Was ist die beste lern Methode für den quran auswendig zu lernen?

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3 Antworten

Wenn es schnell und effizient gehen soll, würde ich eine Mischung aus Verständnis, Wiederholung und Routenmethode anwenden.

Das heißt, du nimmst dir jeden Tag ein kleines Stück Text vor (anfangs vielleicht nur einen Satz, später steigert sich das automatisch). Erst mal erstellst du eine Route (s. S. Memocamp > anmelden - kostenlos - und dann im Bereich "eigene Routen" eine Route festlegen* und ggf. auf dieser Seite auch üben, die Route zu benutzen, indem man die vorgegebenen Begriffe unter "Wörter" und "Zahlen" lernt. Die Route kann z.B. dein (Wohnzimmer) sein, oder dein Klassenzimmer/ Arbeitsbereich oder auch ein Ort, an dem du ein Hobby ausübst (Sporthalle/ Umkleide, Musikschulzimmer usw,).Jetzt liest du deinen Satz durch und übersetzt ihn dir ggf.

Dann überlegst du, was er bedeutet. Dann überlegst du, ob diese Bedeutung irgendwelche Begriffe enthält, die man sich problemlos vorstellen kann und welche Begriffe man sich nicht problemlos vorstellen kann. Die Begriffe, die du dir vorstellen kannst, visualsierst du möglicht konkret. Es muss nicht ein Bild in der ursprünglichen Bedeutung sein. Z.B. könnte man den Satz aus der Bibel "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" auch so visualisieren, dass jemand Kartoffeln und Äpfel isst (Kartoffelpüree und Apfelmus ist ein Gericht, das in NRW "Himmel und Erde" genannt wird).

Je mehr du lernst, desto weniger musst du dir als Aufhänger merken, also anfangs jedes Wort, später nur noch ein Symbol für den Satz oder sogar Absatz, an dem dann der Rest des Textes "hängt".

Jetzt nimmst du dir den Teil des Satzes vor, den du nicht visualisieren kannst. Keine Ahnung, wie das nun mit "Gott" ist, wenn man streng gläubig ist, ob es sich verbietet, dafür ein Symbol zu schaffen. Wenn es sich verbietet, könnte man anfangs z.B. eine Tontafel sehen, in die der Name Gottes eingeritzt wurde (man kann sich die Tafel nämlich mit mehreren Sinnen vorstellen:

 Man sieht sie, riecht sie ggf., sie kann schwer sein und einem auf den Fuß fallen oder auf dem Fuß liegen oder mit zwei Finger mühsam gehalten werden - alles Hilfen, sich später daran zu erinnern - man kann die eingeritzte Schrift mit den Fingern ertasten etc. Jetzt bliebe noch das schwierige Wort "schuf", das man nicht visualisieren kann. Dafür muss man sich jetzt ein Schlüsselwort mit ähnlichem Klang aussuchen.

Ein ähnliches klingendes Wort wäre z.B. Schuh. Dann kommt noch der Anfang. Da käme (ein kleines Kind) in Frage, das mit dem bunten Buchstaben A aus dem Alphabet spielt (mit A fängt das Alphabet an; aber auch das Wort Anfang) oder auch jemand mit dem Namen Ann/e /z.B. aus einem Film oder Buch oder jemand, den man persönlich kennt). Jetzt nimmt man seine Route und besetzt im Extremfall jedes Schlüsselwort auf einen Routenpunkt.

Routenpunkt 1: Anne mit einer Kette, die einen auffälligen Anhänger hat (Anhang- Anfang).

Routenpunkt 2: Ein riesiger, stinkender Schuh (weil er stinkt, erinnert man sich besser daran).

3: Die schwere Tontafel mit Gottes Namen drauf; man kann die Schrift mit den Fingern verfolgen und fühlt die rauen Ränder der eingeritzten Schrift unter den Fingern.

 4: Ein Teller "Himmel und Erde" oder ein Fenster, durch das man den Himmel sieht (und Flugzeuglärm hört) und Erde, die von der Decke über einen rieselt. etc.

