerst vielsagend, dass du auf meinen ersten Kommentar nicht eingehst.

Kommentar von Philippus1990 ,

Dass ein linker Ideologe in seinem Blog und linke Ideologen an Universitäten das Gleiche schreiben ist jetzt nicht so überraschend. Was Du nicht verstanden hast: Ich halte die gesamte Theorie für unwissenschaftliche Kaffeesatzleserei. Diese Leute sollten also gar nicht durch Steuermittel an Universitäten gemästet werden.

Kommentar von CalicoSkies ,

Dann erklär doch einfach mal, wieso des für "unwissenschaftlich" hältst - denn bisher bist du auf keins der Gegenargumente von Lennister und mir auch nur im Geringsten eingegangen. :D

Mein Eindruck ist, dass du nicht Gender Studies ablehnst, sondern ein verzerrtes, falsches Bild davon - viele deiner Aussagen sind nämlich komplett verdreht...

Kommentar von Philippus1990 ,

Es ist Quatsch, weil die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Frauen und Männern biologisch determiniert sind. Dass es dabei auch mal zu Abweichungen kommt, etwa bei Schwulen, ändert daran grundsätzlich nichts.

Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist aber schlicht und ergreifend falsch, und das ist auch das Problem :D

Lennister zieitert ja gerade dazu noch eine riesige Metaanalyse...

Kommentar von Philippus1990 ,

Die einen sagen so, die anderen sagen so. Mir reicht, dass mit Ulrich Kutscher ein angesehener Wissenschaftler die Gegenposition vertritt. Einfach weil es mit den Erfahrungen, die ich mir Männer und Frauen sowie deren Verhalten mache, perfekt übereinstimmt.

Kommentar von CalicoSkies ,

Womit du also anerkennst, dass es sowohl Positionen dafür als auch dagegen gibt.

Damit kannst du nicht einfach hergehen und behaupten, dass ausschließlich die Gegenposition recht hat. :D

Ich glaube immer noch, dass du hier vieles durcheinanderbringst - ich würde dir raten, dich in neutralen Quellen zu informieren, nicht in den Büchern von Gegnern von Gender Studies.

Kommentar von Philippus1990 ,

Kollege, es gibt für jeden Unsinn Leute, die daran glauben. Es gibt auch Menschen, die heute noch meinen die Erde sei eine Scheibe. Mit denen beschäftige ich mich aber gar nicht erst.

Im Übrigen: Es gibt keine neutralen Quellen - denn kein Mensch ist zu 100 % objektiv.

Kommentar von CalicoSkies ,

Also ist jede andere Meinung außer deine Unsinn? :3

Im Übrigen: Es gibt keine neutralen Quellen - denn kein Mensch ist zu 100 % objektiv.

Weißt du, wie Studien funktionieren?

Weißt du, was Peer Review ist?

Weißt du, was Publication, Selection und Detection Bias sind?

Weißt du, wie bei Peer Review eine Studie kontrolliert wird und so dafür gesorgt wird, dass diese wissenschaftlichen Fehler in einer Studie nicht begangen werden?

Gender Studies ist eine ernstzunehmende Wissenschaft - sie
einfach mit sowas vom Tisch zu wischen funktioniert eben nicht so
einfach, besonders wenn wir von großen, peer-reviewten Studien und Metaanalysen sprechen.

Die komplette Forschung mit einer Analogie wie Kreationismus (ernsthaft? :D) zu vergleichen entbehrt jeder Grundlage.

Daher: Informier dich  in wissenschaftlichen Quellen, die in seriösen wissenschaftlichen, großen, peer-reviewten Magazinen veröffentlicht wurden.

Das schließt Subjektivität aus und garantiert dir neutrale Informationen. :)

Kommentar von Philippus1990 ,

Ich halte das für Unsinn, ja. "Gender Studies" sind ideologische Gebilde, die sich in Zirkelschlüssen selbst bestätigen - da kannst Du mit wissenschaftlichen Fachausdrücken um dich werfen wie Du willst. Es ändert nichts.

Kommentar von CalicoSkies ,

Hast du denn überhaupt jemals eine Studie oder einen Forschungsbericht gelesen bezüglich Gender Studies?

Da ich jetzt mal ein "Nein" annehme: Du scheinst mir intelligent zu sein, also mach dir selbst ein Bild, bevor du einfach glaubst, was Gegner von Gender Studies in ihren Büchern schreiben. ;)

Beschäftige dich außerdem mit wissenschaftlichen Arbeiten - insbesondere auch mit den Methoden der einzelnen Studien.

Dann fällt dir nämlich auf, dass das mit "Zirkelschlüssen" rein gar nichts zu tun hat :3

Du scheinst mir ziemlich intelligent zu sein, also solltest du dich zumindest darüber informieren, was du ablehnst :D

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