Jetzt geht man jeden Routenpunkt mehrfach durch und lernt so seinen Satz.Später würde man für diesen Satz nur einen Routenpunkt brauchen, in dem alles verknüpft ist: Anne mit dem großen (Ketten) Anhänger steht in dem riesigen Schuh und isst von der Tontafel "Himmel und Erde" oder versucht verzweifelt, über aufgetürmte Erde aus dem Schuh zu steigen, um den Himmel sehen zu können etc.

Später reichen meist auch ein oder zwei Symbole für so einen Satz; der Rest würde automatisch vom Gedächtnis ergänzt.

Anfangs ist das alles sehr mühsam, und man wird nicht mehr als einen (Teil-) Satz pro Tag schaffen, später kann man einen ganzen Absatz oder eine ganze Sure pro Tag lernen. Hat man eine Route besetzt, nimmt man sich eine neue vor und geht jeden Tag ein- bis mehrfach die alte Route durch, bis man deren Inhalt problemlos jederzeit fehlerlos aufsagen kann. Dann übt man das noch eine Weile und kann danach diese Route neu besetzten; die Inhalte kann man jetzt auch ohne die Route erinnern. So braucht man nicht endlos viele Routen.

Die Routen sollte man trotzdem bei Gelegenheit immer wieder neu erstellen und z.B. in Memocamp oder sonstwo speichern. Man kann für Routen alle möglichen Orte nehmen: Wege, Supermärkte und Geschäfte, Fitnisscenter, Häuser und Zimmer von Freunden, Hotelzimmer, Cafés oder sogar Orte aus Filmen. Man muss die Route aber vor Gebraucht mehrfach durchgehen, damit man sie sicher kann.Später kommt das Majorsystem (Zahlenmerken) dazu, mit dem man sich die Nummer der Sure oder auch die Reihenfolge neuer Routenpunkte merken kann.

Infos dazu findet man auf Memocamp oder auch im brainboard-Forum (über das Gedächtnistraining).Ich schlage vor, dass du dir ein paar Routen mit ca. 50 bis 100 Punkten bastelst, aufschreibst und die ersten Inhalte darauf "legst" und täglich wiederholst. Vorher kannst du die Routen bei Memocamp festigen/ lernen.

 Wenn du diese Erfahrung gemacht hast, kannst du dich im brianboard-Forum anmelden und konkrete weiterführende Fragen stellen; vorher solltest du aber etwas Erfahrung haben, um zu wissen, was du genau fragen willst und einschätzen zu können, ob du bestimmte Vorschläge umsetzen kannst.Als Hilfe kann man auch vorher To-Do-Listen oder Einkaufszettel etc. auf die Routen legen; alles, was man sich im Laufe des Tages merken muss, und so lernen, mit der Methode zu arbeiten, bevor man sie auf den Quran anwendet.

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Finde deine Einstellung gut, MashÂllah, ich denke mal so wie es alle anderen auch gemacht haben, immer wieder aufs neue gelesen... Und zugleich Rezitationen hören bis man das irgendwann mal auswendig kann... Wie ein Songtext aus einem Lied, kann man ja auch irgendwann mal auswendig...

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Kommentar von AbuHuraira911
06.07.2016, 05:24

Ich kann lesen und schreiben und meine Absprache ist gut die Sache ist das auswendiglernen ist manchmal schwierig gibt es Mittel die den Denkvermögen oder Konzentration versteigern das man effektiver lernen kann 

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Kommentar von JonSnoww
06.07.2016, 05:25

Glaube nicht... Der Quran ist nicht leicht, das dauert bestimmt 20-25 Jahre tägliches lesen was man dafür benötigt. Mein Vater liest bestimmt schon seit 34-35 Jahren den Quran, und kann ihn auswendig  

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Kommentar von JonSnoww
06.07.2016, 06:24

Naja kommt ganz auf den Menschen an... Gibt welche die lernen besser und manche brauchen länger ...

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Mir hat das Video geholfen aber ich hab am Anfang doppelte Anzahl verwendet.

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Kommentar von AbuHuraira911
08.07.2016, 02:13

Barakallahu feekum

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